Strauss Genealogie


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1501 Da er beim Tod seines Vaters noch minderjährig war, übernahm seine Mutter für ihn die Regentschaft bis 1127, in der sie auch seine Ehe mit Alix (Alice), der Tochter des Gottfried, Graf von Namur, arrangierte. Der Ehevertrag enthält auch eine Bestimmung über die Grafschaft Namur, die aufgrund dieser Vereinbarungen nach dem Aussterben des Hauses Namur nicht wie die Grafschaft Luxemburg vererbt wurde, sondern in den Besitz des Grafen von Hennegau kam.

Wenig später, im gleichen Jahr noch, wurde Karl der Gute, Graf von Flandern, ermordet, woraufhin sich mehrere Prätendenten meldeten, um seine Nachfolge anzutreten, darunter auch Balduin. Der französische König Ludwig VI. entschied sich für Wilhelm Clito, was Balduin dazu veranlasste, das Land um Aalst zu verwüsten, worauf er sich aber – im Bewusstsein, sich hier nicht behaupten zu können – zurückzog und dabei noch Oudenaarde niederbrannte. Nach dem Tod Wilhelms im Jahr darauf versuchte er sein Glück erneut, wurde aber von Dietrich von Elsass, dem neuen Grafen, zurückgeschlagen.

1147 nutzte er Dietrichs Aufbruch zum Zweiten Kreuzzug, um erneut in Flandern einzufallen, obwohl er durch diesen Überfall auf den Besitz eines Kreuzfahrers die Exkommunikation riskierte. Sibylle von Anjou, Dietrichs Ehefrau, gelang es, das Land zu verteidigen, bis Dietrich in aller Eile aus Konstantinopel zurückkehrte. Der nun folgende Krieg verwüstete beide Grafschaften. 1151 wurde schließlich ein Friedensvertrag geschlossen, zu dem auch eine Verlobung ihrer Kinder gehörte – die daraus folgende Ehe führte 40 Jahre später zur Vereinigung der beiden Grafschaften.

Balduins Schwager Heinrich der Blinde, Graf von Luxemburg, hatte 1157 Lauretta von Elsass geheiratet, die Tochter von Dietrich von Elsass, Graf von Flandern, und Sybille von Anjou. Die Ehe ging 1163 kinderlos auseinander, weshalb Heinrich seinen Schwager Balduin als seinen Erben einsetzte, was aber zu Balduins Lebzeiten nicht mehr zu Konsequenzen führte.

Balduin erwarb den Beinamen der Erbauer durch seine Tätigkeit im Festungs- und Kirchenbau in den meisten Städten des Hennegau. 1169, als sein Sohn Balduin Margarete von Elsass heiratete, führte er den neuen, noch im Bau befindlichen Palast in Le Quesnoy mehreren Baronen vor. Sie begingen dabei die Unvorsichtigkeit, auf ein schlecht befestigtes Baugerüst zu klettern, das unter ihnen zusammenbrach. Einige wurden nur leicht verletzt, Balduin jedoch brach sich beide Oberschenkel und das Rückgrat. Er starb zwei Jahre später. 
VON HENNEGAU, Graf Graf Balduin IV. (I10389)
 
1502 Da García beim Tod seines Vaters im Jahr 925 erst sechs Jahre alt war, übernahm zunächst sein Onkel Jimeno Garcés die Herrschaft in Pamplona. Als dieser 931 starb, beanspruchte ein weiterer Onkel, Íñigo Garcés, die Regentschaft für sich, doch wurde dieser im Jahr 933 von Toda erfolgreich aus Pamplona verdrängt. García jedenfalls war seit 931 als zwölfjähriger dem Namen nach amtierender König, doch führte seine Mutter die tatsächliche Regentschaft.[3] Im Jahr 934 fielen Truppen des Kalifen Abd ar-Rahman III. in Navarra ein; dieser zwang Toda zur Unterwerfung unter die Oberherrschaft des Kalifats von Córdoba, anerkannte zugleich aber ihren Sohn als König. Um dieselbe Zeit übernahm García selbst die Herrschaft und heiratete Andregoto, die Erbin der östlich an Navarra angrenzenden Grafschaft Aragón. Noch vor 943 trennte er sich von ihr und heiratete Teresa, die erstmals in diesem Jahr urkundlich genannt wird, und möglicherweise eine Tochter des Königs Ramiro II. von León war.[4] Letztmals wird sie im September 957 urkundlich genannt.[5]

Im Jahr 939 konnte ein vereintes christliches Heer unter der Führung Ramiros II. von León in der siegreichen Schlacht von Simancas die Macht des Kalifen nördlich des Duero beenden. Später engagierte sich García in den leónesischen Bruderkampf zugunsten seines Neffen Sancho I. gegen dessen Halbbruder Ordoño III.[6] 958 gewährte er Sancho I. Exil in Pamplona, nachdem dieser von Ordoño IV. aus León verdrängt worden war. Nun im Bund mit dem Kalifen konnte er im Jahr darauf seinen Neffen wieder auf den Thron von León restaurieren.[7] García starb am 22. Februar 970 und wurde in der Kapelle der Burg San Estebán bei Villamayor de Monjardín bestattet 
(NAVARRA), García I. (I37755)
 
1503 Da ihr Vater keinen legitimen männl. Nachkommen hinterliess, wurde N. 1373 Gräfin von N., zum Nachteil ihrer Schwester Varenne (oder Verena), die zur Miterbin bestimmt worden war. Darauf bedacht, das Erbe, das später zum neuenburg. Territorium werden sollte, zu sichern und zusammenzuhalten, entzog N. ihren unehelich geborenen Halbbrüdern Johann und Vauthier ( -> 16) die Lehensherrschaften Rochefort und Les Verrières. Sie erlangte auch das Dorf Boudevilliers sowie das Hochgericht über das Val-de-Ruz zurück, die beide vorübergehend an Johann II. von Aarberg-Valangin verliehen worden waren. Schliesslich stellte sie sich gegen Marguerite de Vufflens, die Witwe Ludwigs und Nutzniesserin eines Erbteils, und trat für die Bürger von Boudry ein, deren Stadtrechte die Witwe missachtet hatte. 1375 nutzte N. den Tod ihres Gatten, um Erlach einzunehmen. Dank der Intervention von Gf. Amadeus VI. von Savoyen, der die Anerkennung seiner Hoheitsrechte einforderte, sowie der Unterstützung der Bürger von Erlach durch Bern, entzog sich die Stadt dem neuenburg. Einfluss. In Abweichung von ihrer Politik der Erbkonsolidierung gab N. 1375 dem unehel. Sohn ihres Halbbruders Johann, Girard von N., die Herrschaft Vaumarcus zu Lehen, wo dieser einen neuen Zweig gründete. N., selbst kinderlos, bereitete ihren Neffen Konrad von Freiburg auf die Erbfolge vor.


Literatur
– J. Courvoisier, Panorama de l'histoire neuchâteloise, 1972, 46-48 (Neuaufl. 1978)
– Hist.NE 1, 293-295, 297

Autorin/Autor: Lionel Bartolini / AHB 
VON NEUENBURG, Isabella (I3240)
 
1504 Da Johannes Auer, der Vater des Architekten, das Bürgerrecht
von St. Gallen und Zürich erworben hatte, wurden die Zivilstandsmeldungen
über seine Nachkommen nicht mehr nach der ursprünglichen
Heimatgemeinde Sennwald gemeldet. Erst 1945 stellte man
durch Nachforschung fest, dass Johannes nie auf das alte Bürgerrecht
verzichtet habe. Nun konnte dieser Zweig nachträglich auch
in den Sennwalder Registern nachgetragen werden. Das Berner
Ehrenbürgerrecht von Johann Wilhelm war nur persönlich und
vererbte sich nicht auf seine Kinder.

Johann Inhelder, Salez
Dr. h.c. Johann Wilhelm Auer von Sennwald, 1847 - 1900, S. 23
https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fsj-002%3A1952%3A19%3A%3A184
ETH-Bibliothek Zürich; Download: 28.11.2024 
AUER, Johannes (I2282)
 
1505 Da Johannes keine eigene Söhne hatte, die den Hof übernehmen konnten, erbte sein Vetter Matthias Schleicher (1723–1778), Sohn von Leonhard Schleicher (1693–1745) auf dem Bernhardshammer, den Hof Rosenthal, der diesen später seinem Sohn Leonhard Schleicher (1749–1828) übertrug. Da auch Letzterer keine Söhne bekam, ging der Kupferhof im Jahr 1830 anlässlich der Heirat mit Leonhards Tochter Catharine Gertrud Schleicher (1790–1850) an seinem Schwiegersohn Richard Lynen (1783–1857) über, der nach dem Tod seiner Frau alleiniger Besitzer wurde.

In der Folgezeit verblieb der Kupferhof Rosenthal bis zum Ende des 20. Jahrhunderts im Besitz der Familie Lynen, wobei zunächst Richards Sohn Gustav Adolf Lynen (1812–1879), danach dessen Sohn Georg Viktor Lynen (1842–1911) und anschließend Georgs Sohn Arthur William Lynen (1874–1957) den Hof erbten, ohne ihn als Kupferhof zu bewirtschaften. Letzterer sorgte durch geeignete Umbaumaßnahmen für dessen moderne Bewohnbarkeit. Er hinterließ den Kupferhof Rosenthal seinen drei Kindern, die ihn als Erbengemeinschaft erhielten und 1996 an eine Bauherrengemeinschaft verkauften. Nach einigen weiteren Eigentümerwechseln kam Rosenthal in den Besitz der derzeitigen Eigentümerinnen und wird heutzutage als Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare oder Familienfeierlichkeiten genutzt. 
SCHLEICHER, Matthias (I54582)
 
1506 Da Johannes keine eigene Söhne hatte, die den Hof übernehmen konnten, erbte sein Vetter Matthias Schleicher (1723–1778), Sohn von Leonhard Schleicher (1693–1745) auf dem Bernhardshammer, den Hof Rosenthal, der diesen später seinem Sohn Leonhard Schleicher (1749–1828) übertrug. Da auch Letzterer keine Söhne bekam, ging der Kupferhof im Jahr 1830 anlässlich der Heirat mit Leonhards Tochter Catharine Gertrud Schleicher (1790–1850) an seinem Schwiegersohn Richard Lynen (1783–1857) über, der nach dem Tod seiner Frau alleiniger Besitzer wurde.

In der Folgezeit verblieb der Kupferhof Rosenthal bis zum Ende des 20. Jahrhunderts im Besitz der Familie Lynen, wobei zunächst Richards Sohn Gustav Adolf Lynen (1812–1879), danach dessen Sohn Georg Viktor Lynen (1842–1911) und anschließend Georgs Sohn Arthur William Lynen (1874–1957) den Hof erbten, ohne ihn als Kupferhof zu bewirtschaften. Letzterer sorgte durch geeignete Umbaumaßnahmen für dessen moderne Bewohnbarkeit. Er hinterließ den Kupferhof Rosenthal seinen drei Kindern, die ihn als Erbengemeinschaft erhielten und 1996 an eine Bauherrengemeinschaft verkauften. Nach einigen weiteren Eigentümerwechseln kam Rosenthal in den Besitz der derzeitigen Eigentümerinnen und wird heutzutage als Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare oder Familienfeierlichkeiten genutzt. 
SCHLEICHER, Leonhard (I54587)
 
1507 Da Johannes keine eigene Söhne hatte, die den Hof übernehmen konnten, erbte sein Vetter Matthias Schleicher (1723–1778), Sohn von Leonhard Schleicher (1693–1745) auf dem Bernhardshammer, den Hof Rosenthal, der diesen später seinem Sohn Leonhard Schleicher (1749–1828) übertrug. Da auch Letzterer keine Söhne bekam, ging der Kupferhof im Jahr 1830 anlässlich der Heirat mit Leonhards Tochter Catharine Gertrud Schleicher (1790–1850) an seinem Schwiegersohn Richard Lynen (1783–1857) über, der nach dem Tod seiner Frau alleiniger Besitzer wurde.

In der Folgezeit verblieb der Kupferhof Rosenthal bis zum Ende des 20. Jahrhunderts im Besitz der Familie Lynen, wobei zunächst Richards Sohn Gustav Adolf Lynen (1812–1879), danach dessen Sohn Georg Viktor Lynen (1842–1911) und anschließend Georgs Sohn Arthur William Lynen (1874–1957) den Hof erbten, ohne ihn als Kupferhof zu bewirtschaften. Letzterer sorgte durch geeignete Umbaumaßnahmen für dessen moderne Bewohnbarkeit. Er hinterließ den Kupferhof Rosenthal seinen drei Kindern, die ihn als Erbengemeinschaft erhielten und 1996 an eine Bauherrengemeinschaft verkauften. Nach einigen weiteren Eigentümerwechseln kam Rosenthal in den Besitz der derzeitigen Eigentümerinnen und wird heutzutage als Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare oder Familienfeierlichkeiten genutzt.

Der Kupferhof Rosenthal war u. a. Drehort für den Film Catweazle mit Otto Waalkes, der im Jahr 2021 erschienen ist 
SCHLEICHER, Katharina Gertrud (I54589)
 
1508 Da Karlmann und sein Bruder Ludwig III. kinderlos verstorben waren und ihr Halbbruder Karl noch unmündig war, wählten die Großen des Reiches 885 Karlmanns Onkel, den ostfränkischen König Karl den Dicken, zu ihrem neuen Herrscher, da sie sich von diesem eine entschlossene Abwehr der Normannengefahr erhofften. Damit war das Reich Karls des Großen für kurze Zeit nominell nochmals vereint.  VON WESTFRANKEN, König König Karlmann (I22738)
 
1509 Da Konrad ausschließlich zu Lebzeiten seines Vaters römisch-deutscher König war, wird er in den Herrscherlisten des Heiligen Römischen Reiches nicht mit einer eigenen Ordnungsnummer geführt; zur Unterscheidung von anderen Königen gleichen Namens erfolgt die eingeklammerte Ordnungszahl. Er darf aber nicht mit König Konrad III. (1093/1094–1152) aus dem staufischen Haus verwechselt werden. (HRR), Konrad III. (I39143)
 
1510 Da Konrad I. mit der Grafschaft Auxerre entschädigt worden war, erbte Konrad II. diesen Titel, als sein Vater vermutlich 863 starb. Er scheint jedoch bald darauf in Ungnade gefallen zu sein, da Karl der Kahle ihm die Grafschaft entzog, und er an den Hof von dessen Neffen Lothar II. zog. Lothar II. und sein Bruder Ludwig II. übertrugen ihm die Aufgabe, das aufständische Transjuranien, das Land zwischen Jura und Alpen zu unterwerfen, wo weder Lothar II. noch Ludwig II. herrschte (Lothar hatte das Gebiet 859 an Ludwig abgetreten), sondern der Bosonide Hugbert, Lothars Schwager.

Konrad II. löste die gestellte Aufgabe, indem er 864 Hugbert bei Orbe in der Waadt schlug und zwei Jahre später, 866, als Markgraf selbst die Herrschaft in Transjuranien übernahm.

Konrads Todesjahr ist nicht bekannt. Bekannt ist lediglich, dass sein Sohn Rudolf I. bereits 872 als Markgraf von Transjuranien bezeichnet wird.

Konrad und seine Ehefrau Waldrada hatten (mindestens) zwei Kinder:

Rudolf I., † 25. Oktober 912, 872 Markgraf von Transjuranien, 878 Graf, 888 Proklamation in Saint-Maurice-d’Agaune zum König von Burgund; ∞ Willa von Burgund
Adelheid, 921–928/929 bezeugt, erhält 888 von ihrem Bruder das Kloster Romainmôtier auf Lebenszeit ∞ Richard der Gerichtsherr (Richard le Justicier), † 921, Herzog von Burgund (Buviniden)

In den Dokumenten tritt zur gleichen Zeit ein Markgraf Konrad II. von Burgund auf, dessen Tochter Adelgunde 890/902 bezeugt ist, und die den Stammvater der Ezzonen, Erenfried I., 866/904 bezeugt, 877 Graf im Bliesgau, 895 Graf von Charmois, heiratete. Die Analogie zum Welfen Konrad II. ist augenfällig, die Identität jedoch nicht nachgewiesen.  
(WELFEN), Graf Graf Konrad II. (I17061)
 
1511 Da Konrad I. mit der Grafschaft Auxerre entschädigt worden war, erbte Konrad II. diesen Titel, als sein Vater vermutlich 863 starb. Er scheint jedoch bald darauf in Ungnade gefallen zu sein, da Karl der Kahle ihm die Grafschaft entzog, und er an den Hof von dessen Neffen Lothar II. zog. Lothar II. und sein Bruder Ludwig II. übertrugen ihm die Aufgabe, das aufständische Transjuranien, das Land zwischen Jura und Alpen zu unterwerfen, wo weder Lothar II. noch Ludwig II. herrschte (Lothar hatte das Gebiet 859 an Ludwig abgetreten), sondern der Bosonide Hugbert, Lothars Schwager.

Konrad II. löste die gestellte Aufgabe, indem er 864 Hugbert bei Orbe in der Waadt schlug und zwei Jahre später, 866, als Markgraf selbst die Herrschaft in Transjuranien übernahm.

Konrads Todesjahr ist nicht bekannt. Bekannt ist lediglich, dass sein Sohn Rudolf I. bereits 872 als Markgraf von Transjuranien bezeichnet wird. 
WELF, Konrad II. (I37543)
 
1512 Da Peter Raimunds Vater noch vor dem Großvater Graf Roger I. dem Alten starb, ging dessen Erbe, die Grafschaft Carcassonne, direkt auf Peter Raimund und seinen jüngeren Bruder Wilhelm Raimund über. Beide Brüder teilten sich nun die Herrschaft über Carcassonne.

Wilhelm Raimund starb 1034 und hinterließ drei unmündige Söhne, für die Bischof Peter Roger von Girona, der Onkel Peter Raimunds, die Vormundschaft übernahm. Nachdem der Bischof 1050 verstarb, vermachte dieser seinen Anteil an Carcassonne jedoch nicht Peter Raimund, sondern an den Cousin Graf Roger I. von Foix, der als Roger II. nun Graf eines Teils von Carcassonne war.

Graf Peter Raimund starb um das Jahr 1061. 
(CARCASSONNE), Peter Raimund (I52435)
 
1513 Da sein Vater 1112 vom englischen König Heinrich I. für den Rest seines Lebens eingekerkert wurde, stand Wilhelm in Opposition zu Heinrich. Wilhelm Verbindungen zu Gottfried von Anjou nutzte Heinrich aus, um Wilhelms Burgen in der Normandie zu besetzen. Folglich erbte er die Besitzungen seines Vaters in England nicht.

1119 ist er Herr von Montgommery und den anderen Besitzungen seines Vaters (Bellême, Alençon etc.), 1126/29 gab er die Grafschaft Ponthieu an seinen Sohn Guido II. ab. 1141 war sein Sohn Johann I. Graf von Alençon (er selbst trat 1145 ebenfalls als Graf von Alençon auf).

Wilhelm war seit etwa 1115 mit Hélie/Ela/Helena von Burgund (* um 1080; † 28. Februar 1142) verheiratet, der Tochter von Odo I., Herzog von Burgund (Älteres Haus Burgund) und Witwe von Bertrand, Graf von Toulouse († 1112) (Haus Toulouse); die Gesta Normannorum Ducum schreibt ihm vier Kinder zu, zwei Söhne und zwei Töchter, tatsächlich sind elf Kinder bekannt:

Guido II., in der Gesta als ältester Sohn bezeichnet, was aber bezweifelt wird; er übernahm die Grafschaft Ponthieu vor 1129, also zu Lebzeiten seines Vaters, starb aber bereits 1147
Wilhelm, 1127 bezeugt, 1166 Graf von Alençon
Robert, 1127 bezeugt
Robert de Garennes, 1127 und 1154–71 bezeugt, vor 1147 geistlich
Enguerrand, 1127 bezeugt
Enguerand, 1127 bezeugt
Mabile, 1127 bezeugt
Johann I., † 1190/91, 1141 Graf von Alençon, Herr von Sées und Le Sonnois
Clémence, † vor 1180, heiratete Juhel I, Herr von Mayenne, † 1161 (Haus Mayenne)
Philippe, † vor 1149, begraben in der Abtei Saint-Martin in Sées
Ela (Adala), † 1174, heiratete I William de Warenne, 3. Earl of Surrey, X 1148 (Haus Warenne), II Patrick, 1. Earl of Salisbury, X 1168 (Erstes Haus Salisbury)
Siehe auch: Haus Montgommery 
(PONTHIEU), Wilhelm III. Talvas (I61354)
 
1514 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I6985)
 
1515 Danach kümmerte sich Otto um die Verwaltung der Röttler Herrschaft und trat dabei auch in mehreren Fehden auf.[24] Bei den Auseinandersetzungen der Basler Ritterbünde Psitticher und Sterner werden die Herren von Rötteln auf der Seite der Psitticher verortet.[25] Nach der Aussöhnung der beiden Parteien scheint sich auch Otto an die Habsburger angenähert zu haben und erhielt von König Albrecht unter anderem die Ämter des Burggrafen von Rheinfelden und des Reichsvogtes von Basel.[ BARON VON RÖTTELN, Otto (I3214)
 
1516 Daniel Erhard Günther war das jüngste Kind des Solinger Stadtsyndikus Matthias Gerhard Günther (* 19. Juni 1701 (Taufdatum) in Gemünd in der Eifel; † 18. August 1759 in Solingen)[1] und dessen Ehefrau Anna Maria (* 16. November 1710 (Taufdatum) in Solingen; † 25. August 1771 ebenda), Tochter des Amtsphysikus Erhard Brunner (ca. 1678–1728); er hatte noch sechs Geschwister. Seine Schwester Anna Maria Dorothea Gertrud Günther (* 1744) war mit dem Mediziner Johann Peter Brinckmann verheiratet; seine Schwester Maria Magdalena Barbara Günther war mit dem Duisburger Theologieprofessor Johann Clemens Christoph Lohmann (1744–1777) verheiratet.

Er war in erster Ehe seit dem 9. Mai 1781 mit Eleonora Elisabeth Mathilda (* 2. August 1757 oder 1759 in Frankfurt am Main; † 22. März 1799), Tochter von Jakob Georg Koch (1721–1782), verheiratet; gemeinsam hatten sie neun Kinder[2], von diesen sind namentlich bekannt:

Eleonora Elisabeth Günther (* 26. März 1788 in Duisburg; † 1. Februar 1865), verheiratet mit dem Apotheker Karl Philipp Hoerle (1781–1847)
Friedrich Günther (* 29. Januar 1791 in Duisburg; † 3. November 1848 in Düren), Arzt und seit 1831 Oberbürgermeister von Düren;
Christian Ludwig Günther (* 13. Februar 1795 (Taufdatum)[3] ; † 1858), Armenarzt in Düsseldorf, dieser hinterließ eine Sammlung medizinischer Literatur, die aus 907 Werken bestand und 1892 von dessen Erben der Bibliothek Düsseldorf geschenkt wurde; heute befindet sich die Sammlung als Günther-Bibliothek[4] in der Universitätsbibliothek Düsseldorf[5].
Amalia Carolina Günther (* 13. August 1798 in Duisburg; † 30. Juni 1874), verheiratet mit dem Oberkonsistorialrat Ernst Friedrich Ball (1799–1885).
Die Kinder wurden durch den Hauslehrer Friedrich Gerhard Petrus Hasenkamp (1771–1826) unterrichtet, der später Rektor der Lateinschule Lengerich wurde.

Seit 1801 war er in zweiter Ehe mit Maria Agnes (* 25. Juni 1746 in Eschweiler; † 14. Oktober 1811 in Duisburg), Tochter des Kaufmanns Johann Wilhelm Peltzer (1714–1783), verheiratet.

Werdegang
Daniel Erhard Günther besuchte die Schule in Solingen und wurde durch den Philologen Johann Christoph Fincke[6] auf die Universität vorbereitet.

Er immatrikulierte sich 1768 an der Universität Duisburg zu einem Medizinstudium und setzte das Studium an der Universität Göttingen fort. Nach seiner Rückkehr an die Universität Duisburg promovierte er am 25. September 1772 mit seiner Dissertation Signa Ex Lingua[7] zum Dr. med. Nach seiner Promotion besuchte er noch verschiedene medizinischen Einrichtungen in Wien, Straßburg, Berlin und London, von wo er als Doctor legens (Privatdozent) wieder nach Duisburg zurückkam.

Er ließ sich als Arzt in Frankfurt am Main nieder und wurde am 4. Mai 1778 als ordentlicher Professor der Medizin an die Medizinische Fakultät der Universität Duisburg berufen; dort lehrte er bis zur Aufhebung der Universität am 18. Oktober 1818; in dieser Zeit übte er siebenmal das Amt des Rektors aus[8].

Zu seinen Studenten gehörte unter anderem Friedrich Bird; Johann Georg Müller promovierte bei ihm.

Sein Porträt befindet sich im Kultur- und Stadthistorischem Museum Duisburg.[9]

Berufliches Wirken
Daniel Erhard Günther war ein anerkannter und einer der beliebtesten Lehrer der Universität, so berichtete Graf Heinrich von Borcke 1806 an seine Regierung, "der Ruf Günther’s hat die Universität aufrecht erhalten, alle dortigen Studenten der medicinischen Facultät sind nur um Günther’s willen nach Duisburg gekommen".

Seine Patienten, die von ihm behandelt werden wollten, waren aus allen Ständen und reisten auch aus Holland und England an.

Er stand unter anderem im Schriftverkehr mit dem Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi.[10]

Seine Schrift Cerebri et nervorum distributionis expositio wurde von Heinrich Wilhelm Pottgießer (1766–1829) als Entwurf der anatomischen Nervenlehre 1789 übersetzt.

Er hinterließ eine Sammlung von pathologischen und physiologischen Präparaten, die seine Nachkommen der medizinisch-chirurgischen Lehranstalt (heute Medizinische Fakultät der Universität Münster[11]) in Münster schenkten[12]; die Sammlung wurde als Günthersches Vermächtnis im dortigen anatomischen Museum[13] gesondert ausgestellt.

Ehrungen und Auszeichnungen
Aufgrund der Mildtätigkeit von Daniel Erhard Günther erhielt er 1822 zu seinem fünfzigjährigen Doktordiplom von der Stadt Duisburg eine goldene und eine silberne[14] Gedenkmedaille.
Der König verlieh ihm 1822 den Roten Adlerorden 3. Klasse.
1822 erhielt er auch von der Universität Bonn ein erneutes Doktordiplom.
1832 erhielt er die Schleife zum Roten Adlerorden.
Mit Spenden der Bürgerschaft wurde aus Anlass von Daniel Erhard Günthers Goldenem Dienstjubiläum 1822 ein Krankenhaus errichtet, das den Namen Günthersche Krankenstiftung erhielt, die 1835 zur Günther-Carstanjenschen Krankenstiftung erweitert wurde.
1910 benannte die Stadt Duisburg zu Ehren von Daniel Erhard Günther die Kronprinzenstraße in Güntherstraße um.[15]
Mitgliedschaften
Im August 1817 wurde Daniel Erhard Günther von der Gesellschaft zur Beförderung der gesamten Naturwissenschaften in Marburg zum Ehrenmitglied ernannt. 
GÜNTHER, Daniel Erhard (I49883)
 
1517 Daniel Nebel wurde zum Hospitalmedikus am Sapienzkolleg in Heidelberg und am Waisenhaus Handschuhsheim sowie zum Hofapotheker und zum kurpfälzischen Hofmedikus ernannt

Großen Verdienst erwarb sich Nebel um den botanischen Garten Heidelbergs, den er 1708 nach den Zerstörungen durch den Erbfolgekrieg neu angelegt hatte und dessen umfangreiche Pflanzensammlung den Grundstock für die weitere Entwicklung bildete.

Taufe lt. KB Heiliggeistkirche. Abendmahl in Heidelberg-Klosterkirche zu Weihnachten 1679, Primaner, "Heidelbergensis". Studium in Basel BS 1684 (Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - am 21.3.1684, "Heidelberga Palat.") und Heidelberg 1686 (Matrikel der Universität Heidelberg: Fehlanzeige). Veröffentlichung: Dissertatio Medica Inauguralis Qua Malum Citreum ... Praeside ... Georgio Franco ... Publico Eruditorum examini submittit Daniel Nebel / Heidelbergensis, In Brabeuterio Universitatis Ad d. .. Martii MDCLXXXVI., Heidelberg 1686 (VD17 32:658599A). Mediziner, Apotheker und Botaniker. Pate in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 20.11.1689. Urkunde vom 16.7.1679: Kurfürst Karl Ludwig erneuert die Belehnung mit dem Schontal'schen Erblehen den Vormündern des minderjährigen Daniel Nebel (Generallandesarchiv Karlsruhe, Sign. 43 Nr. 2493). Urkunde vom 10.5.1695: Kurfürst Johann Wilhelm genehmigt, daß Daniel Nebel den Hausplatz, wo das von Kurpfalz zu Lehen gehende Steinhaus stand, welches bei Zerstörung der Stadt abbrannte, an Johann Dietrich Hofstatt verkaufe (Generallandesarchiv Karlsruhe, Sign. 43 Nr. 2497). Urkunde vom 11.10.1704: Daniel Nebel, med. Dr. und Professor zu Heidelberg, verkauft an Andreas Körner seinen Hausplatz im Jägergäßlein zu Heidelberg um 60 fl. (Generallandesarchiv Karlsruhe, Sign. 43 Nr. 2822). Leichenpredigt in der Universitätsbibliothek Marburg, Signatur VIII A 1178, Bd.II (34). Sein Bildnis von Philipp Hoffmeister und Johann Jakob Haid in der Universitätsbibliothek Heidelberg, Batt'sche Sammlung, Inventar-Nr. Graph. Slg. P_2585.


Daniel Nebel war der Sohn des kurpfälzischen Hofapothekers Conrad Daniel Nebel (1632–1672) und der Susanne Dorothea Vorst (um 1643–1667) und der Urenkel des Rechtswissenschaftlers Daniel Nebel, des Stammvaters der Familie Nebel in Heidelberg. Nach seiner Schulzeit begann er 1680 zunächst eine pharmazeutische Lehre in Mannheim und ging ein Jahr später zur Universität Marburg, wo er 1683 ein Magisterexamen ablegte. Anschließend begann er an der Universität Heidelberg ein Medizinstudium und schloss dieses 1686 mit dem Examen und der Promotion ab.

Nach einer längeren Studienreise durch die Schweiz und innerhalb Frankreich übernahm Nebel von 1688 bis 1793 eine außerordentliche Professur für Medizin an der Universität Heidelberg und zudem das Amt des Stadtphysicus. Aufgrund der Bedrohungslage durch die Truppen Ludwig XIV. im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688–1697) wurde die Universität geschlossen. Im Zuge dessen überführte Nebel zusammen mit Johann Ludwig Fabricius das Archiv der Universität Heidelberg über die Stationen Hanau und Frankfurt am Main zur Universität Marburg. Dort wurde Nebel zunächst als außerordentlicher und ab 1695 als ordentlicher Professor für Medizin übernommen und im Jahr 1706 zum Professor Primarius an der medizinischen Fakultät ernannt. Nebel war zuständig für die Lehrgebiete Anatomie, Chirurgie, Botanik, Pathologie und vereinzelt Physiologie. Zugleich berief ihn der Landgraf von Hessen-Kassel, Karl von Hessen, zu seinem persönlichen Leibarzt.

In Marburg übernahm Nebel in den Jahren 1696, 1698, 1700, 1702, 1704, 1706 und 1707 das Amt des Dekans der medizinischen Fakultät und wurde 1697 und 1705 zum Rektor der Universität gewählt.

1707 erhielt Nebel erneut einen Ruf zum Ersten Professor der medizinischen Fakultät in der wieder aufgebauten Universität Heidelberg. Ein Jahr später trat er diese Stelle an und wurde zugleich in den Senat der Universität aufgenommen. Darüber hinaus wurde er zum Hospitalmedikus am Sapienzkolleg in Heidelberg und am Waisenhaus Handschuhsheim sowie zum Hofapotheker und zum kurpfälzischen Hofmedikus ernannt. Zudem übernahm Nebel zwischen 1708 und 1727 im Zweijahresrhythmus das Amt des Dekans der medizinischen Fakultät und wurde in den Jahren 1710, 1714 und 1726 zum Rektor der Universität gewählt. Ab 1728 legte Nebel seine Hochschulverpflichtungen nieder und arbeitete ausschließlich als Leibarzt für den Kurfürsten Karl Philipp und wurde zugleich zum Geheimen Rat ernannt.

Großen Verdienst erwarb sich Nebel um den botanischen Garten Heidelbergs, den er 1708 nach den Zerstörungen durch den Erbfolgekrieg neu angelegt hatte und dessen umfangreiche Pflanzensammlung den Grundstock für die weitere Entwicklung bildete.

Für seine Verdienste um die Wissenschaft wurde Nebel als Mitglied in die Pariser Akademie der Wissenschaften und im Juni 1687 (Matrikel-Nr. 155) mit dem Beinamen Achilles II. in die Leopoldina aufgenommen.[1][2]

Familie
Daniel Nebel war seit 1698 verheiratet mit Loysa Sara Catharina de Spina (1678–1742), einer Tochter des Heidelberger Rechtswissenschaftlers Johannes de Spina und bekam mit ihr eine Tochter und den Sohn Wilhelm Bernhard Nebel. Dieser wie auch später dessen Sohn Daniel Wilhelm Nebel wurden ebenfalls anerkannte Mediziner und Rektoren der Universität Heidelberg.

Im Jahr 1709 erbaute Nebel zusammen mit seinem Schwager Carl Ernst de Spina nach den Zerstörungen in Heidelberg für sich und seine Familie ein neues repräsentatives Wohnhaus in der Heidelberger Heiliggeiststraße 7–7a, später bekannt als „Palais Nebel“. In dem Wappenstein aus dem Vorgängerbau am Marktplatz ließ er neben seinem Familienwappen die folgenden beiden Initialen eingravieren: C.D.N. 16 für seinen Vater Conrad Daniel Nebel im 16. Jahrhundert in Erinnerung an dessen ehemalige zerstörte Hofapotheke und D.N.1710 für Daniel Nebel und dem Jahr der Fertigstellung des Hauses.[3][4]

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2491
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1669 November 17
Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz erneuert dem Hofapotheker Daniel Nebel die Belehnung mit dem ehemals Schöntal'schen Erblehen. / 17. November 1669
Dazugehöriger Revers vgl. GLA 43 Nr. 2492
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801163

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2492
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1669 November 17
Der Hofapotheker Daniel Nebel reversiert gegenüber Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz wegen der Belehnung mit dem ehemals Schöntal'schen Erblehen. / 17. November 1669
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801164


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2493
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Friedrichsburg 1679 Juli 16
Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz erneuert den Vormündern des minderjährigen Daniel Nebel die Belehnung mit dem Schöntal'schen Erblehen. / 16. Juli 1679
Dazugehöriger Revers vgl. GLA 43 Nr. 2494
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801169

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2494
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Friedrichsburg 1679 Juli 16
Die Vormünder des minderjährigen Daniel Nebel reversieren gegenüber Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz wegen der Belehnung mit dem Schöntal'schen Erblehen. / 16. Juli 1679
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801170


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2495
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Heidelberg, 1681 Juni 14
Kurfürst Karl von der Pfalz erneuert den Vormündern des Daniel Nebel die Belehnung mit dem ehemals Schöntal'schen Erblehen. / 14. Juni 1681
Dazugehöriger Revers vgl. GLA 43 Nr. 2496
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801172

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2496
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1681 Juni 14
Die Vormünder des Daniel Nebel reversieren gegenüber Kurfürst Karl von der Pfalz wegen der Belehnung mit dem ehemals Schöntal'schen Erblehen. / 14. Juni 1681
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801173


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2497 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
Frankfurt, 1695 Mai 10
Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz genehmigt, dass Daniel Nebel den Hausplatz, auf dem das von Kurpfalz zu Lehen gehende Steinhaus stand, das bei Zerstörung der Stadt abbrannte, an Johann Dietrich Hofstatt verkauft. / 10. Mai 1695
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801449 
NEBEL, Prof. Dr. med. Prof. Dr. med. Daniel ´Achilles II.` (I2252)
 
1518 Daniel Schlumpf fehlt im Ämterverzeichnis und scheint sich auswärts betätigt zu haben, doch steuert er von 1572 bis 1599 in St. Gallen, 1596 - 1597 das Maximum von 52`000 Gulden. Er trieb Handel im Osten, überflügelte die Firma des Balthasar Rotmund, des Nachfolgers seines Schwagers Michael Kobler in Wien. Seine Söhne Kaspar und Daniel hielten sich auswärts, wahrscheinlich in Nürnberg, auf und versahen keine Ämter. Auf Daniel 1578 - 1648 wird noch einmal zu Nürnberg im Zusammenhang mit seinem 1611 verstorbenen Vetter Hans zurückzukommen sein. SCHLUMPF, Daniel (I2505)
 
1519 Daniel Wilhelm Nebel war in erster Ehe verheiratet mit Maria Christina Hettenbach (1738–1784) und vermählte sich nach ihrem Tod mit deren jüngerer Schwester Catharina Elisabeth Hettenbach (1753–1788). Nachdem die erste Ehe kinderlos geblieben war, bekam er mit Catharina Elisabeth den Sohn Johann Daniel Nebel (1785–1841), der ebenfalls Medizin studierte und später Großherzoglicher badischer Medizinalrat wurde.

Der Arzt Johann Daniel Nebel (1785-1841) entstammte der Heidelberger Medizinerfamilie Nebel. Am bekanntesten wurde sein Urgroßvater Daniel Nebel (1664-1733), der den III. Botanischen Garten in Heidelberg am Areal des Ebert-Platzes anlegen ließ und der den Baseler Gelehrten Daniel Bernoulli (1700-1782) zu dessen Dissertation über die Atmung anregte.


An den Innen- und Außenwänden der Peters-Kirche befinden sich rund 150 Epitaphien von Universitätsprofessoren und kurfürstlichen Hofleuten.
 
NEBEL, Johann Daniel (I446)
 
1520 Darüber hinaus können ihnen vermutlich zwei weitere Töchter zugerechnet werden:

Mathilde († 28. April 1014 in Gernrode), Nonne in Gernrode, begraben daselbst, neptis des Bischofs Thietmar von Merseburg
Othelendis († 9. März 1044) ∞ Dietrich III. Hieroselymita Graf von Holland 963 († 27. Mai 1039) 
VON SACHSEN, Bernhard I. (I16160)
 
1521 Das Aachener Messinggewerbe verdankt Entstehung und Aufschwung auch Arbeitsmigranten. Daniel van der Kannen (andere Versionen: Chamen, Kammen), der um die Mitte des 15. Jahrhunderts aus dem benachbarten Maasgebiet nach Aachen kam und dort mit der Familie Düppengießer zusammenarbeitete, errichtete 1450 in Aachen ein besonderes Kupferschlägerambacht.

Zuzug erhielt es nach der Zerstörung Dinants in Wallonien 1466 durch Karl den Kühnen (1433-1477) ein Angehöriger der Dynastie Valois-Burgund, etwa von den Familien Amya, Momma und Byda. Im Rahmen des zweiten Aachener Gaffelbriefes waren sie ab 1513 als anerkannte Zunft schließlich berechtigt, Ratsherren aus ihren Reihen zu stellen. 
MOMMA, Wilhelm (I52960)
 
1522 Das Adelsgeschlecht der Wildgrafen (lateinisch: comites silvestres, also eigentlich: Waldgrafen) stammte aus einer Teilung des Hauses der Nahegaugrafen im Jahr 1113.

Erster Wildgraf war Emicho VII. (1103–1135), Sohn des Grafen Emicho VI. (1076–1123) vom Nahegau. Emicho VII. war Graf von Kyrburg, Schmidtburg und Baumberg und ab 1129 Graf von Flonheim. Bereits 1113 hatte sich die Linie der Grafen von Veldenz abgespalten. Um 1150 spalteten sich die Raugrafen ab. Dabei ging jeweils ein Teil des Besitzes verloren.

1154 wurde Wildgraf Konrad I. zur entehrenden Strafe des Hundetragens verurteilt. Grund der Strafe war die Beteiligung an einer bewaffneten Auseinandersetzung mit Pfalzgraf Hermann von Stahleck und anderen Adligen gegen den Mainzer Erzbischof Arnold von Selenhofen. Konrad war mit Mathilde von Bar, Tochter von Rainald I. von Bar verheiratet. Konrads Sohn war Gerhard I., der mit Agnes von Wittelsbach verheiratet war (Agnes heiratete in zweiter Ehe Albert III. von Everstein). Konrad II. folgte auf Gerhard. Konrad war verheiratet mit Gisela von Saarbrücken.

1258 kam es zu einer Spaltung in die Linien Dhaun und Kyrburg, von der sich 1284 noch die Linie Schmidtburg trennte, die aber schon 1330 ausstarb. Als Folge von familiären Streitigkeiten fiel die Schmidtburg an Kurtrier. Die Erben der Linien Kyrburg und Dhaun versuchten bis 1342 in drei Fehden vergeblich die Schmidtburg zurückzugewinnen.

Schon vor 1350 starb die Linie Dhaun aus und schließlich 1409 die Linie Kyrburg. Erben waren die Rheingrafen, die sich fortan Wild- und Rheingrafen nannten. Diese wiederum traten 1459/1475 das Erbe der Grafen von Obersalm an und nannten sich danach Grafen von Salm. 
VON WILDGRAFEN, Mathilde (I40578)
 
1523 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I45330)
 
1524 Das alte adeliche Geschlecht derer VON MOTZFELD, ist insbesondere in den CLEVE- UND BERGISCHEN LANDEN, auch in Dänemark sattsam bekannt.
Von dem freien Ritter- und Sattel-Guth MOTZFELD, (daher es sich ehemals von und zu Motzfeld geschrieben) in späteren Zeiten aber aus Curuland, von dem HAUSE PONNAU seinen Ursprung herleitet, hat bey den KÖNIGEN IN SCHWEDEN, DÄNEMARK, HEERMEISTERN IN LIEF- UND CURLAND, GRAFEN UND HERZÖGEN ZU JÜLICH, CLEVE UND BERG, CHURFÜRSTEN ZU BRANDENBURG UND KÖNIGEN IN PREUSEN, seither einigen hundert Jahren in ansehentlichen civil- und militär beedingungslos gestanden;
denn so findet sich, dass bereits in dem XII. faeculo WILHELM VON MOTZFELD in kriegsdiensten employiert gewesen, und mit ANNA VON REISSENBERG, JOHANN VON MOTZFELD, einen vornehmen Schwedischen kriegsbediesteten, gezeuget habe. 
VON MOTZFELD, Wilhelm XII. (I1773)
 
1525 Das alte Weinheimer Geschlecht der Demuth, deren Name sich von mittelhochdeutschen diemout, demout = herablassend = bescheiden herleiten lässt und als Übername zu verstehen ist.


Über die von Peter Demuth und seiner Ehefrau Magdalena am 04.03.1621 niedergelegte Demuth`sche Stiftung vergleiche ebenda Seite 89, bzw. Kontraktbuch, Band 2, Blatt 158 
DEMUTH, Stammlinie (I43134)
 
1526 Das Aostatal (italienisch Valle d’Aosta, französisch Vallée d’Aoste; frankoprovenzalisch Val d’Oûta; walserdeutsch Augschtalann oder Ougstalland; deutsch veraltet Augsttal) ist eine autonome Region mit Sonderstatut in Italien. Die Region hat eine Fläche von 3262 km² und 126.202 Einwohner (Stand 31. Dezember 2017). Sie ist somit die kleinste Region Italiens, sowohl flächen- als auch bevölkerungsmäßig. Die Hauptstadt ist Aosta (französisch Aoste). VON CLAPEY (FELS), Nikolaus (I1448)
 
1527 Das Benediktinerinnenkloster Urspring in Urspring bei der Stadt Schelklingen, gegründet (nach) 1127, aufgelöst 1806, war ein Priorat des Klosters St. Georgen im Schwarzwald.  VON BERG, Diepold (I27995)
 
1528 Das Bildnis der Nanette Kaulla ist ein Gemälde von Joseph Karl Stieler. Es ist Teil der Schönheitengalerie König Ludwigs I. im Schloss Nymphenburg in München. Das Porträt entstand 1829 und zeigt die damals 17-jährige Nanette Kaulla, die auch als „schönste Jüdin Münchens“ bezeichnet wurde.[1][2]

Die Tatsache, dass eine Jüdin für die königliche Schönheitengalerie gemalt wurde, wird in der Literatur als Zeichen der wachsenden Akzeptanz von Juden in München und Bayern gewertet.[3]

Nanette Kaulla
Nanette R. Kaulla wurde 1812 in München geboren. Ihr Vater war der Hofagent und Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in München Jacob Raphael Kaulla aus der schwäbischen Unternehmerfamilie Kaulla. 1834 heiratete sie den Münchener Großkaufmann Salomon Joseph Heine (1803–1863). Sie starb im November 1876 kinderlos.[1]

Einzelnachweise
Prinz Konstantin von Bayern: Ludwig I. und Nanette Kaula. In: Hans Lamm: Von Juden in München. Ein Gedenkbuch. Ner-Tamid, München 1958, S. 96–98.
Haus der Bayerischen Geschichte: Nanette Kaula (1829) (Abgerufen am 18. September 2025).
Elvira Bittner & Rita Steininger: Jüdisches München. Auf den Spuren jüdischen Lebens bis 1938. volkverlag, München 2023, ISBN 978-3-86222-137-0. 
KAULLA, Nanette (I61106)
 
1529 Das Bildnis von Katharina Elisabeth Hettenbach und Johann Daniel Nebel ist noch in Familienbesitz Hans Nebels und zeigt eine zarte Frau mit ihrem Söhnchen das eine Medallion mit fdem Bildnis des Vaters Daniel Wilhelm Nebel in der Hand hält. Auch dieses Medaillon ist in Apelern. NEBEL, Hans Waldemar (I56886)
 
1530 Das Bläß’sche Palais in Heilbronn wurde 1756 bis 1758 als städtisches Waisen-, Zucht- und Arbeitshaus erbaut und diente ab 1803 als Palais des Herzogs und späteren Königs Friedrich I. von Württemberg. Seinen Namen erhielt das Gebäude nach dem Heilbronner Unternehmer Carl Bartholomäus Bläß, der das Gebäude 1828 erwarb und eine Essig- und Bleiweißfabrik betrieb. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Ruine 1951 zum Abriss ausgeschrieben.

Waisen-, Zucht- und Arbeitshaus

Die Einrichtung eines Waisen-, Zucht- und Arbeitshauses geht auf Bürgermeister Georg Heinrich von Roßkampff zurück
In Heilbronn waren bis ins 18. Jahrhundert Waisen im beim Katharinenspital gelegenen Seelhaus untergebracht. Diese Unterbringung in einem alten und engen Gebäude, in unmittelbarer Umgebung von Alten und Gebrechlichen, hatte mancherlei Nachteile, die jedoch erst im Zuge der Aufklärung in das Bewusstsein der städtischen Fürsorge traten. Im benachbarten Württemberg entstanden nach dem Muster des Frankfurter Waisenhauses im frühen 18. Jahrhundert in Stuttgart und in Ludwigsburg Einrichtungen, in der Waisen, Züchtlinge und Arme unterkamen und in einer Manufaktur arbeiteten. Der Heilbronner Rat und Baumeister und spätere Bürgermeister Georg Heinrich von Roßkampff (1720–1794) hat die beiden Häuser in Stuttgart und Ludwigsburg besichtigt und dem Heilbronner Rat mündlich am 28. Februar 1756 und schriftlich nochmals am 4. März darüber berichtet. Innerhalb weniger Tage fasste man den Beschluss, auch in Heilbronn am Bollwerksplatz eine solche Einrichtung zu schaffen. Baumeister Roßkampff legte bereits am 18. März 1756 einen Aufriss des Gebäudes und einen ersten Kostenvoranschlag vor.... 
BLÄSS, Carl Bartholomäus (I57532)
 
1531 Das byzantinische Thema Makedonien war ein militärisch-administrativer Distrikt, der um 800 in der geographischen Region Thrakien gebildet worden war. Hauptort war Adrianopel[1] (heute Edirne, Ostthrakien). Der Name des militärisch-administrativen Distrikts übertrug sich wie anderorts später auch auf das geographische Gebiet, so dass im gesamten Mittelalter diese Region den Namen Makedonien trug. Ihre geographische Lage stimmte im Mittelalter weder mit dem Makedonien der Antike, noch mit der heutigen Region Makedonien überein.

Im Vergleich zu den anderen Grenzthemata war dieses vor Überfällen geschützt, da es nah der Reichshauptstadt Konstantinopel lag.
Nach 813 wechselte die Herrschaft über das Thema mehrfach zwischen dem Bulgarischen und Byzantinischen Reich. Nach der erfolgreichen Unterwerfung des ersten bulgarischen Reichs wurde die Region erneut in das byzantinische Verwaltungssystem integriert. Dabei grenzte Makedonien an die 1018 geschaffenen Themata Bulgarien im Westen und Paristrion im Norden. Im Osten grenzte es an das Thema Thrakien und im Süden an Strymon. 1204 wurde Adrianopel von den Kreuzfahrern erobert, fiel jedoch kurz danach erneut in bulgarische Hände. Nach der Wiederherstellung des bulgarischen Reiches im Jahre 1187 bis zum Auftreten der osmanischen Türken wechselte die Herrschaft über das Gebiet häufig zwischen Bulgaren und Byzantinern.

Aus dieser Region stammte die Familie der byzantinischen Kaiser der Makedonischen Dynastie, deren Name jedoch eine geographische und nicht ethnische Bezeichnung war. 1371 schlugen die vorrückenden Osmanen bei Tschernomen in Makedonien, an der Marica (s. Schlacht an der Maritza), ein bulgarisch-serbisches Heer. Nach der Eroberung Bulgariens durch die Osmanen 1393 wurde der bulgarische Patriarch Euthymios von Tarnowo in die Region Makedonien, möglicherweise ins Kloster Batschkowo verbannt.[2] 
VON MAKEDONIEN, N. (I37372)
 
1532 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7164)
 
1533 Das ehemalige Kloster Elsey lag in Elsey, heute Hagen-Hohenlimburg

Die Gründung des Klosters Elsey wurde durch eine Stiftung der Gräfin Methildis von Holland, der Witwe des Grafen Arnold von Altena-Isenberg ermöglicht, nachdem sie 1222 die neu errichtete Kirche zu Elsey gegen ihre Eigenkirche zu Bigge mit dem Erzbischof Engelbert I. von Köln eingetauscht hatte.[2] Mitstifter und Schenkender war in der Dotationsurkunde von 1223 auch Mechthildes Sohn Graf Friedrich von Altena-Isenberg (reg. 1209–1226),[3] durch dessen Leute der Kölner Erzbischof Engelbert, ein Vetter zweiten Grades von Friedrich, beim Versuch seiner Gefangennahme, am 7. November 1225 bei Gevelsberg erschlagen wurde.[4] Die Vogtei über das Kloster lag in der Hand der Stifterfamilie, nachdem aber Graf Friedrich wegen Mordes mit Acht und Bann belegt worden war, nahm Erzbischof Heinrich I. von Köln am 17. August 1227 das Kloster in seinen Schutz und befreite es von der Vogteigerechtsamkeit. Zeugen waren u. a. die Grafen von Arnsberg und von der Mark.[5]

Über die Ordenszugehörigkeit und die Besetzung der Neugründung mit einer geistlichen Korporation geben die frühesten Quellen keine Hinweise. Erst in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ist die Zugehörigkeit zum Prämonstratenserorden urkundlich bezeugt. Schutzpatronin des Klosters war von Anfang an die hl. Jungfrau Maria.[6] Die Leitung des Instituts lag in der Anfangszeit in den Händen einer Priorin. Seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts übernahm ein Propst diese Aufgabe. Er leitete und repräsentierte das Kloster unter Mitwirkung einer Priorin und des Konvents. Das Amt des Propstes wurde in der Regel von Angehörigen der Ministerialen-Geschlechter der Grafen von Limburg und der Grafen von der Mark bekleidet. Zwischen 1227 und den 1490er Jahren sind urkundlich 16 Pröpste namentlich bezeugt. Der Konvent setzte sich ebenfalls aus Angehörigen des landsässigen niederen Adels der Grafschaften Mark und Limburg zusammen. Von 1270 bis 1804 sind 110 Konventualinnen und Kapitularinnen namentlich bekannt. Der klostereigene sogenannte Küchenhof, mit ca. 70–80 Morgen Größe, diente der Versorgung.[7] Sämtliche Gebäude des Klosters waren von einer Ringmauer umgeben.

Insgesamt waren drei Elseyer Bruderschaften bekannt. Die früheste urkundliche Erwähnung nennt 1375 die Bruderschaft „Unserer Lieben Frau“. Eine Sakramentsbruderschaft erscheint von 1436 bis 1457. Urkundlich erwähnt wurde 1436 erstmals auch die Bruderschaft der Heiligen Fabian und Sebastian, die als Patrone der Stiftskirche besondere Verehrung genossen. Wie die 499 in dem Elseyer Totenbuch Registrum mortuorum Fabiani et Sebastiani ab 1523 registerartig verzeichneten Namen zeigen, fanden Geistliche und Laien beiderlei Geschlechts Aufnahme in die Bruderschaft. Die Güter der Bruderschaften, deren Erträge ursprünglich wohl karitativen Zwecken zugeführt wurden, kamen nach ihrer Auflösung während der Reformation an die hiesigen Armen.

Im Zuge der fortschreitenden Säkularisierung ihrer Lebensweise vollzog die Korporation im späten 15. Jahrhundert die Umwandlung in ein adeliges freiweltliches Damenstift. Die weltlichen Geschäfte übernahm nun eine Äbtissin. Das Stift wurde aber im Laufe der Zeit immer stärker nur eine Versorgungsinstitution für Töchter des Adels. Da die Frauen keine Nonnen unter strengem Gelübde waren, durften sie Eigenbesitz haben und konnten das Stift wieder verlassen, etwa wenn sie heiraten wollten. Die Seelsorge wurde ab 1499 einem Pfarrer übertragen. Diese bewohnten den stiftseigenen Wiedemhof mit dessen sämtlichen Einkünften, Renten und Gerechtigkeiten. Von den verschiedenen Stiftspredigern erlangte vor allem der Pfarrer Johann Friedrich Möller (1750–1807) eine große Bekanntheit und Ausstrahlung. Seine theologischen und historischen Arbeiten sowie sein politisches Engagement reichten weit über die Territorien der Grafschaften Mark und Limburg hinaus. Letzter Pfarrer vor der Aufhebung des Stifts wurde ab 1808 Melchior Wilhelm Hülsemann (1781–1865).

1587 während des Kölnischen Krieges wurde das Stift durch Brandschatzung ein Raub der Flammen. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts dauerte der Neubau der Kurienhäuser an gleicher Stelle unterhalb der Pfarrkirche.[8] Nach der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wirksam gewordenen Reformation waren Angehörige des katholischen, lutherischen und reformierten Bekenntnisses im Stift vertreten. Ein Stiftsamtmann übernahm gegen Entgelt ab 1680 einen Teil der administrativen Aufgaben der früheren Pröpste. Letzter Stiftsamtmann war bis Ende 1811 Friedrich Moritz Casimir Holtschmit (1766–1844).

Die Existenzgrundlage der Korporation bildete das im 13. Jahrhundert vornehmlich durch Schenkung, im 14. und 15. Jahrhundert durch Kauf erworbene Grundeigentum. Die erste Schenkung war 1223 das pomerium et mansus Gerwini des Friedrich von Isenberg und die Verpfändung von einer Mühle und Haus Barme.[9] Die mit Abstand größten Besitzungen des Klosters waren der von der Adelsfamilie Ovelacker 1266 gekaufte Niederschulten-Hof in Langendreer (Wert 1811: 20.281 Francs) und der von Rutger von Horst 1293 geschenkte Schultenhof in Suntum bei Bochum-Laer (Wert 1811: 32.241 Francs). Dessen jährliche Abgabe an das Stift betrug im Jahr 1811: 80 Scheffel Roggen, 80 Scheffel Gerste, 104 Scheffel Hafer, 4 Scheffel Weizen, 4 Schweine und 4 Scheffel Erbsen. Der größte Besitz in der Nähe des Klosters war der 1405 von Johann von Letmathe gekaufte Nagels Hof in Reh, mit jährlicher Abgabe (1811) von: 28 Scheffel Roggen, 8 Scheffel Gerste, 24 Scheffel Hafer, 1 Scheffel Weizen, 3 Schweine, 8 Hühner, ¼ Scheffel Rübensamen, 50 Schobben Stroh und 1 Fuder Heu. Besitzgröße: 98 ½ Scheffelsaat Ackerland, 1 Kamp in der Größe von 2 Scheffelsaat, 2 Wiesen und der „Eichhoff“.

Weitere außerhalb liegende Besitzungen gab es in Hengsen (7 Höfe), Sölde (2), Schüren (1) und Wellinghofen (1). Zeitweise auch in Laer, Oespel, Renninghausen, Wickede, Tiefendorf und Genna. Die meisten Besitzungen aber in der Umgebung des Stifts, so in Elsey (20 Höfe), Reh (7), Henkhausen (7), Holthausen (2), Haßley (1), Ergste (2) und Leckingsen (1). Damit war das Stift nach dem Landesherrn und den Herren von Brabeck zu Letmathe der drittgrößte Grundbesitzer der Grafschaft. Der Erwerb des adeligen Hauses Berchum im Jahre 1793 durch das seit 1753 rein protestantische Stift gab diesem vor allem eine Stimme auf dem Landtag der Grafschaft Limburg.

Vor der Aufhebung verfügte das Stift neben umfangreichem Wald- und Wiesenbesitz über 53 Höfe und Kotten unterschiedlicher Größe. Unter den 11 Stiften und Klöstern des Ruhr-Departements nahm Elsey damit hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, mit durchschnittlich 8400 Francs jährlicher Einnahmen, den 9. Platz ein und zählte somit zu den kleinsten Stiften in diesem Verwaltungsbezirk.[10]

Im Zusammenhang mit einer Neuordnung des Finanzwesens im Großherzogtum Berg wurde das Stift Elsey durch ein kaiserlich-französisches Dekret vom 22. Juni 1811 aufgehoben.[11] Nach dem Ende der französischen Herrschaft standen ab November 1813 die Stiftsgüter, der Grundbesitz und die Vermögenswerte unter preußischer Verwaltung. Als die jahrelangen Streitigkeiten über die Pensionsansprüche der letzten Äbtissin und ehemaliger Stiftsdamen beigelegt waren, übertrug 1825 die preußische Regierung dem Fürsten Emil Friedrich I. von Bentheim-Tecklenburg die Güter und Nutzungsrechte des aufgehobenen Stifts. Damit fand die damals bereits über 500-jährige Geschichte von Kloster und Stift schließlich ein Ende.[12][13]

Erhalten sind heute noch die denkmalgeschützte romanische Pfarrkirche, fünf denkmalgeschützte Kurienhäuser der Stiftsdamen und der ehemalige Stiftskornboden (heute Küsterhaus).

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Elsey ist auch heute noch eine Patronatsgemeinde des Fürsten zu Bentheim-Tecklenburg in Rheda-Wiedenbrück.

Priorinnen und Äbtissinnen

Anna Christine Katharina von dem Bottlenberg, die viertletzte Äbtissin von Elsey, regierte von 1753 bis 1776.

Ehemalige Stiftskurie des Klosters Elsey, ab 1789 Wohnhaus der Äbtissin
um 1270 Walburgis (Priorin)
um 1394 Gertrud von Grevel (Priorin)
um 1396 Bele Kuling (Priorin, auch Kulynges)
um 1405 Katharina Snyders (Priorin)
um 1414 Else von Eversberg (erwähnt im Registrum mortuorum als vrouwe)
um 1438 Regula Dudinck (Priorin), Tochter des Heinrich von Dudinck zu Werdringen
1468–1486 Margaretha von Neuhof (Priorin, auch Greyte van Nyenhove)
1501–1518 Engela von Holte (Frauwe)
1521–1545 Ida von Syberg, geb. um 1490 (Fraue), Tochter des Henrich von Syberg zum Busch und Margareta Wrede zu Amecke
1551–1556 Sophia Buddberg, † 1556 (vrowe)
1556–1577 Anna von der Goy (kath. Äbtissin)
1595–1623 Ludger von Neheim gen. Deutscher, † 1623 (Äbtissin, auch Dütscher)
1623–1625 Anna Rump zu Pungelscheid (Äbtissin), Tochter des Hermann Rump zu Pungelscheid und Elisabeth von Hanxleden. Heirat 1625 mit dem niederländischen General Franz Albert von Brünninghausen[14]
1626–1630 Helene von Plettenberg (Äbtissin). Heirat 1630 mit dem Limburger Drosten Johann von Dincklage (1598–1636, Bildepitaph in der Elseyer Stiftskirche)
1630–1639 Gertrud von der Pforten (Äbtissin)
1639–1640 Anna Lucia von Plettenberg (Äbtissin), Tochter des Johann von Plettenberg und Christine Vogt von Elspe
1641–1683 Helena von Syberg, † 1684 (Äbtissin), Tochter des Adrian von Syberg zum Busch und Margareta von Voss zum Rodenberg
1683–1696 Elisabeth von Lahr, † 1696 (Äbtissin), Tochter des Melchior von Lahr und Elisabeth von Brempt
1696–1701 Maria Sibilla Theresia von Lahr (Äbtissin)
1704–1716 Sophia Johanna Gräfin von Bentheim-Tecklenburg (Äbtissin), Tochter des Grafen Johann Adolf zu Bentheim-Tecklenburg und Charlotte Landgräfin von Hessen-Eschwege verwitwete Herzogin von Sachsen-Weißenfels
1716–1753 Sophie Amelie Dorothee Gräfin von Bentheim-Tecklenburg (Äbtissin), Tochter des Grafen Friedrich Moritz zu Bentheim-Tecklenburg und Christina Maria Gräfin zu Lippe-Brake
1753–1776 Anna Christina Catharina von dem Bottlenberg gen. Kessel zu Neuhof, † 1776 (Äbtissin), Tochter des Friedrich Christian von dem Bottlenberg zu Hackhausen und Elisabeth Josine von Neuhof, Erbin zu Neuhof
1776–1797 Amalia Dorothea Elisabeth von dem Bottlenberg gen. Kessel zu Neuhof, † 1797 (Äbtissin), Schwester von Anna Christina Catharina
1797–1802 Wilhelmine Sophie von Cornberg (Äbtissin), Tochter des Carl Wilh. Ludwig von Cornberg und Sophia Charlotte Wilhelmina Elisabeth von Freytag. Heirat 1802 mit Freiherr von Hövel zu Ruhr
1802–1808 Luise Friederica Christiana von Ledebur (1769–1838), Äbtissin, in Elsey nicht präbendiert, Tochter des Christian Heinrich Ernst von Ledebur und Friederica von Goertz gen. Wrisberg
 
VON VAERST, Anna Galan Ida wWlhelmine Josine (I45726)
 
1534 Das einzige erhaltene Dokument, das seinen Namen enthält, stammt vom November 941 und behandelt eine Schenkung zugunsten des berühmten Klosters Saint-Benôit-sur-Loire (Odo von Cluny war zu dieser Zeit hier Abt). Da Lisiard sich später in ein Kloster zurückzog und dort als Mönch starb, kann die Schenkung und der Rückzug in zeitlichem und sachlichem Zusammenhang gesehen werden. LE RICHE, Lisiard (I37716)
 
1535 Das erste, bald nach der Geburt verstorbenen Mädchen dieser Ehe war am 22. Juli 1842, das zweite am 24. September 1843 geboren.
Lebensbilder Carl Heinrich Ferdinand Henking, S. 251 
HENKING, N. (I10080)
 
1536 Das Familienwappen wird beschrieben im Basler Wappenbuch, dort mit silbernen Kreuzchen, im Rietstap/Rolland, dort ohne das Kreuzchen, sowie im Siebmacher Band: Bad Seite: 45 Tafel: 27, dort auch das spätere vermehrte Wappen. Hier wird die Tinktur nach der Ahnenprobe des Komturs im Deutschordenszentralarchiv angegeben. Die Familie Blarer stammt eigentlich aus St. Gallen in der Schweiz und verlagerte sich dann nach Konstanz, wo sie mit Leinwandhandel erfolgreich wurde. Entsprechend ihrer wirtschaftlichen Stellung wurden sie Patrizier, Ratsherren und stellten Bürgermeister. Zu den Gütern des Konstanzer Zweiges gehörten Liebburg (in Oberhofen bei Kreuzlingen), Güttingen und Girsberg (in Kreuzlingen). Die Reformation machte nur ein Zweig der Familie mit. Der katholische Zweig starb bald aus, der protestantische Zweig erlosch mit dem Major Philipp Blarer am 20.1.1865. Die Blarer von Wartensee sind eine im 14. Jh. entstandene Abspaltung der Blarer (Diethelm Blarer hatte eine Erbtochter geheiratet, Elisabeth von Wartensee, daher der Namenszusatz), auch diese spalteten sich im 16. Jh. ebenfalls in einen katholischen und einen protestantischen Zweig. Letzterer erlosch 1868 mit Hans Blarer von Wartensee in Zürich. Der katholische Zweig verlagerte sich nach Basel, wo die Familie auch einen Fürstbischof stellte. Mitglieder dieses Zweiges, dem auch der Komtur entstammt, wurden Obervögte in Pfeffingen und im diesem zugeordneten Zwingen. Hauptsitz dieses Zweiges wurde Schloß Aesch. Dieser Zweig war der Kirche sehr verbunden und stellte vom späten 15. bis zur Mitte des 17. Jh. insgesamt elf geistliche Würdenträger, darunter auch Franz Felix, Domkapitular zu Worms, und Franz Sigmund, Domkantor des Bistums Basel. Die Familie besaß das Erbtruchsessenamt bei der gefürsteten Propstei Ellwangen, wo sie mit Johann Jakob auch einen Fürstpropst stellten. BLARER (VON WARTENSEE), Kaspar (I21214)
 
1537 Das Fridolinsstift in Säckingen (lat. Seconiensis) im heutigen Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg, ursprünglich ein Doppelkloster,[1] wurde im 6. oder 7. Jahrhundert gegründet. Das Herrenkloster wurde bereits früh wieder aufgelöst. Das Damenstift war ein königliches Eigenkloster und seine Äbtissin wurde 1307 von König Albrecht I. in den Reichsfürstenstand erhoben. 1806 wurde auch das Damenstift im Zuge der Säkularisation aufgehoben.
Das Kloster Säckingen wurde angeblich unter dem Schutz des Franken-Königs Chlodwig I. (466–511) im 6. Jahrhundert gegründet. Stumpf datiert das Gründungsjahr auf das Jahr 495,[2] allgemein jedoch gilt das Gründungsjahr 522, welches jedoch von einigen Historikern in Frage gestellt wird, die annehmen, dass die Gründung nicht auf die Zeit Chlodwig I., sondern auf Chlodwig II. (634–657) zurückgeht. Nach dem heutigen Stand der Forschung jedoch ist das Leben des heiligen Fridolin, der als Gründer des Klosters gilt, eher im 6. als im 7. Jahrhundert anzusiedeln,[3] was wiederum den alten Überlieferungen entspricht.

Der Gründungslegende nach schickte Papst Coelestin I. im 5. Jahrhundert Mönche nach „Erin“ (Irland), um dort die Menschen vom christlichen Glauben zu überzeugen. Der Missionar Patrizius gründete dort im Jahre 472 das Erzbistum Armagh. Aus der dortigen Klosterschule soll der um das Jahr 480 geborene Fridolin hervorgegangen sein. Von Poitiers in Gallien aus begab dieser sich im Jahre 507 zur damaligen Hofstatt des Königs Chlodwig I. nach Orléans, um dort Gelder für den Wiederaufbau des zerstörten Klosters und der Kirche von Poitiers zu erbitten, die Chlodwig I. schließlich gewährte. Nachdem dieses Werk vollbracht war, wollte Fridolin seine Missionsarbeit in anderen Gebieten fortsetzen. Chlodwig versicherte ihm bei einem erneuten Besuch im Jahre 511 seinen Schutz und stellte ihm die entsprechenden Geleitbriefe aus. Von Portiers aus zog er über Metz und über die Vogesen nach Straßburg. Weiter führte sein Weg nach Chur, bis er schließlich um das Jahr 522 die Rheininsel bei Säckingen entdeckte und dort eine Kirche und eine Missionsstätte zu Ehren des heiligen Hilarius von Poitiers errichtete. Auf seiner Wanderung traf er die Brüder Ursus und Landolphus, die als besondere Wohltäter Fridolins auftraten.

Obgleich die Gründungsperiode zu Zeiten Chlodwig I. heute teilweise in Frage gestellt wird, spricht dennoch einiges dafür, dass das Kloster Säckingen in der Tat um diese Zeit gegründet worden sein könnte. Nach den Entscheidungsschlachten der Franken gegen die Alamannen in den Jahren 496 (Schlacht bei Zülpich) und 506 (Schlacht bei Straßburg) benötigten die Franken einen Vorposten zur Ausbreitung ihrer Macht im Stammesgebiet der Alamannen. Die Gründung eines Klosters auf der gut zu verteidigenden Rheininsel bei Säckingen bot sich als mögliches Instrument hierfür an.[6]

Die Alamannen im rechtsrheinischen Gebiet im Süden unterstellten sich nach der Schlacht bei Straßburg (506) dem Schutz der Ostgoten. Demnach hatte Chlodwig I. wohl kaum die Möglichkeit, über dieses Gebiet zu verfügen oder gar Schenkungen auf diesem Gebiet zu machen. Das linksrheinische Gebiet lag jedoch nach Unterwerfung und Umsiedlung der Burgunden spätestens ab dem Jahr 500 im fränkischen Machtbereich. Schäfer vertritt die Ansicht, dass sich bei Säckingen eine römische, rechtsrheinische Enklave erhalten hatte, die im Osten bis zur Südschwarzwälder Alb und im Westen bis zur Wehra reichte, welche bis zur Machtübernahme der Franken von diesen übernommen werden konnte.[7] Demnach gehörte Säckingen und die dortige Rheininsel damals zum linksrheinischen Burgund, wodurch die Voraussetzung für die Schenkung zur Zeit Chlodwig I. und die Klostergründung wenige Jahre danach gegeben war. Einen geschichtlichen Kern für die frühe Gründung sehen Jehle und Englert in der Unterstützung des merowingischen Königtums und deren Nachfolger, den Karolingern und Ottonen, worin es als königseigenes Kloster erscheint.[8] Eine Siedlung befand sich bereits zu Zeiten der Römer in Säckingen, wie man den Berichten des Historikers Ammianus Marcellinus entnehmen kann. Seinen Aufzeichnungen nach wurde im Jahr 360 der Heerführer comes Libino gegen den bündnisbrüchigen Alamannenstamm der Brisgavi entsandt, der jedoch bereits beim ersten Treffen auf den Feind in Säckingen „prope oppidum Sanctio“ den Tod fand. Schließt man nun daraus, dass Säckingen eine römische Gründung ist, könnten Teile der dortigen Bevölkerung bereits zur fraglichen Gründungszeit christianisiert gewesen sein. Wie Schaubinger erwähnt, führte der Gang Fridolins über das in Rätien gelegene Chur, dem Vorposten des Ostgotenreichs, das kurze Zeit nach dem vermeintlichen Gründungsjahr 522 zusammen mit dem Protektorat über die Alamannen in fränkische Vorherrschaft überging.

Nach Brandmüller ist das Kloster in Säckingen das älteste Kloster im Raum Alemanniens. Dies bestätigen auch Wehling und Weber. Sie datieren die Gründung des Klosters Säckingen um das Jahr 600, noch vor der Gründung der Klosterzelle St. Gallen im Jahre 612. Chlodwig II. wurde jedoch erst im Jahre 634 geboren.

Die Freiherren von Brandis stammten aus dem Emmental im heutigen Kanton Bern. Ihr Stammsitz war die Burg Brandis bei Lützelflüh.  
VON BRANDIS, Agnes (I19239)
 
1538 Das Gebiet von Herxheim war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Westlich von Herxheim wurden mit der Grubenanlage von Herxheim Reste einer etwa 7000 Jahre alten Siedlung entdeckt. Im 6. Jahrhundert gründen fränkische Siedler den Ort. Erstmals erwähnt wird Harieschaim 773 in einer Urkunde für das Kloster Weißenburg, als ein Sigibald seinen Besitz dem Kloster überschreibt. Im Rahmen des sogenannten „Weißenburger Klosterraubes“ (985/991) entrissen die Salier Herxheim und andere Besitzungen dem Kloster. Unter dem Saliern wird im Jahr 1004 auf dem Kirchberg eine Kirche errichtet, von der sich der untere Teil des Glockenturms erhalten hat. 1057 gelangte Herxheim durch eine Schenkung des salischen Kaisers Heinrich IV. wieder in geistlichen Besitz, nämlich an das Hochstift Speyer. Bei diesem verblieb Herxheim rund 600 Jahre und unterstand innerhalb diesem dem Oberamt Lauterburg. HOLZAPFEL VON HERXHEIM, Anna Katharina (I46740)
 
1539 Das Geschlecht der Blumegger auch Ritter von Blumenegg (überliefert sind auch weitere Schreibweisen wie: Blumek, Blumeneckh, Blumeck, Blumegg, Blumenberg etc.), hat sich als selbständige Linie der Herren von Blumberg abgezweigt. VON BLUMENEGG, Dietrich (I11076)
 
1540 Das Geschlecht derer von der Schulenburg ist ein zunächst markbrandenburgisches, später brandenburg-preußisches Adelsgeschlecht. 1237 taucht es erstmals in der Altmark mit dem Ritter Wernerus de Sculenburch auf. Stammsitz der sich später weit verzweigenden Adelsfamilie war im 13. Jahrhundert die kleine Burganlage Schulenburg an der Jeetze bei Salzwedel.

Der Adelsfamilie entstammten Feldmarschälle, Generäle und zahlreiche hohe Offiziere der preußischen Armee. Andere Vertreter erlangten hohe Positionen wie Staatsminister und Bischof. Zwei Angehörige des Geschlechts, Fritz-Dietlof und Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg, gehörten bei der Erhebung gegen Hitler zum Verschwörerkreis des 20. Juli 1944 und wurden hingerichtet.

Leopold Christian Wilhelm Johann Graf von der Schulenburg (* 10. April 1769 in Emden; † 31. Oktober 1826 in Bodendorf) war ein preußischer Landrat, Gutsbesitzer und Abgeordneter.

Familie
Leopold von der Schulenburg entstammte dem ursprünglich markbrandenburgischen Adelsgeschlecht Schulenburg und war der Sohn des Alexander Jakob von der Schulenburg (Generalmajor im Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg) und dessen Gemahlin Ehrengard Sophie Freiin von der Schulenburg (1737–1786). Er wuchs mit sieben Schwestern und seinen älteren Brüdern Philipp Ernst Alexander und August Karl Jakob auf.

1791 heiratete er Marie Christine Ernestine Philippine d’Orville von Löwenclau (1774–1826), eine Tochter von Peter Friedrich d’Orville von Löwenclau (1731–1787) und seiner Ehefrau Wilhelmine Friederike Elisabeth.

Aus der Ehe gingen sechs Söhne und sieben Töchter hervor, von denen ein Sohn und drei Töchter früh verstarben. Die Söhne, die das Erwachsenenalter erreichten, waren:

Adolf Leopold (1794–1852)
Otto Karl Friedrich (1797–1831)
Theodor Friedrich August (1801–1845), übernahm nach dem Tod seines Vaters das Gut Bodendorf
Friedrich Wilhelm IX (1807–1859)
Leopold Matthias Alexander Jakob (1815–1902), übernahm nach dem Tod seines Bruders Theodor das Gut Bodendorf sowie auch das Gut Hohenwarsleben und war als einziger seiner Brüder verheiratet

Leben
Leopold von der Schulenburg besuchte die Ritterakademie Brandenburg und schlug danach die militärische Laufbahn ein. Er diente von 1784 bis 1798 als Soldat. Von 1792 bis 1795 nahm er als Leutnant im Regiment Herzog von Braunschweig am Feldzug gegen Frankreich teil.

In den 1790er Jahren erhielt er bei der Erbteilung die Güter Bodendorf und Hohenwarsleben. Er nahm seinen militärischen Abschied und kümmerte sich um die Bewirtschaftung seiner Güter Bodendorf, Hohenwarsleben und Teilen von Ivenrode. Im selben Jahr wurde von der Schulenburg von König Friedrich Wilhelm III. in den Grafenstand erhoben. Um 1800 baute er das Schloss Bodendorf zur jetzigen Gestalt um.

Ab 1798 war er Kreisdeputierter im II. Magdeburgischen Holzkreis. 1803 wurde er dort Landrat. Nachdem Preußen aufgrund des Traktats von Paris 1806 das Kurfürstentum Hannover besetzt hatte, wurde von der Schulenburg zur Organisation des Landes versetzt. Nach der Bildung des Königreichs Westphalen wurde er Unterpräfekt des Distrikts Stendal. Nach dem Ende des Königreichs Westphalen wurde er 1813 Landrat des Landkreises Neuhaldensleben und blieb dies bis zu seinem Tod. 1825 war er Abgeordneter auf dem ersten Provinziallandtag der Provinz Sachsen. Er wurde für den Stand der Ritterschaft im Magdeburgischen Wahlbezirk gewählt.

Ab 1799 war er auch Deputierter bei der Feuer-Societät für die Holzkreise. 1805 wurde er Direktor der Kreis-Feuer-Societät dieses Kreises. Ab 1821 war er Direktor der Magdeburgischen Land-Feuer-Societät. 
VON DER SCHULENBURG, Leopold (I57389)
 
1541 Das Geschlecht derer von Pallandt (auch von Pallant, von Palant, von Palland, von Paland, von Palandt und von Ballandt) ist ein rheinisches Adelsgeschlecht, dessen Namen von seinem ehemaligen Besitz Haus Palant in Weisweiler (heute Stadt Eschweiler) herrührt. Die Familie gehörte aufgrund ihrer zahlreichen Besitzungen und des damit verbundenen Reichtums sowie ihrer ausgedehnten Familienbeziehungen zu den einflussreichsten Geschlechtern des Herzogtums Jülich. Die Genealogie weist zum Beispiel Jülich’sche, Kölnische und Klevische Marschälle auf. PALAND, von von Anna Gertrud (I616)
 
1542 Das Geschlecht derer von Pallandt (auch von Pallant, von Palant, von Palland, von Paland, von Palandt und von Ballandt) ist ein rheinisches Adelsgeschlecht, dessen Namen von seinem ehemaligen Besitz Haus Palant in Weisweiler (heute Stadt Eschweiler) herrührt. Die Familie gehörte aufgrund ihrer zahlreichen Besitzungen und des damit verbundenen Reichtums sowie ihrer ausgedehnten Familienbeziehungen zu den einflussreichsten Geschlechtern des Herzogtums Jülich. Die Genealogie weist zum Beispiel Jülich’sche, Kölnische und Klevische Marschälle auf.

Das Wappen der Familie ist fünfmal schwarz-golden geteilt. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ist der Wappenschild zwischen einem schwarzen Flug wiederholt.


1424 Amtmann zu Randerath, Herr zu Breidenbend, Paland, Wildenburg, Frechen, Bachem und Weisweiler
A. Blömer, Ahnenliste Anna Gertrud Janssen (* um 1731/32 in Warden), Mönchengladbach 1984, S. 13
A. Blömer, Die reformierte Familie Beecker (Becker) aus Mönchengladbach, Mönchengladbach 1986, S. 25
A. Blömer, Ahnenliste des Wilhelm Arnold Nierstras, Mönchengladbach 2000, S. 27


Werner II. von Palant, Herr zu Breitenbend, hatte im Jahre 1393 Alveradis von Engelsdorf geheiratet. Er war alleiniger Erbe des Palanter und Breitenbender Besitzes und scheint mit seiner Familie die Burg Breitenbend aber auch Schloss Palant bewohnt zu haben. Werner war der Vater des unten genannten Dirck van Pallandt. 
VON PALAND, Ritter Ritter Werner II. (I5038)
 
1543 Das Geschlecht derer von Rotberg ist ein aus der Schweiz stammendes Adelsgeschlecht, das zum Uradel zählt und vor allem im Raum Basel zwischen dem 13. und dem 18. Jahrhundert bedeutende Persönlichkeiten hervorbrachte.

Das Geschlecht derer von Rotberg wird auf das 1141 urkundlich nachgewiesene Geschlecht der Edelfreien von Biederthan (aus Biederthal, im Oberelsass)[1] zurückgeführt. Von den Biederthan stammen auch die seit 1197 urkundlich nachgewiesenen Herren von Ratolsdorf (Rodersdorf im Kanton Solothurn)[2] ab. 1274 werden Werner und Johannes von Rapperch (Raperch, hochdeutsch Rotberg) als Vettern der Ratolsdorfer genannt. Am 30. April 1277 sind Johann und Werner, mit denen auch die Stammreihe beginnt, urkundlich belegt.[3] Die Stammverwandtschaft der Geschlechter von Biederthan, von Rodersdorf und von Rotberg wird auch durch das gleiche Wappen und Besitzzusammenhang belegt.

Ab dem 13. Jahrhundert traten die Rotberger in die Dienste des Basler Bischofs und der Stadt Basel. Sie stellten Domherren zu Basel und mit Arnold von Rotberg ab 1451 auch einen Fürstbischof. Dieser erneuerte auch den Bischofshof am Basler Münster. Ferner stellten sie Mitglieder des Rates der Stadt und mehrere Bürgermeister. In der Schlacht bei Sempach 1386 fielen laut der Liste der Gefallenen fünf Rotbergs als Ritter im Habsburger Heer.

Der Stammsitz Burg Rotberg, südwestlich von Basel im heutigen Kanton Solothurn, wird erst 1413 urkundlich erstmals erwähnt. Als Herren der Herrschaft Rotberg (von 1408 bis 1515) waren die Rotbergs reichsunmittelbare Ritter, ausgestattet mit der niedrigen und hohen Gerichtsbarkeit, und gehörten als freie Reichsritter der Reichsritterschaft an.

Bereits 1302 wird die Burg Fürstenstein bei Ettingen als bischöfliches Lehen an die Rotberger genannt. 1410 zog sich der ehemalige Basler Bürgermeister Hans Ludmann von Rotberg in den Schutz der Burg Fürstenstein zurück. Er verbündete sich mit Katharina von Burgund, die sich ihrerseits 1411 mit Basel verbündete. Infolge einer Fehde der Herzogin wurde die Burg von ihren Gegnern Heinrich zu Rhein und Rudolf von Neuenstein besetzt und sodann durch die Basler zerstört.

Bis Mitte des 15. Jahrhunderts konnten die Herren von Rotberg ihren Besitz ausbauen, der aus Lehen des Reichs, der Herzöge von Habsburg-Österreich, der Fürstbischöfe von Basel und des Hochstifts Straßburg bestand.[5] Dazu gehörten das Dorf Rodersdorf und der Hof Leihausen in der elsässischen Gemeinde Biederthal sowie die sieben reichsfreien Dörfer am Blauen: Blauen BL, Brislach, Dittingen, Hofstetten, Metzerlen, Nenzlingen und Witterswil. 1459 erwarben die Rotberger nach dem Aussterben der Basler Ritter Münch auch deren ehemaligen Sitz, die Ruine Münchsberg, die aber beim Erdbeben von Basel 1356 zerstört worden war; jedoch waren mit ihrem Besitz Güter (z. B. Dinghof Aesch) und Rechte (z. B. Steuererhebung, Rechtsprechung) verknüpft.

Der Rotbergerhof in der Basler Rittergasse ist heute das Domizil der Bank La Roche. Der Schalerhof am Rhein wurde kurz vor 1460 für 850 Gulden an die Stadt Basel verkauft und ist heute Teil des Kollegiums der Universität.

Bernhard von Rotberg überliess 1462 dem Bischof von Basel, Johann V. von Venningen die Dörfer Blauen, Dittingen, Nenzlingen und Brislach und Arnold von Rotberg verkaufte am 15. Februar 1515 die restliche Herrschaft Rotberg an Solothurn.[6] Der Verkauf der Burgen Fürstenstein und Münchsberg scheiterte zunächst am Widerstand des Fürstbischofs von Basel als Lehnsherrn, Christoph von Utenheim, der die Expansionspolitik Solothurns stoppen wollte. Am 22. Mai 1555 wurde jedoch auch der Verkauf dieser Burgen mit Zustimmung des Bischofs Melchior von Lichtenfels vollzogen.[7]

Herrschaft Bamlach und Rheinweiler
→ Hauptartikel: Herrschaft Bamlach und Rheinweiler

Schloss Rheinweiler
Bereits 1417 hatte Ludemann von Rotberg die Hälfte des reichsunmittelbaren Reichslehens der Herrschaft Bamlach und Rheinweiler (die beide heute zur Gemeinde Bad Bellingen gehören) am Oberrhein zwischen Basel und Freiburg von der Familie Schaler erworben. 1434[8] konnte Bernhard von Rotberg die andere Hälfte von Klaus Ulrich Schaler dazu erwerben, was durch Kaiser Sigismund bewilligt wurde. Damit begann die Neuorientierung des Geschlechts in den Breisgau. Die Herren von Rotberg waren Mitglieder des Kantons Donau der schwäbischen Reichsritterschaft.[9] Jakob von Rotberg verlegte 1516 den Sitz der Familie nach Rheinweiler. 1747 verzichteten die Rotberg auf ihren reichsfreien Stand, da sie von den Habsburgern als Landesherren im umgebenden Vorderösterreich vom 16. Jahrhundert an „beinahe gewaltsam zum landsäßigen Adel herabgedrückt“ wurden und Breisgauer Landstand wurden.[10]

Die Familie v. Rotberg hatte bis ins 20. Jahrhundert ihren Stammsitz auf dem Schloss Rheinweiler, das Anfang des 18. Jahrhunderts anstelle eines 1676 zerstörten Vorgängerbaues erbaut und 1908 neobarock umgestaltet wurde. 1928 verkaufte die Familie das Schloss, welches heute ein Pflegeheim beherbergt. Das Bamlacher Schlossgut kam im Jahr 1925 in den Besitz der Anstalt von Herten.

Standesanerkennungen
Das Geschlecht derer von Rotberg zählt zum Uradel. Sie führten die Namen und Titel des Herrn von, Edler von und auch Ritter.

Seit ca. 1700 nennen sie sich nach verschiedenen Quellen Freiherren (genaues Datum der Standeserhebung unbekannt).
Französische Anerkennung des Freiherrenstandes (Baronats) Compiégne 6. August 1773.
Am 19. April 1842 wurde das Geschlecht mit Eduard Anselm (Anton) Freiherr von Rotberg, im Königreich Bayern in der Freiherren-Klasse immatrikuliert (für das Gesamtgeschlecht).[11]
Anerkannt war die Familie im Freiherrenstand in den Ländern Königreich Bayern, Königreich Preußen, Königreich/Kaiserreich Frankreich, Großherzogtum Baden.

Persönlichkeiten

Wilhelm von Rotberg (1718–1795), Gothaischer Geheimrat
Arnold III. von Rotberg – Domherr zu Basel 1428, Domdekan 1450, am 19. Januar 1451 zum Bischof von Basel gewählt, vom Papst als solcher bestätigt 22. März 1451, † 6. Mai 1458, begraben im Münster zu Basel
Leopold Melchior von Rotberg (1673–1736), Oberhofmarschall der Markgrafschaft Baden-Durlach und Legationsrat der Landgrafschaft Hessen-Kassel
Wilhelm von Rotberg (1718–1795), herzoglich sächsisch-gothaischer wirklicher geheimer Rat, Minister und Kammerpräsident, Gründer des Gothaischen Hofkalenders; Sohn des Leopold Melchior
Johann Christoph von Rotberg (1720–1772), Domherr in Konstanz, Reichspropst in Bruchsal
Karl Theodor von Rotberg (1793–1876), badischer Generalmajor
Eduard Anselm von Rotberg (1799–1884), bayerischer Generalleutnant, verheiratet mit der Tochter des französischen Generals und Grafen Jean Rapp.[12]
Eduard Freiherr von Rotberg (1872-1967), deutscher Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg.
Albert Freiherr von Rotberg (1874-1959), deutscher Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg; Bruder des Eduard.
Ernst Arnauld Freiherr von Rotberg (1913-2000), Offizier im Zweiten Weltkrieg und Brigadegeneral der Bundeswehr; Sohn des Eduard und Enkel des Generalleutnants Otto Wening (1854-1917). 
VON ROTBERG, N. (I47097)
 
1544 Das Geschlecht derer von Tegerfelden, welches später in einer freiherrlichen und einer ritterlichen Linie auftrat, zählte von Anfang des 12. bis Ende des 14. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Adelsgeschlechtern des Aargaus. VON TEGERFELDEN, Ita (I26440)
 
1545 Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich im Jahr 1241 mit dem Ritter Ludwig de Mesekenwerke.[1] Die Familie benannte sich später nach ihrem Sitz Burg Mallinckrodt, die sie schon ab etwa 1250 als Lehen der Herren von Volmarstein besaß. Zum Familienbesitz gehörten auch eine Reihe der umliegenden Höfe, darunter das Gut Obergedern und das Gut Hoven in Oberwengern (später Haus Howe). Seit 1980 befindet sich die Burg Gamburg im Besitz der Familie. MALLINCKRODT, Margaretha Juliana Dorothea (I44373)
 
1546 Das Geschlecht Hengstenberg weisst eine Vielzahl von evangelsich-reformierten Pfarren auf und ist zurückzuverfolgen bis zu Johann Hengstenberg geb. um 1470, Ratsherr in Dortmund
1749-1751 Pfarrer in Marienberghausen, 1751-1778 in Nümbrecht A. Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland II, Düsseldorf 1958, S. 201 R.M. Snethlage, Stammliste der Familie Engels aus Wülfrath, Aachen 1973, S. 137 J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland II, Bonn 2013, Nr. 5100  
HENGSTENBERG, Johann Friedrich (I399)
 
1547 Das Geschlecht Hengstenberg weisst eine Vielzahl von evangelsich-reformierten Pfarren auf und ist zurückzuverfolgen bis zu Johann Hengstenberg geb. um 1470, Ratsherr in Dortmund HENGSTENBERG, Maria Katharina (I2792)
 
1548 Das Grab Alberadas befindet sich in der Abtei Santissima Trinità di Venosa in Venosa, das von Robert Guiskard als Grablege des Hauses Hauteville bestimmt worden war. Im Nekrolog von Venosa ist sie nicht nachweisbar.

Alberada von Buonalbergo, eine Tante des normannischen Anführers Girard von Buonalbergo, der Robert als Mitgift 200 Krieger überließ und so dessen Handlungsmöglichkeiten beträchtlich steigerte. Auf Girard, mit dem Robert nun auch öfter zusammenarbeitete, dürfte auch sein Beiname Guiskard (etwa „Schlaukopf“) zurückgehen. 
VON BUONALBERGO, Alberada (I40620)
 
1549 Das Grimmelhaus ist ein von dem Patriziergeschlecht der Grimmel erbautes Haus in der oberschwäbischen Stadt Memmingen.

Das Haus steht nahe dem Ende der Ulmer Straße (Ulmer Straße 19) in der ehemaligen Ulmer Vorstadt. Zwei Häuser weiter nördlich endete die Vorstadt mit der Stadtmauer und dem Ulmer Tor.

Es wurde im 15. und 16. Jahrhundert erbaut und besitzt das für alte Memminger Häuser typische Stichbogenfries auf Konsolen. Die Obergeschosse sind vorkragend. Das stichbogige Portal besitzt ein reich mit Ranken und einem Monogramm verziertes Oberlicht aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts. Die vom Anfang des 18. Jahrhunderts stammenden Türklopfer haben die Form von Löwenköpfen mit Schlangen und wurden aus Messing in der Grimmelschen Hammermanufaktur gefertigt.

Im Erdgeschoss befindet sich ein Raum mit vier Kreuzgratgewölben und einem um 1500 eingebauten Mittelpfeiler mit einfachem Kämpfer. Die Stuckdecke aus der Zeit um 1730 weist Blatt- und Bandelwerk auf, das Treppenhaus dagegen lediglich schlichten Rahmenstuck. Im ersten Obergeschoss befinden sich sieben Türen mit geohrten Stöcken. Die Flügel tragen teilweise noch die alten Beschläge aus der Zeit um 1730. In einem von einer Zwischenwand unterbrochenen Raum des ersten Obergeschosses ist die Decke mit Ranken und Gittern aus der gleichen Zeit stuckiert. Der Fußbodenbelag aus Echtholzparkett enthält eine Intarsienrosette. Die Holzdecke mit diagonal angelegten Profilleisten wurde im 16. oder 17. Jahrhundert eingefügt. Im zweiten Obergeschoss befindet sich ein in drei Arkaden mit Stuckpilastern nach Süden geöffnetes Zimmer mit einer mit Stuck aus Bandelwerk, Blumen und Gittern verzierten Decke. Die Stuckdecke des Vorraums besteht nur aus schlichtem Bandelwerk. Die Holzdecke wurde ebenfalls im 16. oder 17. Jahrhundert eingezogen. Ein dreigeschossiges Rückgebäude mit Satteldach schließt sich an der Nordwestseite an. 
GRIMMEL\GRIMLIN VON MEMMINGEN, Dorothea (I3924)
 
1550 Das Gunhildkreuz (dänisch Gunhildkorset), benannt nach seiner ersten Besitzerin Gunhild, einer Tochter von Sven III. von Dänemark, ist ein aus Walrosszahn geschnitztes Kruzifix mit lateinischen und runischen Inschriften aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Es befindet sich heute in der Sammlung des Dänischen Nationalmuseums in Kopenhagen.

Es wird angenommen, dass das Kreuz um 1150 entstanden ist. Künstler und erste Besitzerin gehen aus der lateinische Inschrift hervor: „Liutgerus, der mich auf Geheiß von Helena geschnitzt hat, die auch Gunnhildr genannt wird“. Der Künstler Luitger ist aus anderen Werken nicht bekannt.[1] Nach Forschungen des Kunsthistorikers Harald Langberg von 1982 geht man davon aus, dass mit „König Svend“ der dänische König Sven III. (gestorben 1157) gemeint ist und nicht, wie bis dahin angenommen, König Sven Estridsson. 
VON DÄNEMARK, Gunhild (oder Helena) (I58289)
 

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