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| 2051 | Die Nichte von Papst Innozenz IV. Will mit dem Haus Savoyen eine Allianz eingehen, indem sie sie mit einem dieser Fürsten heiratet 1 4 . Der zukünftige Ehemann ist Thomas , seit 1235 im Piemont verpfändet, Witwer, Sohn des Grafen Thomas I. von Savoyen 1 . Thomas war ebenso wie sein Bruder Graf Amedee IV wegen seiner für Kaiser Friedrich II. Günstigen Ghibellinenpolitik exkommuniziert worden . 1 , 5 , 6 . Der Papst befreit Thomas daher im Juni 1251 1 . Sein Bruder wird später im nächsten Jahr 1 , 6 . Der Zeitpunkt der Hochzeit ist nicht bekannt, aber der Verlobungsvertrag scheint vor Ende des Sommers 1251 unterzeichnet worden zu sein 2 . Das Ehepaar hat fünf Kinder, darunter Amédée , der spätere Amédée V, Graf von Savoyen, bekannt als "Le grand" , aber auch Louis , der erste der Barone von Waadt . Der Papst gab ihr den Spitznamen in einem Brief "Fleskyna" 7 . Einige Chartas erwähnen es in Form von Lady Bourget 8 , manchmal sogar der Gräfin Bourget oder Borghetto 9 . Auf den Tod ihres Mannes, der 7. Februar 1259 Sie muss die Situation bewältigen, die ihr Ehemann seit ihrer Burg Bourget hinterlassen hat, die sie geerbt hat | FIESCHI, Beatrice (I3255)
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| 2052 | Die oberrätische Hochadelsfamilie des 13. und frühen 14. Jahrhunderts gehört zur Verwandtschaftsgruppe der Herren von Sagogn und von Greifenstein. Neben der namensgebenden Burg Wildenberg (Gemeinde Falera), später den Burgen Greifenstein, Freudenberg und Wartenstein, verfügte die Familie der Wildenberg über breit gestreuten Besitz mit Schwerpunkten in der Surselva (Gericht und Herrschaft Gruob, Flims), im Lugnez (Cumbel, Vella), im Albulatal (Bergün/Bravuogn) sowie im Unterengadin (Zernez). 1252 erscheint in Zusammenhang mit einem Streit zwischen dem Bischof von Chur und den Vögten von Matsch urkundlich erstmals Heinrich, der explizit als Sohn Alberts von Greifenstein bezeichnet wird und wohl mit dem 1243 in einer Vazer Urkunde zeugenden Heinrich von Greifenstein identisch ist. Seit den 1260er Jahren erweiterte die Familie ihren Handlungsraum in Richtung Gaster und Sargans, wo sie 1261 mit der Schirmvogtei über das Kloster Pfäfers auch die zugehörige Burg Freudenberg übernahm. Der 1283-1302 erwähnte Heinrich pflegte wie sein gleichnamiger Vater enge Beziehungen in den süddeutschen Raum, besonders zu dem von seinen Vorfahren von Sagogn im 12. Jahrhundert gegründeten Prämonstratenserkloster Rot an der Rot bei Biberach, das er bis Anfang des 14. Jahrhunderts wiederholt mit Stiftungen bedachte. Das Erbe Heinrichs (vor 1319), des letzten männlichen Vertreters der Familie, gelangte über dessen Tochter Anna (erwähnt 1320, vor 1334) an die Familie ihres Ehemanns Grafen Hugo von Werdenberg-Heiligenberg. Die letzte Trägerin des Namens Wildenberg war Agnes, Äbtissin des Stifts Schänis (1362-1400). | VON WILBERG, N. (I23767)
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| 2053 | Die Obertenghi (auch Otbertiner genannt) waren eine der mächtigsten Familien des norditalienischen Adels gegen Ende des Frühmittelalters um die Jahrtausendwende. Ihr namengebender Stammvater ist Oberto I. Graf von Mailand und Luni, der erste Markgraf von Ostligurien, der „marca Januensis“ oder Mark von Genua. | VON OBERTENGHI, Bertha (I18303)
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| 2054 | Die Person des Grafen Rainald von Roucy war vermutlich identisch oder verwandt mit dem Anführer eines Normannenheers namens Ragenold (Ragenoldus, princeps Nortmannorum), welcher in den Jahren 923 und 925 plündernd durch das Loiretal gezogen und die Oise überschreitend in Burgund eingefallen war, dort aber eine Niederlage erlitt. Er wurde 926 in seinem Winterlager bei Arras von König Rudolf belagert, verwundete diesen aber während eines erfolgreichen Nachtausfalls und schlug dessen Heer in die Flucht.[1] Die Identität des Grafen mit dem Normannenführer wird in der jüngeren Fachliteratur weitgehend akzeptiert, wobei aber aufgrund des großen zeitlichen Abstandes von zwanzig Jahren auch eine Trennung der beiden Personen in Betracht gezogen wird, wonach der Normanne Ragenold der Vater des Grafen Rainald gewesen wäre. Rainald war aller Wahrscheinlichkeit nach verheiratet mit Alberada, einer Tochter des Herzogs Giselbert von Lothringen und Stieftochter König Ludwigs IV. des Überseeischen. Die Ehe ist nicht urkundlich belegt, wird aber aus der Namensgebung ihrer Kinder und Enkelkinder erschlossen. Außerdem befand sich das Grab von Alberada in der Abtei Saint-Remi direkt neben dem von Rainald. Ihre Kinder waren: | (ROUCY), Rainald ´Ragenold` (I39147)
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| 2055 | Die Pfinzing (auch: Pfintzing) stammten aus der Reichsministerialität um Nürnberg und wurden mit Sifridus de Nurinberc, genannt Pfincinch, erstmals 1233 in einer Urkunde des Klosters Heilsbronn erwähnt. Das Geschlecht zählte zu den bedeutendsten Nürnberger Patrizierfamilien. Bereits seit 1274 besetzten die Pfinzing mehrfach das Amt des Reichsschultheißen, zuerst mit Markward Merklin Pfinzing (1210–1278). Im 14. Jahrhundert waren sie ein Machtfaktor in der weit gespannten Nürnberger Handelspolitik. Frühzeitig sind auch eigene Handelsaktivitäten in Südosteuropa, in Italien sowie als Teilhaber der Stromerschen Handelsgesellschaft belegt. Bertold Pfinzing († 1405), der Schwiegersohn von Ulrich Stromer, war Ratgeber und Finanzier von König Wenzel. Auch sein Sohn, der Bürgermeister Sebald Pfinzing († 1431), spielte eine große Rolle in der Politik. Er war, mit Peter Volckamer, 1411/31 wichtigster Nürnberger Verbindungsmann zu König Sigismund und damals einer der reichsten Bürger der Stadt. 1413 verpfändete ihm Burggraf Johann III. die Stadt Erlangen; das Pfand wurde 1432 wieder eingelöst. Im 16. Jahrhundert besaßen die Pfinzing ein weit gespanntes Handelsnetz mit Stützpunkten unter anderem in Venedig, Salzburg, Augsburg, Regensburg, Leipzig und Breslau. Sie handelten mit Textilien und Gewürzen, engagierten sich im Schlaggenwalder Zinnhandel und vor allem im Mansfelder Hüttenhandel. Sie machten Geschäfte mit der Eisenerzgewinnung und -verarbeitung in der Oberpfalz und besaßen in Ludwigsstadt (Oberfranken) eine eigene Seigerhütte. Die Pfinzing gehörten, zusammen mit den Imhoff, Tucher und Welser, noch im 17. Jahrhundert zu den letzten aktiven patrizischen Fernhändlern. Seifried III. Pfinzing (1444–1514) war Ratsbaumeister und Mitglied des Inneren Rats. Aus seiner zweiten Ehe mit Barbara Grundherr stammte der Sohn Melchior Pfinzing (1481–1535), Propst zu St. Sebald und Rat Kaiser Maximilians I. Gemeinsam mit dem Kaiser und dessen Schreiber Marx Treitzsaurwein verfasste er die allegorische Verserzählung Theuerdank. 1514 stiftete er das Pfinzing-Chörlein am Sebalder Pfarrhaus und 1515 das Pfinzing-Fenster in der Sebalduskirche, das Albrecht Dürer entwarf. Sein Bruder Martin I. Pfinzing (1490–1552) erwarb 1530 die Burg Henfenfeld. Es existieren Porträtzeichnungen beider Brüder von Dürer. Martin II. Pfinzing (1521–1572) wurde als erster Obermarktsherr, gemeinsam mit Hans Welser, in den Handelsvorstand der Nürnberger Börse gewählt.[2][3] Bekanntester Familienvertreter war Paul Pfinzing (1554–1599), der als Waldherr des Reichwalds zu einem bedeutenden Kartografen des reichsstädtischen Territoriums wurde. Der Reichtum der Pfinzing dokumentierte sich in zahlreichen Besitzungen in und um Nürnberg. 1530 kaufte Martin I. Pfinzing (1490–1552) von den Egloffsteins die Burg Henfenfeld und nannte seine Linie Pfinzing von Henfenfeld; der Namenszusatz wurde später als Adelstitel anerkannt und 1554 durch eine Wappenbesserung bestätigt, wobei die Pfinzing ihr Wappen um einen Herzschild mit dem Wappen der schon im 14. Jahrhundert ausgestorbenen Reichsministerialen von Henfenfeld mehrten. Die Burg wurde im Zweiten Markgrafenkrieg 1553 niedergebrannt, als markgräfliche Truppen einfielen, deren Parteigänger Hans von Egloffstein sich von den Pfinzings um sein Eigen gebracht sah. Die Pfinzing bauten die Burg wieder auf und brachten sie in eine Familienstiftung ein (im Nürnberger Patriziat Vorschickung genannt), die vom Familienältesten administriert wurde. Sie blieben dort Burgherren bis zum Erlöschen des Hauptzweiges der Familie 1764. Seyfried Pfinzing vermachte 1617 den größten Teil seines beträchtlichen Vermögens, darunter seine Güter zu Wendelstein[4], Günthersbühl und Nuschelberg der nach ihm benannten Wohltätigkeitsstiftung. Die Verwaltung der Stiftung übernahm sein Neffe Sebastian Scheurl. 1664 kaufte Carl Pfinzing von Henfenfeld das Gut Günthersbühl von der Stiftung zurück; die Familie behielt es bis zum Verkauf 1723, hielt aber das Reichslehen noch bis 1760. Die Henfenfelder Hauptlinie des Geschlechts starb mit dem Reichsschultheißen Johann Sigmund Pfinzing von Henfenfeld (1712–1764) aus. Danach fiel die Administration der Stiftung an die Brüder seiner Witwe, einer geborenen Haller von Hallerstein. Schloss Großgründlach Nebenlinien der Familie waren: die Nürnberger Linie († 1598), die Pfinzing von Weigelshof († 1617) und die Pfinzing von Gründlach († 1739). Die Herrschaft Großgründlach, ursprünglich eine Reichsministerialenburg, dann ein Zisterzienserinnenkloster, hatten die Pfinzing 1616 von den Geuder geerbt, was zu jahrzehntelangen Prozessen mit der Familie Welser führte, die ebenfalls Erbansprüche auf Gründlach erhob. 1634 wurden im Dreißigjährigen Krieg Schloss, Dorf und Kirche durch kurbairische Truppen zerstört. Das Gründlacher Schloss blieb 50 Jahre als Ruine liegen. Erst 1685 begann Karl Sebastian Pfinzing mit dem Wiederaufbau als barocken Vierflügelbau, der 1698 vollendet war. 1739, nach Erlöschen der Gründlacher Linie, fiel die Herrschaft an die Henfenfelder Linie und mit deren Erbe 1764 an die Haller von Hallerstein, die Henfenfeld 1817 verkauften und das Gründlacher Schloss bis heute als Familienstiftung besitzen. | PFINZING, Elsa (I51413)
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| 2056 | Die Pfullendorfer Grafen waren eine Nebenlinie der Udalrichinger. Um 1150 heiratete Rudolf eine Schwester von Herzog Welf VII.[1] und Tochter von Herzog Welf VI. namens Elisabeth (* um 1130/35; † 1164/80). Sie war eine Cousine von Herzog Heinrich dem Löwen und von Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Der bei der Gründung des Klosters Salem erstmals genannte Graf Rudolf wurde ab 1152 zum Parteigänger des späteren Kaisers Friedrich Barbarossa. Dadurch konnte er die Machtbasis seiner Familie im Linzgau um die Herrschaften von Bregenz und Lindau, die Burg Rheineck im Tal des Alpenrheins, die Vogtei über das Bistum Chur und die Abtei St. Gallen erweitern. Er verlagerte 1155 seinen Sitz von Burg Ramsberg nach Pfullendorf, baute im Gebiet der heutigen Altstadt eine Burg und nannte sich fortan Graf Rudolf von Pfullenberg. Um die Burg auf dem Pfullendorfer Molassefelsen entwickelte sich eine Marktsiedlung von Bauern und Handwerkern. Sein einziger Sohn Berthold (* um 1150) starb 1167 beim Vierten Italienfeldzug von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, als die Malaria dessen Ritterheer dezimierte. Er teilte damit das Schicksal seines Schwiegervaters Welf VI., der dort ebenfalls seinen einzigen Sohn Welf VII. verlor. Damit starben später beide Geschlechter in männlicher Linie aus. Seine Tochter Ita (* um 1151/52; † vor 1191) wird in einer um 1160 im Habsburger Hauskloster in Muri entstandenen Genealogie als filia sororis ducis Welph (Tochter der Schwester des Herzog Welf) genannt.[2] Sie heiratete 1164 den Grafen von Habsburg Albrecht III. und war somit die Urgroßmutter von Rudolf I. von Habsburg, dem ersten römisch-deutschen König aus dem Geschlecht der Habsburger. Als Rudolfs Schwiegervater Welf VI. im Jahre 1178 seinen Besitz im Rahmen eines Erbvertrags an Friedrich I. Barbarossa verkaufte, übertrug auch Rudolf einen großen Teil seines Erbes an die Staufer. 1180 zog Graf Rudolf als Pilger ins Heilige Land, wo er laut St. Galler Nekrolog am 9. Januar 1181 starb.[3] | VON PFULLENDORF, Rudolf (I35457)
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| 2057 | Die politischen Verbindungen der Verwandtschaft seiner Mutter erlaubten ihm, seine Familie in den obersten Rängen Frankreichs zu etablieren. Er heiratete 1126 in erster Ehe Alix, eine uneheliche Tochter des englischen Königs Heinrich I. Beauclerc, in zweiter Ehe 1141 Adelheid von Savoyen, die Witwe des französischen Königs Ludwig VI. der Dicke. Wenige Jahre zuvor, 1138, war er zum Connétable ernannt worden. In dieser Funktion nahm er an der Regierung Frankreichs während der Abwesenheit des Königs Ludwig VII. der Junge wegen des Zweiten Kreuzzugs teil. | DE MONTMORENCY, Mathieu I. (I41535)
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| 2058 | Die Přemysliden oder Przemysliden (tschechisch Přemyslovci) waren ein böhmisches (tschechisches) Herrschergeschlecht. Sie waren vom Ende des 9. Jahrhunderts bis 1306 mit Unterbrechungen um 1000 in Böhmen an der Macht. Anfangs regierten sie nur in Teilen Böhmens. Eine frühere Herrschaft ist historisch nicht belegt. Die Přemysliden herrschten seit dem Ende des 9. Jahrhunderts als Herzöge von Böhmen. Erster König von Böhmen wurde 1158 Vladislav II., mit Ottokar I. wurde das Königtum 1198 erblich. 1212 wurden die Länder der böhmischen Krone zum Königreich innerhalb des Heiligen Römischen Reiches erhoben. Ab dieser Zeit wurde auch die dynastische Thronfolge festgelegt. Zum Machtbereich der Přemysliden gehörten von Anfang an bzw. kamen später hinzu: Das Glatzer Land und weite Teile Schlesiens gehörten bereits im 9. Jahrhundert zum Großmährischen Reich und im 10. Jahrhundert zum Herrschaftsbereich des böhmischen Fürsten Slavnik. Sie verblieben auch nach dem Pfingstfrieden von Glatz bei Böhmen; weitere Teile Schlesiens und Kleinpolens fielen in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts vorübergehend an Böhmen. 1019 bis 1027 Mähren; 1266 Eger und Umgebung; 1289 bis 1292 das Gebiet um Teschen (entspricht dem östlichen Teil des späteren Österreichisch-Schlesien); 1156 bis 1253 das Land Budissin, später Oberlausitz genannt | (VON BÖHMEN), N. (I37243)
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| 2059 | Die Prypjatsümpfe, nach dem Fluss Prypjat benannt, auch Polesische Sümpfe (nach der Landschaft Polesien), Pinskische Sümpfe (nach der Stadt Pinsk) oder Rokitnosümpfe (nach der Stadt Rokytne) genannt, sind eine Sumpflandschaft im Süden von Belarus und im Nordwesten der Ukraine. Erster Weltkrieg Zu Beginn des Ersten Weltkriegs war das Gebiet in den Jahren 1915/16 zwischen der 4. Armee Österreich-Ungarns (Die k.u.k. 4. Armee war ein Großverband der Österreichisch-Ungarischen Armee im Ersten Weltkrieg. Sie wurde durchgehend an der Ostfront gegen die russische Armee eingesetzt.) und dem 3. Armeekorps der Russischen Armee umkämpft, bevor die 2. Armee Österreich-Ungarns am Ort eintraf. Im weiteren Kriegsverlauf blieben die Sümpfe eines der wichtigsten geographischen Hindernisse an der Ostfront. | NEBEL, Helmut (I56890)
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| 2060 | Die Quellen zu Richlind und vor allem zu ihren familiären Beziehungen sind spärlich: Die 1125/26 entstandene Genealogia Welforum erwähnt sie ohne Nennung des Namens als Mutter der Ita von Öhningen, der Ehefrau Rudolfs von Altdorf, einem Stammvater der Welfen, als Ehefrau des nobilissimus comes Kuno und als Tochter Kaiser Ottos des Großen („filia Ottonis Magni imperatoris“). Die 1167/74 entstandene Historia Welforum übernimmt die Angaben aus der Genealogia und nennt die Ehefrau Kunos (von Öhningen) und Tochter Kaiser Ottos des Großen Richlind (Richlint nomine). Sowohl die Genealogia als auch die Historia berichten, dass von den Töchtern Kunos (von Öhningen) die vierte einen Grafen von Andechs/Dießen heiratete. Die Dießener Überlieferung berichtet, dass diese Tochter, hier Kunizza (Kunigunde) genannt, einen Grafen von Andechs/Dießen heiratete, und dass „Kaiser Otto der Große Kunizzas Großvater“ gewesen sei. In einem Memorialeintrag des Klosters Reichenau aus dem Jahr 983 oder kurz davor werden zehn Personen aufgelistet, die der Familie Kuno von Öhningens zugeordnet werden konnten, darunter auch Richlint. Falls die „Richlind-These“ gültig ist, ergeben sich eine Reihe von Folgerungen: Folgerungen Konrad von Öhningen war der Schwiegersohn des schwäbischen Herzogs Liudolf und der Schwager des 982 kinderlos verstorbenen Herzogs Otto I., als er selbst in diesem Jahr dessen Nachfolger als Herzog von Schwaben wurde.[13] Konrads Sohn Herzog Hermann II. von Schwaben bewarb sich nach dem Tod Ottos III. bei der Königswahl von 1002 um die Nachfolge. Da die Söhne der Schwester Kaiser Ottos III. noch minderjährig waren und der Salier Herzog Otto von Kärnten, ein Vetter des Kaisers, verzichtet hatte, war Hermann unter den Bewerbern derjenige, der mit dem verstorbenen Kaiser am nächsten verwandt war[14], denn Richlind war die leibliche Kusine Ottos III. und Hermann ihr Sohn. Hermann war auch näher mit Otto III. verwandt als der Herzog Heinrich von Bayern, der ein Vetter zweiten Grades war. Heinrich setzte sich am Ende durch, indem er sich bereits vor der allgemeinen Wahlversammlung wählen und krönen ließ. Die Ehe Herzog Hermanns II. mit Gerberga von Burgund war eine in der strengsten Fassung des kanonischen Rechts verbotene 4:3-Verwandtenehe[15]: Hermanns Urgroßvater Otto der Große (4 Generationen) war ein Bruder von Gerbergas gleichnamiger Großmutter (3 Generationen).[16] Hermanns Konkurrent König Heinrich II. thematisierte diese Frage mit Blick auf die Ehe von Hermanns Tochter Mathilde mit Konrad von Kärnten auf einer Synode im Januar 1003[17][18], als er sagte, „dass so nahe Verwandte die Ehe miteinander eingehen, dass sie … sogar eine Verbindung in Blutsverwandtschaft dritten Grades nicht vermeiden“.[19] Die zweite Tochter Hermanns und Gerbergas, Gisela, war mit dem Herzog Konrad von Franken verheiratet, der am 4. September 1024 (als Konrad II.) mit dem Mainzer Erzbischof Aribo als treibender Kraft zum König gewählt wurde. Am 8. September 1024 krönte Aribo Konrad in Mainz zum deutschen König – und verweigerte das gleiche Gisela.[20] Wolf folgert daraus, dass Gisela für Aribo ein Problem darstellte und sieht dies als eine Folge der unkanonischen 4:3-Ehe ihrer Eltern[21], die Aribo auch deswegen nicht dulden konnte, weil er im seit 1018 laufenden Verfahren zur Hammersteiner Ehe zwischen Otto von Hammerstein und Irmingard von Verdun, die ebenfalls eine 4:3-Verwandtenehe war, und zu der er sich im Jahr zuvor sogar gegen Papst Benedikt VIII. gestellt hatte, seine Position durch ein Präjudiz zugunsten Giselas nicht schwächen wollte. Die Krönung Giselas wurde am 21. September 1024 vom Kölner Erzbischof Pilgrim in Köln vorgenommen. Auf der Synode von Frankfurt 1027 schließlich wurde das Verfahren um die Hammersteiner Ehe auf Wunsch Konrads II. eingestellt: Konrad war nicht gewillt, gegen die Ehe vorzugehen, da er erstens mit Otto verwandt war[22] und er zweitens mit seiner Ehefrau in diesem Punkt selbst angreifbar war. | N., Richlind (I11042)
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| 2061 | Die Quellenlage über sein Leben und Wirken ist dürftig, so dass sich viele Aussagen über Radbod nicht schlüssig belegen lassen und in den Bereich der Legende fallen. Mit dem Versuch, gegenüber den rivalisierenden Franken Frieslands Eigenständigkeit zu erhalten und dem damit verbundenen vehementen Widerstand gegen die fränkischen Missionierungs- und Christianisierungsbemühungen hat Radbod einen nachhaltigen Eindruck in der friesischen Bevölkerung hinterlassen. | VON FRIESLAND, Radbod (I37030)
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| 2062 | Die Rapperswiler waren ein Ostschweizer Adelsgeschlecht, das dem reichsunmittelbaren Hochadel zuzurechnen ist. Der Schwerpunkt ihrer Besitzungen lag in der heutigen Ost- und Zentralschweiz. Ihr Stammsitz war die Burg Alt-Rapperswil in der Gemeinde Altendorf. Ihre Genealogie ist in der Forschung umstritten und lässt sich nicht mehr lückenlos rekonstruieren.[1] Um 1200 erbauten sie das Schloss Rapperswil und gründeten anliegend die Stadt Rapperswil. Das Geschlecht der Rapperswiler endete 1283 mit dem Tod des Grafen Rudolf V. von Rapperswil in der männlichen Linie. Gräfin Elisabeth von Rapperswil (* um 1251/61; † 1309), die Schwester von Rudolf V. von Rapperswil, setzte die Linie der Grafen von Rapperswil fort und sicherte der Nebenlinie Habsburg-Laufenburg die umfangreichen Besitzungen der Rapperswiler im Zürichgau. Von ihrer Nachkommenschaft erlosch die hombergische im Jahr 1323[2] oder 1325 mit dem Tod von Wernher von Homberg, die Habsburg-laufenburgische Linie im Jahr 1408, als Johann IV. von Habsburg-Laufenburg ohne erbberechtigte männliche Nachkommen starb. Das Geschlecht der Rapperswiler stammt wahrscheinlich von den Welfen ab – die genaue Genealogie ist umstritten. Weiblicherseits sollen sie auf die Herren von Uster zurückgehen. Die Genealogie der Rapperswiler und der mit ihnen verwandten Geschlechter der Habsburg-Laufenburg und der Homberger ist bislang nicht zweifelsfrei geklärt. Freiherren von Rapperswil (Alt-Rapperswil) Vermutlich bereits um das Jahr 1100 waren die Rapperswiler Schirmvögte des Klosters Einsiedeln[7]. Die wichtige Vogtei über das Kloster Einsiedeln erbten die Rapperswiler wahrscheinlich von den Herren von Uster. Vom gleichen Geschlecht erbten sie um 1044 Besitz im Zürcher Oberland.[8] Die Rapperswiler bauten später die Burg Uster aus, gründeten die Kirche Uster und errichteten die Burg Greifensee. Als Vögte von Einsiedeln spielten die Rapperswiler eine wichtige Rolle im sog. Marchenstreit (ca. 1100–1350)[9] zwischen dem Kloster und den Bewohnern der Talschaft Schwyz. Mehrfach führten die Rapperswiler Krieg gegen Schwyz, besonders als der Grenzkrieg nach 1214 eskalierte. Vorübergehende Ruhe kehrte ein, als von Graf Rudolf II. von Habsburg, Vogt von Schwyz, am 11. Juni 1217 den Schwyzern das hintere Sihltal sowie die Täler der Waag, Minster und das obere Alptal zugesprochen wurde.[10] Um 1180 konnten die Rapperswiler von den Herren von Weisslingen Kirchenrechte in Weisslingen und Streubesitz in Russikon, Erisberg, Luckhausen, Moosburg sowie im Kemptthal erben. Auch die Burg Greifenberg mit Bernegg und die Vogtei Kempten befanden sich im Besitz der Rapperswiler. Der ursprüngliche Sitz der Rapperswiler am linken Ufer des Zürichsees profitierte von der wichtigen Handelsstrasse am linken Ufer des Zürichsees, die Zürich über die Bündner Pässe mit der Lombardei und Venedig verband. Die Erschliessung der Schöllenenschlucht um das Jahr 1200 eröffnete eine direkte Nord-Süd-Handelsroute und dürfte zusammen mit der bedeutenden Pilgerroute, dem Schwabenweg von Konstanz nach Einsiedeln, die Errichtung von Neu-Rapperswil mit beeinflusst haben. Der Marchenstreit schwelte jedoch weiter, spielte eine wichtige Rolle beim Ausbruch des Morgartenkriegs und vermutlich bei der Verlegung des Stammsitzes der Rapperswiler auf die rechte Seite des Zürichsees, die um das Jahr 1220 zum Bau von Burg und Stadt Rapperswil (Neu-Rapperswil) führten. | N., N. (I23667)
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| 2063 | Die rätischen Burchardinger, auch Burcharde, waren eine adlige Familie des 10. Jahrhunderts mit Besitz vor allem in (Chur-)Rätien am Hochrhein. Die Familie leitet sich von Markgraf Hunfried von Rätien ab und stellte mit Burchard I., Burchard II. und Burchard III. als Namensgeber des Geschlechts drei frühe Herzöge von Schwaben. Aufgrund des Leitnamens „Burchard“ wurde von Wissenschaftlern der Vergangenheit fälschlicherweise angenommen, die Hohenzollern würden von den Burchardingern abstammen.[1] Die Stammreihe der Hohenzollern beginnt mit Burchard I. von Zolorin († 1061). | VON SCHWABEN, Hunfried I. (I24237)
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| 2064 | Die reformatorische Bewegung der Täufer bildete sich Anfang des 16. Jahrhunderts zunächst in der Schweiz. In wenigen Jahren breitete sie sich als einer der bedeutendsten Zweige der Reformation schnell über ganz Deutschland, Österreich, im niederländischen Raum und auch in Westfalen aus. Insbesondere das Täuferreich von Münster spielte eine geschichtlich bedeutende Sonderrolle. In Rheine war das Haus einer Frau Reinking Anlaufstelle für die Täufer. Diese war die Schwester von Gerd Reinking, eines Täufers, der um das Jahr 1530 zum „Hofstaat“ Jan van Leidens, „König“ des Täuferreiches von Münster, zählte. Angriff auf Münster durch die Truppen des Fürstbischofs Franz von Waldeck an Pfingsten 1534 Als die münsterschen Täufer ab 1534 von Fürstbischof Franz von Waldeck belagert wurde, entsandten diese Boten in alle Richtungen, um von anderen Täufergemeinden Hilfe bei der Entsetzung der Stadt Münster zu erbitten. In Rheine wurden die Boten von eben jener Frau Reinking empfangen und bewirtet, sodass es plausibel erscheint, auch in Rheine zumindest das Bestehen einer kleinen Täufergemeinde anzunehmen. Groß an Zahl oder Einfluss werden die Täufer in Rheine wohl nicht gewesen sein, wie die Einladung des Fürstbischofs Franz von Waldeck zu einem Landtag nach Rheine beweist; eben hier wurde im Jahr 1533 beraten, welche Möglichkeiten die Stände des Stiftes zur Bekämpfung der Täufer ergreifen sollten. zu Rheine: - Die Täufer in Rheine An der Belagerung der münsterschen Täufer hatte Johann Korytzer, Gograf von Rheine, als Oberbefehlshaber des zweiten Belagerungstrupps vor dem Ludgeritor Münsters Anteil. Er konnte wegen einer dort zugezogenen Verwundung, die ihn ein Auge kostete, an der Erstürmung der Stadt Münster daher nicht mehr teilnehmen. Nach dem gewaltsamen Ende und der Hinrichtung nahezu aller münsterschen Täufer nach der Einnahme der Stadt Münster am 24. Juni 1535, verstummen auch die Nachrichten über Täufer in Rheine. Lediglich im Jahre 1537 werden noch einmal Täufer im Amt Rheine-Bevergern erwähnt, die zwar verhaftet und verhört, aber nicht mehr hingerichtet werden. Beginn der Gegenreformation in Rheine ...Ernst von Bayern erneuerte daher die alten, über 70 Jahre alten Maßregeln gegen die Täufer. Er erklärte kurzerhand alle Evangelischen zu Täufern und befahl, dass diese zum 1. April 1611 die Stadt Rheine (und andere Städte des Bistums) zu verlassen hätten. Der Befehl wurde in der Stadt allerdings ignoriert und der Bischof verstarb im Jahr 1612, ohne die Gegenreformation in Rheine nennenswert vorangebracht zu haben... Vertreibung der Protstanten Erst mit Beginn der kriegerischen, konfessionellen Auseinandersetzungen im Dreißigjährigen Krieg konnte im Jahr 1623 mit einem Schlag die Gegenreformation in Rheine durchgesetzt werden. Der Rat der Stadt hatte sich zuvor einer weiteren Einquartierung katholischer kaiserlicher Truppen widersetzt. Nach kurzer Belagerung durch Graf von Tilly fiel die Stadt, die gesamte protestantische Führungsschicht wurde vertrieben und durch katholische Amtsträger ersetzt. | DANKELMANN, Hermann (I2968)
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| 2065 | Die Regierungszeit der beiden askanischen Markgrafen war gekennzeichnet durch den weiträumigen Landesausbau nach Osten, der die letzten Teile des Teltow und des Barnims, die Uckermark, das Land Stargard, das Land Lebus und erste Teile östlich der Oder in der Neumark einbezog. Die innenpolitische Bedeutung und Stellung der Mark Brandenburg im Heiligen Römischen Reich konnten sie nachhaltig festigen, was unter anderem darin zum Ausdruck kam, dass Otto 1256 Kandidat für die Besetzung des Königsthrons im Reich war. Zudem gründeten sie verschiedene Städte und machten sich besonders um die Entwicklung der beiden Berliner Gründungsstädte Cölln und Berlin verdient. Die benachbarte askanische Burg in Spandau bauten sie zu ihrer bevorzugten Residenz aus. Noch vor ihrem Ableben teilten sie die Mark im Zuge einer pragmatischen Erbregelungen in eine Ottonische und Johanneische Linie. Sie stifteten 1258 unter dem Namen Mariensee das Zisterzienserkloster Chorin, da die traditionelle askanische Grablege Kloster Lehnin bei der Ottonischen Linie verblieb. Nach dem Aussterben der Ottonier 1317 kamen alle Landesteile unter Markgraf Waldemar wieder zusammen. | (BRANDENBURG), Otto III. ´der Fromme` (I54348)
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| 2066 | Die Reichsritter und Freiherren von Ulm waren ein schwäbisches Adelsgeschlecht, das sich in mehrere Linien verzweigte. Bis um die Mitte des 12. Jahrhunderts nannte sich die Familie Erbishofen nach dem gleichnamigen Ort in der Gemeinde Pfaffenhofen an der Roth im Landkreis Neu-Ulm. Ein genealogischer Zusammenhang mit den bereits im 13. und 14. Jahrhundert in der Nordostschweiz auftretenden Personen, die sich Ulm nennen, ist nicht nachweisbar. Ursprung der Familie von Ulm Heinrich von Erbishofen wurde von Kaiser Konrad III. in der kurz vorher durch Kaiser Lothar III. zerstörten Stadt Ulm als Vogt eingesetzt. Otto von Ulm, genannt Erbishofen, war Reichsvogt von Augsburg und erhielt 1273 von Kaiser Rudolph I. den Ritterschlag. Mit seinem Urenkel, Ritter Heinrich von Ulm (1348), beginnt die ununterbrochene Geschlechtsfolge der Familie. Heinrichs Sohn Johann wurde 1363 von der Abtei St. Gallen mit Litzelstetten bei Konstanz belehnt. Von Litzelstetten aus verzweigt sich die Familie in mehrere Seitenlinien. Die aus Konstanz stammenden Patrizier waren ab dem 16. Jahrhundert teils in Zürich verbürgert. Als gesichert gilt der Stammvater der Konstanzer Linie, Heinrich († um 1430), Bürgermeister von Konstanz in der Zeit des Konzils, der von Kaiser Sigismund zum Ritter geschlagen wurde. Je ein Zweig der Ulm ging von den Brüdern Hans Jakob, Heinrich und Gregor aus.[2] Hans Jakob († spätestens 1539) erhielt 1519 über seine Heirat mit Barbara Zum Thor die Gerichtsherrschaft Teufen mit Schloss Teufen. Sein Sohn hatte keine männlichen Nachkommen und so ging die Gerichtsherrschaft 1571 an seinen Schwiegersohn Hans von Meiss.[2] Heinrich († 1581) erwarb 1529 Burg und Herrschaft Griesenberg. Dessen Sohn Heinrich (1537–1601) erlangte 1576 das Zürcher Bürgerrecht, das sein Sohn Marx aber wieder verlor, nachdem er zum katholischen Glauben übergetreten war. 1612 wurde Marx das Luzerner Bürgerrecht geschenkt. 1704 erlosch die Luzerner Nebenlinie.[2] Gregor erwarb die Herrschaften Wellenberg und Hüttlingen, die bis 1669 bzw. 1674 im Besitz der Familie blieben. Die Mitglieder dieser Linie waren ab 1674 Zürcher Bürger. Die Gerichtsherren besassen nur sporadisch das Zürcher Bürgerrecht und waren deshalb wenig an der Zürcher Politik beteiligt. Friedrich Ludwig (1668–1729) war 1716 als Achtzehner (Vertreter der Constaffel) Mitglied des Großen Rats sowie Obervogt von Wellenberg und Hüttlingen. Mit seinem gleichnamigen Sohn starb der schweizerische Zweig der Ulm 1674 aus.[2] | VON ULM, Katharina (I32353)
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| 2067 | Die Reliquie seines Hauptes befindet sich seit 1997 in einer unterirdischen Schatzkammer in unmittelbarer Nähe der Kirche St. Amelberga (Basilica minor) in Susteren. Als Reliquienhalter dient eine Büste von 1885, die innen hohl ist. Im Hohlraum wird sein Schädel aufbewahrt. Zusätzlich befinden sich noch Knochenreliquien von ihm in der Außenkrypta der Kirche. | VON UTRECHT, Heiliger Heiliger Gregor (I36749)
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| 2068 | Die Reutlinger sind ein seit Mitte des 17. Jahrhunderts nicht mehr nachweisbares Geschlecht der Stadt St.Gallen, das sich 1496 mit Peter aus Überlingen einbürgerte. Die St.Galler Reutlinger waren Notensteiner; ihr Zusammenhang mit den Reutlinger im Kanton Zürich ist ungewiss. Joachim (+1564) war Münsterbaumeister und Ratsherr, sein Sohn Joachim (1553-1620) war 1596 Vogt zu Bürglen, 1601 Ratsherr, 1602-20 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt. Kaiser Mathias verleiht ihm und seinen ehelichen Nachkommen am 29.08.1612 in Prag ein neues Wappen (oben Nr.1), mit der Erhebnung in den erblichen Reichsadelsstand und der Vergünstigung, rotes Siegelwachs zu gebrauchen. Das einfache Wappen (Nr.2) mit einem schwarzen halben Bock ist das ältere und wurde auch von den Züricher Reutlinger geführt; es kommt auch mit Dreiberg vor. | RÜTLINGER\REUTLINGER, Peter (I21181)
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| 2069 | Die Ritter von Herblingen sind zwar ab 1181 in den Schriftquellen fassbar, doch auf der gleichnamigen Burg finden sich heute keine Bauten, die auf das 12. Jhdt. datiert werden können. Mangels archäologischer Untersuchungen muss offen bleiben, ob an gleicher Stelle eine Vorgängeranlage bestand. Auch eine spätmittelalterliche Überlieferung, wonach Papst Leo IX. 1049 höchstpersönlich die Burgkapelle zu Herblingen geweiht habe, ist mit grosser Vorsicht zu geniessen. Die wesentlichen Bauelemente der Burg gehen auf die erste Hälfte des 13. Jhdts. zurück. Dazu zählt der 32,4 Meter hohe Bergfried mit seinen 4,6 Meter starken Mauern. Trotz seinem quadratischen Grundriss mit 11,4 Metern Seitenlänge bleibt in seinem Innern nur wenig Raum, und in diesen fällt kaum Tageslicht. Das massive Bauwerk hatte nie eine Wohnfunktion. Der alte Hocheingang auf 12 Metern Höhe ist heute über den Wehrgang erreichbar. Von hier führt eine schmale, in die Wand eingebaute Wendeltreppe hinauf zur Wehrplattform. Aus der gleichen Zeit dürfte der Palas stammen, der die ganze Westseite der Anlage einnimmt. Seine starken Aussenmauern sind direkt mit der Ringmauer verbunden, die auf der Nord- und Südseite noch gut erhalten ist. Im östlichen Teil der Burg befindet sich ein doppeltes Tor mit dazwischenliegendem Zwinger. In seiner heutigen Form stammt dieser Zugangsbereich aus nachmittelalterlicher Zeit, doch das ursprüngliche Burgtor stand an derselben Stelle. Davor überspannte einst eine Zugbrücke den heute nicht mehr vorhandenen Burggraben. Die Herblinger verwalteten Vogteirechte in den umliegenden Dörfern, standen jedoch im Schatten anderer Adelsgeschlechter der Region. Eine Ausnahme bildete Konrad von Herblingen, der zunächst Leutpriester war und dann zum Domherr in Chur und Notar von König Rudolf von Habsburg aufsteigen konnte. Er erbaute auf der Burg eine neue Kapelle, die 1281 geweiht wurde. Das Gebäude stand auf der Ostseite des Bergfrieds, heute ist davon nichts mehr erhalten. Im frühen 14. Jhdt. begannen die ökonomischen Probleme der Familie: Sie musste stückweise ihre Güter und Rechte verkaufen und veräusserte ihren Wohnsitz schliesslich an die Habsburger. Die Familie erwarb das Bürgerrecht von Schaffhausen und wohnte fortan in der Stadt am Rhein, wo sie um 1454 ausstarb. Die Burg Herblingen aber gelangte 1323 als Pfand an die Truchsessen von Diessenhofen. Doch auch dieses Geschlecht hatte bald mit finanziellen Sorgen zu kämpfen und sah sich 1469 gezwungen, die Anlage an den Schaffhauser Patrizier Adam Cron zu verkaufen. 1502 wurde Hans Löw Burgherr zu Herblingen, überwarf sich jedoch mit den Bauern seiner Vogtei, weshalb er die Herrschaft 1507 an Beringer von Landenberg-Greifensee veräusserte. Dessen Witwe verkaufte den Adelssitz 1534 an die Stadt Schaffhausen, worauf der Rat diesen der Familie Brümsi verlieh. 1566 wurde entschieden, die Burg Herblingen zum Sitz der Obervogtei Reiat zu machen. Die Anlage wurde in Stand gestellt und beherbergte nun mehr als eineinhalb Jahrhunderte lang Schaffhauser Obervögte. Den grössten Bruch in ihrer Geschichte erlebte die Burg, nachdem sie 1733 für 4000 Gulden an Johann Wilhelm Gestefeld aus Wien verkauft worden war. Der Bankier liess die Zugbrücke abbrechen und den Burggraben auffüllen. Grosse Teile der Ringmauer wurden entfernt und der Palas durch neue Fenster und Innenausbauten stark verändert. Doch die Familie konnte die hohen Kosten nicht tragen und ging bankrott. 1779 ersteigerte der Schaffhauser Bürgermeister Franz Anselm von Meyenburg das Anwesen für 15’500 Gulden aus der Konkursmasse. Von 1842 bis 1853 war Herblingen nochmals kantonales Eigentum, seither aber immer in den Händen wechselnder privater Besitzer. Im 20. Jhdt. waren in der Schlosstaverne über längere Zeit ein Restaurant und ein Antiquitätengeschäft eingerichtet. Seit dem Jahr 2000 gehört die Anlage dem süddeutschen Süsswarenhersteller Günthart und ist nicht öffentlich zugänglich. | VON HERBLINGEN, N. (I23851)
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| 2070 | Die Ritter von Werdegg werden 1229 erstmals erwähnt und es ist anzunehmen, dass die gleichnamige Burg kurz zuvor entstanden ist. Ihr Name lässt sich von der Topografie ableiten: «Werd» (= trockenes Land zwischen Sümpfen) und «egg» (= länglicher Hügel) beschreibt die Lage sehr treffend. Der Burghügel, im Gelände auch heute noch von weither erkennbar, wurde durch drei unterschiedlich tiefe Abschnittsgräben unterteilt. So entstanden zwei Plateaus. Auf der kleineren, südlichen Fläche erhob sich offenbar die Kernburg, auf der nördlichen eine geräumige Vorburg. Die Herren von Werdegg waren Dienstleute des Klosters St. Gallen und der Grafen von Rapperswil. Nach 1312 verschwinden sie aus den Schriftquellen. Ähnliche Siegel legen nahe, dass sie eng verwandt waren mit den Herren von Landenberg im nahen Tösstal. Spätestens 1322 setzte sich jedenfalls ein Zweig dieser aufstrebenden Adelsfamilie auf der Burg fest und nannte sich fortan «von Landenberg-Werdegg». 1383 kam die Herrschaft Werdegg an die Herren von Breitenlandenberg, 1413 an den Zürcher Bürger Hans Göldi. 1440 befand sich die Burg im Besitz der Ritter von Hinwil. Im Mai 1444 war Friedrich von Hinwil Herr über Werdegg, als die Eidgenossen nach der Eroberung von Greifensee heranzogen und auch diese Burg zerstörten. Werdegg blieb Ruine und wurde 1486 an einen Bauern aus der Gegend verkauft. Fortan wurde die Burg als Steinbruch ausgebeutet, im 17. Jhdt. beispielsweise für den Neubau des Pfarrhauses, die Erneuerung der Kirche in Hittnau und später auch für den Bau einer Fabrik. Erst 1891/92 und 1902 wurden zwei unwissenschaftliche Grabungen durchgeführt. Dabei sollen in der südlichen Ecke der Kernburg die Fundamente eines Turms entdeckt worden sein. In diesem Teil der Anlage fand man auch eiserne Geräte und Ofenkacheln. In der Vorburg hingegen wurden mehrere Steinkugeln von bis zu 14 cm Durchmesser entdeckt – vielleicht Zeugen des Angriffs von 1444. Im Sommer 2000 wurde auf dem Hügel, der heute der Schulgemeinde Hittnau gehört, ein Gedenkstein angebracht. Ansonsten weisen im Gelände nur noch die Burggräben auf die ehemalige Wehranlage hin. | VON LANDENBERG-WERDEGG, Ritter Ritter Hermann (I10615)
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| 2071 | Die ritterl. Niederadelsfam. der B. stammt von den von Thun (Freiherren) ab. Jordan I. von Thun (belegt 1236-71), Ritter, erwarb um 1260 durch Tausch vom Kloster Interlaken den Besitz um B. (Bau der Burg). Sein Sohn Jordan II. ( vor 1309), Ritter, führte nach 1266 den Namen von B. Jordans II. Söhne Jordan III. ( vor 1344), Ritter, Pfleger der kyburg. Herrschaft, österr. Landpfleger, sowie Konrad I. (belegt 1302-49), Ritter, 1345 Schiedsmann zwischen Bern und Peter vom Thurn, standen im Dienste Habsburgs. Jordan IV. (belegt 1319-52), ein Sohn Jordans III., Ritter, wurde Burger zu Solothurn, seine Brüder Konrad II. (belegt 1319-58) und Petermann ( vor 1360) 1350 Burger von Bern. Hartmann ( vor 1388), ein Sohn Konrads I., war Burger von Thun. Petermanns Sohn Konrad III. ( vor 1397), Ritter, war Burger von Thun (1371), Burger (1375) und Rat (1381) von Bern. Die Fam. starb Ende des 14. Jh. in männl. Linie aus. Zu Gegnern Berns wurden die B. um 1300 als Gefolgsleute der Kyburger und Habsburger. Nach Konrad Justinger hatte die feindselige Haltung Jordans III. Bern veranlasst, die Burg B. zu zerstören (1340?), wobei der Schlossherr vom Schützen Ryffli getötet wurde. In der 2. Hälfte des 14. Jh. arrangierten sich die B. mit Bern. Heiratsverbindungen gingen sie v.a. mit Fam. aus dem Umkreis der Kyburger und Habsburger ein (Senn, Billingen, Messen, Englisberg, Schweinsberg, Rormo(o)s, Baldegg, Resti), zweimal auch mit der stadtbern. Notabelnfam. Münzer. Männl. Geistliche aus der Fam. B. sind nicht zu belegen; in Fraubrunnen wurde Anastasia (Tochter Konrads I.) Klosterfrau (1383) und Äbtissin (1392). Die B. besassen die gleichnamige Herrschaft mit Gurzelen und Seftigen sowie Herrschaftsrechte und Grundbesitz u.a. in Thun, Riggisberg, Wattenwil, Blumenstein, Pohlern, Strättligen, Allmendingen (Gem. Thun), Thierachern, Reutigen und Zwieselberg; nach 1363 gehörte ihnen zudem der Kirchensatz von Thierachern. (weiterführende Info: HLS) | VON BURGISTEIN, Stammlinie (I26006)
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| 2072 | Die Rubeniden oder Rupeniden waren die Fürsten, von 1199 bis 1342 die Könige von Kleinarmenien. Die Dynastie wurde von Ruben, der sich ca. 1080 im östlichen Taurus ansiedelte, gegründet. In einem Bündnis mit Philaretos Brachamios konnte sich Ruben von seiner Burg Kosidar im südlichen Taurus aus in die kilikische Ebene ausbreiten. | N., Ruben (Armenien) (I24274)
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| 2073 | Die Ruine FREIENSTEIN, auch Burg ALTEN-TEUFEN genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf 460 m ü. M. in der Gemeinde Freienstein-Teufen im Kanton Zürich auf einem Hügel oberhalb eines Rebbergs. Die Burg wurde um 1250 von einem FREIHERRN VON TENGEN gebaut. 1254 schenkte sie CONRAD DE TENGEN seiner Tochter ITA und ihrem Mann, Freiherr EGOLF VON HASELE (auch Egilolf de Hasli). In diesem Zusammenhang wird die Burg erstmals urkundlich erwähnt. EGOLF und seine Nachkommen nannten sich nun FREIHERREN VON FREIENSTEIN. Dadurch erhielt auch das Dorf den Namen FREIENSTEIN. Der Haselzweig im (neuen) Wappen weist auf die Abstammung der Freiherren von Hasli hin, der Löwe geht vermutlich auf den Kyburger Löwen zurück. 1302 verkaufte EGOLF mit Zustimmung seiner Söhne HEINRICH und JOHANNES den Meierhof Freienstein an das Kloster Töss. Dieser HEINRICH war mit NERTHA VON TÜFEN verheiratet, 1282 Landrichter im Zürichgau und starb nach 1314. | VON TENGEN, Heilwig (I8016)
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| 2074 | Die Ruine Hohenfels, auch Alt-Hohenfels genannt, ist die Ruine einer Spornburg über der Gemeinde Sipplingen im Bodenseekreis in Baden-Württemberg. Die Burg liegt auf einer Spornkuppe bei 598 m ü. NN unterhalb des Haldenhofes, der 1441 erstmals erwähnte Wirtschaftshof für die Burg Hohenfels, nordwestlich von Sipplingen. Alt-Hohenfels wurde um 1150 bis 1190 von den Herren von Hohenfels, die vermutlich Ministeriale der Bischöfe von Konstanz waren, erbaut. Sie übten die Niedergerichtsbarkeit über Sipplingen aus. Im Jahr 1191 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung eines Konstanzer Domherren Burkhard von Hohenfels. Nach dem Minnesänger Burkart von Hohenfels ist die mehrere 100 Jahre alte und als Naturdenkmal eingetragene „Burkhartslinde“ sowie die beim Höhengasthof Haldenhof eingerichtete Minnesängerstube benannt. 1292 teilte sich die Familie und eine Linie wurde auf einer neuen Burg namens Neu-Hohenfels sesshaft. Nach dem Aussterben der verbliebenen Familie kam die Herrschaft an dessen Schwager Wolf von Jungingen, dessen Familie ebenfalls ausstarb. Es folgten 1437 die Herren von Landenberg. 1479 erwarb das Spital zu Überlingen Burg und Herrschaft, bestehend aus einigen Dörfern und vor allem den Sipplinger Weinbergen. Nach 1641 ist die Burg nach Zerstörung verfallen. | VON HOHENFELS, Ritter Ritter Walter (I23826)
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| 2075 | Die Rurik-Dynastie war eine Herrscherfamilie, die im 8. bis 17. Jahrhundert aus Fürsten, Großfürsten und späteren Zaren (Moskau) und Königen ( Galizien ) bestand. Einige Mitglieder der Rurik-Dynastie regierten das Großherzogtum Litauen und erklärten die Macht über Bulgarien ( Rostislav Mikhailovich ) und waren Herrscher mit dem Königreich Georgien , dem Herzogtum Österreich und der Steiermark. | N., Anastasia (I15291)
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| 2076 | Die Rurikiden gehörten den Rus an, der skandinavischstämmigen Führungsschicht, die sich seit der Mitte des 9. Jahrhunderts unter den Ostslawen niedergelassen und das Reich der Kiewer Rus gegründet hatte. Die Rurikiden waren bis zum Ende des 10. Jahrhunderts weitgehend slawisiert. Jaroslaws Vater Wladimir war 988 der erste Kiewer Großfürst, der das Christentum annahm und damit erheblich zum Aufstieg Kiews zur ostslawischen Hegemoniemacht beitrug. Zwischen 987 und 1010 war Jaroslaw Fürst von Rostow. Einer Legende nach soll er um 1010 im Kampf eine mächtige Bärin bezwungen und an dieser Stelle die Stadt Jaroslawl gegründet haben. Jaroslaw hatte von seinem Vater nach dem Tod des älteren Bruders und designierten Thronfolgers Wyscheslaw die Herrschaft über die reiche Handelsstadt Nowgorod zugesprochen bekommen. 1014 weigerte Jaroslaw sich, seinem Vater den Tribut zu zahlen. Zu einem Feldzug Wladimirs gegen seinen Sohn kam es nicht mehr, weil Wladimir am 15. Juli 1015 starb. Dafür begannen sofort Nachfolgekämpfe zwischen Jaroslaw und seinen Brüdern und Onkeln (siehe auch Boris und Gleb). Zunächst konnte sich Jaroslaws Halbbruder Swjatopolk mit Hilfe seines Schwiegervaters, des polnischen Herzogs Boleslaw I. durchsetzen. Jaroslaw hielt sich aber in Nowgorod. Dort zog er ein Heer skandinavischer Krieger zusammen und schlug im Spätsommer 1016 Swjatopolk. Im Sommer 1017 griffen Jaroslaw I. und Kaiser Heinrich II. einer vorherigen Absprache folgend Boleslaw I. von zwei Seiten her an. Im darauf folgenden Sommer gelang es Boleslaw, Kiew zu erobern. Jaroslaw konnte zwar nach Nowgorod fliehen, seine weiblichen Verwandten und ein großer Goldschatz fielen jedoch in die Hände des polnischen Herzogs. Kurz darauf vertrieb Jaroslaw den erneut als Großfürsten eingesetzten Swjatopolk wieder aus Kiew. Von 1029 bis 1031 wiederholte sich das Szenario von 1017: Wieder wurde Polen aus dem Westen, nun von Konrad II., und aus dem Osten von Jaroslaw angegriffen. Diesmal gelang es dem Großfürsten, weite Gebiete mit einem wichtigen Burgengürtel (das Rotburgenland) für Kiew zu erobern und kurzzeitig den ihm genehmen ältesten Sohn des 1025 verstorbenen Boleslaw und Bruder des über Polen herrschenden Mieszko II. Lambert, Bezprym, als Herrscher in Polen zu installieren. Nach der Ermordung Bezpryms im Jahre 1032 erlangte Mieszko seine Herrschaft zurück. Um 1035 herum begann Jaroslaw mit einer weitreichenden Heiratspolitik. Er selbst hatte 1019 Ingegerd, die Tochter Olof Skötkonungs von Schweden geheiratet. Seine Söhne und Töchter wurden in die Königshäuser Frankreichs (Anna), Norwegens, Ungarns, Byzanz’ und an deutsche Fürsten verheiratet. Der polnische Thronanwärter Kasimir heiratete eine Schwester Jaroslaws, Maria Dobroniega, mit dessen Hilfe er sich als König von Polen durchsetzen konnte. 1036 errang Jaroslaw I. den entscheidenden Sieg gegen das Reitervolk der Petschenegen. 1043 misslang ein Flottenangriff auf Konstantinopel. 1019 erließ Jaroslaw I. die Russkaja Prawda, die erste russische Gesetzessammlung. Sie stellt eine Mischung byzantinischer Gesetze und slawischen Gewohnheitsrechts dar. Darüber hinaus versuchte er mit umfangreichen Nachfolgeregelungen, Erbstreitigkeiten nach seinem Tod zu verhindern, was allerdings nicht gelang. Vielmehr begründete er das Senioratsprinzip, das in den folgenden Jahrhunderten ein Grund dafür war, dass sich die russischen Fürstentümer kaum als feste Herrschaftsverbände stabilisieren konnten. Auf der Russkaja Prawda und der Schaffung des Senioratsprinzips beruht sein Beiname der Weise. Weitere Verdienste errang er durch den Stadtausbau von Kiew und Nowgorod, vor allem mit den Sophienkathedralen der beiden Städte. Sein Sarg liegt noch heute in der Sophienkathedrale von Kiew. | WLADIMIROWITSCH, Jaroslaw I. (I37673)
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| 2077 | Die Schenk von Castell waren ein Schweizer Adelsgeschlecht, Ministeriale der Bischöfe von Konstanz und der Fürstäbte von St. Gallen und seit dem 17. Jahrhundert im schwäbischen Raum ansässig. Das seit 1665 freiherrliche, seit 1681 gräfliche Geschlecht starb 2004 aus. Die Namensschreibung „Castell“ wurde erst seit dem späten 17. Jh. verwendet (vorher „Castel“). | SCHENK VON CASTEL, Johann Albrecht (I46883)
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| 2078 | Die Schilling waren ein ursprünglich aus dem Elsass stammendes Adelsgeschlecht in Schlesien und Polen. Die Familie, die vermutlich erloschen ist, gehörte in Breslau und Krakau zum Patriziat und gehörte zu den Ratsangehörigen. Stammvater des Geschlechts ist ein Friedrich Schilling, der um 1452 Gerichtsschöffe in Weißenburg gewesen ist[1]. Verheiratet mit einer Barbara Stahl, deutet es darauf hin, dass er der Sohn eines Bernhard Schilling von Surburg gewesen ist, der in Beinheim seine Güter neben jener Familie Stahl besaß, die bereits länger in Weißenburg ansässig war[2]. Die Schilling von Surburg wiederum sind vermutlich ein Zweig des gleichnamigen Patriziergeschlechts aus Basel, andere Quellen[3] rechnen sie den Schilling vom Nieder- und Mittelrhein zu oder gar beiden Geschlechtern[4]. Als Wappen führte die Familie auf Rot in einem weißen Kreis ein dreifach gefächertes Lindenblatt, in der Chronik von Bernhard Hertzog wird dagegen nur ein einfaches Lindenblatt abgebildet. | SCHILLING, Helene Clara (I745)
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| 2079 | Die Schlacht am Morgarten am 15. November 1315 war die erste Schlacht zwischen den Eidgenossen und den Habsburgern und ihren Verbündeten. Sie steht damit am Anfang der Schweizer Habsburgerkriege. Gesichert ist, dass ein von Herzog Leopold I. angeführtes Heer in der Nähe von Schornen und Schafstetten (Gemeinde Sattel) beim Ägerisee von Schwyzern überfallen und nach kurzem Kampf in die Flucht geschlagen wurde. Weitere Einzelheiten sind unsicher. Die Schlacht am Morgarten spielt eine wichtige Rolle in der Befreiungstradition, in der man sie als die erste kriegerische Auseinandersetzung des jungen eidgenössischen Bundes betrachtet. | VON BONSTETTEN, Johannes (I14133)
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| 2080 | Die Schlacht am Morgarten am 15. November 1315 war eine Auseinandersetzung zwischen Herzog Leopold I. von Habsburg (* 4. August 1290 in Wien, Herzogtum Österreich; † 28. Februar 1326 in Straßburg, Bestattung in Königsfelden, dann St. Blasien, dann St. Paul im Lavantal in Kärnten) war Herzog von Österreich und der Steiermark, und den Schwyzern. Herzog Leopold zog mit seinem teilweise berittenen Gefolge von Zug herkommend durch das Ägerital gegen Sattel und wurde am Ägerisee von zahlenmässigen unterlegenen Schwyzern in die Flucht geschlagen. Weitere Einzelheiten sind unsicher. Die Schlacht am Morgarten spielt eine zentrale Rolle in der mythisch aufgeladenen Befreiungstradition der Schweiz, in der man sie als die erste kriegerische Auseinandersetzung des jungen eidgenössischen Bundes betrachtet. | VON BREITEN-LANDENBERG, Ritter Ritter Hugo I (I13881)
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| 2081 | Die Schlacht bei Biwanka (auch Schlacht bei Stokau), im heutigen Tschechien, war eine militärische Auseinandersetzung zwischen Truppen des römisch-deutschen Königs Heinrich III. und des böhmischen Herzogs Břetislav I. am 22. und 23. August 1040 in Westböhmen im Tal der Pivoňka in der Nähe des Klosters Stockau oder Biwanka,[1] in der Břetislavs Streitkräfte siegreich waren. Vorgeschichte Břetislav hatte im Sommer 1039 einen Kriegszug nach Polen unternommen, Krakau und andere Städte geplündert und Gnesen eingenommen. Dort hatte er, im Beisein hoher böhmischer Kirchenfürsten, das Grab Adalberts von Prag (tschech. Vojtěch, poln. Wojciech) geöffnet und dessen Gebeine entnommen, um sie mitsamt denen seines Stiefbruders Radim-Gaudentius, des ersten Bischofs von Gnesen, nach Prag zu überführen. Obwohl der Feldzug durch die Besetzung Schlesiens, Gnesens und Mährens Polen empfindlich schwächte, war die Inbesitznahme dieser Reliquien vermutlich der eigentliche Grund des Feldzuges. Mit Hilfe der Reliquien sollte Prag zum eigenständigen böhmischen Erzbistum aufgewertet und damit von Gnesen unabhängig werden. Entsprechende Pläne wurden mit einer Gesandtschaft zu Papst Benedikt IX. verfolgt, stießen aber auf erbitterten Widerstand des Mainzer Erzbischofs Bardo, der die Oberhoheit über das Bistum Prag innehatte. König Heinrich III. teilte die Ansicht des Mainzer Erzbischofs. Zudem forderte er Břetislavs Rückzug aus Polen, das ebenso wie Böhmen ein Vasallenfürstentum des Heiligen Römischen Reiches war, sowie einen hohen Straftribut, den Břetislav jedoch nicht zu zahlen bereit war. Stattdessen sandte dieser, um einen Feldzug des Reiches gegen Böhmen zu verhindern, seinen Sohn Spytihněv als Geisel zum König. Als Břetislav weiterhin die Tributzahlung verweigerte, brach Heinrich III. im August 1040 mit zwei Heersäulen nach Böhmen auf. Verlauf Břetislav hatte sich durch die Geiselgestellung fast ein Jahr Zeit verschafft in der er den König von Ungarn Peter Orseolo als Verbündeten gewann. Dieser sandte 3000 Mann zu Hilfe.[2] Er ließ geschickt Schanzen anlegen, um die über den Pass bei Furth im Wald[3] Anrückenden in die Zange nehmen zu können, was ihm dann auch gelang, obwohl Heinrich äußerst vorsichtig war und sich in mehreren Abteilungen näherte. Heinrich selbst marschierte mit bayrischen Truppen von Cham, wo er am 14. August eingetroffen war, entlang der Chamb. Heinrich sandte eine Vorhut von 1000 Mann in ein Seitental. Sein Plan war, die Gegner von zwei Seiten anzugreifen, doch genau diese Vorhut unter der Führung des Reichsbannerträgers, Graf Werner I. von Maden, geriet an die beidseitig des Tales gelegenen Schanzen. Hier kam es am 22. August zur Entscheidung, der Schlacht bei Biwanka.[4] Die meisten Krieger der Vorhut fanden den Tod, die Fuldaer Totenannalen[5] nennen zahlreiche Einzelschicksale. Otto von Schweinfurt sollte währenddessen von der Gegenseite angreifen, geriet dort aber ebenfalls in Schwierigkeiten und musste unter vielen Verlusten am 23. August zurückweichen. Bei Chlumec (Kulm) kam es am 22. September 1040 zur Ersten Schlacht bei Chlumec, in deren Folge sich Heinrichs Heer zurückziehen musste. Ein Verhandlungsangebot wurde von Heinrich dennoch mit der Forderung nach bedingungsloser Unterwerfung beantwortet. Im Spätsommer des Folgejahres wagte Heinrich einen neuen Angriff. Unter mutmaßlicher Mithilfe des ortskundigen Einsiedlers Günther, dem Gründer des Klosters Rinchnach, gelangte der deutsche Tross ohne größere Schwierigkeiten durch den Böhmerwald und konnte sich am 8. September mit dem Heer der Sachsen vor Prag vereinigen. Břetislav ergab sich dieser Übermacht am 29. September und unterwarf sich wenige Tage darauf dem späteren Kaiser in Regensburg. | VON WINTERTHUR, Liutfrid (I36573)
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| 2082 | Die Schlacht bei GRANDSON ist eine der drei grossen Schlachten der Burgunderkriege. Sie fand unter geringen Verlusten auf beiden Seiten am 2. März 1476 in der Nähe von Grandson am Neuenburgersee zwischen den Truppen des burgundischen Herzogs Karl des Kühnen und der Eidgenossen statt. Die Eidgenossen konnten die Burgunder in panikartige Flucht versetzen und machten in deren zurückgelassenem Lager reiche Beute. Fahnenbücher und Bildinventare (S. 89–151, Kat.-Nrn. 49–65) burgundische Fahnen (S. 153–166, Kat.-Nrn. 66–83) Artillerie (S. 167–181, Kat.-Nrn. 84–102) Waffen und Rüstungen (S. 183–193, Kat.-Nrn. 103–114) burgundische Textilien (S. 197–217, Kat.-Nrn. 117–132), unter den Tapisserien der Tausendblumenteppich, ein Beutestück aus Grandson (gefertigt in Brüssel 1466),[8] in Bern in drei Bahnen zerschnitten und bis zur Reformation aufgehängt als Paramente im Berner Münster, zwei davon mit den Maßen 306 × 705 cm erhalten, heute im Bernischen Historischen Museum[9] kirchliche Gewänder (S. 218–230, Kat.-Nrn. 133–141) Bücher und Handschriften (S. 231–234, Kat.-Nrn. 142–144) Herrschaftsinsignien, Schmuck und Gefäße (S. 235–258, Kat.-Nrn. 145–163) kirchliche Gold- und Silberarbeiten (S. 259–270, Kat.-Nrn. 164–171), sowie einzelne Münzen (S. 271–273, Kat.-Nrn. 172–177). | VON HINWIL, Elisabeth (I2121)
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| 2083 | Die Schlacht bei Pavia war eine Schlacht im Rahmen der Italienkriege um die Hegemonie in Europa zwischen den Habsburgern (Spanien-Burgund-Erblande) unter Karl V. und den Valois (Frankreich) unter Franz I., die am 24. Februar 1525 stattfand. 1527 Zeichnet sich aus in Ungarn. Militär / Gefecht 1529 Wien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Zeichnet sich aus bei der Belagerung von Wien durch die Türken. Die Erste Wiener Türkenbelagerung oder zutreffender Erste Wiener Osmanenbelagerung war ein Höhepunkt der Türkenkriege zwischen dem Osmanischen Reich und den christlichen Staaten Europas. Sie fand im Rahmen des ersten österreichischen Türkenkrieges statt. Vom 27. September bis zum 14. Oktober 1529 schlossen osmanische Truppen unter dem Kommando von Sultan Süleyman I. dem Prächtigen Wien ein, das damals Hauptstadt der Habsburgischen Erblande und eine der größten Städte Mitteleuropas war. Unterstützt von anderen Truppen des Heiligen Römischen Reichs konnten sich die Verteidiger behaupten. 26 Jun 1508 Malspüren, Stockach, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Mit Mahlspüren belehnt. Anfangs war Mahlspüren im Besitz der Grafen von Nellenburg und des Konstanzer Bischofs. Burgstall (Burg Mahlspüren) und Niedergericht wurden 1603 durch die Vormünder des Albrecht Hans von Reischach-Immendingen an Erzherzog Maximilian verkauft, seither gehörte der Ort zur Landgrafschaft Nellenburg, die sämtliche anderen Rechte besaß. https://de.wikipedia.org/wiki/Mahlspüren_im_Hegau Besitz 1516 Breisach, Baden, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Verkauft drei Häuser in Breisach an Gervasius von Pforr. (Schwiegervater) Besitz 1521 Wasserburg, Lindau, Bayern, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Mit seinem Bruder Konrad im Besitze von Wasserburg Wasserburg (Bodensee) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee). Der staatlich anerkannte Luftkurort ist eine von drei bayerischen Anrainergemeinden am Ufer des Bodensees. https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserburg_(Bodensee) Besitz 1528 Mägdeberg, Baden, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Löst den Mägdeberg um den Pfandschilling von 1800 fl. von Walter von Laubenbergs Witwe ab. Besitz Jan 1528 Mühlhausen, Baden, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Erhält von König Ferdinand Mägdeberg und Mühlhausen. Besitz 14 Jan 1528 Mägdeberg, Baden, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Mit Mägdeberg belehnt. Die Burg Mägdeberg ist eine mittelalterliche Burgruine 1,5 Kilometer südwestlich von Mühlhausen-Ehingen im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg, Deutschland. Die Geschichte der Burg Mägdeberg ist eng mit der Geschichte des nordöstlich davon gelegenen Dorfes Mühlhausen verbunden. Seit dem 10. Jahrhundert hatte das Kloster Reichenau die Herrschaft über den Mägdeberg und Mühlhausen inne. Unter dem Reichenauer Abt Konrad von Zimmern wurde zwischen 1235 und 1240 die Burg auf dem Mägdeberg gebaut. Sie wurde 1240 als castrum Megideberc erstmals urkundlich erwähnt. https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Mägdeberg Besitz 1531 Lempach, Brunadern, Riedern, Mauchen, Ober-Meltingen und Ober-Lauchringen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Verkauft verschiedene Güter in den genannten Orten. Buda (deutsch Ofen) ist der westlich der Donau, am rechten Flussufer liegende Stadtteil der ungarischen Hauptstadt Budapest. Budapest entstand im Jahre 1873 durch die Zusammenlegung der beiden zuvor selbstständigen Städte Buda (deutsch Ofen; mit dem 1849 eingemeindeten Óbuda, Alt-Ofen) und Pest (Pesth). Buda nimmt heute ungefähr ein Drittel des Stadtgebietes ein. Die Stadt war von 1361 bis 1541 Hauptstadt des ungarischen Reiches, bevor sie vom Osmanischen Reich erobert wurde. https://de.wikipedia.org/wiki/Buda | VON REISCHACH, Iteleck (I46789)
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| 2084 | Die Schlacht bei Sempach (Kanton Luzern) fand am 9. Juli 1386 statt. Sie war die entscheidende Schlacht im Sempacherkrieg zwischen der sich entwickelnden Eidgenossenschaft und dem Herzogtum Österreich, der von 1385 bis 1389 dauerte. Die Schlacht bei Sempach gilt in der Geschichte der Schweiz als Höhepunkt des Konfliktes zwischen den Habsburgern und den Eidgenossen während der Schweizer Habsburgerkriege. Der Sieg des eidgenössischen Bündnisses führte zu einer Festigung der Eidgenossenschaft und zum Zusammenbruch der Macht des Hauses Habsburg in den habsburgischen Vorlanden. Dieser wurde von den Städten Luzern, Bern und Solothurn zur Erweiterung ihres Territoriums genutzt.[5] Die Schlacht bei Sempach wird gemeinsam mit anderen gewaltsamen Auseinandersetzungen, die sich im 13. und 14. Jahrhundert ereigneten, als Befreiungskriege gegen die habsburgische Feudalherrschaft verstanden. Die Schlacht ist Schauplatz der ab dem 16. Jahrhundert nachweisbaren Heldenlegende des Arnold Winkelried. | VON BALDEGG, ritter ritter Marquart (I10483)
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| 2085 | Die SCHLACHT BEI VÖGELINSEGG war eine militärische Auseinandersetzung zwischen APPENZELL und der FÜRSTABTEI ST. GALLEN während der Appenzellerkriege. Sie fand am 15. Mai 1403 im sogenannten Loch zwischen Speicher und St. Gallen im heutigen Kanton St. Gallen statt. | ..., Adelheid (I3027)
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| 2086 | Die Schlacht von Brissarthe fand im Jahr 866 zwischen den Franken und den Wikingern statt; in ihr fiel Robert der Tapfere, der Graf von Tours und Angers, dem König Karl der Kahle die Leitung des Abwehrkampfs gegen die Normannen übertragen hatte. Hinsichtlich des genauen Tages sind sich die Quellen uneins. Es werden der 2. Juli, der 25. Juli und der 15. September genannt. 866 verbündete sich der bretonische Fürst Salomon (regierte 857–874) mit dem Dänen Hasting (Hasteinn) und seinen Loire-Normannen zu einem Feldzug gegen Anjou, Maine und Touraine. Die Stadt Le Mans wurde geplündert. Robert der Tapfere, unter dessen Kommando die betroffenen Regionen standen, hatte soeben die fränkischen Kräfte gesammelt, darunter die Grafen Ranulf I. von Poitou sowie Gauzfried und Hervé von Maine, als die Bretonen und Skandinavier mit ihrer Beute den Rückzug antrate Der fränkischen Streitmacht gelang es, die Gegner bei Brissarthe abzufangen, bevor sie ihre Boote an der Loire erreichten. Als die Bretonen und Skandinavier in eine Kirche flohen, nahmen die Franken die Belagerung auf. Am Abend entschieden sich die Wikinger, einen Ausfall zu wagen; im Verlauf des Kampfes wurde Robert der Tapfere getötet, Ranulf durch einen Pfeil tödlich verwundet, Hervé verletzt. Nach dem Verlust ihrer Anführer zogen sich die Franken zurück. Im Jahr 867 nahm Karl der Kahle Verhandlungen mit Salomon auf, anerkannte ihn als König der Bretonen und trat ihm die Grafschaft Cotentin ab, was die gleichzeitige Abtretung des Avranchin zwischen dieser Grafschaft und der Bretagne impliziert. Hasting verwüstete noch einige Jahre lang das Tal der Loire: Bourges 867, Orléans 868, Angers 872 – und Karl der Kahle musste sich um Unterstützung bei den Bretonen und Salomon bemühen. Auch für die aufstrebende Familie der Robertiner, der Nachkommen Roberts des Tapferen, war die Schlacht folgenreich. Roberts unmündige Söhne, die späteren westfränkischen Könige Odo und Robert I., wurden der Vormundschaft des Welfen Hugo Abbas unterstellt, der ein Stiefsohn Roberts des Tapferen war, nachdem dieser 864 Hugos Mutter Adelheid von Tours geheiratet hatte, die Witwe des Grafen Konrad von Paris und Auxerre. Hugo erwarb sich ihre Verehrung, die später der Familie der Welfen zugutekam – und den Kapetingern den Vornamen Hugo einbrachte, den Robert I. seinem Sohn Hugo dem Großen und dieser seinem Sohn Hugo Capet gab. | DER TAPFERE, Robert der Starke (I36503)
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| 2087 | Die Schlacht von Hedgeley Moor fand am 25. April 1464 statt und war Teil der Rosenkriege. Die Schlacht endete mit einem Sieg des Hauses York und hielt die Aufstände des Hauses Lancaster im Norden Englands in Schach. König Eduard IV. aus dem Hause York war daraufhin in der Lage, seine Friedensverhandlungen mit Schottland fortzuführen, das vormals ein Rückzugsort für Lancastrianer war. Ablauf der Schlacht Mitte April 1464 marschierte John Neville, 1. Baron Montagu nach Norden, um dort einem Treffen von schottischen Gesandten in Newcastle beizuwohnen. Durch seine Popularität folgten während seiner Reise immer mehr Anhänger seinem Banner, so dass er beim Verlassen von Newcastle eine Armee von fünf- oder sechstausend Mann besaß. Bei Hedgeley Moor traf er auf eine Rebellenarmee, die hauptsächlich aus Lancastrianern bestand, die der König begnadigt hatte. Sie wurden geführt vom 2. Duke of Somerset, Sir Ralph Percy, dem 9. Baron de Ros und Sir Ralph Grey. Die Armee der Lancastrianer war etwa fünftausend Mann stark, jedoch war die Moral nicht so hoch wie im Lager der Yorkisten. Die Schlacht begann wie normalerweise mit einer Pfeilsalve von jeder Seite. Montagu zog dann weiter im Moor voran, wurde jedoch gezwungen, seine Linien anzuhalten und neu zu ordnen, als plötzlich die linke Flanke der Lancastrianer unter dem 9. Baron de Ros und dem 3. Baron Hungerford (etwa 2000 Mann) schwankte, brach und zerfiel. Die ganze lancastrianische Armee machte den Weg frei, als die Yorkisten mit ihren Linien zusammenstießen. Durch den Druck der Anzahl des Gegners flohen die Lancastrianer. Nur Sir Ralph Percy blieb mit einer Anzahl von Soldaten zurück, die aber bald desertierten. Auch er wurde am Ende erschlagen. | PERCY, Ralph (I57184)
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| 2088 | Die Schlacht von Mortemer fand Ende des Jahres 1054 in der Nähe der heutigen Gemeinde Mortemer zwischen den Normannen und den Truppen des Königs von Frankreich statt. Im Jahr 1057 wurde die Schlacht von Mortemer durch die Schlacht von Varaville mit dem gleichen Ergebnis fortgeführt. Vorgeschichte Gottfried II., Graf von Anjou hatte Le Mans, Domfront und Alençon erobert, Gebiete die die Herren von Bellême vom König erhalten hatten. Während König Heinrich I. Gottfried von Anjou direkt bedrohte, brannte Herzog Wilhelm der Normandie (der spätere Eroberer Englands) Alençon nieder und belagerte Domfront, dessen Garnison sich unter der Zusage freien Abzugs ergab. Wilhelms Heirat mit Mathilde von Flandern ließ nun dessen Macht in den Augen des Königs so stark anwachsen, dass Heinrich seinen bisherigen Verbündeten fallen ließ und sich mit Gottfried von Anjou, Theobald I., Graf von Blois und der Champagne, sowie aufständischen normannischen Baronen verbündete. Der Feldzug Wilhelm griff seinen Onkel Guillaume de Talou an, belagerte dessen neu erbaute Burg in Arques, und nahm sie Ende 1053 ein. Gegen Ende des Winters 1053/1054 fielen zwei Armeen in die Normandie ein: von Norden her näherte sich Odo, der Bruder des Königs, der die Bresle durchquerte, um das Pays de Bray zu erreichen, von Süden der König selbst sowie der Graf von Anjou, die den Fluss Avre überwanden und die Grafschaft Évreux angriffen. Das Ziel war, die beiden Armeen vor Rouen zu vereinigen. Wilhelm nahm gegenüber der Bedrohung eine defensive Haltung ein, stellte aber dennoch ebenfalls zwei Armeen auf: eine unter seinem Kommando, die er gegen den König führte, und eine unter dem Befehl Gautier Giffards und Roberts von Eu im Pays de Bray. Die beiden Armeen hatten den Auftrag, die Bewegungen der Gegenseite zu überwachen und jede direkte Konfrontation zu vermeiden, bis der geeignete Moment zum Handeln gekommen war. Die Schlacht Die Normannen griffen – von französischer Nachlässigkeit profitierend – in der Nacht das gegnerische Feldlager an, steckten es in Brand und trugen über die schlaftrunkenen Franzosen einen leichten, aber vernichtenden Sieg davon. Ergebnis und Folgen Normannische Erwerbungen Im Jahr 1057 zog Heinrich durch das Tal der Orne zum erneuten Angriff. Dieser wurde an der Furt von Varaville bei Caen und den Sümpfen der Dives abgefangen. Wilhelm hatte von nun an die Hände frei, um die Grafschaft Maine zu erobern, deren Erbe er nach dem Tod des Grafen Herbert II., der sich zu ihm geflüchtet hatte, geworden war. 1063 eroberte Wilhelm Le Mans und übergab die Grafschaft seinem jungen Sohn Robert. Roger de Mortemer Roger de Mortemer, Herr von Mortemer im Pays de Bray (heutiges Département Seine-Maritime), verlor 1054 seine Burg, weil er den Grafen Rudolf IV. von Vexin und Valois, genannt Rudolf von Montdidier, den man ihm anvertraut hatte, nach der Schlacht von Mortemer freiließ. | (PONTHIEU), Waleran (I61341)
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| 2089 | Die Schlacht von Roncesvalles war ein Überfall der einheimischen baskischen Bevölkerung auf die Nachhut eines fränkischen Heeres unter Karl dem Großen am 15. August 778. Er fand nahe dem baskischen Dorfe Roncesvalles (baskisch Orreaga, französisch Roncevaux) statt. Die islamischen Statthalter im Norden der Iberischen Halbinsel entschieden nach Streitigkeiten mit dem Emir Abd ar-Rahman I. von Córdoba (regierte 756–788), sich unabhängig zu machen, jeder in seiner Provinz. Da sie aber fürchteten, der Macht des Emirs nicht widerstehen zu können, suchten sie nördlich der Pyrenäen, bei den Franken, um Hilfe nach. Im Jahr 777, während Karl der Große sich noch im Krieg gegen die Sachsen befand, trafen ein Abgesandter der abtrünnigen Gouverneure, Suleiman ibn al-Arabi, Statthalter von Barcelona, Husayn, Statthalter von Saragossa, und Abu Taur, Statthalter von Huesca, in Karls Feldlager ein, um sich der Hilfe der Franken gegen den Emir von Córdoba zu versichern. Karl erkannte sofort die Möglichkeit, seinen Machtbereich auszudehnen, und sagte zu. Der Sarazenenfeldzug Rolands Horn im Museum der Kathedrale von Santiago de Compostela Im Frühjahr 778 fielen zwei christliche Armeen in das maurisch kontrollierte Spanien ein. Die größere der beiden, bestehend aus Soldaten aus Neustrien und Sachsen, stand unter dem Oberbefehl Karls. Sie versammelte sich in der Nähe von Agen und überquerte die Pyrenäen bei Saint-Jean-Pied-de-Port. Pamplona, Jaca und Huesca öffneten ihre Tore, der Ebro wurde überquert, und das Heer lagerte schließlich vor den Mauern Saragossas. Die kleinere Armee, deren Soldaten aus Austrasien, Burgund, Italien, der Provence, Septimanien und Bayern kamen, überquerte die Pyrenäen im Osten, fiel in Katalonien ein und traf mit dem größeren Heerzug vor Saragossa zusammen. Suleiman ibn al-Arabi ließ die Franken nun jedoch nicht in seine Stadt – die abtrünnigen Statthalter begannen angesichts der christlichen Invasion ihre Entscheidung zu bereuen, zumal Karl auch in den ihm zugefallenen Städten eigene fränkische und christliche Statthalter einsetzte. Karl wiederum war nicht auf eine Belagerung vorbereitet, weder mit Material noch mit Verpflegung. Auch eine Ernährung der Soldaten aus dem wenig fruchtbaren Umland kam nicht in Frage, so dass Karl nur noch der Rückzug blieb. Während dieses Rückzugs überfiel er Pamplona, ließ es durch seine Truppen plündern und zerstörte die Stadtmauern, damit sich diese Stadt nicht gegen ihn erheben könne. Damit machte er sich die Basken zum Feind. Roncesvalles Am 15. August überquerte sein Heer die Pyrenäen am Col de Roncevaux. In dieser engen Passage, zwischen den hohen Bergen eingeschlossen, war das fränkische Heer gezwungen, in einer langen und damit verwundbaren Reihe mit nur jeweils wenigen Männern nebeneinander zu marschieren. Die baskische Bevölkerung des Landes, deutlich in der Unterzahl, wartete nur auf die passende Gelegenheit zu einem Überfall. Mit leichter Bewaffnung und an die Bewegung in dem steilen und felsigen Gelände gewöhnt, ließen sie den Hauptteil der Armee passieren, um sich dann auf die Nachhut zu stürzen. Die Franken, auf ihren Pferden und mit ihren langen Lanzen kaum beweglich, wurden völlig überrascht. Die Nachhut wurde vom übrigen Heer abgeschnitten und mitsamt dem Tross in den Hintergrund des Tales gedrängt. Ein verzweifelter Kampf brach aus, bei dem die fränkischen Soldaten bis auf den letzten Mann niedergemacht wurden. Die Basken plünderten den Tross und zogen sich eilends in die Berge zurück. Die Hauptarmee machte zwar umgehend kehrt, kam aber zu spät auf dem Schlachtfeld an. Unter den Opfern befanden sich hohe Würdenträger des fränkischen Hofes: Karls Hausmeier Egilhard, Pfalzgraf Anselm (Robertiner) sowie der Statthalter der Bretonischen Mark, der Graf Roland. Von Roncesvalles zur Rolandssage Roland bläst seinen Olifant, um inmitten der Schlacht von Roncesvalles Hilfe herbeizurufen In den folgenden Jahrhunderten wurde Roland zum populärsten Helden Frankreichs. In der Erinnerung des Volkes wurde das Massaker von Roncesvalles zu einer gigantischen Schlacht – dies in einer Zeit, als die christlichen Ritter des Westens sich auf den Kreuzzug zur Befreiung des Heiligen Landes begaben. Karls Expedition gegen die muslimischen Herrscher Spaniens wurde zu einem vorgezogenen Kreuzzug stilisiert – und Roland wie selbstverständlich ein christlicher Märtyrer. In der Schlacht von Hastings 1066 sangen die Normannen ein Lied, das die Geschichte Rolands feierte. Am Ende des 11. Jahrhunderts kam ein Epos in romanischer Sprache auf, das Chanson de Roland, das Rolandslied, das heute zu den Meisterwerken epischer Dichtung des Mittelalters gerechnet wird. | (MEROWINGER), Anselm (I39265)
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| 2090 | Die schwäbischen Hohenzollern hatten einen innerfamiliären Konflikt. Aus diesem Grunde wurden die Besitzungen zwischen Friedrich und dessen Bruder Friedrich VI. geteilt. Friedrich begründete die Linie Zollern-Schalksburg. Somit kam es zu einer Trennung in Zollern-Zollern und Zollern-Schalksburg. Friedrich ehelichte 1282 Udilhild von Merkenberg. Der Graf wurde wegen seiner Gemahlin ebenso als Friedrich I. von Merkenberg bezeichnet. Die Schalksburger Linie starb 1408 aus. | (ZOLLERN-SCHALKSBURG), Friedrich I. (I40785)
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| 2091 | Die Schwarzburger gehörten zum alten Thüringer Hochadel.[1] Der Stammsitz „Swartzinburg“ liegt im Tal an der Schwarza westlich von Saalfeld im Thüringer Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und wurde 1071 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Im Jahr 1599 entstanden die beiden Grafschaften und späteren Fürstentümer Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen. Günther Victor von Schwarzburg-Rudolstadt legte 1918 für beide zuletzt in Personalunion regierten Fürstentümer infolge der Novemberrevolution die Regierungsgeschäfte nieder und erklärte seinen Thronverzicht. Das Geschlecht der Schwarzburger erlosch 1971 im Mannesstamm. | VON SCHWARZBURG, Sizzo II. (I39666)
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| 2092 | Die Schwester Ursula verheiratete sich 1770 mit ihrem Verwandten Anton von Gonzenbach aus einer Linie, der das «Schlössli» und das Kaufhaus in Hauptwil gehörten. Mit der Hochzeit wurden Streitereien und Spannungen beseitigt, die seit drei Generationen die Beziehungen innerhalb der Gonzenbachschen Verwandtschaft getrübt hatten. Dieses Paar war es, das 1801 den deutschen Dichter Friedrich Hölderlin (s.d.) als Hauslehrer für ihre jüngeren Töchter ins Kaufhaus berief. | GONZENBACH, Ursula (I56427)
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| 2093 | Die Seeschlacht bei Svold (gelegentlich auch als Seeschlacht bei Seeland bezeichnet) war eine entscheidende Seeschlacht der Wikingerzeit, die zu einer Änderung der Machtverhältnisse im Ostseeraum führte.[1] Die Schlacht fand zwischen dänischen Truppen unter König Sven Gabelbart und schwedischen Truppen unter König Olof Skötkonung, unterstützt von abtrünnigen Norwegern unter Erik Håkonsson[2] auf der einen, und christlichen Norwegern unter König Olav Tryggvason auf der anderen Seite am 9. September 1000 in der Ostsee statt. Sie endete mit der vollständigen Niederlage Olav Tryggvasons. Norwegen wurde zwischen Schweden und Dänemark aufgeteilt. Olav I. Tryggvason war ein norwegischer König, der von 995 bis 1000 regierte. Auf Altnordisch lautete sein Name Óláfr Tryggvason und auf den von ihm geprägten Silberpfennig-Münzen bezeichnet er sich in der lateinischen Inschrift als „ONLAF REX NOR“ (Abkürzung für: Onlafus rex Normannorum). In einem zeitgenössischen, angelsächsischen Text wiederum wird er „Anlaf“ und in der lat. Übersetzung „Analavus“ genannt | TRYGGVASON, Olav I. (I37259)
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| 2094 | Die seit 1191 („Ulrich von Reischach“) bezeugten Freiherren von Reischach mit ihrer Stammburg Burrach beim Walder Ortsteil Reischach sind ein typisches kleinadeliges Geschlecht, das es nie zu herausragender Berühmtheit an sich, oder an einzelnen Mitgliedern brachte, deren Vertreter aber in der südwestdeutschen Geschichte, vor allem im Umfeld des Hauses Württemberg, bis in die Neuzeit immer wieder in Erscheinung traten. Die Reischacher konnten sich in ihrem Ursprungsgebiet nicht lange halten. In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wurde im Jahre 1212 durch den staufischen Ministerialen Burkhard von Weckenstein ein Kloster gegründet. Das Kloster Wald lag nur knapp zwei Kilometer von der Burg Burrach entfernt. Das neu gegründete Kloster versuchte von Anfang an, das Gebiet in seiner unmittelbaren Nachbarschaft unter seinen Einfluss zu bringen. Tatsächlich gelang es dem Kloster, seinen Besitz und damit auch seine herrschaftliche Stellung auszudehnen, auch durch seine guten Beziehungen zu den Stauferkaisern. Folgerichtig verdrängte es das Geschlecht der Reischacher und brachte es schon im Jahr 1290 fertig, mit diesen einen Vertrag abzuschließen, in dem die Erwerbs- und Ausdehnungsinteressen des Klosters räumlich festgelegt wurden. Seit dem Übergang an das Kloster Wald sind die Reischacher in Reischach nicht mehr ortsansässig, ihre Burg war bereits spätestens 1241 geschleift worden. Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Reischach_(Adelsgeschlecht) | VON REISCHACH, Beatrix (I46671)
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| 2095 | Die Sieghardinger waren eine der wichtigsten Familien des bayerischen Adels von der Mitte des 9. bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts. Die Bezeichnung der Familie rührt von ihrem Leitnamen „Sieghard“ (auch Sighard oder Sigehard) her, der sich erst mit Sieghard XI. Ende des 12. Jahrhunderts verliert. Die Vorfahren der Sieghardinger waren im Rhein-Neckar-Raum begütert. Die Sieghardinger – mit dem Stammvater Sieghard I. 858/861 Graf im Kraichgau –, herrschten etwa zwei Jahrhunderte lang als Grafen im Chiemgau, darüber hinaus auch in anderen Gebieten; dazu gehörten Gebiete im Pinzgau, im Pongau, im Salzburggau – dort im Wesentlichen im Flachgau – im Eisacktal, im Inntal und im Pustertal. In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts waren die Sieghardinger Grafen von Ebersberg und Markgrafen von Krain. Eine Nebenlinie war die der Grafen von Tengling, von denen die ab dem Ende des 12. Jahrhunderts aussterbenden Grafen von Schala, Burghausen, Peilstein, Mörle und Kleeberg abstammten. Auch die Meinhardiner sollen dem Geschlecht der Sieghardinger entstammen. Der umfangreiche Grundbesitz, den die Familie in Kärnten erworben hatte, wurde an die Spanheimer vererbt. Weitere Mitglieder der Familie namens Sighard und Friedrich urkundeten 987 für das schwäbische Ellwangen. Ihre Erben sollen sich in den nächsten Generationen mit hochadligen schwäbischen Familien versippt haben, u. a. mit einer Tochter des schwäbischen Herzogs Konrad von Öhningen, danach zuerst die Grafschaft im Ries, das schwäbische Pfalzgrafenamt, nach 1079 auch noch das schwäbische Herzogtum und nach 1138 das deutsche Königtum erworben haben. Aus ihnen soll das Kaisergeschlecht der Staufer hervorgegangen sein. | VON SEMPT-EBERSBERG, Sieghard I. (I40570)
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| 2096 | Die Sieghardinger waren eine der wichtigsten Familien des bayerischen Adels von der Mitte des 9. bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts. Die Bezeichnung der Familie rührt von ihrem Leitnamen „Sieghard“ (auch Sighard oder Sigehard) her, der sich erst mit Sieghard XI. Ende des 12. Jahrhunderts verliert. | ..., Engiltrut (I40134)
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| 2097 | Die Singenberg waren eine Ministerialenfamilie des 12. und 13. Jahrhunderts, die beim Abt von St. Gallen als Truchsessen wirkte. Anfangs nannte sich die Familie nach ihren Besitzungen in Sitterdorf und Frommhusen Welt-Icon, später nach ihrer Burg Singenberg Welt-Icon. Der 1167 als Zeuge erwähnte Ulrich von Sitterdorf war vermutlich Meier von Sitterdorf. Um 1200 ist Otbert als erster Truchsess nachgewiesen. Das Amt ging an seinen Sohn Ulrich über, der mit Hadwig von Staufen verheiratet war und vor 1219 in St. Gallen eine Jahrzeit stiftete. Dessen Sohn, der Minnesänger Ulrich, gründete 1228 mit dem St. Galler Bürger Ulrich Blarer das Heiliggeistspital, das er mit Gütern in Frommhusen, Bleiken und St. Gallen ausstattete. Mit Ulrich, dem Enkel des Minnesängers, starb die Familie um 1250 in der männlichen Linie aus. Ihr Besitz ging an das Kloster St. Gallen. von Kienberg Niederadlige Fam. in der Nordwestschweiz. 1173 werden Ulrich und Hartmann von K. erstmals als Zeugen in einem kaiserl. Privileg für das Stift Beromünster erwähnt. Im 13. Jh. besass die Fam. eine Burg und Herrschaft in der Gem. K., zu welcher u.a. auch Teile der Dörfer Erlinsbach und Küttigen gehörten. Hartmann III. (erw. 1272-1305) liess sich auf der Burg Königstein (Gem. Küttigen) bei Aarau nieder (1278 Vogtstreit mit Herrschaftsleuten). Der auf ihn zurückgehende Familienzweig K.-Königstein verkaufte 1417 Burg und Herrschaft an die Stadt Aarau und liess sich danach in der Stadt Luzern nieder (1517 letzter Nachweis der Fam.). Die Burg und die Herrschaft K. gingen 1398 nach Verpfändung an Petermann von Heidegg. Weitere - alle nur bis ins frühe 15. Jh. belegte - Zweige der K. waren in Laufenburg, Rheinfelden und Bern (1293-97 Schultheiss Ritter Jakob von K.) ansässig. Den Namen K. führt auch eine bäuerl. Familie. | VON KIENBERG, N. (I37524)
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| 2098 | Die Skleros im Plural Skleroi (griechisch: Σκληροί,), in weiblicher Form Skleraina (griechisch: Σκλήραινα), zählten zu den ältesten und reichsten byzantinischen Adelsgeschlechtern Sie traten zu Beginn des neunten Jahrhunderts urkundlich auf und erreichte in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts den Höhepunkt ihrer Macht. Die Skleroi waren mit verschiedenen kaiserlichen Dynastien verwandt, kamen an die Kaiserkrone durch den Gegenkaiser Bardas SKLEROS nahe heran, konnten sie jedoch nie erringen. Ihr Einfluss wechselte mit den jeweiligen Herrschern schwächte sich aber Im 11. Jahrhundert ab, wodurch später kaum noch Mitglieder der Familie in Führungspositionen aufscheinen. Im 14. Jahrhundert sind sie aus den Aufzeichnungen verschwunden. Trotzdem hinterließen sie in Europa eine dauerhafte Nachkommenschaft in weiblicher Linie. Dies einerseits durch die Ehe der Theophano Skleraina mit Kaiser Otto II. († 991) und andererseits durch die außereheliche Verbindung der Maria Skleraina mit Kaiser Konstantin IX. von Byzanz, aus der Anna Monomachina hervorging, die aus ihrer Ehe mit Wsewolod I. Jaroslawitsch (* 1030, † 13. April 1093) Großfürst der Kiewer Rus (1078–1093) Nachkommen hinterließ. Hinzu kommt, dass über die Ehefrau des Bardas SKLEROS arabische Vorfahren Eingang in europäische Dynastien fanden. | SKLEROS VON BYZANZ, Niketas? (I23932)
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| 2099 | Die Söhne Karsil und Werner (er ist Limburger Vasall und Edelbürger von Köln) sterben beide 16./17.03.1278 | N., N. (I25254)
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| 2100 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I52701)
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