Strauss Genealogie


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1801 Er bekleidete verschiedene öffentliche Ämter in St. Gallen. Er war unter anderem 1720 Zunftmeister, wurde später Ratsherr und Säckelmeister und 1743 eidgenössischer Kriegsrat. Wiederholt nahm er als Gesandter der Stadt an den eidgenössischen Tagsatzungen sowie an der Konferenz der evangelischen Städte und Orte teil, die regelmässig in Aarau abgehalten wurde[1].

1742 wurde er erstmals zum Amtsbürgermeister gewählt und behielt dieses Amt im Wechsel mit Friedrich Girtanner und Hans Jacob Rietmann im Dreijahresturnus als Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt bis zu seinem Tod.  
FELS, Kaspar (I977)
 
1802 Er besaß das hohenzollersche Gebiet westlich von Nürnberg um die Cadolzburg und erbte 1248 die Bayreuther Gegend durch die Meranische Erbschaft (Grafen von Andechs), geriet dadurch aber in Streit mit anderen Adelshäusern, die ebenfalls Erbansprüche geltend machten. Zwar wurde er durch den deutschen König Wilhelm von Holland gefördert, behielt aber an der Seite seines Vaters die traditionell staufer-freundliche Politik seiner schwäbischen Vorgänger bis 1254 bei. Nach dem Tod des Vaters um 1261 wurde Friedrich Burggraf von Nürnberg und versuchte von diesem Stützpunkt aus einen Ausbau der fränkischen Hausmacht zum Main hin, was auf den heftigen Widerstand der Bischöfe von Würzburg und Bamberg stieß. 1273 war er maßgeblich an der Königswahl von Rudolf von Habsburg beteiligt, mit dem er persönlich befreundet war. Im Gegenzug verbriefte der König ihm verbindlich die Stellung als Burggraf im Rang eines Fürsten. Entsprechend häufig fand man Friedrich in Reichsdiensten aktiv; so wurde er mit dem königlichen Landgericht Franken betraut, nahm am Reichskrieg gegen den geächteten Ottokar II. Przemysl von Böhmen teil und kämpfte auch in der Schlacht auf dem Marchfeld bei Dürnkrut 1278 mit, zumal er mit Böhmen einen Territorialstreit um die Herrschaft über das Land um Eger hatte. In dieser Zeit gelangten unter anderem auch Wunsiedel (1285) und Arzberg (1292) sowie die niederösterreichische Herrschaft Seefeld-Kadolz in den Besitz der Hohenzollern.

Als Friedrich III. im Jahr 1297 starb, beerbte ihn zunächst sein Sohn Johann I., dem 1300 der jüngere Sohn Friedrich IV. im Amt folgte.  
VON NÜRNBERG, ´der Erber` ´der Erber` Friedrich III. (I1662)
 
1803 Er besaß das hohenzollersche Gebiet westlich von Nürnberg um die Cadolzburg und erbte 1248 die Bayreuther Gegend durch die Meranische Erbschaft (Grafen von Andechs), geriet dadurch aber in Streit mit anderen Adelshäusern, die ebenfalls Erbansprüche geltend machten. Zwar wurde er durch den deutschen König Wilhelm von Holland gefördert, behielt aber an der Seite seines Vaters die traditionell staufer-freundliche Politik seiner schwäbischen Vorgänger bis 1254 bei. Nach dem Tod des Vaters um 1261 wurde Friedrich Burggraf von Nürnberg und versuchte von diesem Stützpunkt aus einen Ausbau der fränkischen Hausmacht zum Main hin, was auf den heftigen Widerstand der Bischöfe von Würzburg und Bamberg stieß. 1273 war er maßgeblich an der Königswahl von Rudolf von Habsburg beteiligt, mit dem er persönlich befreundet war. Im Gegenzug verbriefte der König ihm verbindlich die Stellung als Burggraf im Rang eines Fürsten. Entsprechend häufig fand man Friedrich in Reichsdiensten aktiv; so wurde er mit dem königlichen Landgericht Franken betraut, nahm am Reichskrieg gegen den geächteten Ottokar II. Przemysl von Böhmen teil und kämpfte auch in der Schlacht auf dem Marchfeld bei Dürnkrut 1278 mit, zumal er mit Böhmen einen Territorialstreit um die Herrschaft über das Land um Eger hatte. In dieser Zeit gelangten unter anderem auch Wunsiedel (1285) und Arzberg (1292) sowie die niederösterreichische Herrschaft Seefeld-Kadolz in den Besitz der Hohenzollern.

Als Friedrich III. im Jahr 1297 starb, beerbte ihn zunächst sein Sohn Johann I., dem 1300 der jüngere Sohn Friedrich IV. im Amt folgte.  
VON NÜRNBERG, ´der Erber` ´der Erber` Friedrich III. (I40210)
 
1804 Er besitzt 9 Äcker, 1 Weingarten und ein zweistöckiges Haus mit Hof und scheuer im Großviertel; Bürgerannahme 22.08.1780
Nahrungszettel 1770, Nr. 581 wird er als lediger Pflegesohn des Schneidermeisters Johann Philipp Rutz bezeichnet (wohl ein Bruder seiner Mutter), bei dem er auch sein Handwerk gelernnt hat.

Anlage zum Familienblatt DEMUTH 7/1

Abschrift aus Grundbuch, Band 7, Seite 955, vom 11. und 13.09.1779

"Wurde des Michael Demuth, welcher sich nach seiner 6jährigen Wanderschaft als Schneidergesell dahier eingefunden und sich entschlossen nach Jena zu begeben und daselbst sich häuslich niederzulassen, sein liegendes und von Vormundschaft wegen bisher bestrittenes Vermögen im Wirtshaus zum ´Prinz Charls` nach vorheriger Verkündung öffentlich versteigert:

Mehrere Grundstücke sowie

1 Behausung mit 2 Stockwerken nebst Scheuer, Hof, Pflanz- und Grasgarten im Großviertel neben Staphan Metz d. Alten und Georg Adam Metz, verbleibt dem Bürger Georg Metz, der Mittlere für 625fl."

Offenbar ist er aber nicht in Jena geblieben, sondern wieder zurückgekehrt, denn seine Kinder (dass älteste Johann Georg, *19.08.1781) sind in Weinheim geboren.
 
DEMUTH, Johann Michael (I43039)
 
1805 Er entstammte dem mecklenburgischen Uradelsgeschlecht von Bülow und war ein Sohn des Oberhofmarschalls Bernhard Joachim von Bülow.

Bülow besuchte die Domschule Güstrow, studierte von 1810 ab erst in Jena, dann in Heidelberg und Genf Rechtswissenschaft. Am 13. Januar 1811 gehörte er zu den Stiftern des Corps Vandalia Jena. Im gleichen Jahr wurde er noch Mitglied des Corps Vandalia Heidelberg II.[1] Er trat 1813 als Leutnant in das Walmodensche Korps und wurde Adjutant des russischen Obersten August Ludwig Ferdinand von Nostitz, bei dessen Streifzügen er sich während der Befreiungskriege mehrfach auszeichnete.

Nach dem Frieden widmete er sich dem diplomatischen Fach, arbeitete unter dem Staatsminister Wilhelm von Humboldt, als dieser zu Frankfurt am Main die Grenzregulierung der deutschen Territorien leitete, und folgte ihm 1817 als Gesandtschaftssekretär nach London und 1819 nach Berlin, wo er im auswärtigen Amt den Vortrag über Handels- und Schiffahrtssachen übernahm.

Bülow war besonders für die Anbahnung des Zollvereins durch Abschluss von Zollverträgen mit den Nachbarstaaten mit Erfolg tätig. Auch als Gesandter in London, wozu er 1827 ernannt wurde, wirkte er für den Zollverein. Er erwarb sich das Vertrauen der englischen Staatsmänner und hatte an den Verhandlungen über Belgien und die orientalische Frage (1840–41) hervorragenden Anteil. Im Herbst 1841 wurde er Gesandter beim Bundestag zu Frankfurt am Main, aber schon 2. April 1842 an der Stelle des Grafen Mortimer von Maltzahn zum Minister der auswärtigen Angelegenheiten ernannt. Er und der Kriegsminister Hermann von Boyen vertraten zwar die liberalere Richtung im Ministerium, übten aber nur geringen Einfluss auf die allgemeine Politik aus.

Von einem Schlaganfall schwer getroffen, bat Bülow den König im August 1845 um seine Entlassung aus dem Staatsdienst und zog sich von Frankfurt nach Tegel zurück. Sein geistiger Zustand verschlechterte sich in folgenden Monaten immer weiter, bis er im Februar 1846 starb.[2] 
VON BÜLOW, Ulrich Heinrich Wilhelm (I48815)
 
1806 Er entstammte einem Adelsgeschlecht aus der Altmark. Nach dem Tode seines Vaters, Gaugraf Wiprecht I. vom Balsamgau, wuchs Wiprecht ab 1060 im Hause des Markgrafen der Nordmark, Lothar Udo II., in Stade auf. Seine Mutter Sigena von Leinungen war nach dem Tod von Gaugraf Wiprecht I. in zweiter Ehe mit Friedrich I. von Pettendorf verheiratet und nach dessen Tod auf Veranlassung ihres Sohnes die dritte Äbtissin des Klosters Vitzenburg. VON GROITZSCH, Wiprecht II. ´der Ältere` (I37196)
 
1807 Er erbaute in der damaligen Hauptstadt des Reichs, Cangas de Onís, die Kirche Santa Cruz de Cangas de Onís, deren Weihinschrift von 737 erhalten ist. Dort werden Fafilas Gemahlin Froiliuba sowie nicht namentlich genannte Kinder des Königs erwähnt.[1] Nach den Angaben asturischer Chronisten wurde Fafila auf der Jagd von einem Bären getötet. Anscheinend waren nach seinem Tod keine männlichen Nachkommen Pelayos mehr am Leben oder sie waren minderjährig; daher kam 739 Alfons I., der Schwiegersohn Pelayos, an die Macht. Über Fafilas Kinder und ihre Schicksale machen die vertrauenswürdigen Quellen keinerlei nähere Angaben. (ASTURIEN), Fafila (I37775)
 
1808 Er erbte Teile des Königreichs Asturien nach dem Tod seines Vaters Alfons III. von Asturien im Jahre 910, als das ursprüngliche Reich aufgeteilt wurde und sein ältester Bruder García mit dem neuen Königreich León den bedeutendsten Teil erhielt.

Fruela bestieg den Thron von León 924, nachdem sein zweiter Bruder Ordoño II., der 910 Galicien erhalten hatte und 914 García I. in León nachgefolgt war, starb. Asturien ging in León auf. Fruela II. starb 925. Sein Sohn Alfonso Froilaz folgte ihm in León auf den Thron nach, konnte diesen aber gegen die Söhne Ordoños II., seine Vettern, nicht lange verteidigen. 
(ASTURIEN), Fruela II. (I37763)
 
1809 Er errichtete in den 460er und 470er Jahren sein Herrschaftsgebiet im Nordosten Galliens, während die weströmische Verwaltungsordnung dort allmählich zusammenbrach. Er legte den Grundstein für den Aufstieg des späteren Frankenreichs unter seinem Sohn und Nachfolger Chlodwig I. Childerich wurde mit reichen Beigaben in einem Grab in Tournai bestattet, das 1653 entdeckt worden ist. VON TOURNAI, Childerich I. (I37015)
 
1810 Er erscheint 1355 als Zeuge beim Verkauf der Burg Königstein seitesn der Brüder Wernher und Burkhard von Königstein an ihren Bruder Heinrich. 1369 kauft er von Heinrich von Heidegg die Vogtsteuer zu Teuffenthal.  ZEHENDER, Niklaus (I32711)
 
1811 Er erwarb die Vogtei über das Kloster Beuron und war 1259 der Gründer von Kloster Stetten im Gnadental. Die Stiftung wurde 1267 gemeinsam mit seiner Gemahlin nochmals erweitert. Im selben Jahr wurde das Kloster Stetten auch zur Erbgrablege der Hohenzollern bestimmt. Die Grablege war vermutlich durch einen unterirdischen Gang mit der Burg Hohenzollern verbunden.[1] Der Sage nach soll Friedrich das Kloster gegründet haben, um Kaiser Friedrich II. versöhnlich zu stimmen, da er ihm die Heerfolge versagt hatte.[2] Mit den verwandten schwäbischen Grafen von Hohenberg lag Friedrich in ständigen Auseinandersetzungen, die erst 1286 durch Schlichtung von König Rudolf von Habsburg beigelegt wurden. Die Streitigkeiten mit den Hohenbergern hatten eine lange Vergangenheit, besonders im Jahr 1267 eskalierte die Situation.

Die Besitzungen der schwäbischen Hohenzollern bildeten ein recht geschlossenes Herrschaftsgebiet. Entfernter Besitz war ohnehin größtenteils verkauft worden. Friedrich beherrschte das Gebiet des späteren Fürstentums Hohenzollern-Hechingen, das spätere Württembergische Oberamt Balingen, die Herrschaft Mühlheim und einen Landstrich zwischen Hechingen und Tübingen. Balingen ging den Hohenzollern 1403 durch Verkauf an die Württemberger verloren. Kein geschlossenes Gebiet war in Richtung des Machtbereichs der Grafen von Hohenberg vorhanden. Hier durchmischten sich die Besitzungen. Unter Friedrich, der als fromm und geachtet beschrieben wurde, erreichten die Zollerngrafen einen Machthöhepunkt. Durch die Teilung des Landes unter seinen Söhnen Friedrich VI. und Friedrich I. verlor die eigentliche Grafschaft erheblich an Bedeutung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_V._(Zollern) 
(ZOLLERN), Friedrich IV. (I40781)
 
1812 Er etablierte Frankreich als Großmacht in Europa und errichtete mit einer kompromisslosen Autorität ein modernes frühabsolutistisches Staatswesen, welches der mittelalterlichen französischen Monarchie eine bis dahin nie gekannte Machtentfaltung ermöglichte. Besondere Bedeutung besitzt seine Regentschaft wegen der Überführung des Papsttums nach Avignon und der Zerschlagung des Templerordens. Sein Beiname ist zeitgenössisch und bezieht sich auf sein Aussehen, welches dem Ritterideal seiner Zeit entsprochen haben soll. (FRANKREICH), Philipp IV. ´der Schöne` (I39079)
 
1813 Er folgte 1122 seinem Bruder Berthold III. als Herzog von Zähringen nach. Die meiste Zeit seines Lebens stellte er sich gegen die Machtausbreitung der Staufer und verbündete sich hierzu zeitweise mit den Welfen.

1127 geriet er in Konflikt mit Rainald von Burgund, weil beide Anspruch auf die burgundischen Besitzungen von Konrads ermordetem Neffen Wilhelm von Burgund erhoben. Hier profitierte der Zähringer von der Situation, in der sich der deutsche König befand. Weil König Lothar III. dringend Unterstützung gegen seine Rivalen, die Staufer, benötigte, trat er für Konrads Ansprüche ein. Die der Gegenseite lehnte er mit der umstrittenen Begründung ab, Rainald sei seiner Verpflichtung zur Anwesenheit am Hof nicht nachgekommen. Gleichzeitig verlieh er Konrad den Titel eines Rektors von Burgund, was etwa einer königlichen Stellvertreterschaft entsprach.

Mit der Machtergreifung König Konrads III. 1138 entspannte sich das Verhältnis zu den Staufern wieder, so dass die Zähringer bis in die späten 1150er Jahre zu deren treuesten Parteigängern zählten. Konrad starb 1152 und wurde im zähringischen Hauskloster Sankt Peter beigesetzt.  
VON ZÄHRINGEN, Herzog Herzog Konrad (I10372)
 
1814 Er folgte seinem Vater 978 unter der Regentschaft seiner Mutter, die bis 987 andauerte. 985 stellte er sich gemeinsam mit anderen lothringischen Baronen, darunter seinem Vetter Gottfried der Gefangene, Graf von Verdun, gegen den französischen König Lothar, als dieser Verdun belagerte, wobei er selbst in Gefangenschaft geriet.

Er war ein treuer Gefolgsmann der ottonischen Kaiser. 1011 kämpfte er für Heinrich II. gegen seine Verwandten aus der Grafschaft Luxemburg. 1018 geriet er in Burgund erneut in Gefangenschaft, wo es ihm am Ende doch gelang, den Invasoren Odo II. von Blois, Graf von Meaux und Troyes, zu schlagen. 1019 beteiligte er seinen Sohn Friedrich II. an der Regierung des Herzogtums. 1024, nach dem Tod Kaiser Heinrichs II., stellte er sich gegen dessen Nachfolger Konrad II., wechselte aber dann die Seiten und anerkannte damit den neuen Herrscher. 1026 starb sein Sohn Friedrich II., so dass das Herzogtum mit Dietrichs Tod unmittelbar auf seinen Enkel Friedrich III. überging. 
(BAR), Dietrich I. (I37616)
 
1815 Er folgte seinem Vater Adalbert und vereinigte die Böhmische Mark mit der Ungarnmark und der Mark Österreich. Zu seiner Zeit begann die Kolonisation des Waldviertels durch die Kuenringer. Zu Beginn des Investiturstreits stand er auf der Seite Heinrichs IV. und fiel als dessen Gefolgsmann in der Schlacht bei Homburg an der Unstrut. (ÖSTERREICH), Ernst ´der Tapfere` (I39652)
 
1816 Er folgte seinem Vater um 1288 als Graf von Zollern. Im Jahr seiner Nachfolge teilte er den Besitz mit seinem jüngeren Bruder Friedrich I. den Jüngeren. Somit trennte sich am Ende des 13. Jahrhunderts die von Friedrich I. begründete Schalksburger Linie vom Hauptstamm ab. Friedrich erhielt dabei die Burg Hohenzollern und die umliegenden Gebiete, während dem Bruder Friedrich I. die Herrschaften Schalksburg und Mühlheim zufielen. Die Linie des jüngeren Bruders erlosch 1408. Im 14. Jahrhundert wurde das Land Friedrichs dann von der Straßburger Linie und der Schwarzgräflichen Linie der Familie beherrscht. Die Schwarzgräfliche Linie starb 1412 aus.

Friedrich verkaufte 1296 einige Güter an das Kloster Bebenhausen.  
VON ZOLLERN, ´der Ritter`´der Ältere` ´der Ritter`´der Ältere` Friedrich VI. (I1602)
 
1817 Er führte im Westfrankenreich einen Dynastiewechsel herbei; das Königsgeschlecht der Karolinger wurde durch eine neue Dynastie ersetzt, die später nach Hugos Beinamen die Bezeichnung Kapetinger erhielt. Alle späteren französischen Könige und zahlreiche weitere europäische Herrschergeschlechter und Adelsfamilien waren Nachkommen Hugo Capets in direkter männlicher Linie. Zu den Nebenzweigen der Kapetinger gehörten die Valois, die Bourbonen und das Haus Orléans. Die Herrschaft der als „Haus Frankreich“ bezeichneten Nachkommen Hugo Capets wurde erst durch die Februarrevolution 1848 endgültig beendet. CAPET, Hugo (I37617)
 
1818 Er führte nach seiner Mutter den Namen Komnenos. Er war ein Großneffe des byzantinischen Kaisers Manuel I. (1143–1180) und ein Enkel des Sebastokrators Isaak. Der vollständige Name seiner Mutter ist nicht überliefert. Keine der byzantinischen Quellen macht genaue Angaben zu seinem Vater, Niketas Choniates berichtet lediglich von einer „angesehenen Familie“. Wertner vermutet, Isaak sei ein Sohn der Prinzessin Anna Komnena und ihres Gatten, des Königs Stephan V. von Ungarn (1162–1164) gewesen;[1] hierin sind ihm andere Forscher kaum gefolgt. R. Stiernon hält ihn für einen illegitimen Sohn Kaiser Manuels. Am wahrscheinlichsten ist die These Collenbergs, er gehöre väterlicherseits einem jüngeren Zweig der Dukai an. KOMNENOS (ZYPERN), Isaak (I40669)
 
1819 Er gehörte dem Geschlecht der Wittelsbacher an. Ludwig gründete mehrere Städte und konnte den Machtbereich seines Hauses auf Kosten anderer Geschlechter ausweiten. Den Beinamen der Kelheimer erhielt er, da er in Kelheim einem Attentat zum Opfer fiel.

Ludwig wurde 1173 in Kelheim geboren. Bereits mit zehn Jahren folgte er seinem Vater Otto I. als Herzog nach. Seine Mutter Agnes sowie seine Onkel Konrad und Otto führten für ihn bis zur Volljährigkeit die Regierung.

Im Sommer 1192 erhielt er in Anwesenheit Kaiser Heinrichs VI. die Schwertleite. Wenig später rettete ihm der Kaiser das Herzogtum, als er die bayerischen Fehden um erledigte Lehen mit einem Machtwort beendete und sich dabei auf die Seite Ludwigs stellte. Bis zum Tod Heinrichs VI. blieb Ludwig ein loyaler Anhänger des Kaisers und begleitete den Staufer 1194 auch nach Italien auf dessen zweiten Kriegszug zur Eroberung des Königreiches Sizilien, das Heinrichs Gattin Konstanze als Alleinerbin beanspruchen konnte. Im Thronstreit nach dem Tod Kaiser Heinrichs VI. blieb er einer der wichtigsten Anhänger von Heinrichs jüngerem Bruder, dem Staufer Philipp von Schwaben.

Mit einer klugen Politik und geschicktem Heiraten erweiterte Ludwig kontinuierlich seinen Einfluss und seine Machtgrundlagen und begründete damit den Aufstieg der Wittelsbacher als eines der bedeutendsten Fürstengeschlechter im Reich. Vor allem konnte er sich gegen die mächtigen Bischöfe seiner Region durchsetzen, die in Freising, Regensburg, Salzburg, Passau und Augsburg saßen. Ludwigs Bedeutung liegt aber nicht zuletzt in seinen Stadtgründungen. So gründete er 1204 Landshut, 1218 die Straubinger Neustadt und 1224 Landau an der Isar. 
DER KEHLHEIMER, Ludwig I. (I40461)
 
1820 Er gehörte zu einer der Hauptfamilien von Genua . In Parma und Bologna ausgebildet , galt er als einer der besten Kanoniker seiner Zeit. Sein Pontifikat ist besonders gekennzeichnet durch den Kampf gegen Friedrich II. Als Teil des langen Streits zwischen Priestertum und Imperium .
Das Pontifikat von Innozenz IV. Zeichnete sich durch eine beispiellose Entwicklung des päpstlichen Nepotismus aus , dh die Zuweisung kirchlicher Funktionen und Einnahmen an nahe stehende oder entfernte Verwandte des Papstes, Angehörige der Familie Fieschi und Verwandte. 
GRAF FIESCHI, Sinibaldo (I3257)
 
1821 er hat nach seines Vaters sel. Tod den Handel zu sich gezogen und seine Brüder und Schwäger ausgelösst, Starb aber noch ledigen Standes a 1632. nach dessen ableben ist dise Handlung auf Johann wild in Bern gefallen, welchen er bey lebzeiten Zu einem gmeinder angenohmen. Er hat auch ein Testament gemacht und seinem Bruder Martin ds groste Theill seines vermögens verschafet, diese schöne alte Handlung ist Hernach durch den Wild nicht recht gefüehret worden und zugrund gegangen. FELS, Hans Wilhelm (I25799)
 
1822 Er hatte umfangreichen Grundbesitz im westlichen Harzvorland, dem Gebiet der Leine, auf dem er 852 gemeinsam mit Oda und Altfrid – dem Bischof von Hildesheim und vielleicht seinem Vetter – in Brunshausen ein Frauenkloster gründete, in dem Liudolf auch beerdigt wurde. 881 wurde das Kloster nach Gandersheim verlegt, als die Neubauten dort fertiggestellt waren. In Gandersheim fand Oda ihre letzte Ruhestätte. Das Kloster wurde zur Grablege der frühen Liudolfinger und damit zum zentralen Ort ihrer Memoria. ... VON FRANKEN, Oda (I2045)
 
1823 Er hatte zunächst vor allem im Elsass Besitz, war dann unter KAISER LUDWIG DEM FROMMEN auch Graf von Tours und vermutlich auch Graf von Sens, und damit im Besitz zweier der wichtigsten Grafschaften des Frankenreichs. Darüber hinaus war er Vogt des Frauenklosters St-Julien-d’Auxerre.

811 war er einer der kaiserlichen Gesandten KARLS DES GROßEN in KONSTANTINOPEL. 821 heiratete seine Tochter IRMINGARD KARLS ENKEL, den späteren KAISER LOTHAR I. Seine Bedeutung erschließt sich auch dadurch, dass er 824 im REICHENAUER VERBRÜDERUNGSBUCH als erster Graf aufgeführt wird. Im gleichen Jahr nahm er an einen Feldzug gegen die Bretonen teil. 826 waren er und Graf MATFRIED VON ORÉANS die Begleiter der KAISERIN JUDITH bei der Taufe des Dänenkönigs HARALD KLAK in Ingelheim.

827 führte er das fränkische Entsatzheer auf dem Feldzug gegen die Mauren im Raum Barcelona. Da sein zögerndes Vorgehen (ihm wurde der Beiname „timidus“, DER ÄNGSTLICHE, gegeben) das zu späte Eintreffen dieses Heers mit verschuldete, wurde er 828 auf einem Hoftag in Aachen – ebenso wie Matfried von Orléans – abgesetzt, blieb aber von großem Einfluss in der Umgebung seines Schwiegersohnes LOTHAR I., den er sogar gegen seinen Vater LUDWIG aufgewiegelt haben soll.
Nach dem Verlust seiner Güter und Ämter in Gallien trat er, weiterhin in der Gunst LOTHARS, als einer der wichtigsten fränkischen Adligen in Italien auf, wird sogar nach einem Königsgut, das ihm übereignet wurde, „dux de Locate“ – gemeint ist Locate di Triulzi bei Mailand – genannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_von_Tours
https://de.wikipedia.org/wiki/Harald_Klak
https://de.wikipedia.org/wiki/Matfried_I._(Orl%C3%A9ans) 
VON TOURS, Hugo der Ängstliche (I34822)
 
1824 Er heiratete Adelais von Aquitanien, Tochter von Wilhelm V. dem Großen, Herzog von Aquitanien, Graf von Poitou, und seiner zweiten Ehefrau, Prisca (Brisque), Erbin des Herzogtums Gascogne. Ihre Kinder sind: (ARMAGNAC), Géraud I. (I37645)
 
1825 Er heiratete am 1. Mai 1497 die Gräfin Margaretha von Waldburg-Sonnenberg (1483–1546). Sie brachte 6000 Gulden Heiratsgut in die Ehe und damit kaufte der Graf 1498 das Lehen Küssaburg (zurück). Sie stiftete gemäß der Überlieferung die Heilig-Kreuz-Kapelle, ihr Vater war der Graf (1452–1483), Eberhard II. von Waldburg-Sonnenberg, ihre Mutter war Anna von Fürstenberg, geboren 1467, beim Tod ihres Mannes (22. April 1483 in Innsbruck), mit 16 Jahren bereits Witwe. Sie heiratete 1489 Sigmund von Schwarzenberg. Margaretha hatte noch eine Schwester, Kunigunde (1482–1538) die 1494 Graf Bernhard III. von Eberstein (1459–1526) heiratete, er war von 1510 bis 1520 Präsident des Reichskammergerichts; sein Vater war Graf Wilhelm IV. von Eberstein.
Rudolf besaß das Bürgerrecht und Burgrecht von Zürich und war damit den Eidgenossen verpflichtet, gleichzeitig war er Mitglied im Sankt Jörgenschild, aus dem 1488 der Schwäbische Bund hervorging. - Er saß also zwischen zwei Stühlen. Dazu war er für Österreich tätig. Dass er in dieser Zeit seine Herrschaft bewahren konnte, ist eine beachtliche Leistung, er war daher auch ein durchaus besonnener Mann, der politisch geschickt taktierte.  
VON SULZ, Rudolf V. (I35769)
 
1826 Er heiratete am 21. Juli 1320 – gemäß den Vereinbarungen des Vertrags von Paris – Margarete (um 1312–1382), Tochter des französischen Königs Philipp V., die 1361 Pfalzgräfin von Burgund, Herrin von Salins, Gräfin von Artois und Pair von Frankreich wurde.

Mit der Unterstützung seines Schwiegervaters gelang es ihm, die Aufstand des Nikolaas Zannekin zu unterdrücken.

Er und Margarete hatten einen Sohn: Ludwig II. (Ludwig von Male) (1339–1384), der auch sein Nachfolger wurde.

Ludwig wurde in Brügge in der Sint-Donaaskerk beigesetzt. 
(FLANDERN), Ludwig I. (I40585)
 
1827 Er heiratete Garsende, Tochter von Graf Ermengol von Albi, mit der er vermutlich drei Kinder hatte. Seine Söhne waren Raimund II., dem er zu Lebzeiten bereits, jedenfalls vor 898, das Rouergue gab, und Armengol, der diese Grafschaft dann nach seinem Tod erbte.

Aus Gründen der Namensgleichheit wurde vorgeschlagen, dass Odo darüber hinaus der Vater von Garsenda war, der Ehefrau von Wifredo II. Borrell, Graf von Barcelona[3]. 
(TOULOUSE), Odo (I39757)
 
1828 Er heiratete im Dezember 1290 die Gräfin Johanna von Rethel († 1328), Tochter von Graf Hugo IV. und Isabelle de Grandpré. Ihre Kinder waren:

Johanna von Flandern (* 1295; † 1374), ⚭ 1329 Johann von Montfort, Graf von Montfort-l'Amaury und Herzog von Bretagne
Ludwig von Crécy (* 1304; † 1346), als Ludwig I. Graf von Flandern, als Ludwig II. Graf von Nevers und Rethel
Nach dem Tode König Heinrich VII. war er – neben anderen mitteleuropäischen Fürsten – einer der Kandidaten auf die römisch-deutsche Königskrone. Ludwig von Dampierre starb zwei Monate vor seinem Vater, so dass die Grafschaft Flandern direkt von diesem auf seinen Sohn Ludwig I. überging. 
(NEVERS), Ludwig I. (I40583)
 
1829 er herrschte vorwiegend in der Obergrafschaft Katzenelnbogen VON KATZENELBOGEN, Dieter VIII (I1676)
 
1830 Er hielt sich oft in Nürnberg auf. Ämter in der Stadt St. Gallen versah er während seines ganzen Lebens keine.
Mit dem Tod des Firmengründers, seines Vaters Kaspar, stieg sein Vermögen 1586 von 22`800 Gulden auf 54`800 Gulden im Jahr 1587 und auf das Maximum vonb 76`0000 Gulden von 1596 bis 1601. Er wohnte 1564 an der Neugasse, 1569 am Markt und zug 1571 ins haus ´zum Pelikan`an der Schmiedgasse. 1589 kaufte er für 2000 Gulden die südseite seines Hauses stehende St. Johannes-Kapelle samt Nebenhaus. Dort errichtete er 1590-1593 das ´Grosse Hauss`, das heutige Stadthaus, heute Sitz der Ortsbürgergemeinde St. Gallen, das Haus No. 14 an der Gallusstraße. 
SCHLUMPF, Hans (I2507)
 
1831 Er ist das reichste Glied der Familie. Stammvater der Altenklinger; Er leitet die Zollikofersche Handelsgesellschaft,
weshalb er auch häufig in Lyon weilt. Dort verkauft er auch die goldenen Reliquienschätze
von St. Gallen im Auftrag des Rates. Er stirbt in Lyon auf der Maimesse.
bildet nach 1516 eine eigene Handelsgesellschaft, sehr reicher Kaufherr, Notensteiner

Wappenbeschreibung / Blasonierung
Geviertet, 1 und 4 in Gold oben links, blauer Viertel, 2 und 3 silbern geschindeltes, schwarzes Feld mit aufgerichtetem, rot bezungtem, golden gekröntem, silbernem Löwe. 
ZOLLIKOFER, Georg I. (I3111)
 
1832 Er ist der einzige den Vater überlebende Sohn des Herzogs Arichis II. von Benevent und der Adelperga, Tochter von König Desiderius.[1]

Um 787 sandte Arichis II. seinen Sohn Romuald mit Geschenken zu Karl dem Großen, der in Rom weilte, um seine Bündnistreue zu den Franken zu bekräftigen. Wahrscheinlich auf Betreiben Papst Hadrians I. nahm Karl Romuald als Geisel und marschierte nach Capua ins Benevent ein, während sich Arichis ins stark befestigte Salerno zurückzog. Darauf sandte Arichis seinen Sohn Grimoald zu Karl, der einen Friedensvertrag aushandeln konnte, welcher einen persönlichen Treueid und einen jährlichen Tribut von 7000 solidi vorsah. Die Städte Arce, Aquino, Arpino, Sora, Teano und Capua sollten an den Kirchenstaat abgetreten werden, wodurch Rom und Neapel mittels eines breiten „Korridors“ verbunden würden. Grimoald III. folgte als Geisel seines Vaters Karl dem Großen ins Frankenreich,[2] während Romuald freigelassen wurde.[3] Die fränkisch-byzantinische Allianz war beendet und so übergab Arichis die Städte nicht an den Papst, sondern soll stattdessen ein Bündnis mit Byzanz und seinem dort im Exil lebenden Schwager Adelchis geschlossen haben.

Arichis starb am 26. August 787, doch Karl der Große zögerte Grimoald III., den rechtmäßigen Erben, aus der Geiselhaft nach Benevent zu entlassen. Adelperga übernahm für einige Monate die Regentschaft bis Grimoald III., der Karls Oberherrschaft anerkannte und einen Treueid schwor, Anfang 788 Herzog von Benevent und Salerno wurde.[2]

Ein byzantinisches Heer unter dem sacellarius (Schatzmeister) Johannes, dem patricius Theodorus von Sizilien und Adelchis landete 788 in Kalabrien und verwüstete das Benevent. Grimoald zog mit dux Hildeprand von Spoleto und dessen Aufgebot und einigen Franken, die unter Karls Bevollmächtigtem Wineghisus (Winigis) standen, den Invasoren entgegen und schlug sie in einer für die Byzantiner verlustreichen Schlacht. Neben dem Oberbefehlshaber Johannes sollen 4.000 Griechen gefallen und 1.000 in Gefangenschaft geraten sein.[4]


Tremissis Grimoalds nach 792
GRIMVALD; VITORV PRINCI
Grimoald, Fürst
Um 790 ging Grimoald ein Bündnis mit den Byzantinern ein und heiratete Euanthia, eine Enkelin des hl. Philaretos und Schwägerin des Kaisers Konstantin VI.,[1] was ein fränkisches Eingreifen heraufbeschwor. König Pippin, Karls Sohn und Stellvertreter in Italien, verwüstete 791 das Benevent. 792 unterstützte ihn sein Bruder König Ludwig von Aquitanien bei einem zweiten Feldzug, der wegen einer Hungersnot abgebrochen wurde.[4] Seit 792 führte Grimoald den Titel princeps und auf seinen Münzen wurde der Name Karls des Großen nicht mehr genannt. In Urkunden führte er den Titel Grimoalt summo magno princ Langobardorum genti (Grimoald, allerhöchster Fürst des langobardischen Volkes). Um 795 ließ Grimoald sich von Euanthia scheiden und schickte sie wieder zurück nach Hause.[1]

Im Spätsommer 800 schickte Karl der Große seinen Sohn Pippin erneut zu einem Feldzug ins Benevent, der ebenfalls ergebnislos verlief.[5] Im Jahr 802 belagerte Grimoald den fränkischen comes (Graf)[6] oder dux (Herzog)[7] Winnigis von Spoleto in Luceria, nahm ihn gefangen und ließ ihn nach einem Jahr wieder frei.[8]

Grimoald III. starb im April 806 und wurde in der Kathedrale von Salerno neben seinem Vater und seinen Brüdern beigesetzt 
VON BENEVENT, Grimoald III. (I36715)
 
1833 Er kam um 800 an den Hof Karls des Großen und hatte eine Beziehung mit dessen Tochter Rotrud (775–810), mit der er wahrscheinlich zwei außereheliche Kinder hatte:

Ludwig (* um 800; † 867), den späteren Abt von Saint-Denis und Kanzler Karls des Kahlen
Adaltrud, ∞ Gerhard, Herzog der Auvergne

Später heiratete er eine ansonsten unbekannte Bilchilde, mit der er weitere Kinder hatte:

Gauzfried († 886), Graf von Maine ∞ NN
Bilchilde ∞ Bernhard von Poitiers (X 844/845; Gellone), ∞ II. Graf Ramnulf I. (Poitou)
Gauzlin, Bischof von Paris, Erzkanzler Karls des Kahlen
Rorgon II. (* um 808; † 865), 839 Graf von Maine
Gauzbert II., Graf von Maine

Ludwig der Fromme belehnte ihn 819 mit der Grafschaft Rennes. Im Jahr 824 gründete er die Abtei Saint-Maur de Glanfeuil. Graf von Maine wurde er im Jahre 832.

Nach ihm wird die Familie der ersten Grafen von Maine Rorgoniden genannt.  
VON MAINE, Rorgon I. (I10810)
 
1834 Er kämpfte gegen das Königreich Navarra und das Königreich Kastilien, die seinen Stiefbruder Sancho I. von León unterstützten, der Ordoños Anspruch auf den Thron bestritt.

Dies war nicht die einzige Herausforderung seiner Regentschaft. Außer seinem Stiefbruder musste er die Mauren aus Al-Andalus und eine Rebellion in Galicien bekämpfen. Im Kampf gegen die Muslime sandte Ordoño III. seine Armee 955 bis nach Lissabon. Nach dieser Demonstration der Stärke kam es zu einem Abkommen zwischen Ordoño III. und dem Kalifen von Córdoba Abd ar-Rahman III.

Ordoño versuchte die Politik seines Vaters, die Position von León zu stärken, weiterzuführen. Er heiratete die Tochter des Grafen von Kastilien Fernán González, Urraca Fernández, verstieß sie jedoch später, da ihr Vater mit Sancho I. verbündet war.

Urraca gebar ihm mindestens zwei Kinder, einen Sohn namens Ordoño, der früh starb, und eine Tochter namens Teresa, die Nonne wurde. Ordoño III. war auch der Vater von Bermudo II. von León. Es ist jedoch nicht sicher, ob dieser ein Sohn von Urraca war oder von einer Nichte des Fürsten Pelayo und Geliebten Ordoños III. stammte. 
(LEÓN), Ordoño III. (I39200)
 
1835 er kaufte 1280 mit seinem Bruder Marquart WASSERBURG AM BODENSEE, von ihm ging die WASSERBURGER, von Marquart die KISSLEGGER Linie aus, beide waren Landvögte in Schwaben
--> zu Kellmünz ‎1274
--> zu Wasserburg ‎1280
--> Landvogt ‎1284 in Oberschwaben 
VON SCHELLENBERG, Ulrich (I21781)
 
1836 Er konnte seine Herrschaft über ganz Schottland erst 977 festigen, nachdem er Culens Bruder Amlaib getötet hatte. Kenneth führte einen Plünderungsfeldzug im Norden Englands an, verlor aber einen großen Teil seiner Truppen am Fluss Cornag. Bald darauf griff er die Truppen von Eadulf an, dem Grafen der nördlichen Hälfte von Northumbria, und verwüstete dessen gesamtes Territorium. Er ließ die Furten am Forth befestigen, marschierte erneut in Northumbria ein und entführte den Sohn des Grafen. Die Stadt Brechin in Angus schenkte er der Kirche.

Im Norden kämpften die Truppen von Kenneths Vasallen gegen Sigurd den Norweger, den Grafen von Orkney, um die Herrschaft über Caithness im äußersten Norden Schottlands. Doch die Schotten konnten in diesem Konflikt keinen entscheidenden Erfolg verbuchen.

Zu einem bestimmten Zeitpunkt in seinem Leben heiratete Kenneth, doch sind die Details spärlich. Seine Ehefrau soll die Prinzessin von Leinster gewesen sein. Ihr Name, ihre Abstammung und ihr Schicksal sind unbekannt. Aus der Verbindung entstammte Malcolm II., der 1005 den Thron bestieg.

Kenneth starb 995 bei Fettercairn in Kincardineshire. Einigen Quellen zufolge wurde er von seinen eigenen Untergebenen ermordet, nachdem er das Opfer einer Intrige von Finella, der Tochter des Grafen Concur von Angus, geworden war. Kenneth wurde auf der Insel Iona beigesetzt. 
VON SCHOTTLAND, Kenneth II. (I40544)
 
1837 Er krönte 962 mit Otto dem Großen erstmals einen römisch-deutschen König zum Kaiser, den er selbst um Hilfe ersucht hatte. Octavian beherrschte als Abkömmling der führenden stadtrömischen Familien die Stadt und versuchte zugleich mit Ottos Hilfe den Kirchenstaat gegen Eingriffe seitens der sogenannten „Nationalkönige“ zu verteidigen. Er war der einzige Papst – vielleicht mit Ausnahme des Papstes Benedikt IX. –, der als Jugendlicher sein Amt antrat. Johannes wurde aufgrund von Vorwürfen eines unmoralischen Lebenswandels abgesetzt, doch spielte für den Kaiser wohl die stadtrömische Politik die entscheidende Rolle. Dem abgesetzten Papst gelang zwar die Rückeroberung Roms, auch sorgte er für die Bestrafung seiner Gegner und die Absetzung des Gegenpapstes, doch starb er kurz darauf.

Abstammung, Papstwahl
Octavian war Sohn des Grafen Alberich II. von Spoleto und damit ein Enkel des Stammvaters der Tuskulaner, des Langobarden Alberich I., und der senatrix Marozia. Alberich II. ließ auf dem Sterbelager Papst Agapitus II. und den römischen Adel per Eid verpflichten, seinen Sohn Octavian nicht nur zum princeps von Rom zu machen, sondern nach dem Tod des Papstes auch zu dessen Nachfolger zu wählen. Nach dem Tod des Agapitus wurde der nunmehrige Herr Roms Octavian am 16. Dezember 955 im Alter von höchstens 18 Jahren zum Papst gewählt und Johannes XII. genannt. Er war der fünfte Papst, der auf Befehl Alberichs gewählt wurde. Die Wahl stand in Gegensatz zum Dekret des Papstes Symmachus, das Absprachen vor der Papstwahl zu Lebzeiten des noch amtierenden Papstes ausdrücklich untersagte. Johannes verfolgte die beiden Hauptziele seines Vaters, nämlich die Wahrung der Autonomie Roms und der des Kirchenstaates, jedoch mangelte es ihm an der dazu notwendigen Erfahrung.

Späteren Darstellungen zufolge war er ungebildet und sprach kein Latein. Trotz der tendenziösen Schilderungen seiner Amtszeit in der Überlieferung durch Liutprand von Cremona kann als gesichert gelten, dass Johannes weder ein frommer noch ein fähiger Papst war, sondern ein weltliches Leben führte.[1] Der Abt und Bischof Rather von Verona[2] behauptet, Octavian habe nicht einmal zum römischen Klerus gezählt, und er habe auch keinerlei religiöse Unterweisung erhalten. Im Liber pontificalis heißt es: „totam vitam suam in adulterio et vanitate duxit“ (S. 246), er habe also sein ganzes Leben mit Ehebruch und Eitelkeit zugebracht. Dennoch wurde seine Autorität, auch in Lehrfragen, in der gesamten Kirche anerkannt, wie eine Reihe von entsprechenden Anfragen erweist. Ob die im Vergleich zu Johannes XIII. deutlich geringere Anzahl dieser Anfragen auf die ungünstigere Quellenlage oder den schlechten, bzw. weltlichen Lebenswandel und Ruf Octavians zurückzuführen ist, lässt sich nicht klären.

Einbettung in den historischen Zusammenhang, Amtsführung
Außenpolitische Konflikte, König Berengar und Adalbert

Seine mangelnde politische Erfahrung führte ihn sowohl im Norden als auch im Süden in politische Abenteuer. Zum einen geriet er in Konflikte mit Berengar II., Markgraf von Ivrea, und mit dessen Sohn Adalbert sowie das Gebiet des einstigen Exarchats Ravenna. Andererseits erhielt er Unterstützung durch die Markgrafen von Spoleto und der Toskana, mit denen er einen unglücklichen Feldzug gegen Capua und Benevent führte, bei dem es um die Rückgewinnung päpstlicher Prärogativen in Süditalien ging.

Hilferuf an den ostfränkischen König Otto, Angebot der Kaiserkrone
Im Jahr 960 besetzte Berengar, der sich im Krieg mit dem Markgrafen von Spoleto befand, einige Gebiete des Kirchenstaates und gefährdete dort in den Augen des Papstes die kirchliche Jurisdiktion. Johannes rief – möglicherweise durch Kreise der Cluniazensischen Reform veranlasst – den ostfränkischen König Otto I. zu Hilfe, der wie Berengar Ansprüche auf den Titel des Königs von Italien erhob. 961 zog Otto mit einem Heer über die Alpen; Berengar zog sich auf seine Burgen zurück. Johannes nahm wohl an, dass diese Operationen im Vorbeizug nach Rom vonstatten gehen, der König zugleich Unterstützung von den norditalienischen Gegnern Berengars erhalten würde. Vor allem aber erwartete man, dass Otto sich danach wieder hinter die Alpen zurückziehen würde.

Johannes schickte eigene Legaten an den Hof, nämlich den Kardinaldiakon Johannes und einen Scriniarius namens Azzo. Neben dem Angebot der Kaiserkrone dürften sie den König an seine Pflichten gegenüber der Kirche erinnert haben. Begleitet wurden sie vom Markgrafen Oberto I. degli Obertenghi, dann dem Erzbischof von Mailand sowie dem Bischof von Como und weiteren Unzufriedenen. Die Nachricht des Benedetto del Soratte (S. 174 f.), die chronologisch allerdings gar nicht passt, die Gesandtschaft sei von den römischen Gegnern des Papstes abgesandt worden, ist wohl eher als Vorverweis auf das spätere Verhalten Ottos gegenüber Johannes XII. zu verstehen.

Anfang Dezember 961, vor seinem Einzug in Rom, schwor Otto dem Papst, vertreten durch Delegierte, dass er nach dem Einzug in die Ewige Stadt mit seinen Kräften für die Erhebung der Kirche und für den Schutz der Person, des Lebens und des „honor“ des Papstes streiten würde. In Rom sollte er nichts ohne Konsultation des Papstes entscheiden dürfen, was die römischen Angelegenheiten betraf. Auch sollte er alles, was ihm an kirchlichen Ansprüchen in die Hände fiel, zurückerstatten; das Königreich Italien sollte der Beschützer der Kirche werden (Tractatus cum Iohanne XII pontifice, n. 23). Johannes seinerseits schwor für sich und das römische Volk, stets dem König treu zu bleiben und niemals Berengar und Adalbert zu unterstützen. Das Verhältnis zwischen Otto und Johannes war dabei bereits von Misstrauen geprägt, zumal der Papst Anschläge auf seine Stadtherrschaft befürchtete.

Kaiserkrönung (962), Privilegium Ottonianum, Sieg Ottos über Berengar
In Rom salbte und krönte Johannes am 2. Februar 962 Otto und seine Frau Adelheid von Burgund zu Kaiser und Kaiserin. Damit übertrug er zugleich die römische Kaiserwürde auf das Ostfränkische Reich. Otto wiederum garantierte dem Papst den Erhalt des Kirchenstaates, indem er mit dem Privilegium Ottonianum die Schenkungen der Frankenkönige Pippin III. und Karl I. sowie die Constitutio Romana von 824 bestätigte. Wie schon in letzterer festgelegt, bestimmte er dabei, dass die Papstweihe nur nach einer ausdrücklich kanonischen Wahl und nach einem Lehnseid des Gewählten dem Kaiser gegenüber vollzogen werden dürfe. In einer anschließenden Synode in der Basilika des hl. Petrus, dem Petersdom, wurde die Gründung des Erzbistums Magdeburg zur Mission der Slawen diskutiert. Die übrigen Themenschwerpunkte sind nicht überliefert. Einzige Quelle ist eine Papsturkunde vom 12. Februar 962 (Papsturkunden, n. 281). Das besagte Privilegium Ottonianum, das alle Privilegien und Schenkungen der Vorgänger bestätigte, wurde vermutlich gleichfalls auf der Synode verhandelt. Über die Frage, ob bereits jetzt über den Lebenswandel des Papstes debattiert wurde, erfahren wir nichts. Der Papst überantwortete während des römischen Aufenthaltes, der bis Mitte 962 dauerte, einige Reliquien; offenbar bestand zwischen Kaiser und Papst Einhelligkeit. Rather von Verona, der von seiner Kirche vertrieben worden war, erhielt sein Bistum zurück. Diese Frage und die Frage des Reimser Bischofsstuhls wurden nach Heinz Wolter (S. 71–74) nach den Vorstellungen Ottos auf einer Synode in Pavia im Herbst 962 beschlossen. Damit stießen kaiserliche Pläne zum letzten Mal auf die Zustimmung Johannes' XII.

Nachdem er dem Papst den Treueeid abgenommen hatte, hatte Otto Rom verlassen, um Berengar zu unterwerfen und damit seine Königsherrschaft gegenüber den dort herrschenden Adligen durchzusetzen. Nach etwa einem Jahr kapitulierte Berengar auf der Burg San Leo. Er wurde ins Exil nach Bamberg verbracht. Berengars Sohn Adalbert floh zunächst nach Korsika.

Bündnis mit Adalbert, Zerwürfnis mit Otto, Absetzungsverfahren gegen den Papst, antikaiserliche Allianz
Nach der Abreise des Kaisers brach Papst Johannes seinen Treueid und verband sich mit dem geflohenen Adalbert. Letzterer focht mit sarazenischer Unterstützung für sein Erbe. Daraufhin zog Kaiser Otto von Norditalien aus erneut nach Rom. Johannes und Adalbert flohen mit dem Kirchenschatz.

In Rom hielt der Kaiser am 6. November 963 eine Synode ab, um den Papst abzusetzen. Laut dem Augenzeugen Liutprand von Cremona (S. 160 f.) waren dreizehn Kardinäle zugegen, der größere Teil aber befand sich bei Johannes. Dann wurde das Vorladungsschreiben verlesen, das dem Papst, ohne Einzelheiten zu nennen, Mord, Meineid, Tempelschändung, Blutschande, Zutrinken auf den Teufel sowie die Anrufung von Zeus, Venus und anderen Dämonen vorwarf.[3] Hinzu kam, dass die päpstlichen Legaten, die die Sache des Johannes gegen Otto in Konstantinopel vortrugen, nämlich Leo von Velletri und der Kardinaldiakon Johannes, in Capua festgesetzt wurden. Mit ihnen reisten die Bulgaren „Salecco“ und „Zacheo“, die der Papst zur Mission der Ungarn vorgesehen hatte. Diese wiederum hätten Briefe mit sich getragen, in denen sie aufgefordert waren, die Ungarn gegen das Ostfränkische Reich aufzuwiegeln.[4] Der Papst war also zum Zentrum einer antikaiserlichen Allianz geworden, die Ottos Autorität nicht nur in Italien, sondern auch jenseits der Alpen gefährdete. Johannes behauptete schlicht, es handle sich um Fälschungen, die dazu dienen sollten, ihn zu diskreditieren. Außerdem habe nicht er, sondern Otto seinen Eid gebrochen, denn er habe nicht alle Gebiete des Kirchenstaates restituiert. Das sonstige Verhalten des Papstes sei, so die Gesandten, auf seine Jugend zurückzuführen. Dieser versprach Besserung.

In dieser Situation entsandte der Kaiser die Bischöfe Landward von Minden und Liutprand von Cremona. Falls nötig sollte ein Gottesurteil die Sache entscheiden, und zwar in Form eines Duells zwischen Rittern des Kaisers und des Papstes. Der Papst empfing die Gesandten mit Feindseligkeit und schickte seinerseits eine Gesandtschaft an Otto. Noch vor deren Rückkehr erschien der von Johannes eingeladene Adalbert bei Rom. Dieser verbündete sich mit dem Papst und Adalbert wurde in der Stadt empfangen, und zwar mit allen Ehren. Dies aber stellte einen Eidbruch dar und bot Otto die Gelegenheit, militärisch zu intervenieren. Allerdings können die Vorgänge nur anhand antipäpstlicher Quellen rekonstruiert werden. Die Motive für den Politikwechsel des Papstes erschließen sich daraus nicht.

Romzug Ottos I. (963), Flucht und Absetzung
Im Herbst 963 zog Otto auf Rom, Johannes übernahm, folgt man Liutprand (S. 168, 171), das Kommando über die Belagerten. Doch ein Teil der Römer, vielleicht schon beim Einzug Adalberts, wandte sich gegen den Papst. Nun brach der Widerstand der Belagerten zusammen und Johannes sowie Adalbert flohen aus der Stadt nach Tivoli. Dabei führten sie Kirchenbesitz mit sich. Die kaiserliche Partei öffnete die Stadttore, musste jedoch feierlichen Treueid schwören und Geiseln stellen. Auch erhielt der Kaiser das Recht, die Papstwahl zu kontrollieren. Am 6. November wurde auf Ersuchen des römischen Volkes und der in Rom anwesenden Bischöfe eine Synode im Petersdom anberaumt, deren Vorsitz der Kaiser führte. Darin sollte auch die Schuld des Johannes untersucht werden.

Zum Verlauf dieser Synode besitzen wir den überaus tendenziösen Bericht Liutprands (S. 164–171). Er berichtet von den besagten Bischöfen, aber auch solchen aus dem römischen Umland, von 16 Kardinälen, Funktionären der Kurie, eines großen Teils des römischen Adels sowie Vertretern des Volkes und der Milizen. Auch ehemalige Getreue des Papstes fanden sich ein. Während der ersten Sitzung trugen nach der Frage des Kaisers, wo sich der Papst aufhalte, der Kardinalpresbyter Petrus, Bischof Johannes von Narni und der Kardinaldiakon Johannes eine Reihe von Anklagen gegen den Abwesenden vor. So fanden als Anklagepunkte Eingang: liturgische Verfehlungen, die Ordination eines Diakons in einem Stall, dann die Erhebung eines Zehnjährigen zum Bischof von Todi, Bischofserhebungen gegen Geld, Sakrilegien und Ehebrüche, dann das Tragen von Waffen, die Jagdleidenschaft, die Blendung seines Taufpaten Benedikt, der Mord an dem Kardinalsubdiakon Johannes, schließlich diabolische Zaubertränke. Die Herbeirufung von Idolen während des Würfelspiels, die Missachtung der kanonischen Gebetszeiten sowie das Übergehen des Kreuzzeichens. Auch wenn sich der Wahrheitsgehalt dieser Anklagepunkte nicht feststellen lässt, den Teilnehmern an der Synode genügten die Vorwürfe, um Papst Johannes vor die Synode zu zitieren.

Dies geschah drei Mal, auch wurde ihm die Möglichkeit eines Reinigungseides eingeräumt. Der geflohene Johannes lehnte die Vorladungen ab und untersagte den Anwesenden bei Strafe der Exkommunikation, einen neuen Papst zu wählen. Am 4. Dezember versammelte sich die Synode zur Urteilsverkündung, und Otto selbst klagte den Papst des Meineides und der Rebellion an. Die Synode verlangte die Absetzung des Papstes, und zwar mehr wegen seiner moralischen als seiner politischen Verfehlungen. Formal wurde er zum Apostaten erklärt. Mit dreifacher Akklamation wurde der Laie und Protoscriniar Leo (VIII.) gewählt und im Lateran inthronisiert. Konsekriert wurde er am 6. Dezember im Petersdom. Zum ersten Mal in der Kirchengeschichte wurde ein Papst abgesetzt, der als Verbrecher und Hochverräter bezeichnet wurde. Formal war es jedoch nach Kirchenrecht nicht zu einer korrekten Verurteilung gekommen.

Aufstand in Rom (964), Absetzung des kaiserlichen Papstes und Exkommunikation
Am 3. Januar 964 kam es zu einem Aufstand mit dem Ziel, den neuen Papst und den Kaiser zu töten. Doch wurde der Aufstand von Ottos Heer niedergeschlagen. Am nächsten Tag wurden hundert Geiseln gestellt, die der Kaiser erst unmittelbar vor dem Kampf gegen Adalbert nach einer Woche freiließ. Mitte Januar zog Otto nach Spoleto gegen Adalbert. Kaum hatte der Kaiser Rom verlassen, kehrte der geflohene Papst[5] im Februar zurück und ließ auf einer Synode seinerseits den ins Heerlager Ottos geflohenen Leo und dessen Anhänger absetzen. Die beiden Prälaten, die den Vertrag mit Otto geschlossen hatten, wurden verstümmelt. Azzo wurde die rechte Hand abgehackt, dem Kardinal Johannes wurden Nase, Zunge und Finger abgeschnitten.

Johannes berief ein Konzil ein, an dem 16 Bischöfe aus dem Umkreis Roms teilnahmen, dazu 12 Kardinäle, von denen die Mehrheit schon an der Absetzungssynode teilgenommen hatte. Die Versammlung tagte erstmals am 26. Februar 964. Sie hob alle Entscheidungen der Vorgängersynode wieder auf. Leo VIII. wurde für illegitim erklärt, aller Würden beraubt und exkommuniziert. Im Gegensatz zu der besagten Synode agierte man genau nach dem Synodalrecht. Der Verrat Leos wurde genauso gebrandmarkt, wie die Verletzung der Treuepflicht gegenüber Johannes XII. und die Erlangung der Papstwürde zur Lebenszeit eines legitimen Papstes. Dem Laien warf man vor, er sei durch Simonie ins Amt gelangt, gegen kirchliches Recht. Die Entscheidung gegen den von Leo ordinierten Bischof Sico von Ostia, der geflohen war, wurde bis zur dritten Sitzung aufgeschoben, um ihm die Möglichkeit zur Rechtfertigung einzuräumen. Benedikt von Porto und Gregor von Albano, die Leo ordiniert hatten, unterwarfen sich Johannes. Sie erkannten mündlich und schriftlich an, einen Papst zu Lebzeiten des noch amtierenden und legitimen Papstes gewählt zu haben, darüber hinaus einen Laien. Alle, die Ämter durch Leo erlangt hatten, mussten anerkennen, dass dieser das Übertragungsrecht gar nicht besessen hätte. Ganz im Geiste der Cluniazensischen Reform wurde dem Gegenpapst vorgeworfen, die Ordinationen durch Simonie vorgenommen zu haben. Mit Berufung auf das Laterankonzil von 769 wurden alle Ernennungen für null und nichtig erklärt. All diese Männer wurden wieder in den vorherigen Stand eingesetzt, und es wurde ihnen die Möglichkeit genommen, höhere Ämter einzunehmen. Der Bischof von Ostia, der der Ladung nicht gefolgt war, wurde abgesetzt und exkommuniziert.

Todesumstände, Wahl des Nachfolgers
Nichts weist auf eine Opposition gegen Johannes hin, obwohl er harte und grausame Strafen verhängt hatte. Otto konnte nicht eingreifen, da er militärische Verstärkung abwarten musste. Inzwischen war die Allianz mit Adalbert zerbrochen, so dass Johannes nur noch versuchen konnte, die kaiserliche Gunst zurückzugewinnen. So ließ er Ottgar von Speyer, den Otto in Rom gelassen hatte, um die kaiserlichen Rechte zu schützen, frei. Doch hatte er diesen Bischof gefangensetzen und auspeitschen lassen. Ohne etwas beim Kaiser zu erreichen starb Johannes Mitte Mai 964, bevor Otto ihn bestrafen konnte.


Papst Johannes XII., neuzeitliche Darstellung in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern

Phantasievolle Darstellung der Art und Weise, wie Johannes XII. zu Tode kam (Franco Cesati: I Misteri del Vaticano o la Roma dei Papi, Bd. 1, 1861, S. 413). Die Bildunterschrift lautet: „Giovanni XII è gettato dalla finestra dal marito di Stefanetta, che lo ha sorpreso colla moglie“ (sinngemäß: ‚Johannes XII. wird vom Ehemann der Stefanetta aus dem Fenster geworfen, der ihn mit seiner Frau überrascht hat‘)
Außer Liutprand registrieren die Quellen den Tod ohne Kommentar. Nach der polemischen Fassung des bissigen Bischofs von Cremona (S. 173 f.) starb der Papst ohne Beichte und letzte Ölung während eines Ehebruchs durch einen Schlaganfall.

Die ältere Geschichtswissenschaft hat diese Version aufgenommen, zumal sie das göttliche Eingreifen gegen den negativen Helden und zugunsten des Kaisers, der den Beinamen „der Große“ trug, lange kolportiert. Hans Kühner nimmt an, ihn habe vermutlich der betrogene Ehemann so zugerichtet, dass er nur noch acht Tage lebte.[6] Schon Claude Fleury schrieb in seiner 36-bändigen, 1691 bis 1720 publizierten Histoire ecclésiastique ausführlich die Vorgänge an der Kurie. Noch im 8. Band seiner Storia ecclesiastica, unter diesem Titel ins Italienische übersetzt und publiziert 1770, sei „Stefanetta“ unter der Geburt eines vom Papst empfangenen Kindes gestorben. Auch seien Besucherinnen der Kirchen nicht vor Vergewaltigung sicher gewesen, ganz gleich, ob schön oder nicht schön, reich oder arm, verheiratet, Witwe oder Jungfrau.[7]

Die Anhänger Johannes' XII. wählten nach seinem Tod Benedikt V. zum Papst. 
VON SPOLETO, Oktavian später Johannes XII. (Papst) (I39719)
 
1838 Er lebte zur Zeit des Dreißigjähringen Kriegs.

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich und in Europa, der als Religionskrieg begann und als Territorialkrieg endete. In diesem Krieg entluden sich auf europäischer Ebene der habsburgisch-französische Gegensatz und auf Reichsebene der Gegensatz zwischen dem Kaiser und der Katholischen Liga einerseits und der Protestantischen Union andererseits. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien neben ihren territorialen auch ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden vorwiegend auf dem Boden des Reiches aus. Infolgedessen waren eine Reihe von weiteren Konflikten mit dem Dreißigjährigen Krieg eng verbunden: 
WEBER, Johann Georg (I860)
 
1839 Er nahm aktiv an den Bruderkämpfen der Karolinger teil und war ein Anhänger Karls des Kahlen. Er fiel im Kampf gegen die Normannen.
m Auftrag Karls des Kahlen verfasste er ein lateinisches Geschichtswerk, das üblicherweise als Historiae („Historien“) oder als Historiarum Libri IV („4 Bücher Geschichten“) bezeichnet wird. Darin schilderte Nithard die Zeit vom Tod Karls des Großen (814) bis in das Jahr 843. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf der Zeitgeschichte; während das erste Buch die Zeit bis 840 behandelt, sind die Bücher zwei bis vier den drei Jahren bis 843 gewidmet. Leitthema der Historiae sind die karolingischen Bruderkämpfe, für die Nithards Werk mit die wichtigste Quelle darstellt. Obwohl Nithard – der als einer der wenigen frühmittelalterlichen Geschichtsschreiber kein Geistlicher, sondern Laie war – zugunsten Karls des Kahlen Partei ergriff, beinhalten die Historiae sehr wertvolles Material. So überliefert Nithard den Inhalt der Straßburger Eide; auch ansonsten bietet sein Werk sehr wichtige Informationen, die teilweise nirgendwo anders überliefert sind. Allerdings ist eine pessimistische Grundhaltung aufgrund des von Nithard erkannten Niedergangs des Karolingerreichs erkennbar. Er äußert wiederholt seine Missstimmung über die Lage des Reiches und blickt daher recht wehmütig auf die Zeit Karls des Großen zurück.[1]

Teilweise liegen Übereinstimmungen zwischen Nithard und dem Werk des sogenannten Astronomus vor. Ob dieser von Nithard abhängig ist oder umgekehrt oder beide einer gemeinsamen Quelle folgten, ist in der Forschung umstritten.[2]

Die Historiae sind nur in einer Handschrift aus dem 10./11. Jahrhundert überliefert (Paris, BN lat. 9768).  
N., Nithard (I10814)
 
1840 Er nahm an der Seite seines Vaters und seines Halbbruders Bohemund an der Eroberung des byzantinischen Besitzes in Süditalien und der Eroberung von Korfu 1083 teil. Nach dem Tod des Vaters im Juli 1085 verdrängte er seinen Bruder und wurde Herzog von Apulien und Kalabrien. Roger hatte jedoch nicht die Kraft seines Vaters und verschliss sich mit Kämpfen gegen die kriegerischen normannischen Barone, um seine Autorität aufrechtzuerhalten. Zudem gelang es Bohemund ab Ende 1085, sich des Südens Apuliens zu bemächtigen und vor allem Tarent zu erobern. 1091 rief er seinen Onkel Roger I. von Sizilien zu Hilfe, um der Aufstände in Kalabrien Herr zu werden. 1096 verlor er die Herrschaft über Amalfi.

Während des Ersten Kreuzzugs war er Gastgeber durchziehender Kreuzfahrer, darunter vor allem Herzog Robert II. von Normandie, den er während dessen Rückkehr vom Herbst 1099 bis zum Frühjahr 1100 bei sich aufnahm.

1092 heiratete er Adela von Flandern, die Tochter des Grafen Robert I. Von drei Söhnen überlebte nur Wilhelm, der seine Nachfolge in Apulien antrat, aber einen Staat in Auflösung vorfand. 
BORSA, Roger (I40639)
 
1841 Er regierte von 1126 bis 1137 unter dem Namen Wilhelm VIII. im Poitou und als Wilhelm X. in Aquitanien. Er war der Sohn und Nachfolger des Herzogs Wilhelm IX. der Troubadour und der Philippa von Toulouse, Tochter des Grafen Wilhelm IV.

Er wurde in der kurzen Zeitspanne geboren, als seine Eltern die Grafschaft Toulouse regierten; kurze Zeit später übertrug sein Vater Wilhelm IX. Toulouse an Philippas Vetter Bertrand von Toulouse und ging selbst auf den Ersten Kreuzzug, während Philippa und sein Sohn in Poitiers blieben. Nach seiner Rückkehr zerstritt sich der junge Wilhelm mit seinem Vater, als dieser seine Ehefrau verließ und die Frau seines Vasallen Amaury I., Vizegraf von Châtellerault, zur Geliebten nahm – der Streit wurde erst beigelegt, als Wilhelm 1121 Eleonore von Châtellerault († nach März 1130) heiratete, die Tochter Amaurys und der Geliebten seines Vaters. 
(AQUITANIEN), Wilhelm X. ´der Heilige` (I39205)
 
1842 Er schloss für Zollern-Zollern am 27. Juli 1342 mit der Schalksburger Linie einen Senioratsvertrag ab. Hierbei wurde festgelegt, dass der Älteste der beiden Linien Zollern-Zollern und Zollern-Schalksburg über die Vergabe der zollerischen Mannlehen entscheiden sollte. Friedrich befehligte eine größere Kriegsmacht und wurde deshalb Hauptmann des Löwenbundes, einer bedeutenden Adelsverbindung.

Im Jahr 1344 teilte er mit seinem jüngeren Bruder Friedrich, genannt der Straßburger, das Land und begründete die schwarzgräfliche Linie.[1] Die Linie starb 1412 mit Friedrich X. bereits wieder aus. Mitglieder der Straßburger Linie seines Bruders stellten später die Grafen und Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Hechingen. 
VON ZOLLERN, Friedrich IX. der ältere Schwarzgraf (I40818)
 
1843 Er soll 7 Fuß groß gewesen sein,hat sich in Bergisch Gladbach niedergelassen und soll aus Wermelskirchen stammen. SCHMITS, Arnold Johann (I463)
 
1844 Er soll mind. 7 Fuß groß gewesen sein.
Ja, er entführte seine künftige Ehefrau vor einer durch ihrem Vater arrangierte Zwangsheirat mit einem reichen Bauern und erwirkte beim Fürsten Carl Theodor in Düsseldorf einen Dispens (Aufhebung) vom Aufgebot.
Zunächst wohnhaft in Mülheim, danach in Hilden. Der Hof wurde zweimal vom „Schinderhannes“ überfallen. Daraufhin ist die Familie nach Mülheim zurückgezogen.
zu Schinderhannes:
Johannes Bückler, frz. Jean Buckler, genannt Schinnerhannes oder Schinderhannes (* vermutlich Herbst 1779 in Miehlen oder Weidenbach im Taunus, † 21. Novem-ber 1803 in Mainz) war ein deutscher Räuber, dem mindestens 211 Straftaten, zumeist Diebstähle, Erpressungen und Raubüberfälle, aber auch Raubmord und Mord, nachgewiesen werden konnten.
Die Gesamtzahl seiner Mittäter betrug 94.
Der Name Schinderhannes verweist auf die Tätigkeit des jungen Bückler, der bei zwei Abdeckern, die mancherorts auch Schinder genannt werden, als Lehrjunge gearbeitet und dort den Rufnamen erhalten hatte; so seine Aussage im späteren Ermittlungsverfahren 1802/03.
Auch seine Vorfahren väterlicherseits waren seit Generationen Schinder gewesen...
https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Bückler 
SCHMITZ, (Theodor) Johann Dietrich (I283)
 
1845 er sollte mit Karls Schwester verheiratet werden.
Während sein Vater im Jahr 773 in Pavia noch (allerdings letztlich erfolglos) Widerstand gegen die fränkischen Invasoren unter Karl dem Großen leistete, ergab sich Adalchis in Verona. Es gelang ihm, nach Konstantinopel zu fliehen. Seine Versuche, die langobardische Königskrone zurückzugewinnen, scheiterten 788 endgültig, als die mit ihm in Kalabrien gelandeten byzantinischen Truppen von Grimoald III.,( * vor 773; † April 806) von 788 bis 806 dux gentis Langobardorum (Herzog der Langobarden) im Herzogtum Benevent geschlagen wurden. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt.

Alessandro Manzoni verfasste 1822 die Tragödie Adelchi (it. Adelgis). Nach der Überlieferung ließ sein Vater das Kloster San Pietro al Monte als Dank für die Heilung seiner Augen erbauen. 
VON ITALIEN, Adelchis (I36745)
 
1846 Er stammte aus dem sächsischen Adelsgeschlecht Leipzig. Sein Vater war August Wilhelm von Leipziger, Königlich preußischer Regierungspräsident in Posen und Bromberg, Hauptmann im Regiment Wolfframsdorff und Schriftsteller (* Glogau, Schlesien, 30. Oktober 1764, † Posen 29. April 1829), verheiratet mit I. Glogau (Schlesien/Preußen) 31. Dezember 1787/1789 Marie Auguste v. Wolfframsdorff, II. 1813 Wilhelmine Friederike Sophie von Steinwehr. Sein Großvater war Heinrich Ernst von Leipziger, königlich preußischer Generalmajor.

Hermann von Leipziger besuchte die Gymnasien in Bromberg und Posen und die Kriegsschule zu Danzig. Seit 1839 war er verheiratet mit Gräfin Eveline Rittberg, die ihm neun Kinder schenkte. Von seiner Mutter übernahm er 1840 das Rittergut Pietrunke.[1]

1848 war er Mitglied der Preußischen Nationalversammlung. Von 1848 bis 1850, von 1860 bis 1865 und von 1873 bis 1876 saß er im Preußischen Abgeordnetenhaus.[2] 1867 war er Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes für den Wahlkreis Bromberg 3 (Bromberg-Stadt) und die Nationalliberale Partei.[3] 
VON LEIPZIGER, Hermann (I45882)
 
1847 Er stammte aus der lothringischen Familie der Wigeriche und war der Sohn des Grafen Reginar von Bastogne, einem Bruder des Grafen von Verdun Gottfried der Gefangene und Adalberos, des Erzbischofs von Reims.

Nachdem er seine Ausbildung in Gorze begonnen hatte, war er zwischen 969 und 974 Schüler Gerberts von Aurillac, des späteren Papstes Silvester II., in Reims. Da er ein treuer Gefolgsmann des karolingischen Königs Lothar war, machte ihn dieser 974 zu seinem Kanzler und am 16. Januar 977, nach dem Tod des Bischofs Roricon am 20. Dezember 976, zum Bischof von Laon.

Kurz nach seiner Amtsübernahme als Bischof kam das Gerücht über einen Ehebruch von Lothars Ehefrau Emma mit Adalbero von Laon auf. Sein Onkel Adalbero von Reims rief eine Synode zusammen, in der die Unschuld von Adalbero und Emma festgestellt wurde. Lothars Bruder Karl, der das Gerücht verbreitet hatte, musste ins Exil gehen. Er wurde 977 von Otto II. zum Herzog von Niederlothringen gemacht und damit auf die Seite der mit seinem Bruder Lothar verfeindeten Ottonen hinübergezogen.

Nach dem Tod Lothars (986) und seines Sohnes Ludwig V. (987) wurde Hugo Capet aus dem Geschlecht der Robertiner zum König gewählt. Er begründete die neue Dynastie der Kapetinger. Dabei wurde der Thronanspruch Karls von Niederlothringen, des letzten überlebenden karolingischen Thronerben, übergangen. Im folgenden Jahr griff Karl zu den Waffen, um seinen Anspruch auf die Krone durchzusetzen. Adalbero von Laon stand wie sein Onkel Adalbero von Reims, der Hugo Capet gekrönt hatte, auf der Seite der neuen Dynastie. Als es Karl gelang, mit einem Handstreich Laon einzunehmen, konnte er dort seine Feindin, die Königinwitwe Emma, und Adalbero von Laon gefangen nehmen. Adalbero von Laon entkam aus dem Kerker, versöhnte sich dann aber mit Karl und erhielt sein Bistum zurück. Er erlangte Karls Vertrauen und schwor ihm Treue, doch Ende März 991 verriet er Karl und öffnete nachts die Stadttore von Laon den Truppen Hugos. Karl wurde im Schlaf überrascht und mit seiner Frau und seinen Kindern festgenommen. Er blieb bis zu seinem Lebensende in Haft. Adalbero wurde für die Nachwelt zum Urbild eines skrupellosen Verräters. Man gab ihm den Beinamen Vetulus traditor (alter Verräter).

993 verbündete sich Adalbero mit dem Grafen Odo I. von Blois, um Hugo Capet und dessen Sohn Robert an König Otto III. auszuliefern. 998 wurde er auf der Synode von Pavia abgesetzt.

Sein Todesdatum ist nicht genau bekannt. Der 19. Juli 1030 wird genannt, aber auch (im Nekrolog von Saint Vincent in Laon) ein 27. Januar, vielleicht der des Jahres 1031. Er wurde in der Abteikirche von Saint Vincent in Laon beerdigt.

Schriftstellerisches Werk
Buchminiatur mit symbolischer Darstellung der funktionalen Dreiteilung der mittelalterlichen Gesellschaft
Albero untermauerte um 1025 in seinem Gedicht Carmen ad Rotbertum regem[1] die Lehre von den drei funktionalen gesellschaftlichen Gruppen der oratores, der geistlichen Beter, der bellatores, der Kämpfer, und der laboratores, der Bauern und Handwerker, wie sie sich seit dem 10. Jahrhundert herausgebildet hatte, den Vorrang des Betens vor dem Arbeiten etablierte und die feinen Abstufungen in den Rechten der Bauern hinfällig machte. Er ist damit einer der Theoretiker der funktionalen Dreiteilung.[2] Daneben verfasste er ein theologische Lehrgedicht (De summa fidei) und den Rythmus satiricus, eine gegen Landry (Landri), den Grafen von Nevers und ersten Herzog von Burgund, gerichtete Schmähschrift (996). 
VON LAON, Adalbero ´Ascelin` (I51546)
 
1848 Er stand auf Seiten des Liudolf. Aus Erbstreitigkeiten resultierte eine Feindschaft zu seinem Onkel Hermann Billung, dem erfolgreichen Rivalen seines Vaters um die Gunst Ottos I. Darum beteiligte er sich 953 mit seinem Bruder Wichmann II. am Liudolfingischen Aufstand. 957 wurde er begnadigt.

977 kämpfte er, zur Verfolgung seiner Ansprüche, mit Heinrich dem Zänker gegen Otto II. 977/78 kam er in Haft bei Bischof Folkmar von Utrecht. Nach Ottos Tod unterstützte er 984 die Königspläne Heinrichs, wobei er die Kaiser-Tochter Adelheid als Geisel in seiner Burg Ala bei Goslar (evtl. auf dem Georgenberg an Stelle der Georgenbergkirche oder auf dem Steinberg gelegen) hielt. Die Burg wurde daraufhin gestürmt und zerstört. 
VON AMBERGAU, Eckbert der Einäugige (I22531)
 
1849 Er studierte an der Universität Basel Sprachen, Philosophie und Medizin und wurde 1601 zum Dr. med. promoviert, anschliessend unternahm er eine längere Reise nach Mömpelgard (Montbéliard), Padua und Frankfurt am Main.

Er wurde 1604 Leibarzt des späteren Kaisers Matthias. Von 1605 bis 1608 und von 1611 bis 1634 war er als fürstlicher Stiftsarzt Stadt- und Leibarzt der Fürstäbte Bernhard Müller und Pius Reher aus St. Gallen. Er galt seinerzeit als der bedeutendste Arzt in der östlichen Schweiz und betreute auch die Klöster Magdenau, St. Johann, Pfäfers, Einsiedeln und Muri sowie die Städte Bregenz, Feldkirch und Konstanz. Der Abt Jodocus Hösli des Klosters Pfäfers erbat sich ein Gutachten über die Versetzung der Badeeinrichtungen des Klosters, die sich in einer schwer zugänglichen Felsenschlucht befanden; durch seine Vermittlung wurde auch eine Untersuchung der Heilquelle in der Taminaschlucht vorgenommen.

In der Zeit von 1614 bis 1632 war er Ratsherr und von 1632 bis 1652 im Wechsel mit Georg Huber, Kaspar Friedrich (gewählt 1636) und Hans Hildbrand (gewählt 1638) im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt. Er vertrat, besonders in den Jahren 1618 bis 1629, St. Gallen auf den eidgenössischen Tagsatzungen. 1619 reiste er als Gesandter nach Heidelberg, um vom Kurfürsten Friedrich V. als damaligem Reichsvikar die Regalien zu empfangen, die schon unter zwei vorhergehenden Kaisern nicht mehr bestätigt worden waren.

1650 nahm er als Gesandter der Stadt St. Gallen am Schiedsspruch der vier Schirmorte zu Lehens- und Zollstreitigkeiten mit der Fürstabtei St. Gallen teil.

Er führte einen umfangreichen Briefwechsel mit Gelehrten seiner Zeit, unter anderem mit Johann Rudolf Saltzmann (1573–1656), Felix Platter, Thomas Platter, Josua Pictorius, Melchior Goldast, Theodor Zwinger der Jüngere, Wilhelm Fabry und Johann Heinrich Hottinger. Er verwaltete als Bibliothekar auch die Vadiana, die Bibliothek des Gelehrten Joachim Vadian, mit dem er befreundet war. In ihr befindet sich auch seine 701 Schreiben zählende Briefsammlung, allerdings keine Briefe von ihm.
Er wurde am 13. März 1623 gemeinsam mit seinen acht Brüdern und allen Nachkommen seines Grossvaters Bartholomäus durch Ferdinand II. in den Reichsadelsstand erhoben.  
SCHOBINGER, Dr. med. Dr. med. Sebastian (I4369)
 
1850 Er tritt erstmals 897, dem Todesjahr seines Vaters, auf. Seine älteren Brüder erhielten die Grafschaft Barcelona, Girona und Osona (Wilfried II. und Suniario I.) bzw. Besalú und Cerdanya (Miró), er selbst übernahm die Grafschaft Urgell.[1][2]

Sunifred heiratete Adelais von Toulouse, eine Tochter von Graf Armengol von Rouergue aus dem Haus Toulouse (deren Schwester Richilde 920/925 Sunifreds Bruder Suniario heiratete), mit der er drei Kinder hatte: Armengol, Borrell und Gisla, die spätere Ehefrau des Bernardo von Conflent. Seite Gemahlin wurde im Jahr 949 Äbtissin des Klosters San Juan de Ripoll.[3] 
(URGELL), Sunifred II. (I39766)
 

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