Strauss Genealogie


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1651 Der Beiname Magnus war wohl ursprünglich nicht als Hinweis auf (politische) „Größe“ gemeint, sondern war im damaligen Latein gleichbedeutend mit Maior, was „der Größere“ oder auch „der Ältere“ bedeuten konnte; gemeint war „der Ältere“ zur Unterscheidung von seinem gleichnamigen Sohn „Hugo dem Jüngeren“, dem späteren König Hugo Capet.[1] Dennoch ist weiterhin die traditionelle Übersetzung „der Große“ gebräuchlich.
Hugo stammte aus dem Geschlecht der Robertiner, einer Familie, die damals mit der Königsdynastie der Karolinger rivalisierte. Die Robertiner hatten schon zwei Westfrankenkönige gestellt, Hugos Onkel Odo (888–898) und dessen jüngeren Bruder, Hugos Vater Robert I., der ein Jahr lang (922–923) Gegenkönig gegen den damals regierenden Karolinger Karl den Einfältigen gewesen war. Robert fiel im Juni 923 im Kampf gegen Karl in der Schlacht bei Soissons und hinterließ Hugo als einzigen Sohn. Da die Anhänger Roberts trotz dessen Tod die Schlacht gewannen, waren sie in der Lage, sogleich nach ihrem Sieg einen neuen Gegenkönig gegen Karl zu erheben. Hugo hatte als Erbe Roberts die Möglichkeit zuzugreifen, lehnte jedoch die Krone ab. Darauf wurde Hugos Schwager Rudolf von Burgund gewählt und am 13. Juli 923 in Soissons gekrönt. Schon wenige Wochen später gelang es Heribert II. von Vermandois, einem der Anführer der karolingerfeindlichen Adelsgruppe, Karl den Einfältigen in eine Falle zu locken und gefangen zu nehmen. Karl blieb bis zu seinem Tod in Haft, und Rudolf wurde in der Folgezeit allgemein als König anerkannt.

Hugo übernahm schon bei der Erhebung seines Vaters zum König oder spätestens bei dessen Tod die zahlreichen Grafschaften und sonstigen Ämter und Rechte, die Robert I. vor seiner Thronbesteigung besessen hatte; hinzu kam die Grafschaft Maine, die Rudolf ihm zum Dank für geleistete Dienste verlieh. Damit beherrschte Hugo weitgehend die Region zwischen Loire und Seine, die man traditionell als Neustrien zu bezeichnen pflegte – mit Ausnahme des Gebiets, das Karl der Einfältige 911 den Seine-Normannen abgetreten hatte und der Grafschaft Nantes, die Hugos Vorgänger Robert 921 den Loire-Normannen hatte überlassen müssen (was Hugo 927 bestätigte). Durch diese Ämterhäufung zählte er zu den bedeutendsten Großen im Reich Rudolfs. Die letzte Phase der Regierungszeit Rudolfs (ab 927) war von militärischen Auseinandersetzungen mit Heribert II. von Vermandois geprägt, wobei Hugo auf der Seite des Königs stand, da Heribert sein wichtigster Rivale war. 
MAGNUS, Hugo (I39234)
 
1652 Der Beiname „von Buchau“ rührt daher, dass ihr Vater ihr das Benediktinerkloster BUCHAU auf der Insel Buchau im Federsee in Württemberg als Pfründe zu eigen gab. Dort war sie bereits gemeinsam mit ihren drei Schwestern erzogen worden und vermutlich auch als Nonne eingetreten. Ob sie bereits in Buchau Äbtissin gewesen ist, scheint dagegen zweifelhaft.

Vor 857 wechselte sie in das BENEDIKTINERINNENKLOSTER FRAUENCHIEMSEE (auch: Frauenwörth), wohl bereits in der Funktion als Äbtissin. Ihre Aufgabe war es, das von TASSILO III. gegründete, inzwischen aber verwahrloste und halb verfallene Kloster wiederauf- und auszubauen. Dies brachte ihr den Ruf ein, die „zweite Stifterin“ des Klosters zu sein.

Bereits die Tatsache, dass ihre Gebeine unter dem südwestlichen Pfeiler des Münsters Mariä Opferung in einem Marmorsarg bestattet wurden, deutet auf ihre Verehrung hin.
Haupt der Seligen Irmgard von Chiemsee, Irmgardkapelle

Für das frühe 11. Jahrhundert ist die Verehrung Irmengards auch anderweitig bezeugt. Eine zu dieser Zeit gefertigte Grabplatte berichtet bildlich von ihrer Verehrung als SELIGE bzw. HEILIGE. Ein aus der gleichen Zeit stammendes Bleitäfelchen ist folgendermaßen beschriftet:

„Hier ruht Irmingard, die Tochter Ludwigs, des erhabenen Königs, die über die Maßen selige Jungfrau. … gesehen zur Zeit der Äbtissin Tuta. Vormals hatte sie (dem Kloster) viele Jahre vorgestanden.“

An gleicher Stelle ist auch das genaue Todesdatum belegt: „Am 16. Juli legte sie den irdischen Leib ab.“ Dieses Täfelchen hat man gefunden, als am 17. Oktober 1631 ihre Gebeine aus ihrem ursprünglichen Grab erhoben hat. Überraschend hat man dabei festgestellt, dass der Kopf vom ansonsten unversehrten Skelett fehlte. Dieser war nach der ersten Öffnung um 1004/1010 durch Abt GERHARD VON SEON, der diese Öffnung veranlasst hatte, nach Seeon gebracht worden. Dort war es aber bis ins 17. Jahrhundert zu keiner öffentlichen Verehrung gekommen, so dass der Vorgang sowohl in Frauenwörth als auch in Seeon in Vergessenheit geraten war.

Als 1922 KARDINAL FAULHABER den Seligsprechungsprozess einleitete, wurde das Grab zum dritten Mal geöffnet und gleichzeitig die Kopfreliquie aus Seeon nach Frauenwörth zurückgebracht. Zu diesem Zeitpunkt konnte aber die Zusammengehörigkeit wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen werden.

Erst am 27. April 2003 konnten in einer feierlichen Zeremonie die Gebeine und der Schädel der Seligen Irmengard in einem gläsernen Schrein in der Klosterkirche Frauenwörth zusammengeführt werden. Voraus ging eine wissenschaftliche Untersuchung mittels DNA-Analyse über die Zugehörigkeit der Gebeine in Frauenwörth zur Schädel-Reliquie im nahegelegenen Kloster Seeon. Diese Untersuchung hatte ein positives Ergebnis erbracht.

Reliquien liegen auch in Buchau, die 2003 einer DNA-Analyse unterzogen wurden.

Die Irmengard-Verehrung wurde erst 1928 durch PIUS XI. offiziell anerkannt, am 17. Juli 1929 folgte die Seligsprechung.  
VON FRANKEN, Irmingard (I24111)
 
1653 der Bürgern 1564, Landvogt von Tscherlitz (Echallon) 1570, Ratsherr 1583 und zugleich Landvogt
Besitzer der Schönegg, Güter im Sutz, Tirschenz und in Südgenbach
Abgeordneter nach Solothurn zur Beschwörung des Bürgerrechts nach Baden,
Tagsatzungsgesandter 1592, 1609
Er gelangte 1564 in den Grossen Rat(CC= Zweihundert= Grosser Rat) wurde 1570 bernischer Landvogt in Tscherlitz (Echallens), 1583 Landvogt in Baden, Mitglied des Kleinen Rates und Zeugherr vom Rat. Von diesem Amt trat er jedoch zurück und wurde 1585 Landvogt in Yferten (Yverdon). Als tüchtiger Staatsmann wurde er von Bern in der zweiten Hälfte des 16. und in den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts mit sehr vielen Gesandtschaften und Missionen beauftragt, so 1577 nach Solothurn, 1582 zum Herzog Karl Emanuel von Savoyen, 1592 zum Bischof von Basel, 1603 ins Wallis. Von 1592-1609 war er Vertreter Berns an der Tagsatzung. Seit 1608 erscheint er als Zwingherr zu Schönegg bei Burgistein.
--> Landvogt ‎1570 in Echallens, Echallens, VD, CHE
--> Zwingherr zu Schönegg bei Burgistein ‎1608
--> Gesandter zum Herzog Karl Emanuel von Savoyen ‎1582
--> Landvogt ‎1583 in Baden, Baden, AG, CHE
--> Ratsherr ‎1583 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Landvogt ‎1585 in Yverdon, Yverdon, VD, CHE
--> Tagsatzungsgesandter ‎von: 1592 an 1608 
TSCHARNER, David (I32741)
 
1654 der Bürgern 1591, Vogt zu Wangen 1596
Ratsherr 1604, Vogt zu Lausanne 1606,
Obervogt des grossen Spitals
er vermehrt das Stipendium seines Grossvaters um 3000 Pfund
--> Grossrat ‎1591 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Vogt ‎1596 in Wangen, Wangen, BE, CHE
Eingebürgert ‎
--> Ratsherrr ‎1604 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Vogt ‎1606 in Lausanne, Lausanne, VD, CHE 
TILIER, Johann Anton (I30367)
 
1655 Der Chronik von Saint-Maixent zufolge war Boson der Sohn eines Sulpice, welcher wiederum der Sohn eines Grafen Gottfried von Charroux war, weshalb das von ihm abstammende Adelshaus alternativ auch „Haus Charroux“ genannt wird.[2] Möglich, dass jener Gottfried als Schutzherr (advocati) dieser Abtei amtierte, ein Amt das auch seinen Nachkommen zugeschrieben wird.

Um das Jahr 950 kontrollierte Boson die Grenzregion (franz.: la Marche) des Limousin zum nördlich benachbarten Berry. Er hatte die Burg von Bellac errichtet um welche er und seine Nachkommen einen eigenen Herrschaftsbereich zu errichteten beabsichtigten, die historische Provinz Marche. Der Vizegraf des Limousin, Gerald, war bei diesem Vorhaben sein ärgster Feind, gegen den er den südlich benachbarten Grafen des Périgord durch eine Ehe mit dessen Tochter zum Verbündeten gewann. Um das Jahr 974 begann Boson den offenen Kampf gegen den Vizegrafen, indem er dessen Burg La Brosse im nördlichen Limousin angriff. Er hoffte dabei vergeblich die Billigung seines Oberherrn, Herzog Wilhelm IV. Eisenarm von Aquitanien, zu erlangen. Vizegraf Gerald und dessen Sohn Guido führten einen Konterangriff, der Boson zum Abbruch der Belagerung nötigte.[3]

Boso starb vor 974, allerdings führten seine Söhne den Kampf fort. Er war verheiratet mit Emma, einer Tochter des Grafen Wilhelm I. von Périgord. Fünf Kinder des Paares sind bekannt:

Elias I. († wohl 975 in Villebois), Graf von Périgord
Aldebert I. († 997 vor Gençay), Graf von La Marche und Périgord – Stammvater der Grafen von La Marche
Boson II. († zwischen 1003/1012), Graf von La Marche und Périgord – Stammvater der Grafen von Périgord
Gauzbert († ?), wurde vom Herzog von Aquitanien geblendet und wurde darauf 977 Mönch
Martin († 1000), seit 992 Bischof von Périgueux 
(LA MARCHE), Boson I. ´der Alte` (I61538)
 
1656 Der Chronist Ekkehard erwähnt Wendilgart als Heinrici regis de filia neptis – Nichte des Königs Heinrich I. durch eine Tochter[2]. Hlawitschka hält den Teil de filia für einen späteren Einschub, so dass auch einer der Brüder des Königs (Liudolf oder Thankmar) als Vater in Frage kommt[3].

Des Weiteren berichtet Ekkehard, Wendilgart sei mit Graf Uodalrich verheiratet gewesen, in dem Graf Udalrich († wohl 924) gesehen wird, der Stammvater der Grafen von Bregenz (siehe Udalrichinger). Als Kinder Udalrichs und Wendilgart werden hier genannt: Adalhard, eine namentlich nicht bekannte Tochter, sowie Burchard, der spätere (958–971) Abt des Klosters St. Gallen. Ihr ältester Sohn war jedoch Udalrich († 950/57).

Die Bedeutung Wendilgards liegt – Hlawitschka folgend – in ihrer Nachkommenschaft. Ihre Tochter heiratete den Ahalolfinger Adalbert von Marchtal, deren Tochter wiederum Judith hieß, die Hlawitschka mit der Ehefrau Konrads von Böckelheim identifiziert, die er wiederum als Eltern des Herzogs Hermann II. von Schwaben, des Kandidaten aus der Königswahl von 1002 sieht: Wendilgart wäre somit die Verbindung zwischen den Liudolfingern und Herzog Hermann, und somit die verwandtschaftliche Basis für dessen Thronanspruch bei der Königswahl von 1002. Die von Hlawitschka aufgezeigte Filiation ist in der Forschung allerdings umstritten.[4]

Wendilgart in der Sage
Wendilgart ist eine Figur in einer der Sagen der Gebrüder Grimm: „Udalrich und Wendilgart und der ungeborne Burkard“ (Nr. 531): „Udalrich, Graf zu Buchhorn (am Bodensee), abstammend aus Karls Geschlecht, war mit Wendilgart, Heinrich des Voglers Nichte, vermählt. Zu seiner Zeit brachen die Heiden (Ungarn) in Bayern ein, Udalrich rückte aus in den Krieg, wurde gefangen und weggeführt. Wendilgart, die gehört hatte, daß er tot in der Schlacht geblieben, wollte nicht wieder heiraten, sondern begab sich nach St. Gallen, wo sie still und eingezogen lebte und für ihres Gemahls Seele den Armen Wohltaten erwies.“

Bei Burkard handelt es sich um ihren Sohn, den späteren Abt von Sankt Gallen, der der Sage nach nicht geboren, sondern durch einen Schnitt auf die Welt gebracht wurde: „Vierzehn Tage vor ihrer Niederkunft erkrankte plötzlich Wendilgart und starb. Das Kind aber wurde lebendig aus dem Leibe geschnitten und in eine frisch abgezogene Speckschweinschwarte gewickelt.“ 
N., Wendilgart (I61562)
 
1657 Der Chronist Lampert von Hersfeld berichtet in seinen „Annales“:

„Die Schlacht hatte sich bereits vom Mittag bis zur neunten Stunde hingezogen, und es war schon nahe daran, daß sich zwei Heerhaufen zweier Länder, Schwaben und Bayern, zur Flucht wandten, und wiederholt meldeten Boten dem König, daß ihre Leute in höchster Gefahr seien, da rückten plötzlich Graf Hermann von Gleiberg auf der einen, auf der anderen Seite die Bamberger Mannen zum Angriff heran. Jetzt wirft auch der Herzog von Böhmen, jetzt der Herzog Gozelo von Lothringen ihre Reiter mit verhängten Zügeln in den Kampf. Diesem gewaltigen Ansturm konnten die Sachsen nicht mehr standhalten und wichen langsam zurück.“ 
VON NELLENBURG, Eberhard VII. (I36579)
 
1658 der das askanische Erbe seines Vaters erhielt; er wurde Graf von Ballenstedt, Graf von Anhalt, ab 1112 Herzog von Sachsen und er lag lange Jahre mit der Mördersippe, die seinen Vater hinterrücks erschlagen hatten, in Fehde (wg. Besitz Entfremdung etc.). (BALLENSTEDT), Otto, ´der Reiche` (I18356)
 
1659 Der Dompropst und Sohn von Berthold II. von Andechs und Sophie von Istrien war zunächst wahrscheinlich schon ab 1156, gesichert ab 1164 Propst des Bamberger Nebenstifts St. Stephan, von 1164 bis 1166 Probst am Aachener Marienstift und wurde 1165 – im Kontext des Alexandrinischen Schismas, zur Stärkung des staufischen Einflusses an der reichspolitisch wichtigen Brennerroute und zur weiteren Isolierung des papsttreuen Salzburger Erzbischofs Konrad II. – zum Bischof von Brixen gewählt (Elekt), aus unbekannten Gründen jedoch nicht geweiht.[1] 1170 trat er von diesem Amt zurück. Zwischen 1174 und 1177 tat er erneut die Stelle des Probstes in Aachen an. Im August 1177 wurde er zum Nachfolger des verstorbenen Bamberger Bischofs Hermann II. gewählt. Er war der erste Bischof aus dem Hause Andechs-Meranien. Die guten Beziehungen seines Hauses behielt er während seiner gesamten Regierungszeit bei und erhielt nach dem Frieden zwischen Papst Alexander III. und dem römisch-deutschen Kaiser Friedrich I. Barbarossa vom Papst in Rom am 18. März 1179 die Bischofsweihe und sicherlich auch das Pallium auf Bitten ausgehändigt. 1185 brannte der Bamberger Dom zum zweiten Male „ab“. In jüngerer Zeit sieht man in Otto II. auch den Initiator des folgenden Neubaus.[2]

Bischof Otto II. betrieb mit Wolfram II., dem Abt des Klosters Michaelsberg, seit Beginn der 1180er Jahre die Heiligsprechung des Bischofs Otto I., genannt Apostel der Pommern. Sie wurde am 10. November 1189 auf dem Hoftag von Würzburg durch die päpstlichen Beauftragten verkündet, worauf am 30. September 1189 die feierliche Erhebung seiner Gebeine in Bamberg erfolgte.

Im Jahr 1190 stiftete Otto II. das Spital am Pyhrn, gelegen in den bambergischen Besitzungen im heutigen Oberösterreich. Am 15. April 1191 war er bei der Kaiserkrönung Heinrichs VI. in Rom anwesend. 1192 veranlasste er die Errichtung der Domkantorei. Unter seiner Ägide entstanden die Pfarreien Marienweiher und Teuschnitz, dies auch zur Kultivierung des Frankenwaldes. Auch die Gründung der Pfarrei Röbersdorf (später aufgegangen in der Pfarrei Schlüsselau) fällt in seine Regierungszeit.[3] 
VON ANDECHS, Otto IV. (I18191)
 
1660 Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich und in Europa, der als Religionskrieg begann und als Territorialkrieg endete. In diesem Krieg entluden sich auf europäischer Ebene der habsburgisch-französische Gegensatz und auf Reichsebene der Gegensatz zwischen dem Kaiser und der Katholischen Liga einerseits und der Protestantischen Union andererseits. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien neben ihren territorialen auch ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden vorwiegend auf dem Boden des Reiches aus. Infolgedessen waren eine Reihe von weiteren Konflikten mit dem Dreißigjährigen Krieg eng verbunden:

- der Achtzigjährige Krieg (1568–1648) zwischen den Niederlanden und Spanien,
- der Oberösterreichische Bauernkrieg (1626)
- der Mantuanische Erbfolgekrieg (1628–1631) zwischen Frankreich und Habsburg,
- der Französisch-Spanische Krieg (1635–1659)
- der Krieg um die Vorherrschaft im Ostseeraum (Torstenssonkrieg) (1643–1645) zwischen Schweden und Dänemark.

zu Gudensberg:
Gudensberg ist eine Kleinstadt im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen
In der Umgebung von Gudensberg hat man zahlreiche vor- und frühgeschichtlichen Funde nachweisen können. Am Lamsberg hat man Funde aus der Rössener Kultur entdeckt.
Im Mittelalter wurde auf dem Berg die Obernburg erbaut, die Sitz hessischer Gaugrafen aus dem Geschlecht der Werner und danach dem der Gisonen war. Da die Grafen auf der nahegelegenen Mader Heide Thing hielten, wurde die Grafschaft auch häufig als Grafschaft Maden bezeichnet. Nach der Vermählung von Hedwig von Gudensberg mit dem Grafen und späteren Landgrafen Ludwig I. von Thüringen 1122 und dem Aussterben der Gisonen im Mannesstamm 1137 gehörte Gudensberg bis 1247 den Ludowinger Landgrafen von Thüringen, die sich bzw. ihre jüngeren Brüder, die von Gudensberg aus die hessischen Landesteile verwalteten, dann teilweise Grafen von Gudensberg, teilweise Grafen von Hessen nannten. Einer von ihnen war Konrad von Thüringen, der 1232 die mainzische Stadt Fritzlar nach zunächst erfolgloser Belagerung doch noch erstürmte und einäschern ließ. Als Residenz der jüngeren Brüder der Ludowinger Landgrafen erlebte Gudensberg eine Blütezeit, mit der ersten Ummauerung von etwa 1170 bis 1180 und der Erwähnung als Stadt 1254 mit städtischer Verfassung zu Beginn des 13. Jahrhunderts.

Nach dem Tod Heinrich Raspes, dem letzten thüringischen Landgrafen aus dem Geschlecht der Ludowinger, und der Teilung Thüringens nach dem thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg fiel Gudensberg an die neue, nunmehr von Thüringen getrennte Landgrafschaft Hessen, und Heinrich I., Enkel der Hl. Elisabeth, wurde 1247 auf der Mader Heide zum ersten Landgrafen von Hessen ausgerufen. 
BISCHOFF, Anna Maria (I739)
 
1661 der Einfältige (im Sinne von: der Geradlinige; lateinisch Carolus Simplex, französisch Charles le Simple (FRANKREICH), König König Karl III. (I37005)
 
1662 Der Einfluss des Markgrafen war durch das politisch und militärisch strategisch wichtige Gebiet so stark, dass die Ekkehardiner engste Berater der Kaiser und Fürsten wurden.

Er war verheiratet mit Uta von Ballenstedt. Die Ehe blieb kinderlos. Ekkehard und seine Gattin Uta befanden sich unter den 12 Stiftern des Naumburger Doms.

Mit Ekkehard endete das Geschlecht der Ekkehardiner. Er und sein Bruder Hermann verlegten auf Wunsch Kaiser Konrads II. den Zeitzer Bistumssitz nach Naumburg und vererbten einen beträchtlichen Teil ihres Nachlasses der Stiftskirche St. Cyriakus zu Gernrode in Utas anhaltischer Heimat.

Im Verein mit Erzbischof Bardo von Mainz führte Ekkehard 1040 das thüringische Heer, welches von Norden her den Heereszug König Heinrichs III. gegen das Herzogtum Böhmen unterstützen sollte. Er drang siegreich über die Eger vor, wurde aber durch das Missgeschick des königlichen Heeres (Niederlage in der Ersten Schlacht bei Chlumec) ebenfalls zur Umkehr genötigt. Im Folgejahr konnte durch die Vereinigung beider Heere vor Prag der Herzog Břetislav I. zur Unterwerfung gezwungen werden. „Fidelissimum fidelem nostrum“ nannte ihn Heinrich III. in einer Urkunde von 1041. 
VON MEISSEN, Ekkehard II. (I36263)
 
1663 Der einzige Sohn, der Hans schlumpf überlebte, war Hans 1568 - 1611. er scheint früh aus St. Gallen weggezogen zu sein, um sich anderweitig, höchst wahrscheinlich in Nürnberg, niederzulassen. Es ist für mich (Alther) der erste Eintrag zu einer Bürgerfamilie in der Stemmatologia Sangallensis, auf den kein Verlass ist. Anfänglich verwirrend war die Tatsache, das Hans in St. Gallen als Steuerzahler erst ab 1602 auftritt. In jenem Jahr weist er ein Vermögen von 74`000 Gulden, 1611 - in seinem Todesjahr - ein solches von 68`000 Gulden auf. Von 1568 bis 1595 fehlt von ihm in St. Gallen zunächst jegliche Spur. Das verlangt eingehende Nachforschungen im Stadtarchiv, Staatsarchiv und im Landeskirchlichen Archiv in Nürnberg selbst.

der ehrbar undt vest Hanss Schlumpff von st. Gallen, am alten Milchmarkt, kein Epitaph, ein reicher Kaufmann in Nürnberg, wohnhaft am alten Milchmarkt, steuerte jedoch 1602-1611 in St. Gallen in der Schmiedgasse, Haus zum Pelikan, seine Erben steuerten von 1615 -1620 an der Webergasse  
SCHLUMPF, Hans (I4173)
 
1664 Der erste Markgraf Berthold II. († 980) war als Sohn Bertholds I. († 954) ein Enkel des bayrischen Herzogs Arnulfs des Bösen aus dem Geschlecht der Luitpoldinger. Gesichert ist bislang nur, dass der Babenberger Markgraf Luitpold I. (Leopold I. des Östlichen Bayern) ein Bruder oder Neffe Bertholds war. Das kann sich nur auf Berthold I. beziehen, der bislang mit seinem Sohn zu einer Person zusammengezogen wurde. Berthold I. – ohne Angabe der Quelle vermutlich falsch als Graf auf dem Nordgau bezeichnet – tauchte bislang nur 941 als "comes" auf, als er im Auftrag des Königs Otto bis 942 den Grafen Lothar II. von Walbeck bewacht. Dieser gab im Folgenden nicht Berthold I., seinem Bewacher, die Hand seiner Tochter Eilika, sondern dessen Sohn Berthold II. (Eheschließung 976).

Berthold II.(† 980) war Graf im Radenzgau (960), an der Unteren Naab (961) und im Volkfeld (973), bevor er 976 Markgraf von Schweinfurt wurde und im gleichen Jahr Eilika von Walbeck ehelichte. Er war es, der 964 im Auftrag von Kaiser Otto dem Großen in Bamberg König Berengar II. von Italien bewachte. 
VON SCHWEINFURT, Gisela (I18194)
 
1665 Der erste zur evangelischen Konfession konvertierte Zweig begann mit dem Schuhmacher und Handelsmann Matthias Preim (1582–1642), der allerdings auf Grund seines Glaubens mit der Reichsacht belegt und 1604 aus Aachen vertrieben wurde, woraufhin er mit seiner Familie nach Frankfurt am Main flüchtete. Sein ebenfalls konvertierter Vetter, der Kürassierhauptmann in kaiserlichen Diensten William Prym († 1645), Enkel des gleichnamigen Goldschmieds William Prym (1490–1561), sah sich dagegen gezwungen, wie bereits zuvor die Aachener Kupfermeister-Familien Amya, Hoesch, Peltzer, Schleicher und andere, auf Grund der Benachteiligungen und Nachstellungen im Rahmen der Aachener Religionsunruhen mit seiner Familie auf Dauer ins benachbarte Stolberg auszuwandern, wo er zum Stammvater eines bis in die heutige Zeit erfolgreichen und bekannten Familienzweiges wurde.

Die Laufenburg bei Langerwehe befindet sich noch heute im Besitz der Familie Prym.



Prym (Variationen: Pryme, Priem, Preim) ist der Name eines alten und bis ins 14. Jahrhundert nachweisbaren Aachener Patriziergeschlechts. Angehörige eines bedeutenden Zweiges der Familie ließen sich ab 1642 in Stolberg als Kupfermeister nieder. Aus diesem Familienzweig entwickelte sich im weiteren Verlauf das international tätige Unternehmen für die Produktion von Kurzwaren, die William Prym Holding GmbH, deren Gründung auf das Jahr 1530 zurückgeht. Die Familie gilt damit als die älteste Unternehmerdynastie in Deutschland und eine der ältesten der Welt.

Ursprünge
Der älteste urkundlich nachgewiesene Urahn ist ein gewisser Leonhard Prym (um 1340–1420), verheiratet mit Agnes Dollart, deren Sohn William (um 1380–1447) in Aachen als Ratsherr und Wohltäter während einer grassierenden Hungersnot bekannt wurde. Schon bald traten dessen Nachkommen bereits als Messer- und Goldschmiede in Erscheinung und Ende des 16. Jahrhunderts spaltete sich die Familie Prym in mehrere katholische und evangelische Linien auf.

Der katholisch verbliebene Teil der Familie war weiterhin schwerpunktmäßig in Aachen tätig und behielt die gegen Ende des 16. Jahrhunderts auftretende neue Schreibweise des Namens Priem bei, die sich später in einzelnen Zweigen noch in Preim veränderte. Jean Preim, 1882 Gründer eines der ersten Fotofachgeschäfte Deutschlands in Aachen, zählt aller Wahrscheinlichkeit nach zu den Nachkommen dieser Linie.


Allianzwappen Diederich Peltzer und Margarethe Prym, 1707
Der erste zur evangelischen Konfession konvertierte Zweig begann mit dem Schuhmacher und Handelsmann Matthias Preim (1582–1642), der allerdings auf Grund seines Glaubens mit der Reichsacht belegt und 1604 aus Aachen vertrieben wurde, woraufhin er mit seiner Familie nach Frankfurt am Main flüchtete. Sein ebenfalls konvertierter Vetter, der Kürassierhauptmann in kaiserlichen Diensten William Prym († 1645), Enkel des gleichnamigen Goldschmieds William Prym (1490–1561), sah sich dagegen gezwungen, wie bereits zuvor die Aachener Kupfermeister-Familien Amya, Hoesch, Peltzer, Schleicher und andere, auf Grund der Benachteiligungen und Nachstellungen im Rahmen der Aachener Religionsunruhen mit seiner Familie auf Dauer ins benachbarte Stolberg auszuwandern, wo er zum Stammvater eines bis in die heutige Zeit erfolgreichen und bekannten Familienzweiges wurde.

Die Laufenburg bei Langerwehe befindet sich noch heute im Besitz der Familie Prym.

Stolberger Linie

Isaac Prym mit Sohn um 1800
Der erfolgreiche Aufstieg zu einer Unternehmerfamilie begann mit dem Einstieg von Williams Sohn Christian Prym (1614–1683) in den Kupferhof Roderburgmühle seines Schwagers Heinrich Peltzer, in dem auch noch sein Sohn Heinrich Prym (1652–1717) tätig war. Heinrichs Sohn Christian (1676–1747) erwarb zwischen 1708 und 1714 den Dollartshammer, das wahrscheinlich älteste und erste urkundlich erwähnte Reitwerk im Vichtbachtal, welches zum Ursprung der späteren Prym-Werke werden sollte. Sein Enkel Isaac (1758–1806) erweiterte das Unternehmen mit der Übernahme des Werkes „Salzrumpf“ als Teilanlage zum Dollartshammer. Schließlich erwarb Isaacs Enkel William Prym (1811–1883) noch das Hammerwerk Derichsberger Mühlen, richtete dort ein modernes Messingwalzwerk ein und stattete dieses 1860 mit einer Dampfmaschine aus. Dies war die eigentliche Geburtsstunde der William Prym GmbH & Co KG, deren Produktion schon bald auf den Dollartshammer konzentriert wurde, welcher bis heute noch Standort des Unternehmens ist.


Werk William Prym, ehemaliges Gelände Dollartshammer
Die Nachkommen des letztgenannten William führten das Werk nunmehr als industriell strukturiertes Unternehmen fort, expandierten bereits noch vor 1890 nach Österreich, wo sie unter anderem in Wien und in Weissenbach an der Triesting Filialwerke errichteten. In Weissenbach wurde seitens der Firma eine Arbeitersiedlung erbaut, die noch heute besteht und den Namen Prymhäuser trägt.

Der eigentliche Durchbruch gelang aber durch die noch von William veranlasste Spezialisierung auf Kurzwaren sowie später im Jahr 1903 durch die Patentierung eines durch eine eingelegte Feder verbesserten und von Heribert Bauer erfundenen Druckknopfes durch Williams Enkel Hans Friedrich Prym (1875–1965). Für ihre Verdienste wurden deshalb sowohl Hans als auch sein Vater Heinrich August Prym (1843–1927) zu Ehrenbürgern der Stadt Stolberg ernannt. Heute ist die William Prym GmbH & Co KG eine weltweit operierende Holding mit drei unabhängigen Tochterunternehmen und Standorten in Europa, Amerika, Asien und Afrika.

Auf das finanzielle Engagement dieser Linie der Unternehmerfamilie Prym geht die Gründung der Stadtbücherei und des Schwimmbads in Stolberg zurück sowie Sozialwohnungen und eine der ersten deutschen, heute in der Actimonda BKK aufgegangenen, Betriebskrankenkassen.

Während somit William Prym und seine Nachkommen mit dem Dollartshammer abgefunden wurden, unterzog sich sein Bruder Richard (1814–1894) einer Ausbildung zum Tuchfabrikanten und gründete zusammen mit seinem Schwiegervater Carl Friedrich Schoeller (1784–1860), Bruder des Leopold Schoeller, die Friedrich Schoeller & Prym Tuchfabrik Düren. Die beiden ältesten Söhne Richards entschieden sich allerdings für andere berufliche Wege und so wurde Friedrich Prym (1841–1915) ein bekannter Mathematiker und sein Bruder Eugen Prym (1843–1913) Professor für arabische und aramäische Sprachen und der Ururgroßvater des Historikers Jacob Soll. 
PRYM, Wilhelm (I49107)
 
1666 Der familienname metz kommt schon 1568 in weinheim vor (Karl Zinkgräf in WGB, Nr. 18, S. 27 u. 75, Fußnote 3) und ist später der am meisten vorkommende name. Woher die familie gekommen ist, läßt sich nicht mehr feststellenm, zu lange ist sie schon in Weinheim ansäßig. METZ, Stammlinie (I43142)
 
1667 Der Friese Gerulf war der Sohn des Grafen Dietrich. Zur Zeit Kaiser Ludwigs des Frommen als dessen Vasall Graf von Mittelfriesland und Vogt der Friesen, die zwischen Flie und Weser wohnten. Schon am Anfang seiner Regierung hatte Ludwig der Fromme durch einen Gnadenakt den durch seinen Vater unterworfenen Friesen dasjenige zurückgegeben, was sie infolge ihrer Aufstandsversuche verloren hatten. Diese Maßregel machte den Kaiser bei der friesischen Bevölkerung populär, schwächte aber die Stellung der friesischen Grafen gegenüber der Bevölkerung. Später sorgte Ludwigs schwächliche Politik den Normannen gegenüber für weitere Verstimmung. Im Jahre 826 räumte er einen Teil des friesischen Gebietes, das der Graf von Mittelfriesland zu schützen hatte, dem dänischen Kronprätendenten Harald Klak ein. Harald erhielt Rüstringen, am linken Ufer der unteren Weser, um dort eine Zufluchtsstätte vor den feindlichen Anschlägen seiner Verwandten zu haben. Dies beeinträchtigte die Machtsphäre des Grafen von Mittelfriesland empfindlich. Gerulf schloss sich vermutlich in dieser Zeit der Opposition gegen den Kaiser an.

Mit einer Urkunde des Kaisers, die am 8. Juli 839 im Kreuznacher Königshof ausgestellt wurde, ist belegt, dass es auch in Mittelfriesland zur Erhebung gegen den Kaiser gekommen war. Während der Streitigkeiten Kaiser Ludwigs mit seinen Söhnen hatte sich Graf Gerulf wohl stark an der aufrührerischen Bewegung gegen Ludwig beteiligt, jedenfalls hatte er seine Lehen verloren und seine Eigengüter waren konfisziert worden. Er erhielt am 8. Juli 839, also nach der Ende Mai in Worms erfolgten völligen Aussöhnung zwischen Kaiser Ludwig und seinem Sohn Lothar, seine Eigengüter zurück. Gerulf stand vermutlich auf Lothars Seite. In der Urkunde werden die Gerulf zurückgegebenen Güter in und um Leeuwarden, sowie Güter im Westrichgau, also in dem Bezirk zwischen Flie und Lonbach erwähnt.

Vermutlich ist Gerulf mit den Stiftern Corveys familiär verknüpft gewesen. Es wird angenommen, dass Gerulf eine Tochter des Wala, der Abt von Corbie und Corvey wurde, geheiratet hat. 
VON FRIESLAND, Gerulf ´der Ältere` (I39325)
 
1668 Der fünfte Sohn von Hein Hoesch, Lenert alias Leonard Hoesch (1525–1582) verkaufte um 1560 seine Besitztümer in Kettenis und zog nach Aachen, wo er die Bürgerrechte erhielt. Da auch er bereits dem evangelischen Glauben beigetreten war, wurde er ebenfalls 1569 verbannt. Nach einer vorübergehenden Tätigkeit als Baumeister in Frankenthal, kehrte er in einer Phase, in der der evangelischen Minderheit mehr Rechte zugestanden wurde, zunächst wieder nach Aachen zurück. Über seinem Sohn Jeremias I. (1568–1643) begründet sich dann der bis in die Neuzeit erfolgreiche Zweig der Eisen- und Stahlindustriellen der Familie, die mehrheitlich evangelisch geblieben ist und die Namensform Hoesch und auch einheitlich mit dem Umlaut oe beibehalten hat. HOESCH, Leonhard (I49113)
 
1669 Der Gipfel des Hohenkrähen befindet sich auf einer Höhe von 636,6 m ü. NHN[1] und ragt als circa 200 Meter hoher Phonolith-Kegel, auf dem sich die Burgruine Hohenkrähen, eine hochmittelalterliche Höhenburg bei Mühlhausen-Ehingen in der Nähe von Singen , befindet, aus der Umgebung heraus. Der Berg bietet eine gute Aussicht auf den Hohentwiel, den Mägdeberg und das westliche Bodenseegebiet.  VON HINWIL, Hermann (I37163)
 
1670 Der Großvater Nikephoros Phokas der Ältere (* um 855, † 896) war in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts unter den Kaisern Basileios I. und Leo VI. (886–912) ein bedeutender Feldherr. Die Familie entstammte der byzantinischen Magnatenfamilie der Phokadai, die zu den vornehmsten Vertretern des byzantinischen Militäradels zählte und über umfangreichen Landbesitz in Anatolien verfügte. Der Vater Bardas Phokas der Ältere (* um 879, † 969) stand anfangs im Schatten seines älteren Bruders Leon Phokas (* 875/79, † n. 917) und führte zwischen 944 und 953 als Domestikos im Namen von Konstantin VII. die Reichspolitik.

In jungen Jahren trat Nikephoros Phokas der Armee bei und wurde unter Konstantin VII. Kommandeur an der Ostgrenze. Der Krieg mit den arabischen Hamdaniden brachte schwere Niederlagen, die in den folgenden Jahren durch Siege in Syrien ausgeglichen werden konnten. Saif ad-Daula, seit 945 Emir von Aleppo, unternahm Überfälle tief in byzantinisches Gebiet hinein und behielt bis 955 die militärische Oberhand.

Verstärkungen der byzantinischen Ostarmee unter Oberbefehl seines Onkels Bardas Phokas machten die byzantinische Gegenoffensive möglich. Zusammen mit seinem Bruder Leo Phokas und dem armenischen General Johannes Tzimiskes kommandierte Nikephoros die Kontingente der Armee an der Ostgrenze. Die Truppen des Befehlshabers Leo Phokas führten 959 einen Feldzug in Richtung auf Cyrrhus durch, mehrere Festungen ergaben sich auf seinem Weg. Zusammen mit Basileios Lekapenos erstürmte General Tzimiskes die Stadt Samosata und fügte dem Gegner eine weitere schwere Niederlage zu.

Im Sommer 960 leitete Nikephoros die byzantinische Expedition nach Kreta, erstürmte am 7. März 961 Candia (heute Iraklio) nach zehnmonatiger Belagerung und eroberte die Insel von den Arabern zurück. Saif ad-Daula erlangte derweil kurzfristig die direkte Kontrolle über Kilikien zurück und begann die zerstörten Befestigungen von Anazarbus wieder aufzubauen. Das Unterfangen blieb unvollendet, denn anrückende Truppen unter Leon Phokas zwangen Saif die Region wieder zu räumen. Im folgenden Jahr 961 befreite eine byzantinische Flotte die Insel Thasos.

Nachdem Nikephoros die unübliche Ehre eines Triumphzugs in Konstantinopel erhalten hatte, kehrte er mit einer großen und gut ausgerüsteten Armee in den Osten zurück. In den Feldzügen von 962 und 963 erzwang er sich durch brillante Strategie den Weg durch Kilikien nach Syrien und Dschazira. Mitte Dezember 962 erschien er plötzlich vor Aleppo. Nach dem Sieg über eine improvisierte Armee vor der Stadtmauer, stürmten die Byzantiner im März 962 die Stadt mit Ausnahme der Zitadelle. Rund 10.000 Einwohner, meist junge Männer gingen in Gefangenschaft. Die Plünderung von Aleppo schwächte zwar die Position der regierenden Hamdaniden, war aber auch für die Byzantiner von keinem abschließenden Erfolg.  
PHOKAS, Nikephoros II. (I24245)
 
1671 Der heilige Emmeram war drei Jahre Gast am bairischen Herzogshof der Agilolfinger in Regensburg und soll dort für seinen keuschen Lebenswandel bekannt gewesen sein. Eher überraschend brach er seine Missionsarbeit in Baiern ab und begab sich auf eine Pilgerreise nach Rom. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Uta, die junge Tochter des Herzogs, schwanger war. Lantpert ergriff den Reisenden, nannte ihn höhnisch Schwager (Aie, episcope et gener noster!), um ihn nach dessen Weigerung, die Schwester zu heiraten, zu verstümmeln, was zu Emmerams baldigem Tod führte.

Während Uta das Land verließ, um in der Ferne mit einem Adeligen verheiratet zu werden, wurde Lantpert wenig später, als er schon Herzog in Baiern war, nach Intervention der fränkischen Könige abgesetzt und zu den Awaren verbannt, wo er bis zu seinem Tod blieb. Sein Nachfolger wurde Theodo II.  
VON BAYERN, Lantpert (I24205)
 
1672 Der hl. Hubertus gehört mit den hll. Antonius, Quirinus und Cornelius zu den sogenannten „vier heiligen Marschällen Gottes“ und wird mancherorts auch zu den vierzehn Nothelfern gerechnet.

Sein Attribut ist ein Hirsch mit einem Kruzifix im Geweih.
Leben
Hubertus lebte als Pfalzgraf am Hof Theoderichs III. in Paris, später in Metz am Hofe Pippins des Mittleren, mit dem er wohl verwandt war. Nach dem Tod seiner Frau ging Hubertus als Einsiedler in die Wälder der Ardennen, wo er apostolisch tätig war. 705 wurde er Bischof von Tongern-Maastricht. 716 verlegte er seinen Bischofssitz nach Lüttich. Er ließ dort die Lambertuskathedrale erbauen und galt als fürsorglicher Wohltäter.

Die Reliquien des heiligen Hubertus wurden am 3. November 743 erhoben. 825 wurden sie in die damalige Abteikirche nach Andagium, heute Saint-Hubert, in den Ardennen übertragen. Im Mittelalter war Saint-Hubert ein Wallfahrtsort. Seit der Zeit der Französischen Revolution sind die Reliquien des hl. Hubertus jedoch unauffindbar.
Hirschlegende
Im Christentum wird dem Schutzpatron der Jäger, im Mittelalter war dies – und ist es vor allem in Österreich und Bayern weiterhin – der Heilige Eustachius († um 118), die in verschiedenen Versionen überlieferte Hirschlegende zugeschrieben,[1] wonach der Heilige an einem Karfreitag auf der Jagd beim Anblick eines prächtigen Hirsches mit einem Kruzifix zwischen den Sprossen des Geweihs bekehrt wurde. Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde sie zunehmend auf den Heiligen Hubertus († 727) übertragen, obwohl dieser eigentlich kein Jäger war.[2] Eine erste Erwähnung in Bezug auf Hubertus findet sich um 1440 bei der Stiftung des Hubertusordens durch Herzog Gerhard II. von Jülich und Berg. Er ehrte damit die Bemühungen des Heiligen zur Christianisierung der Ardennen, wo der heidnische Kult um Diana, der antiken Schutzgöttin der Jagd, noch Bestand hatte.

Einer Version nach ließ er sich nach der Erscheinung eines Kruzifixes im Geweih eines gejagten Hirsches taufen und schwor der Jagd ab und wurde vom leidenschaftlichen Jäger zum Nichtjäger. Andere Quellen berichten, der vorher als brutal und zügellos geschilderte Hubertus habe sich nach der Erscheinung vom „wilden Heiden“ zum christlich-gemäßigten Jäger gewandelt. Christlichen Jägern gilt die Hirschlegende seither als Vorbild der Mäßigung und Ansporn zur waidgerechten Jagd gemäß der waidmännischen Losung: den Schöpfer im Geschöpfe ehr[en], wie sie Oskar von Riesenthal in seinem Lied „Waidmannsheil“ (1880) formulierte.[3]

Neben der Eustachius-Legende, die Hubertus hier direkt beerbt, verweist die Geschichte im christlichen Kontext auf das Damaskuserlebnis des Paulus. Die Ursprünge des Motivs finden sich in der buddhistischen Legende um den Mönch Mahinda, der den Buddhismus in Sri Lanka begründete. Hier ist es der König Devanampiya, der auf der Jagd einem Hirsch oder dem Mönch selbst begegnet, um daraufhin zum Buddhismus zu konvertieren. 
VON LÜTTICH, Hugobert (I36774)
 
1673 Der im Juli 1785 geborene und am 17. Januar 1867 verstorbene Samson Joseph Rothschild ist der nachweislich älteste Bestattete des jüdischen Friedhofes bei Merxhausen. ROTHSCHILD, Samson Joseph (I57082)
 
1674 Der Judenschutz war ein Rechtsprinzip zur Regelung des Status jüdischer Minderheiten, das von der späten römischen Antike bis ins 19. Jahrhundert die Rahmenbedingungen jüdischer Existenz im deutschen Reichsgebiet bestimmte und sich sowohl im kirchlichen als auch im weltlichen Recht niederschlug.[1] NATHAN, Jacob (I55344)
 
1675 Der junge Chilperich wurde nach der Ermordung seiner Eltern in ein Kloster verbannt, wo er 40 Jahre lang als „Bruder Daniel“ lebte. Ende 715 oder Anfang 716 wurde er von den Gegnern Karl Martells, dem Hausmeier Raganfrid und Plektrudis von Austrien, als Nachfolger Dagoberts III. zum König von Neustrien erhoben, dem Kerngebiet des Frankenreiches. Die Pfalz Compiègne war seine Residenz.

Berühmt ist die Aussage in späteren Quellen, er sei zumeist von Raganfrid auf einem zeremoniellen Ochsenkarren bei seinen Zügen mitgeführt worden. Tatsächlich aber wurde er lediglich mit einem der Tradition entsprechenden Wagen auf das jährliche Märzfeld gebracht. Nach Ansicht von Historikern wie Sebastian Scholz und Ian Wood kämpfte der König sogar persönlich in der Schlacht und war nicht nur eine Marionette seines Hausmeiers: Insgesamt ist die neuere Forschung skeptischer, was die Behauptung der unter den siegreichen Karolingern verfassten Quellen betrifft, die letzten Merowinger seien sämtlich nur jämmerliche Schattenkönige gewesen. Der anonyme Autor einer zeitgenössischen Chronik, die im englischen Jarrow entstand, schildert Chilperich 717 jedenfalls als mächtigen Herrscher (Historia Abbatum auctore anonymo 32).

Chilperichs bzw. Raganfrids Kampfbündnisse mit dem Friesenherzog Radbod (717) und Eudo von Aquitanien (718) gegen die starke Opposition der Karolinger, insbesondere gegen Karl Martell, scheiterten jedoch. Karl besiegte die Neustrier bei Amel (französisch Amblève), Vinchy (21. März 717) und in der Schlacht bei Soissons (718/719). Als der von Karl Martell gestützte Chlothar IV. 719 starb, ließ Karl sich Chilperich II. von Eudo ausliefern und erkannte ihn mit der Wiederherstellung seines Einflusses in Neustrien als König an. Erst ab diesem Zeitpunkt dürfte Chilperich tatsächlich entmachtet gewesen sein.

Chilperich II. starb im Jahre 721 und wurde in Noyon beigesetzt. Karl Martell bestimmte Theuderich IV. zum Nachfolger. Es ist unklar, ob der letzte Merowingerkönig Childerich III. Chilperichs Sohn gewesen ist.

Unklar ist auch sein Name. Denkbar ist, dass er als Daniel getauft wurde und später Chilperich als Krönungsnamen annahm, um seine dynastische Legitimation zu betonen und Kampfbereitschaft und Unabhängigkeit auszudrücken, oder dass er als Chilperich geboren wurde und bei seinem Eintritt in das Kloster den Namen Daniel erhielt. 
VON FRANKEN, Chilperich II. Daniel (I61405)
 
1676 Der junge Dedo verbrachte die Kindheit bei seinem Verwandten, Markgraf Rikdag, Herr über die Mark Meißen, Mark Zeitz und Mark Merseburg, und stand somit in enger Beziehung zu einem der einflussreichsten Männer Ostsachsens. Verheiratet war Dedo mit Thietburga, der Tochter des Markgrafen Dietrich von Haldensleben, Herr über die Nordmark, die er vor 985 zur Frau genommen hatte.

In den Jahren von 974 bis 985 war Dedo I. an der Rebellion des bayrischen Herzogs Heinrich von Bayern gegen Kaiser Otto II. und später auch gegen dessen Sohn Otto III. beteiligt, dem sich der bayrische Herzog erst im Juni 985 in Frankfurt endgültig unterwarf. Im Jahre 976 befehligte Dedo ein böhmisches Heer, das Zeitz einnahm und die Bischofskirche ausraubte. Mit der Beute führte der Wettiner angeblich auch seine eigene Mutter als Gefangene fort.

Zu dem magdeburgischen Erzbischof Giselher hatte Dedo offensichtlich ein gutes Verhältnis. Dieser verschaffte ihm nach dem Tod des Grafen Binizo die Grafenrechte im nördlichen Hassegau. Zudem beanspruchte Dedo erfolgreich den Burgward Zörbig für sich und seinen Bruder Friedrich.

Die Jahre vor Dedos Tod waren schließlich von einer Fehde mit den Walbeckern überschattet, deren Ursache nicht bekannt ist. Dedo beanspruchte als Gemahl der Tochter des Markgrafen von der Nordmark nach dessen Tod das Amt für sich, welches aber der Walbecker Lothar erhielt. Lothar herrschte in der Nordmark von 983 bis 1003. Bischof Thietmar von Merseburg, ein Neffe Lothars, erzählt in seiner Chronik, dass sich Dedo I. an der Verwüstung der Burg Wolmirstedt beteiligte, die in Walbecker Besitz war. Auch mit Markgraf Lothars Sohn und Nachfolger Werner von Walbeck (1003–1009; † 1014) lag der Wettiner im Streit. Dedo wurde am 13. November 1009 zusammen mit seinem Vasallen Egilhard von seinem Widersacher Werner in der Nähe von Mose am Zusammenfluss von Tanger und Elbe getötet. 
VON WETTIN, Dedo I. (I39656)
 
1677 Der jüngere Sohn des Grafen Liudolf wurde 880 als Nachfolger seines in der Normannenschlacht gefallenen Bruders Brun Haupt der Liudolfinger. Otto war Graf im Derlin(g)gau, im Südthüringgau und im Eichsfeld.[1]

In einem Zehntverzeichnis des Klosters Hersfeld ist er schon gegen Ende des 9. Jahrhunderts als „Herzog“ (dux) bezeugt. Selbst König Konrad I., ein langjähriger Rivale, bezeichnete ihn im Jahre 913 rückblickend als dux. Fünfzig Jahre später wurde Otto von Widukind von Corvey gar als Herzog von ganz Sachsen bezeichnet.[2] Hingegen verweigerten die Karolinger ihm den dux-Titel und würdigten ihn in ihren Urkunden lediglich als herausragenden Grafen.

Otto heiratete wohl um 875 Hadwig, eine Tochter eines Adligen namens Heinrich, der zur fränkischen Adelsfamilie der älteren Babenberger gehörte. Otto hatte mit Hadwig drei Söhne Thankmar, Liudolf und den späteren König Heinrich I. sowie zwei Töchter Oda und Liutgard.

Otto begleitete Arnolf Anfang 894 auf dem Italienzug. Auf Bitten des Papstes sollte Arnolf den Gewaltherrscher Kaiser Wido von Spoleto bekämpfen. Otto bekam die Aufgabe, die Stadt Mailand zu sichern.[3] Für seine treuen Dienste erhielt er wenige Jahre später das hessische Reichsstift Hersfeld. Als Laienabt hatte er maßgeblichen Einfluss auf diese wichtige Einrichtung im sächsisch-fränkischen Grenzraum. Ottos Bedeutung im Machtgefüge des ostfränkischen Reiches zeigt sich darin, dass seine Tochter Oda mit Zwentibold, dem Sohn von Kaiser Arnolf, vermählt wurde. Durch diese Heirat versuchte der Kaiser, Otto als mächtigsten Mann im östlichen Sachsen in die karolingischen Herrscherfamilie einzubinden.[4]

Unter dem neuen Herrscher Ludwig das Kind hatte Otto keine besondere Nähe zum Königshof. Er musste sich auf seine Kerngebiete im Nordosten des Reiches am Harz und an der Elbe beschränken. Otto trat nur zweimal als Intervenient auf, im August 902 in Trebur in einer Rechtsbestätigung für die Kirche von Halberstadt und am 8. Mai 906 in Holzkirchen in einer Rechtsbestätigung für die Kirche von Freising.[5] Nach dem sächsischen Geschichtsschreiber Widukind von Corvey soll nach dem Tod Ludwig des Kindes das „Volk der Sachsen und Franken“ Otto die Königskrone angetragen haben. Dieser habe aber aus Altersgründen abgelehnt. Bei Otto soll aber die wahre Macht verblieben sein.[6]

Otto der Erlauchte wurde in der Kirche des Stiftes Gandersheim bestattet. Eine Gedenktafel über ihn befindet sich in der Walhalla in Donaustauf. 
VON SACHSEN, Otto ´der Erlauchte` (I2042)
 
1678 Der jüngste Sohn des 1781 geadelten Tuchfabrikanten Bernhard Georg von Scheibler (1724–1786) und der Clara Maria Moll (1733–1802) aus Remscheid-Lennep, sowie Vetter des Krefelder Samtfabrikanten Johann Heinrich Scheibler durchlief wie die Mehrheit seiner Brüder und Onkel eine Ausbildung zum Tuchhändler und Tuchfabrikanten. Während die meisten dieser Verwandten aus der Unternehmerfamilie Scheibler seit dem Zuzug von Friedrichs Großvater Johann Heinrich Scheibler in den Raum Monschau und Eupen auch dort tätig waren, hatte sich Friedrichs Vater Bernhard zunächst nach Hagen und später nach Herdecke orientiert, wo er eigene Betriebe gründete. Nachdem Bernhard von Scheibler, der sein Hagener Unternehmen bereits 1765 aufgegeben hatte, sich später wieder nach Monschau und Eupen zurück orientierte, übernahm Friedrich die Herdecker Firma seines Vaters und verlagerte diese nach Iserlohn. Durch familiäre und geschäftliche Verknüpfungen der Familie seiner Mutter Clara Moll mit den einflussreichen Tuchfabrikantenfamilien Harkort und Rupe lernte der junge Friedrich von Scheibler, Theodore Luise Rupe (1778–1853) kennen, die einzige Tochter des wohlhabenden Iserlohner Tuchhändlers und Fabrikanten Johannes Rupe (1730–1787). Er heiratete die Alleinerbin des Handelshauses „Johannes Rupe Wwe. & Co“ im Jahr 1797. Durch diese Heirat übernahm Friedrich von Scheibler auch die Firma seiner Frau und verschmolz diese mit seiner eigenen Tuchfabrik. Dank seiner vielfältigen Handelskontakte im gesamten Rheinland und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwung, von dem die Stadt Iserlohn besonders in der Zeit der französischen Besatzung profitierte, und auf Grund seiner vorbildhaften Arbeitsweise wurde Scheibler als „Zugereister“ schnell von der Iserlohner Kaufmannschaft akzeptiert, die ihn auch bald zu ihrem Sprecher wählten. Das Handelshaus „Scheibler & Rupe“ selbst sowie Friedrich von Scheibler und seine Frau zählten auch auf Grund der enormen Erbsummen aus der Familie Rupe alsbald zu den reichsten Vertretern der Stadt Iserlohn.

Im Jahre 1808 wurde Scheibler dank seiner herausragenden Stellung zum Maire von Iserlohn im Arrondissement Hagen des Département de la Roer im Rheinbundstaat Herzogtum Berg gewählt sowie zum großherzoglichen Staatsrat und zum kaiserlichen „Capitaine de chasse“ (Jägerhauptmann) ernannt. Nach dem Abzug der Franzosen wurde Scheibler zum Major der preußischen Landwehr ernannt.

Neben seinen beruflichen Verpflichtungen lag das Interesse Scheiblers an intensiven Kontakten mit gesellschaftlichen und religiösen Gruppierungen. So zählte er am 16. September 1802 zu den Mitbegründern der Iserlohner „Gesellschaft Harmonie“, von der aus es viele Querverbindungen zur Iserlohner Freimaurerloge gab.

Weiterhin gründete er am 1. Dezember 1814 die Märkische Bibelgesellschaft, deren erster Präsident er wurde und zu deren weiteren prominenten Präsidiumsmitgliedern der ersten Stunde auch der spätere Landrat Peter Eberhard Müllensiefen gehörte, den er schon lange kannte und schätzte. Daraus resultierte ein Jahr später Scheiblers Beitritt in die Herrnhuter Brüdergemeine, die sich in Iserlohn um den engagierten Pfarrer Johann Abraham Strauß schon seit geraumer Zeit gruppiert hatte und der auch Müllensiefen als vehementer Vertreter des Swedenborgismus sowie der spätere erste Oberpräsident Westfalens Ludwig Freiherr von Vincke als Patron angehörten.

Darüber hinaus zählte Scheibler wiederum zusammen mit Müllensiefen, Vincke, seinem Verwandten Johann Caspar Harkort und anderen zu den Mitgliedern des „Literarischen Vereins der Grafschaft Mark“, der zu jenem Zeitpunkt unter der Leitung des Schwerter Arztes und Universalgelehrten Friedrich Bährens stand und von 1814 bis 1860 bestand.

Nach dem Tod Friedrich von Scheiblers wurde ihm zu Ehren in Iserlohn noch eine Straße nach ihm benannt.

Familie

von Scheiblersche Haus Iserlohn
Aus seiner Ehe mit Theodore Luise Rupe gingen ein Sohn und vier Töchter hervor. Sein Sohn Friedrich, von Scheibler, jun. (1803–1828) verstarb jedoch bereits nur vier Jahre nach seinem Vater und ein Jahr nach seiner Heirat mit Emilie Pastor (* 1800) aus Aachen, kurz vor der Geburt seiner Tochter Frieda (* 1827), die den späteren Bonner Kirchenhistoriker Wilhelm Ludwig Krafft heiratete.

Luise Rupe brachte das 1783 erbaute elterliche Wohnhaus mit in die Ehe, welches seit ihrer Heirat und bis heute als das von Scheiblersche Haus bekannt ist. Nach dem Tod ihres Sohnes zog sie in das Haus Villigst im Ort Villigst bei Schwerte, dessen Erbauer und Besitzer Ludwig Freiherr von Elverfeldt ihre älteste Tochter Julie (* 1800) geheiratet hatte, und wo sie sich um ihre sechs Enkelkinder sorgte. Das Von Scheiblersche Haus verkaufte sie an die Stadt Iserlohn, die darin zunächst eine Schule, später das Arbeitsamt, danach vorübergehend das Bauamt einrichtete. Schließlich diente es noch einige Jahre als Funkhaus des Senders Radio MK und beherbergt derzeit die städtische Gemäldegalerie. 
VON SCHEIBLER, Friedrich (I53439)
 
1679 Der jüngste Sohn des Unternehmers Max Haniel (1813–1887) und der Friederike, geb. Cockerill (1816–1854), Tochter des Stahlunternehmers William Cockerill, studierte an der TH Aachen und an der TH Berlin und schloss das Studium als Dr. phil. ab. Danach war er zunächst Bergassessor.

Noch als Student verfasste Haniel eine Abhandlung über das Eisensteinvorkommen im deutschen Juragebirge, die in der deutschen geologischen Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinenwesen veröffentlicht worden ist. Diese Arbeit führte zu seiner Aufnahme als korrespondierendes Mitglied in die k. u. k. österreichischen Reichsanstalt. Zur gleichen Zeit veröffentlichte er noch eine Arbeit über das Abteufen im schwimmenden Gebirge der Zeche Rheinpreußen und verfasste später noch eine eingehende Beschreibung der bis dahin unbekannten Flözeinlagerungen in der Horst-Hertener-Mulde, die im Essener Bädeker-Verlag erschien.

Zwischen 1883 und 1895 amtierte Haniel als Landrat in Moers. Als solcher ließ er nach einem verheerenden Hochwasser die Rheindämme erhöhen und sorgte für den Bau einer Eisenbahnlinie durch den gesamten Kreis in Nord-Süd-Richtung. Diese von Haniel mit initiierte Eisenbahnstrecke zwischen Moers und Duisburg wurde 1903 in Betrieb genommen. Dafür erhielt er 1904 die Ehrenbürgerwürde von Moers.[1]

Bereits 1894 verlegte Haniel seinen Hauptwohnsitz nach Lothringen, wo er sein Gut in Landonvillers bewirtschaftete, und führte dort erfolgreich die niederrheinische Viehzucht und die holländische Weidewirtschaft ein. Das in Haniels Besitz befindliche Schloss Landonvillers, welches später – im Jahre 1918 – enteignet wurde, hatte Haniel zuvor im Jahre 1891 erworben und ließ es zwischen 1903 und 1906 durch den Architekten Bodo Ebhardt im Stil der Neorenaissance und der Neoromanik umgestalten[2]. Zugleich vergrößerte er im Laufe der Zeit seinen Grundbesitz durch den Erwerb mehrerer Güter in den Kreisen Kleve, Moers und Teltow sowie durch Ankauf des Klostergutes La Grange Le Mercier und des Schlosses Vantoux bei Metz. Schließlich erwarb Haniel von dem Konsularagenten Conradin Startz noch das Schloss Rahe in Aachen-Laurensberg.

Darüber hinaus verwaltete er weiterhin seinen Grubenbesitz im Kreis Moers und war in weiteren Montanunternehmen tätig. Haniel war Mitglied mehrerer Grubenvorständen, darunter den der Zeche Zollverein, Zeche Rheinpreußen und der Zeche Fröhliche Morgensonne sowie Mitglied im Aufsichtsrat der Gutehoffnungshütte. Diese Tätigkeit ließ er während seiner Dienstzeit als preußischer Beamter ruhen, nahm sie aber nach dem Ausscheiden aus dem Staatsdienst verstärkt wieder auf. Ferner publizierte er zum Bergwesen.

Seit 1885 gehörte Haniel dem Volkswirtschaftsrat an und war außerdem Mitglied im rheinischen Provinziallandtag. Als Angehöriger der freikonservativen Partei gehörte er zwischen 1886 und 1898 auch dem preußischen Abgeordnetenhaus an.


Grabstätte der Familie John von Haniel auf dem Aachener Westfriedhof I
Im Jahr 1899 wurde John Haniel für seine Verdienste in den preußischen Adelsstand erhoben.[3] 1912 wurde er zum Geheimen Regierungsrat ernannt.

Haniel, der in erster Ehe mit Fanny Stinnes (1857–1883), einer Tochter des Reeders und Kaufmanns Johann Gustav Stinnes, verheiratet gewesen war, heiratete nach deren Tod durch Kindbettfieber in zweiter Ehe am 1. Juli 1885 in Laurensberg Helene Zurhelle (* 12. Februar 1857 in Laurensberg;† 22. Juni 1927 in Prien am Chiemsee), Tochter des Gutsbesitzers Adolf Zurhelle und seiner Frau Clothilde Zurhelle, geb. Lochner, die wiederum eine Tochter des Aachener Tuchfabrikanten Johann Friedrich Lochner war. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor: die Töchter Fanny (* 1886), Frieda (* 1889), Helene (* 1889) und Else (* 1894; ⚭ 2. August 1914 Rittmeister Carl Braun, Fliegerpionier) sowie der Sohn John Alfred (* 1892), der kurz nach seiner Geburt verstarb. 
VON HANIEL, John Eugen Louis (I58884)
 
1680 Der jüngste Sohn von König Boleslaw I. Chrobry und der Emnilda wurde anlässlich des Treffens in Gnesen im Jahr 1000 auf den Namen Kaiser Ottos III. getauft. Nur zum Jahr 1018, als er Oda, die Tochter des Markgrafen Ekkehard von Meißen und letzte Gemahlin Bolesławs, nach Polen geleitete, wird Otto in den Quellen als handelnde Person fassbar. Nach der Machtübernahme Mieszko II. Lamberts, 1025, ging Otto, wie sein Halbbruder Bezprym (mit dem ihn die Quellen zum Teil verwechseln) zunächst in die Opposition, danach ins Exil. Ottos Rolle nach dem Sturz Mieszkos, 1031, ist nicht mit Sicherheit zu klären. Möglicherweise ist er einer der Tetrarchen, die Kaiser Konrad II. 1033 für Polen einsetzte. Kurz darauf starb Herzog Otto, möglicherweise durch Mord.  VON POLEN, Otto (I36251)
 
1681 Der jüngste Sohn, Heinrich Peltzer (1556–1591), zog in das evangelisch freie Burtscheid und wurde Stammvater der Burtscheider Linie, die mehrere Generationen später wieder zum Katholizismus konvertierte und der der Aachener Syndikus Matthias Goswin Pelzer sowie die beiden Aachener Oberbürgermeister Arnold Edmund Pelzer und Ludwig Pelzer entstammen. PELTZER, Heinrich (I54517)
 
1682 Der Kapitänleutnant Joachim Friedrich Bilitzer von Bilitz († 7. September 1645) war der Besitzer des Schlosses in Jakobsdorf und in Langenwaldau[7] im Fürstentum Liegnitz. Laut Neuen Siebmacher[8] und der Publikation von Pusch starb Elisabeth Bilitzer von Bilitz (1597–1669) in Liegnitz als angeblich letzte Namensträgerin. Jedoch wurde Mathias Bilitzer von Bilitz (* 1607), Bürgertum von Neustadt, 1672 als Zeuge vor dem Neustädter Gericht aufgeführt.[1] Demzufolge dürfte die Familie erst mit letzterer Person im Mannesstamm erloschen sein. BIELITZER VON BIELITZ, Joachim Friedrich (I57297)
 
1683 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I56694)
 
1684 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Vertraulich (I7048)
 
1685 Der Kupferhof Grünenthal, auch „Hof Grünenthal“ oder „Auf dem Styrenbend“ genannt, ist einer von mehr als zehn ehemaligen Kupferhöfen in der Oberstadt von Stolberg im Rheinland am Beginn der Steinfeldstraße. Er hat seinen Namen nach der ehemaligen Flurbezeichnung „Im grünen Thal“ und steht seit 1985 unter Denkmalschutz. Der Kupferhof Grünenthal ist Gründungsort des nach ihm benannten Pharmaunternehmens Grünenthal GmbH und bis heute Sitz der Unternehmerfamilie Wirtz. LYNEN, Isaak (I54519)
 
1686 Der Kupferhof Rosenthal (Neuere Schreibweise: „Rosental“) ist einer von mehr als zehn ehemaligen Kupferhöfen in der Oberstadt von Stolberg im Rheinland an der heutigen Rathausstraße. Er wurde im Jahr 1724 im Auftrag von Johannes Schleicher (1676–1750) durch den Baumeister Tillmann Roland (1702–1762) aus Kornelimünster im barocken Stil erbaut und 1986 unter Denkmalschutz gestellt.

Die Kupfermeisterfamilie Schleicher kam ursprünglich aus Aachen und lebte bereits seit Ende des 16. Jahrhunderts in Stolberg, wo sie unter anderem die Kupferhöfe Schleicher (später Adler-Apotheke), Schart, Knautzenhof und Bernardshammer aufgebaut hatten. Johannes Schleicher stammte aus dem Zweig der Familie, die den Bernhardshammer bewirtschaftete und machte sich 1724 durch den Bau des Kupferhofes Rosenthal selbstständig. Da sein Betriebsgelände abseits des Vichtbaches lag, von dem der neue Kupferhof sein Wasser bezog, musste Schleicher einen Wassergraben anlegen, der durch den Ellermühlenteich und einen Kanal, der vom Vichtbach abzweigte, gespeist wurde.

Das prachtvolle Anwesen entsprach durchaus der gesellschaftlichen Stellung der Kupfermeisterfamilie Schleicher, die bis in höchste Kreise des deutschen Hochadels akzeptiert wurde. So war beispielsweise unter anderem der Kurfürst Clemens August von Bayern (1700-1761), einer der wichtigsten geistlichen Reichsfürsten seiner Zeit, anlässlich einer Reise nach Aachen im Juli 1738 Gast auf dem Kupferhof Rosenthal.

Da Johannes keine eigene Söhne hatte, die den Hof übernehmen konnten, erbte sein Vetter Matthias Schleicher (1723–1778), Sohn von Leonhard Schleicher (1693–1745) auf dem Bernhardshammer, den Hof Rosenthal, der diesen später seinem Sohn Leonhard Schleicher (1749–1828) übertrug. Da auch Letzterer keine Söhne bekam, ging der Kupferhof im Jahr 1830 anlässlich der Heirat mit Leonhards Tochter Catharine Gertrud Schleicher (1790–1850) an seinem Schwiegersohn Richard Lynen (1783–1857) über, der nach dem Tod seiner Frau alleiniger Besitzer wurde.

In der Folgezeit verblieb der Kupferhof Rosenthal bis zum Ende des 20. Jahrhunderts im Besitz der Familie Lynen, wobei zunächst Richards Sohn Gustav Adolf Lynen (1812–1879), danach dessen Sohn Georg Viktor Lynen (1842–1911) und anschließend Georgs Sohn Arthur William Lynen (1874–1957) den Hof erbten, ohne ihn als Kupferhof zu bewirtschaften. Letzterer sorgte durch geeignete Umbaumaßnahmen für dessen moderne Bewohnbarkeit. Er hinterließ den Kupferhof Rosenthal seinen drei Kindern, die ihn als Erbengemeinschaft erhielten und 1996 an eine Bauherrengemeinschaft verkauften. Nach einigen weiteren Eigentümerwechseln kam Rosenthal in den Besitz der derzeitigen Eigentümerinnen und wird heutzutage als Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare oder Familienfeierlichkeiten genutzt.

Der Kupferhof Rosenthal war u. a. Drehort für den Film Catweazle mit Otto Waalkes, der im Jahr 2021 erschienen ist.[1]
 
SCHLEICHER, Johannes (I54575)
 
1687 Der Lehrbrief wurde in Heidelberg von seinem Enkel Johann Bernhard Hofstatt (1646 - 1708) ausgestellt für Christian Burkhard Heyles (1652-1721) und unterzeichnet von Jacob Israel (1621-1674) ein deutscher Arzt, Stadtphysikus und Professor in Heidelberg sowie Rektor der Universität Heidelberg.
Die Heidelberger Hof-Apotheke war im 17. Jahrhundert ein kurpfälzisches Lehen und wurde seit 1662 von Conrad Daniel Nebel (1632-1672) geführt. Als dieser starb war sein Sohn und Lehensnachfolger Daniel Nebel (1664-1733) - später Mediziner und kurfürstlicher Leibarzt - noch unmündig. Der Düsseldorfer Apotheker Johann Bernhard Hoffstatt pachtete die Hof-Apotheke und leitete sie als "Chur Pfaltz Hoff Apotecker in Churfürstlicher Haupt und Residentz Statt Heydelberg" bis zur Zerstörung der Stadt im Jahre 1693. Dieser Lehrbrief aus dem Jahr 1673 bescheinigt dem Empfänger Christan Burkhard Heyles aus Bacharach, eine vierjährige Lehrzeit in der Hof-Apotheke absolviert zu haben. Begonnen hatte er die Lehre bei Hofapotheker Nebel. Das Zeugnis wurde beglaubigt durch die Unterschriften von Jacob Israel, Rektor der Universität Heidelberg, Friedrich Christian Winkler und Hoffstatt selbst. Der Heidelberger Lehrbrief besticht durch seinen künstlerischen Gesamteindruck, der neben der Auszeichnungsschrift der Urkunde eine besondere Gewichtigkeit verleiht. 
HOFFSTADT, Heinrich (I8621)
 
1688 Der Lehrbrief wurde in Heidelberg von seinem Ur-Enkel Johann Bernhard Hofstatt (1646 - 1708) ausgestellt für Christian Burkhard Heyles (1652-1721) und unterzeichnet von Jacob Israel (1621-1674) ein deutscher Arzt, Stadtphysikus und Professor in Heidelberg sowie Rektor der Universität Heidelberg.
Die Heidelberger Hof-Apotheke war im 17. Jahrhundert ein kurpfälzisches Lehen und wurde seit 1662 von Conrad Daniel Nebel (1632-1672) geführt. Als dieser starb war sein Sohn und Lehensnachfolger Daniel Nebel (1664-1733) - später Mediziner und kurfürstlicher Leibarzt - noch unmündig. Der Düsseldorfer Apotheker Johann Bernhard Hoffstatt pachtete die Hof-Apotheke und leitete sie als "Chur Pfaltz Hoff Apotecker in Churfürstlicher Haupt und Residentz Statt Heydelberg" bis zur Zerstörung der Stadt im Jahre 1693. Dieser Lehrbrief aus dem Jahr 1673 bescheinigt dem Empfänger Christan Burkhard Heyles aus Bacharach, eine vierjährige Lehrzeit in der Hof-Apotheke absolviert zu haben. Begonnen hatte er die Lehre bei Hofapotheker Nebel. Das Zeugnis wurde beglaubigt durch die Unterschriften von Jacob Israel, Rektor der Universität Heidelberg, Friedrich Christian Winkler und Hoffstatt selbst. Der Heidelberger Lehrbrief besticht durch seinen künstlerischen Gesamteindruck, der neben der Auszeichnungsschrift der Urkunde eine besondere Gewichtigkeit verleiht. 
HOFFSTADT, Hermann (I49152)
 
1689 der letzte aus dem Hause PONNAU gewesen, allwo die Famile ihren Sitz gehabt bis an 1331, da denn dieses Sohnes GOTHARDEN und CATHARINA VON RIEFF ehelicher Sohn, JOHANN VON MOTZFELD genannt, im gemeldeten Jahr 1331, der den damaligen Grafen zu Berg als Amtmann zu Lullsdorf, Burggraf zu Bensberg, Ober-Kellner daselbst, in Dienst gefordert wurde, welcher mit CATHARINA VON KATTERBACH den Sohn WIENAND zeugte. VON MOTZFELD, Gothard (I1765)
 
1690 Der literarisch begabte Junge erlitt bereits im Alter von fünf Jahren ein schweres Schicksal, als eine Entzündung im rechten Bein dieses verkürzte und steif werden ließ. Wenig später brach er sich das Bein, die Entzündungen kehrten von da ab periodisch wieder und zwangen ihn zum Gehen in einer Gehmaschine[16]. Da er sich auch für physikalische Dinge interessierte, elektrifizierte er als Kind gemeinsam mit seinem Cousin Robert von Lieben (1878–1913) das Familienpalais. Beide bauten auch ein Haustelefon ein[17], daher wollte er, nachdem er die Matura im Sommer 1895 abgelegt hatte, Physik studieren. Nach seinem frühen Tod stiftete sein Vater ein Stipendium an der Wiener Universität, die Leopold-Auspitz-Stiftung. So hielt u. a. J. Tuma den Leopold-Auspitz-Kurs Teil 1 mit dem Thema Der Wechselstrom ab, I. Pollak, Dozent für Elektrotechnik, setzte den Kurs im Februar/März 1899 fort.[18] AUSPITZ, Leopold Pol (I60311)
 
1691 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I10)
 
1692 Der Merowingerkönig Dagobert I. nahm sie im Jahre 629 zur Frau, nachdem er seine bisherige Frau Gomatrud verstoßen hatte. 634 wurde der gemeinsame Sohn Chlodwig II. geboren. Im Jahre 639 starb Dagobert I. Chlodwig II. wurde König von Neustrien-Burgund.

Die Regentschaft übernahmen der Hausmeier Aegas und Königin Nanthild. Der Königsschatz Dagoberts I. wurde in drei Teile geteilt: Sigibert III., Chlodwig II. und Nanthild erhielten jeweils einen Teil – Nanthilds Wichtigkeit als Regentin wurde damit betont.

Als im Jahre 641 Aegas Schwiegersohn einen Mord vor Gericht beging, autorisierte Nanthild die Rache der Familie des Opfers.

Im Jahr 642, ihrem Todesjahr, überzeugte Nanthild die Burgunder, das Amt des Hausmeiers wieder einzuführen. Sie schien auch selbst dieses Amt mit einem ihrer Getreuen, dem Franken Flaochad, besetzt zu haben. Zur Stärkung der Bindung zwischen Flaochad und Nanthild heiratete dieser die Nichte der Regentin. Mit der Einrichtung des Hausmeieramtes in Burgund versuchte Nanthild, eine Stärkung der Zentralgewalt zu erreichen: Jedoch konnte sich nach ihrem Tod das Hausmeieramt in Burgund nicht lange halten und wurde 662 unter dem neustrischen Hausmeier Ebroin in Personalunion vereinigt.

Nantechild wurde in der Grablege der französischen Könige, der Basilika Saint-Denis, beigesetzt. Bei der Plünderung der Königsgräber von Saint-Denis während der Französischen Revolution wurde ihr Grab am 19. Oktober 1793 geöffnet und geplündert, ihre Überreste wurden in einem Massengrab außerhalb der Kirche beerdigt. 
VON SACHSEN, Nanthilde\ Natechild (I18395)
 
1693 Der Mönch Adrevald von Fleury berichtet in seiner kurz nach 867 geschriebenen Miracula Sancti Benedicti, Pippin der Jüngere habe seinen Halbbruder Remigius im Jahr 750/751 damit beauftragt, die Reliquien des heiligen Benedikt von Nursia zurück in die Abtei Montecassino zu bringen. Im Jahr 755 wurde er zum Bischof von Rouen ernannt, was er bis 771 blieb. Im Jahr 760 wurde er zum Langobardenkönig Desiderius und zum Papst Paul gesandt. Bei seiner Rückkehr hatte er Simeo im Gefolge, einen der Leiter der römischen Kirchensängerschule, den er mit der Ausbildung seiner Mönche beauftragte. Als Simeo aber wieder nach Rom zurückgerufen wurde, musste er seine Mönche hinterherschicken, damit sie ihre Ausbildung auch abschließen konnten. Der letzte bezeugte Auftritt des Bischofs Remigius fand auf der Synode von Attigny im Jahr 762 statt, die zum Gebetsbund von Attigny führte.

Die Annales Mosellani berichten vom Tod von Remigius et Bernehardus im Jahr 787. Die Angabe wird bezüglich Remigius als Irrtum angesehen, das Jahr 771 als Jahr von Remigius Tod betrachtet 
MARTELL, Remigius (I10770)
 
1694 Der Mühlbach im Augsburger Stadtteil Pfersee heißt im weitern Verlauf "Hettenbach".
Ursprünglich war der Hettenbach der linke und kleinere Zweig des Mühlbachs nach der Pferseer Mühle. Er floss von Pfersee nach Oberhausen, wo er zur Bewässerung der dortigen Krautgärten und Wiesen diente. 
HETTE(N)BACH, N. (I8462)
 
1695 der nach 1360 mit seinen Söldnern, der „Weißen Kompanie“ (White Company), das Kriegsgeschehen in Italien maßgeblich beeinflusste. Er hinterließ in Italien das Beispiel eines erfolgreichen Söldnerführers und diente als Vorbild für kommende italienische Condottieri wie Francesco Sforza oder Bartolomeo Colleoni.  HAWKWOOD, John (I1862)
 
1696 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I4416)
 
1697 Der Nachweis des Ortsnamensbezugs konnte über einen Kirchenbucheintrag in Drabenderhöhe ermittelt werden. am 28. April 1678 ist Kirstg (Christian) Holler zum Holl Taufpate des sohnes von dietrich Klein. am 29. Februar 1680 findet sich folgender Hochzeitseintrag:" Kestgen seligen Hendtrichen Müllers im Niderhoff hinterlassene eheliche tochter und Eva seligen Kerstgen Höllers zum Holl Kirspels Muche gewesener schöffe von der Hundtschaft Miebach hinterlassene eheliche Tochter". Nach dem Mucher Kirchenbuch wurde Christian Höller am 30. Mai 1679 beerdigt und war katholischer Konfession. In der bergiscvhen Steuerliste "Pferd- und Schüppendienste" aus dem Jahre 12559 erscheint der Hof Zum Holl noch nicht, aber in den Akten zu einer Zeugenbefragung zwischen dem 5. Dezember 1575 und dem 27. Oktober 1577 zu einem Prozess zwischen Herzog Johann Wilhelm von Jülich gegen die Grafen Sebastian und Ludwig zu Sayn Wittgenstein, der seit dem jahr 1573 geführt wurde:" Claeß zum Holl, Scheffe im Dorf Much: Er pleip bei dem alten Glauben, den ihn seine Eltern gelehret und er in der Kirche hoirdt predigen." Ob Niklaus zum Holl Urahn ist, kann heute leider nicht mehr nachgewiesen werden. Da aber im 17. jahrhundert nur eine Familie, nämlich die der noch heute in Much ansäßigen Höllers dort lebt, ist es gut möglich, dass er der Vorfahre der Höhlers ist.

Da die Kirchengemeinde Drabenderhöhe zur Reichsherrschaft Homburg gehörte, wurde den bewohnern von den Grafen zu Sayn-wittgenstein die reformierte Konfession (Heidelberger Katechismus) vorgegeben. Durch die Grenzlage hielten sich auch einige benachbarte ortschaften zur Kirchengemeinde Drabenderhöhe. Die Orte Scheidt mit dem Pfarrhof Pfaffenscheid und dem im 18. Jahrhundert evangelisch gewordenen Ort Obermiebach lagen im herzogtum Berg, Amt Windeck, später Gemeinde Much (Rhein-Sieg-Kreis), die Weiler und Höfe Anfang (später der Gasthof Kalscheuer/Lang), Brächen, Büddelhagen und Verr befanden sich auf dem Gebiet des bergischen amtes Steinbach (später Gemeinde Engelskirchen, Rhein-Bergischer-Kreis). Erst mit dem Siegburger Vergleich im Jahre 1604 wurde der genaue Grenzverlauf im Raum Drabenderhöhe festgelegt und die Kirche war seitdem homburgisch. Für die Büddelhagen, Scheidt und Verr wurde geregelt, dass Taufen, Hochzeiten und beerdigungen in Drabenderhöhe abgehalten werden durften.

Das galt auch für die Höhlers mit einem der ältesten noch in Drabenderhöhe vorhandenen Familiennamen. Zu Christian Höller konnte allerdings lange kein Bezug hergestellt werden.

In der Personenaufnahme durch Pastor Johannes Haas im Jahre 1675 erscheint die Familie des Conradddd Holler im Scheidt. Aufgeführt werden Conrad Holler, Elsa eheleut Ihre Kinder Johan, albert, Henrich, Johannes.

Conrad und Johan werden in einem Nachtrag als "todt" bezeichnet. Conrad dürfte zwischen 1683 und 1691 verstorben sein. Genau ermitteln kann man es nicht, da die Sterbebücher in Drabenderhöhe erst mit dem jahr 1699 beginnen. Aufgrund von einträgen in das Taufregister und der Hochzeit seines Sohnes Albert, wo Conrad als "selig" bezeichnet wurde, dürfte man vom tod des oben genannten Zeitraum ausgehen.

Conrad Höhler wurde auch in der Huldigungsliste des Herzogtum Berg aus dem jahr 1666 als Conradt Holer genannt.

Desweiteren ist aus den Mucher Taufbüchern zu erfahren, dass die Geschichte des Conrad Höller noch weiter zurückreicht.
Am 6. April 1653 hat Elias im Scheidt ein Kindt auff der Tauffen, der Patte Conrath Elßen Sohn daselbst, die Goett Simons Frau in Buettel (Büddelhagen)

Bei der Patentante, die früher als Gött bezeichnet wurde, dürfte es sich um Margarethe, die ehefrau von Simon Klein gehandelt haben.
Am 11. Mai 1659 hat Kunert ihm scheidt ein Kindt auff der Tauffen der patt Siefrien im Scheidt die Goett Elß Hanß Dochter zum Offerbusch

Der Pate wird vermutlich Severin Schmit aus Scheidt sein. Da die Taufpaten meist Mitglieder der eigenen Familie waren, ist anzunehmen, dass Conrads Frau auch eine geborene Schmit war. Da das Heiratsregister in Much erst 1660 beginnt, ist anzunehmen, dass die beiden um 1658 geheiratet haben dürften. Ein Name des Kindes wurde bei der Taufe niocht angegeben, aber es könnte sich um den in der Personenaufnahme erstgenannten Johan handeln. Was im Taufeintrag sehr ungewöhnlich ist, dass Conrads Mutter Elßen genannt wurde. Gewöhnlich wurden immer die Väter erwähnt. Das läßt die Annahme zu, dass Conrad ein uneheliches Kind war. Ein Hinweis dazu liefert die akte "Inventarium" wurde etwa um 1607 vom Mucher schultheiß Philipp Hundt angelegt. Bei der vorliegenden Akte handelt es sich um eine etwa 1699/1700 erstellte Abschrift mit Nachträgen.

Es liegt folgender Eintrag vor:
N3 diese Wiese die Dipe Wiese genand und die 31 roden bonder Drißen haus im Schede, der ort land vor den pfaffen eichen (Vor den Pfaffeneichen/An den Pfaffeneichen) am Weltgen (=Wäldchen) ist 10 fiertel, 22 roden so mit heinen N3 gezeichnet sind dem Wiedenhoff abgelegen, desweg in ao (=anno) 1657 am 3 tag may die 3 orter mit Elsen im Schede verwechselt durch Herrn Pastor Klee ex Toniß Herhauß im dahl ex (= und) Christgen Schmit in den Immen Kirchmeistern und hat der Widenhoff dargegen bekommen vor dem Hause in der Hoff Wiesen (In der Hofwiese) die Scheidwiesen (In der Scheidtwiese) genand auch so viel an maß die besherweißen aber belangt, so noch Much in die kirch gehorig, hat Elsa und Ihre Kinder uff sich erblich und ewig genommen. Und dann uff der Schladen (Auf der Schlade) am Widen hoffs land auch so viel Land, was aber uff diese güter an beschwerens möchten kommen müßen Elsa und Ihre Kinder

Am 3. Mai 1653 hatten Elsen (Elisabeth) und Ihre Kinder land mit der Kirchengemeinde getauscht. Elisabeth war also katholischer Konfession. Da im scheidt Mitte des 16. jahrhunderts nur wenige Familien im Scheidt lebten - in der personenaufnahme 1675 waren es 37 Personen - dürfte es sich bei dieser elisabeth um dieselbe Person handeln, die im Taufeintrag genannt wurde. Demnach hatte Elisabeth mindestens zwei Kinder, da die Mehrzahl erwähnt wurde. Diese Schwester dürfte Katharina geheißen haben, die mit Elias (Jost) verheiratet war. Conrad war somit der Taufpate des Kindes.

Die Verbindung der Familie Jost zu Höhlers erschließt sich aus dem Drabenderhöher renovierten Rentenzettel, der im Jahre 1700 beginnt.

Jost im Schede loco Conrad Klein ist der Kirchen 1621 uff Martini schuld worden ad - 16 Gl., pensionieren 19 alb. 3 He., er hat verunterpfandet ein Morgen landt hinter den Klein eichen.

Den 21. Dezember 1728 hat Jost Eydam (Schwiegersohn) Johan Diderich der Jüngere zu Staffelbach ein dritte Theil dieses Geldes erledigt ad - 5GI 8 alb.

Den 22. Novembris 1729 Peter Jost Wittib (Witwe) im schede ein dritte theil von dießen Geldt erlegt ad - 5 GI. 8 alb.

Dieße zwey dritte Theil Geldes nemlich ad 10 GI. 16. alb. So von Diedrichs Kuhlen Schuldigkeit Herrühren so forth wiederumb ausgethan und stehen nun an Wittiber Johan Adolph Wilhelms in der Oberbech ad 13 gl. 8. alb pensionierren - 16 alb hat verunterpfändet 6 firtel Wießen in der Hoffwiesen in der Oberbech

Obig restliche 1/3 Theil von Severin Jost im Scheidt ist nicht zu gehaben, weil dessen Güter ad concursen hingegeben und das Unterfand vor dato veralieniert worden, daher diese 5 GI.8 alb laut Kirchenrechnung de Ao. 1748 Sub. Nr. 20 im Lagerbuch zu delieren (auflösen) befohlen worden. 1803 den 7. Dezember sind obige 13 Gülden 8 alb. Wieder erlegt und eodem dato an Johan Henrich Hühn zur Drabenderhöhe ausgeliehen worden, hat verhypotesiert wie die Obligation ausweiset.

(Elias) Jost im Scheidt hat die von Konrad Klein 1621 aufgenommenen Schulden übernommen und diese wurden 1728/1729 von den enkeln zumindest zu zweidritteln an die Kirche zurückgezahlt. Nach dem Kircheninventarium hatte conrad Klein in der Amtszeit des Pastors Johannes Scheffer, der von 1611 bis 1625 in Drabenderhöhe wirkte, einen Pachthoff der Kirche im Scheidt gekauft:
im obersten Schede unter deß Klaus Hauß ein ort hoffs hält Roden dieser ort hoffs ist oblängst Conrad Klein verkaufft und hat davon bey zeiten Johannis Schefferi ein handschrifft gegeben.
Der hoff binnen seinen floir (=Flur) zäunen im Schede ist zusammen 11 morg (=Morgen)
Dazu existiert auch ein Dokument vom 11. November 1621:
Beken ich Conertt (Konrad) im Scheide Feuchen (Sophia) mein eheliche Haußfrau das wir
der Kirchen uff der Hoe bekentlichen Schuld sind schuldig worden sechszehn Gulden
colnisch drei Gulden ad 24 Albus: drei albus u 12 Heller gerechnet welche summa gelt wir
ob: genannt Schult geloben und verheissen allezeit uff martini tag sampt gebürlicher
pencionen als vererblich meinen H der Kirchen Widderumb richtig zu machen und zu
lieffen wenn es die Kirchen nicht lenger ertragen kann oder weil aber die pencion aber
dann pastori zu lieffen A (= A derwaill es vom verkauften hoffen kompt) da nun nitt die
Kirche ihres ausgelegten Gelttes wollt versichertt sein so verschreiben und
verunderpfenden wir obgenannt debitores ihr einen morgen lands hinder der Kleinen
Eychen tuscher Johanchen im Scheide gelegen, daran sich die Kirche Zur Zeitt wen wir
nicht der betzahlung schandinig wurden sol sengsam erholen und verkobben hirbey sind
zeugen gewesen die Erbarr und frommen Henrich Driesen Sohn im Scheyde und Eias
daselbst, und zu unsrer versicherung und verkennd der warheitt habe underbreiten unter
diese obligation uff ihr bitt geschrieben und underschrieben, Artem uff martini tag anno
1621. Johannis Schefferus pastor uff der hoeh

Conrad (Klein) und seine Frau Sophia bekennen, dass sie der Kirche Geld schuldig
geworden sind und dafür Land in den Kleineichen verpfändet haben.

Conrad (Klein) und seine Frau Sophia bekennen, dass sie der Kirche Geld schuldig
geworden sind und dafür Land in den Kleineichen verpfändet haben.
Jener Conrad Klein taucht noch mehrfach in den Kirchenrechnungen auf:
• 11.11.1628 Conrad der Pächter ist Unterzeichner einer Urkunde, wo Hannen und
Dreiß auf der Höhe, Kirchmeister zur Drabenderhöhe Röll Luther im Scheidt und
dessen Frau Else 9 Maltersaat Kirchenbusch im Hedtberg auf die Dauer von 9
Jahren für jährlich 7 Gulden verpachtet.
• 06.05.1645 Conradt im Scheidt seegen (sägen) gethannen derhens geben 13 Albus
Danach muss er dann gestorben sein, denn in den Einahmen der Kirchgemeinde sind nur
noch Conrads Erben erwähnt. Die Kirchenrechnungen der Jahre 1659 bis 1665
beschreiben, dass die Erben 19 Albus und 3 Heller zu zahlen hatten. Conrad Höhlers Vater
wird vermutlich jener Conrad Klein gewesen sein. Das passt schon in der Namenskultur,
den Vornamen des Vaters an den Sohn weiterzugeben. Demnach müsste Conrad Klein
eine evangelische erste Frau gehabt haben, die vielleicht frühzeitig verstarb. Da die Familie
Klein in Scheidt im 17. Jahrhundert nicht vorkam, dürften aus dieser Ehe auch keine
Kinder entstanden sein. Eine uneheliche Verbindung kann vermutet werden, denn das
Kircheninvitarium beschreibt Landbesitz von Elisabeth. Das eine Frau über Landbesitz im
17. Jahrhundert verfügte, ist eher ungewöhnlich und stammte vermutlich aus der
Erbschaft des Conrad Klein. Somit führten die beiden eine uneheliche Beziehung, vielleicht
auch daraus geschuldet, dass Katholiken sich nicht ohne weiteres mit Reformierten
verheiraten durften. Ihr Sohn Conrad führte als Nachnamen Holler und nicht Klein. Seine
Mutter muss demnach aus dem Hof "Zum Holl" stammen und wahr vielleicht die
Schwester der anfangs schon erwähnten Schöffen Christian Höhler.

Über die Herkunft von Conrad Klein gibt der Taufeintrag von 1653 mutmaßlich eine
Auskunft. Die Taufpatin von Elias Kind war die Ehefrau von Simon (Klein) aus
Büddelhagen. Nach Auswertung des Engelskirchener Taufbuches für die Orte Büddelhagen
und Verr ließ sich hier der Nachname Klein ermitteln. Simon Klein könnte also der Bruder
von Conrath Klein gewesen sein. Die Auswahl der reformierten Ehepartner der bergischen
Orte Büddelhagen, Scheidt und Verr war sehr eingeschränkt, da diese in den katholischen
Gemeinden Much und Engelskirchen lagen. Eine Hochzeit mit einem homburgischen
Ehepartner war eher die Ausnahme. Über einen eigenen Hof verfügte Conrad Klein
zunächst nicht, somit er gezwungen war nach Scheidt überzusiedeln um als Pächter im
kirchlichen Hof zu wohnen, den er ja um 1621 gekauft hatte.
Dieser Hof blieb dann für Jahrhunderte im Familienbesitz bis dieser dann Ende des 19.
Jahrhunderts, eher Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen wurde. Das Kircheninvitarium
beschreibt die Lage des Hofes im obersten Scheidt unterhalb des Hauses des Klaus. Im 17.
Jahrhundert bestand der hatte Scheidt aus fünf Haushaltungen, sowie zusätzlich je eine
Haushaltung an der heutigen Alten Kölner Straße in den Höfen "Im Kretsch", "Auf der
Schniffel", "Auf der Spitzenburg", sowie "Auf dem Anfang", was aber schon zum Amt
Steinbach gehörte. Diese fünf Haushaltungen bildeten den Kern von Scheidt und hießen
"Mitten im Hof Scheidt". Die Hoflagen "Oben im Hof Scheidt" und "Unten im Hof Scheidt"
sind erst Ende des 17. Jahrhunderts/Anfang 18. Jahrhunderts bzw. Mitte/Ende des 18.
Jahrhunderts durch die steigende Bevölkerung entstanden.

Nach der preußischen Uraufnahme der Katasterkarten im Jahre 1828 befand sich das
"alte" Haus Höhler an der heutigen Herrenhofer Straße unterhalb des Hauses Lutter,
welches im 17. Jahrhundert das oberste Haus im Scheidt war. Das zeigt auch die
Katasterkarte:
Haus Johannes Christian und Johann Friedrich Höhler "Mitten im Hof Scheidt"

Haushälfte Christian Peter Höhler "Unten im Hof Scheidt"
In "Mitten im Hof Scheidt", lebten im alten Stammhaus die Brüder Johannes Christian und
Johann Friedrich Höhler. Christian Peter Höhler war ein Halbbruder der beiden und lebte
1828 in einer Haushälfte "Unten im Hof" Scheidt. Dieses Gebäude liegt an der Scheidter
Straße und wird heute von Jochen Höhler bewohnt . Die zur Herrenhofer Straße gelegenen
Haushälfte wurde von einer anderen Familie (um 1900 Mertens) bewohnt. Vermutlich
übernahm Heinrich Höhler, der seit 1854 mit Maria Heu verheiratet war das
Nachbargebäude, um die Kinder zu versorgen. Dort lebte dann später die unverheiratete
Tochter Karoline. Das kleine Gebäude wurde dann 1914 abgerissen und durch einen
Neubau ersetzt.
Christian und Heinrich Höhler nahmen 1884 eine Bürstenfabrikation auf, deren Eintragung
ins Handelregister 1912 unter dem Firmennamen "Oberbergische Burstenfabrik Heinrich
Höhler & Co. KG erfolgte. Die handwerkliche und maschinelle Fertigung wurde nach dem
Zweiten Weltkrieg aufgegeben und ein Großhandel aufgebaut. Zum Programm gehörten
alle Bürsten- und Pinselsortimente sowie Matten Teppichbrücken und -böden Wachstuche,
Folien etc. Bereits 1915 betrug die Belegschaft zwölf, um 1976 waren 10 Mitarbeiter
beschäftigt. Der Betrieb wurde schon vor vielen Jahren aufgegeben.

Haushälfte der Familie Merten (links) und Haus der Karolina Höhler an der Herrenhofer
Straße. Vermutlich war die Haushälfte der Höhlers (rechtes Gebäude) an der Herrenhofer
Straße entweder Albrecht Höhler oder Wilhelm Höhler zugedacht gewesen. Wilhelm Höhler
ist dann Ende des 19. Jahrhunderts nach Wuppertal ausgewandert und Albrecht Höhler
heiratete in die benachbarte Familie Schmitz ein, wo diese Höhlerlinie (Achim Höhler)
heute noch lebt. Das Haus ist spätestens nach dem Tod von Karolina in den Besitz von
Bruder Heinrich Höhler gekommen, der es 1914 abreissen ließ und dort neu baute. Die
Aufnahme stammt vermutlich aus der Zeit um 1912.

Häuser Heinrich Höhler in der Scheidter Straße. Das ist die Rückfront der Häuser der
Herrenhofer Straße. Das vordere Haus ist das Stammhaus der Linie, die Christian Peter
Höhler gegründet hatte. Vermutlich hat er dort seit seiner Hochzeit 1812 gelebt. Erbaut
wurde es in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Es wurde 1971 abgebrochen und
durch einen Neubau ersetzt. Das hintere Gebäude ist das, welches Heinrich Höhler und
Maria Heu übernommen haben. Im vorderen Bereich lebte seine Tochter Karolina. Der zur
Herrenhofer Straße gelegene Teil war vermutlich den Brüdern Wilhelm und Albrecht
zugedacht gewesen. 1914 erfolgte der jetzt noch stehende Neubau, der von Liesel Höhler
(Elise Lotte, geborene Klein – Gasthof Klein) bis zum Tod 2014 bewohnt wurde. Sie war
die Ehefrau vom sehr früh mit 44 Jahren 1958 verstorbenen Ernst Höhler. Die Aufnahme
stammt vermutlich aus den 1960er Jahren.




 
HÖHLER, Stammlinie (I44943)
 
1698 Der nachweisbare Stammvater dieses angesehenen Zürcher Rathsgeschlechts war Otto Werdmüller, welcher im Jahre 1429 die Klosterfrauen von Oetenbach Mühle an der Sihl, später ´die Werdmühle` genannt, zum Lehen erhielten.
Er soll sich 1444 bei dem Sturm der Eidgenossen auf Zürich, wobei seine Mühle in Flammen aufging, besonders ausgezeichnet haben.
1444 - 1462 Mitglied des Kleinen Rats der Wegenzunft, Vogt zu Wollishofen ab 1443

Werdmüller: Zürcher Bürgerfamilie unklarer Herkunft, die seit dem 14. Jh. in Zürich nachgewiesen und deren gesicherter Stammvater der Müller OTTO ( 1462) ist.
Personne: SAZ VIII.D.4.:31. Wilhelm Hofmeister: Genealogische Tabellen, Buchstabe W Teil 2 (1780 - 1814) 
WERDMÜLLER, Otto (I1697)
 
1699 Der Name Asigs findet sich noch heute in dem des Ortes Escherode (heute Ortsteil von Staufenberg (Niedersachsen) im Kaufunger Wald), einer von seinem Vater Hiddi geschaffenen Rodungssiedlung nördlich von Kassel. Der Ort wird erstmals 812 erwähnt, und Asig muss also vorher geboren sein.

Asig war ein Sohn des Grafen Hiddi im sächsischen Hessengau. Über seine erste Ehe ist nichts bekannt. In zweiter Ehe war er verheiratet mit Ida, einer Tochter des Grafen Ekbert (Ekbertiner) und der später heiliggesprochenen Ida von Herzfeld. 
N., Asig I. (I18847)
 
1700 Der Name Astaroth wurde letztendlich von der phönizischen Göttin Astarte aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. abgeleitet, die dem babylonischen Ischtar und der früheren sumerischen Inanna entsprach . Sie wird in der hebräischen Bibel in den Formen Ashtoreth (Singular) und Ashtaroth (Plural, in Bezug auf mehrere Statuen von ihr) erwähnt. Diese letztere Form wurde in der frühen griechischen und lateinischen Version der Bibel direkt transkribiert, wo es weniger offensichtlich war, dass es sich im Hebräischen um eine weibliche Mehrzahl handelte.

In dem Pseudo-Pigraphen-Werk Testament Salomos , das König Salomo von Israel zugeschrieben wird , aber bis ins frühe Jahrhundert n. Chr. Datiert, wird "Asteraoth" (auf Griechisch) als ein Engel erwähnt. (vgl. 1 Könige 11) : 4–5).  
ASTEROTH, N. (I8563)
 

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