Strauss Genealogie


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1452 Chilperich I. (* um 535; † zwischen 27. September und 9. Oktober 584 in Chelles) war ein fränkischer König aus dem Geschlecht der Merowinger. Er regierte im Teilreich Neustrien (Soissons) von 561 bis zu seinemTod. Er war ein Sohn des Königs Chlothar I. aus dessen Ehe mit Arnegunde. Chilperichs Vater Chlothar I. hatte in der letzten Phase seiner Regierungszeit das gesamte Frankenreich, das 511 aufgeteilt worden war, wieder unter seiner Herrschaft vereinigt. Als Chlothar 561 starb, waren von seinen Söhnen neben dem nicht als Königssohn anerkannten Gundowald noch vier am Leben, nämlich Charibert I., Guntram I. (Guntchramn), Sigibert I. und Chilperich I. Die drei erstgenannten stammten aus Chlothars Ehe mit Königin Ingund(e), während Chilperich der einzige Sohn von Ingunds Schwester, Königin Arnegunde, war. Früher wurde Chilperich allgemein als der jüngste Sohn angesehen; nach dem aktuellen Forschungsstand war er jedoch der zweitjüngste, Sigibert der jüngste. Chlothar hatte nach seiner Heirat mit Arnegunde (um 533/534) seine Verbindung mit deren Schwester Ingund nicht aufgegeben.[1] Nach dem Tod Chlothars I. brachten die vier Söhne den Leichnam gemeinsam zur Bestattung nach Soissons. Unmittelbar danach bemächtigte sich Chilperich des Thronschatzes und der Stadt Paris. Er bewog mächtige Vornehme durch Geschenke, sich ihm zu unterwerfen. Seine drei Halbbrüderverbündeten sich jedoch gegen ihn und vertrieben ihn aus Paris. Danachführten sie zu viert eine – wie der Geschichtsschreiber Gregor von Tours berichtet – „legitime“, also merowingischem Brauch entsprechende Reichsteilung durch. Chilperich erhielt dabei das Teilreich von Soissons. Er war jedoch mit seinem Erbanteil nicht zufrieden. Als Sigibert, der das östliche Reich Austrasien (Austrien) mit der Hauptstadt Reims erhalten hatte, durch Kämpfe gegen die Awaren gebunden war, nutzte Chilperich diese Gelegenheit zu einem Einfall ins Ostreich und eroberte Reims. Chilperichs Unzufriedenheit und Aggressivität hing wohl damit zusammen, dass er von Chlothar I. als Lieblingssohn bevorzugt worden warund daraus einen Anspruch auf eine Vorrangstellung bei der Nachfolgeregelung ableitete.[2] Sigibert unternahm bald einen Gegenangriff; er eroberte Soissons und nahm Chilperichs Sohn Theudebert gefangen (562). 563 ließ Sigibert Theudebert frei, doch er behielt Soissons dauerhaft.[3] Im Jahr 567 starb Charibert I., der den Reichsteil erhalten hatte, dessen Hauptstadt Paris war. Da er keine Söhne hatte, wurde sein Gebiet aufgeteilt. Dabei erhielt Chilperich die Küstengebiete zwischen Somme und Loire. Zu seinem Anteil gehörten im Norden (Francia) Amiens und Beauvais sowie im Süden Bordeaux, Limoges und Cahors. Der größte Teil derProvinzen Rouen und Tours kam in seinen Besitz, nicht aber die StadtTours, die ebenso wie Poitiers an Sigibert fiel. Die Königsstadt Paris, über welche die Brüder sich nicht einigen konnten, wurde neutralisiert. Die Feindschaft zwischen Chilperich und Sigibert verschärfte sich durch die Heiratspolitik. Sigibert heiratete 566 Brunichild, eine Tochterdes Westgotenkönigs Athanagild. Diese Heirat veranlasste Chilperich, Athanagild um die Hand von Brunichilds älterer Schwester Gailswintha zubitten. Die Ehe wurde geschlossen, doch schon um 570 ließ ChilperichGailswintha ermorden und heiratete seine Konkubine Fredegunde, die vonsehr niedriger Herkunft war (sie stammte aus dem Gesinde). Dies führte zu einer dauerhaften Feindschaft zwischen Chilperich und Brunichild. Chilperich eröffnete den Krieg gegen Sigibert, indem er Tours und Poitiers von einem Heer unter seinem Sohn Chlodwig besetzen ließ, um eineVerbindung zwischen seinen nördlichen Kerngebieten und seinem Besitz im Süden zu schaffen. Dieser Erfolg war nur vorübergehend, denn Chlodwigs Streitmacht wurde von Truppen Guntrams I. unter der Führung des Feldherrn Mummolus, der mit Sigibert verbündet war, vertrieben. 573 kam es jedoch zum Bruch zwischen Sigibert und Guntram. Chilperich nutzte diese Gelegenheit zu neuen Angriffen auf Sigiberts Gebiet, die er von seinem Sohn Theudebert ausführen ließ. Nach wechselhaften Kämpfen unternahm Sigibert 575 eine sehr erfolgreiche Offensive; er besetzte Paris und große Teile von Chilperichs Reich. Theudebert fiel im Kampf gegen Sigiberts Truppen, Chilperich verschanzte sich in Tournai im äußerstenNorden seines Reichs. Viele bisherige Getreue Chilperichs liefen zum Sieger über, so dass Chilperich in eine aussichtslose Lage geriet.[4] Als jedoch 575 Sigibert ermordet wurde – die beiden Mörder handelten imAuftrag Fredegundes –, trat die große Wende ein. Chilperich konnte den ganzen Teil des ehemaligen Reichs Chariberts, der 567 Sigibert zugefallen war, erobern. Brunichild wurde gefangengenommen, konnte jedoch 577 fliehen. In Austrasien trat Childebert II., der unmündige Sohn Sigiberts und Brunichilds, die Nachfolge seines Vaters an. Die dortigen Großen verbündeten sich mit Guntram I. gegen Chilperich. 577 adoptierte Guntram, derkeinen Erben hatte, Childebert II. und setzte ihn zu seinem Erben ein. Die austrasische Politik wurde von Chilperichs Feindin Brunichild gesteuert. 581 kam es jedoch in Austrasien zu einem Umschwung; Brunichild wurde gestürzt, und es kam eine Partei an die Macht, die sich mit Chilperich gegen Guntram verständigte. Chilperich hatte damals nach demTod seiner Söhne keinen männlichen Nachkommen mehr; daher setzte er imRahmen dieses neuen Bündnisses seinen Neffen Childebert II. als Erbenein. Unter diesen Umständen gelang es Chilperich, auch noch GuntramsAnteil am ehemaligen Reich Chariberts in seinen Besitz zu bringen. Erplante 583 einen Großangriff auf Guntram, der gemeinsam mit den Austrasiern durchgeführt werden sollte. In Austrasien trat aber ein erneuterUmschwung zugunsten der Anhänger Brunichilds ein. Darauf bereitete sich Chilperich auf einen Krieg gegen seine austrasischen Gegner und gegen Guntram vor. Er verbündete sich mit dem Westgotenkönig Leovigild und verlobte seine Tochter Rigunth mit dessen Sohn Rekkared. Der Krieg brach aber nicht aus, denn im Herbst 584 wurde Chilperich bei der Rückkehr von der Jagd ermordet. Der Urheber des Anschlags ist unbekannt; essoll sich um eine Verschwörung unzufriedener Höflinge im Einvernehmenmit austrasischen Großen gehandelt haben.[5] Chilperichs Sohn Chlothar II. war damals erst wenige Monate alt. Daher musste die Witwe Fredegunde sich unter den Schutz Guntrams stellen, der nun in Paris einzog. Chilperich wurde in der Kirche St. Vincent in Paris beerdigt, ebenso wie 13 Jahre später Fredegunde. Chilperich heiratete dreimal. Die erste Ehe schloss er um 549/550 mitAudovera, die damals etwa fünfzehn Jahre alt war. Mit ihr hatte er diedrei Söhne Theudebert (* um 548/551), Merowech (* um 551/552) und Chlodwig (Chlodowech, * um 553) sowie zwei Töchter, Basina (* um 555-565)und Childesinth (* um 565). Basina trat 580/581 in das Kloster Sainte-Croix zu Poitiers ein. Chilperich trennte sich von Audovera und heiratete um 567 in zweiter Ehe Gailswintha, eine Tochter des Westgotenkönigs Athanagild, die er um 570 ermorden ließ. Diese Ehe blieb kinderlos.Darauf verband er sich in dritter Ehe mit der Magd Fredegunde, die schon seit etwa 565 seine Konkubine gewesen war. Von ihr hatte er fünf Söhne, von denen vier früh starben: Chlodobert (* 565; † 580); Samson (* 575; † 577); Dagobert († 580) und Theuderich (* 582; † 584). Nur derjüngste Sohn aus dieser Ehe, Chlothar II. (* 584), überlebte und konnte die Nachfolge Chilperichs antreten. Die einzige Tochter aus Chilperichs dritter Ehe war Rigunth, deren Verheiratung mit dem Sohn des Westgotenkönigs nicht zustande kam. Nach dem Tod Chilperichs kam es 589 zuschweren, auch handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen Fredegunde und Rigunth. Von den drei Söhnen aus Chilperichs erster Ehe überlebte keiner den Vater. Theudebert fiel 575 im Kampf gegen Heerführer König Sigiberts. Merowech heiratete die nach Sigiberts Tod verwitwete Brunichild; er rebellierte 576 gegen seinen Vater und wurde im folgenden Jahr getötet.[6]Chlodwig, der als Heerführer für Chilperich tätig gewesen war, gerietnach dem Tod seiner Brüder in Konflikt mit seiner Stiefmutter Fredegunde; er wurde 580 auf Befehl Chilperichs verhaftet und Fredegunde übergeben, die ihn in Noisy-le-Grand gefangenhalten und noch im selben Jahr ermorden ließ.[7] VON FRANKEN, König König Chilperich I. (I36681)
 
1453 Chintila wurde nach dem Tod des Königs Sisenand erhoben. Wie er an die Macht kam und ob eine Wahl stattfand, ist unbekannt. Er berief das 5. und das 6. Konzil von Toledo ein. Diese Konzilien fassten besondere Beschlüsse zum Schutz des von Rebellionen bedrohten Königs sowie zum Schutz seiner Familie nach seinem Tod. Insbesondere wurde untersagt, nach dem Tod des Königs seine Schenkungen an seine Getreuen rückgängig zu machen und den Besitz seiner Familie anzutasten. Absprachen über künftige Königswahlen zu Lebzeiten eines Herrschers wurden bei Strafe der Exkommunikation verboten. Ferner wurde festgelegt, dass niemand ohne „allgemeine“ Wahl (electio omnium) das Königtum erlangen durfte. Eine Bestimmung des 5. Konzils von Toledo, wonach nur ein adliger Gote zum König gewählt werden durfte und die Ambitionen herkunftsmäßig nicht Qualifizierter zurückzuweisen waren, lässt erkennen, dass zu Chintilas Zeit die Erhebung eines Nichtgoten zur Königswürde eine denkbare Möglichkeit war.[1]

Das 638 abgehaltene 6. Konzil von Toledo fasste Beschlüsse gegen die Juden, wobei den Konzilsakten zufolge König Chintila die treibende Kraft war. Dabei wurde an frühere judenfeindliche Maßnahmen der Könige Rekkared I. und Sisebut angeknüpft. Deren Kurs verschärfte Chintila noch, indem er offen seine Absicht verkündete, das Judentum in seinem Reich gänzlich auszurotten und keine Nichtkatholiken zu dulden.[2] Die früher zwangsweise bekehrten und dann zu ihrem alten Glauben zurückgekehrten Juden mussten ihre religiösen Schriften ausliefern und sich verpflichten, auf die jüdischen Riten und Feste zu verzichten.[3]

Einige Andeutungen in den Quellen lassen erkennen, dass Chintila mit einer heftigen Opposition rebellischer Adelskreise konfrontiert war.[4] Es gelang ihm jedoch, seinen Sohn Tulga zum Mitregenten wählen zu lassen, womit er ihm die Thronfolge sicherte. Als Chintila starb, war Tulga noch minderjährig, doch konnte er anscheinend friedlich die Nachfolge antreten. 
Chintila (I52568)
 
1454 Chlodwig war der jüngere der beiden Söhne des Königs Dagobert I. Sein vier Jahre älterer Bruder Sigibert III. stammte aus einer unehelichen Verbindung Dagoberts, während Chlodwig II. ein Sohn der Königin Nantechild war, die Dagobert 629 geheiratet hatte.
Die Nachfolgeregelung Dagoberts legte fest, dass der Reichsteil Austrasien an Sigibert fallen sollte, Neustrien und Burgund an Chlodwig. Dieser Bestimmung gemäß wurde der erst vierjährige Chlodwig nach dem Tod seines Vaters, der am 19. Januar 639 eingetreten war, von den neustrischen und burgundischen Großen zum König erhoben. Als Tag des Regierungsbeginns galt der 20. Januar.[1] Die Regierung leitete zunächst seine Mutter Nantechild, die erst mit dem Hausmeier Aegas und nach dessen Tod (641) mit dessen Nachfolger Erchinoald zusammenwirkte.

Um 650 heiratete Chlodwig Bathilde, eine englische Adlige, die ins Frankenreich in die Sklaverei verkauft worden war. Mit ihr hatte er drei Söhne: Chlothar III., Childerich II. und Theuderich III.

Chlodwig II. starb schon im Alter von 23 Jahren um den 11. Oktober 657. Er wurde wie sein Vater in Saint-Denis begraben. Nachfolger wurde sein Sohn Chlothar.

Chlodwig gilt zusammen mit seinem Bruder als einer der ersten "Faulenzerkönige" die das Bild der späten Merowingerdynastie prägten. 
VON FRANKEN, König König Chlodwig II. Le Fainéant/ der Faule (I36705)
 
1455 Chlothar I. war der jüngste Sohn des Frankenkönigs Chlodwig I. und der Königin Chrodechild. Von seinen drei älteren Brüdern stammte der älteste, Theuderich I., aus einer unehelichen Verbindung, die beiden anderen – Chlodomer und Childebert I. – stammten aus der Ehe mit Chrodechild. Bei der Reichsteilung nach Chlodwigs Tod 511 erhielt Theuderich den weitaus größten, Chlothar den quantitativ geringsten der vier Reichsteile, der jedoch die alten salischen Stammlande einschloss. Dieser umfasste Soissons, Laon, Noyon, Cambrai, Tournai, Thérouanne, Arras, Tongeren und Maastricht. Chlothar residierte in Soissons. Er erhielt ebenso wie seine Brüder sowohl einen Teil von Chlodwigs ursprünglichem Reichsgebiet zwischen Rhein und Loire als auch einen Teil des von Chlodwig erst später eroberten Aquitanien.
Er verstiess Walderada (ob eine reguläre Heirat stattfand, ist unklar). 
N., Chlothar I. (I18369)
 
1456 Chlothar II. (* 584; † zwischen 18. Oktober 629 und 8. April 630), genannt der Junge, aus dem Geschlecht der Merowinger war König der Franken von 584 bis 629. Chlothar war wenige Monate alt, als sein Vater Chilperich I. 584 ermordet wurde. Seine Mutter, Königin Fredegunde, verwaltete das Königreichbis zu ihrem Tod im Jahr 597. Sein Onkel Guntram I., König des burgundischen Teilreichs, stellte Fredegunde und Chlothar bis zu seinem Tod592 unter seinen Schutz. Im Alter von 13 Jahren bestieg er den Thron. Chlothar siegte 613 über Brunichild (Brunhilde), die Königin von Austrasien und Burgund, und ließ sie hinrichten. Damit war Chlothar II. seit dem Tod seines Großvaters der erste König über das gesamte Frankenreich. Allerdings musste er im Jahre 614 dem fränkischen Adel, der entscheidend zu seinem Sieg über Brunhilde beigetragen hatte, im Edictum Chlotharii wichtige Zugeständnisse machen. Damit legte er den Grundsteinfür den späteren Aufstieg der Hausmeier, insbesondere der Karolinger. In Burgund blieb die Lage nach dem Tod der Brunichild angespannt, dieBurgunder versuchten wieder ein eigenständiges Teilkönigreich zu erschaffen. Godinus, der Sohn des burgundischen Hausmeiers Warnachar, heiratete 626 dessen Witwe und trat dessen Nachfolge an, allerdings ohne Zustimmung Chlothars. Chlothar lockte daraufhin Godinus nach Neustrien und ließ ihn umbringen. Das Amt des burgundische Hausmeier blieb bis 642 unbesetzt. Insgesamt war Chlothars Regierungszeit eine Friedenszeit für das Frankenreich, so berichtet es zumindest die Fredegarchronik. Er verlegte seine Residenz von Rouen nach Paris und stellte die alten Grenzen der Teilkönigreich wieder her. 623 übergab Chlothar das Königreich Austrasien seinem Sohn Dagobert I.Chlothar starb im Winterhalbjahr 629/630 und wurde in Paris in der Kirche St. Vincent beerdigt. Chlothar heiratete dreimal: um 599 Heldetrud (Haldetrud), † vor 613, begraben St. Ouen in Rouen Bertetrud, † 618, begraben in St. Vincent in Paris Sigihild, 625/626 bezeugt, † 28. September 629, begraben in St. Vincent in Paris Aus seiner ersten Ehe hatte er drei Kinder: Merowech, 604 bezeugt Sohn, † nach 613 Dagobert I. (* 603; † 639) Aus seiner zweiten Ehe hatte er einen weiteren Sohn, Charibert II.. Darüber hinaus wird vermutet, dass Aemma, die Ehefrau des Königs Eadbaldvon Kent, eine Tochter von ihm war. VON FRANKEN, König König Chlothar II. der Junge (I18396)
 
1457 Chramnelenus, dessen zweiter Vorname Felix lautete, entstammte dem Adelsgeschlecht der Waltriche, einer der ersten und einflussreichsten Familien im fränkischen Teilreich Burgund, die insbesondere im Gebiet um Besançon begütert war. Er wurde dort als Sohn des Herzogs Waldelenus und seiner Frau Aelia Flavia geboren. Sein älterer Bruder Donatus war von 625 bis 660 Erzbischof von Besançon, seine Schwester Sirudis später erste Äbtissin im dortigen Frauenkloster Jussamoutier.

Als Waldelenus um 615 starb, folgte ihm Chramnelenus als Herzog nach und herrschte über die Gebiete beiderseits des Jura.

Um 632 begründete er das Kloster Romainmôtier neu, welches nach einem Einfall der Alamannen völlig zerstört worden war und in dessen Konvent der heilige Wandregisel als Mönch eintrat. In den Jahren 636 und 637 nahm er am Heerzug des merowingischen Königs Dagobert I. gegen die aufständischen Gascogner teil. 642 unterstützte Chramnelenus seinen Verwandten, den burgundischen Hausmeier Flaochad mit militärischen Mitteln gegen dessen Gegenspieler Willibad und besiegte, gemeinsam mit seinem Schwager Amalgar, ein gegnerisches Heer vor Autun, wo Willibad den Tod fand.

Zum Ende seiner Herrschaft gründete er mit Zustimmung des Bischofs von Lausanne, Protasius, das Frauenkloster von Baulmes, welchem er wie bereits in Romainmôtier die Regel des heiligen Kolumban gab. Den Abschluss der Bauarbeiten konnte Chramnelenus nicht mehr miterleben, da er vor dem Jahr 672 verstarb – die Klostergründung wurde schließlich durch seine Witwe Ermentrudis vollendet.

Literatur 
..., Chramnelenus (I37406)
 
1458 Chris Herchanik Rogney 19 Nov 2014:
Herbert enlisted in the US Army and served in Manila during the Spanish American War.
He died after the war of malaria.

Christine Herchanik Rogney 10 Mar 2014:
emigrated to the United States in 1891 
AUER, Johann Herbert (I10062)
 
1459 Christian Andreae (1665–1742), der ursprünglich aus Frankfurt stammte, hatte 1687 eine Seiden- und Leinenfabrik in Köln gegründet, die 1714 nach Mülheim umzog; zudem betrieb er einen Kommissions- und Weinhandel.[2]

Grund für den Umzug von Andreae nach Mülheim war die restriktive Politik der Stadt Köln: Protestanten konnten nicht Mitglied einer Kölner Zunft werden und unterlagen auch weiteren beruflichen Einschränkungen.[3] Daraufhin siedelten zehn bedeutende protestantische Großkaufleute auf die andere Rheinseite nach Mülheim, das damals noch zum Herzogtum Berg gehörte und Protestanten wiederum wirtschaftliche Privilegien einräumte.[4] Die abgewanderten Großkaufleute und Manufakturisten machten den Kölnern mit ihren Handelsbeziehungen zum Niederrhein und den Niederlanden in der Folge Konkurrenz.[2] Andreaes Söhne gründeten 1763 eine Samt- und Seidenproduktion, die spätestens eine Generation darauf europaweit bekannt war 
ANDREAE, Christoph (I48868)
 
1460 Christian Brück (latinisiert auch Pontanus) (* 1517/18[1] in Wittenberg; † 18. April 1567 in Gotha) war ein Politiker und sächsischer Kanzler.

Leben
Christian Brück wurde als Sohn des Kanzlers Gregor Brück in Wittenberg geboren. Er wurde im Sommersemester 1532 in die Wittenberger Universität aufgenommen. Seine an der Elbe begonnenen Studien bei Philipp Melanchthon setzte er in Bologna (Italien) fort, wo er bis 1542 blieb. Zurückgekehrt nach Wittenberg, erwarb er am 5. Februar 1543 die juristische Doktorwürde und heiratete im selben Jahre Barbara Cranach, eine Tochter des Malers Lucas Cranach d. Ä., die von ihrem Vater eine Mitgift von 5.000 Gulden erhielt. In Wittenberg arbeitete er zunächst als Privatgelehrter und Lehrer und wurde 1543 Rat und Diener des Kurfürsten Johann Friedrich I. (1503–1554).

Aus Wittenberg flüchtete er infolge des Schmalkaldischen Krieges mit Frau und Kind nach Braunschweig. Von Braunschweig ging er im Juni 1547 nach Nordhausen. In Weimar kaufte Brück ein Grundstück am Markt. In diesem Zusammenhang erwarb er auch am 26. Oktober 1548 das Bürgerrecht der Stadt Weimar und wird dabei bereits als fürstlich sächsischer Rat genannt.[2] Dort errichtete er das später als Cranachhaus bekannte Gebäude, wo sein Schwiegervater Lucas Cranach d. Ä. sein letztes Lebensjahr verbrachte. Die Bestallung als Hofrat erfolgte aufgrund der Empfehlung seines Vaters. 1555 wurde Brück zum Kanzler von Johann Friedrich II. dem Mittleren (1529–1595) an dessen Hof in Gotha berufen.

Das in ihn gesetzte Vertrauen enttäuschte Brück jedoch, seine Regierung erregte überall Anstoß und Feindschaft. Die Verwicklung in die Händel des Ritters Wilhelm von Grumbach sorgte nach seiner Gefangennahme in Gotha zu einer peinlichen Befragung und letztlich am 18. April 1567 zur Hinrichtung durch Vierteilung. Barbara Cranach überlebte ihren Mann und vermochte nur mit Mühe, ihr Heiratsgut zu retten.

Durch die gemeinsame Tochter Barbara, die sich mit dem Weimarer Bürgermeister Jacob Schröter (1529–1613) verheiratete, liegt eine Ahnenlinie zu Johann Wolfgang von Goethe mütterlicherseits vor. Die Tochter Elisabeth war mit dem Ratsherrn und Tuchmacher in Weimar Caspar Koch verheiratet, dessen Vater 1535 Bürgermeister in Weimar geworden war. Der Vorname Christian des Großvaters setzte sich bei Elisabeths Sohn Christian fort, der am 23. Juli 1596 in Weimar getauft wurde.

Rezeption
Die Erinnerung an Christian Brück und seine Verwicklung in die Grumbachschen Händel ist in Gotha bis heute in der Sage Die drei bösen Omen[3][4] lebendig. Danach hatte Brück während der Belagerung Gothas im Frühjahr 1567 mit einem Kürbis gespielt, ihn einige Male in die Höhe geworfen und wieder aufgefangen. Dabei zerbrach ihm der Kürbis jedoch in den Händen in vier Teile. Dies, so die Sage weiter, sei von verständigen Leuten als böses Omen für Brücks Schicksal gedeutet worden, das sich nur wenige Wochen später mit seiner Vierteilung (!) erfüllte. 
BRÜCK (PONTANUS), Christian (I34760)
 
1461 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7110)
 
1462 Christian II. war der Sohn von Graf Moritz I. von Oldenburg († 1209) und Salome von Wickrath. In einer undatierten, aber wohl nicht lange vor 1209 von Moritz I. ausgestellten Urkunde wird er erstmals genannt. 1209 erscheint er in einer Urkunde von Gerhard I., zu der Zeit Bischof von Osnabrück, als volljährig.

Nach dem Tod seines Vaters übernahm er gemeinsam mit seinem Bruder Otto I. die Nachfolge. Die beiden regierten einträchtig und konnten die oldenburgischen Rechte und Ansprüche in Landwürden und Lehe durch traditionelle Fehden mit den Vettern und Lehnsherren, so auch mit den Grafen von Hoya, bedeutsam ausdehnen.

Im März 1233 gehört er mit seinem Bruder Otto I. zu den Garanten des Vertrages, mit dem sich Erzbischof Gerhard II. von Bremen die Hilfe der Stadt Bremen gegen die Stedinger sicherte. Urkundlich erscheint er hier zum letzten Mal.

Seine Beteiligung an den Stedingerkreuzzügen von 1233 und 1234 ist nicht nachweisbar. Nach seinem Tod übernahm Otto I. zusammen mit Christians Sohn Johann I. die Herrschaft. 
(OLDENBURG), Christian II. (I52338)
 
1463 Christian Lutter, Sohn des Johannes Lutter aus dem Scheidter Ortsteil Schniffel heiratete 1702 Anna Catharina Hackenbracht, Tochter des homburgischen Schultheissen Johann Georg Hackenbracht. Johann Georg Hackenbracht gelangte durch Erbschaft an das Börnhauser Burghaus, welches ursprünglich der adeligen Familie Quad von Isengarten zu Bellinghausen gehörte. Er liess es 1675 erneuern. Christian Lutter zog nach der Hochzeit nach Börnhausen.  LUTTER, Christian (I2389)
 
1464 Christine Herchanik Rogney 10 Mar 2014:
emigrated to the United States in 1891 
AUER, Hermann (I6926)
 
1465 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I16551)
 
1466 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Vertraulich (I10065)
 
1467 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Vertraulich (I16559)
 
1468 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I16571)
 
1469 Christoph Bilitzer (1586–1621) diente 1619 als Hofarzt[4] des Herzogs von Jägerndorf, Markgraf Johann Georg von Brandenburg und wurde nach seinem Tod in der Pfarrkirche von Jägerndorf bestattet.[5] Der Doktor beider Rechte Mathias Bilitzer von Bilitz (Enkel des ersten Vertreters) fungierte als Herzoglicher Rat und brandenburgischer Kanzler in Jägerndorf,[1] der mit Nicolaus Henel von Hennenfeld befreundet war. BIELITZER VON BIELITZ, Christoph (I57299)
 
1470 Christoph I. von Baden war der Sohn des Markgrafen Karl I. von Baden und Katharinas von Österreich, der Schwester Kaiser Friedrichs III.

Christoph erhielt in Speyer und Freiburg eine umfassende Schulbildung. Von Mai bis November 1468 unternahm er zusammen mit Eberhard von Württemberg-Urach eine Pilgerfahrt nach Jerusalem, wo er und seine 24 adligen Begleiter am 12. Juli 1468 in der Grabeskirche zum Ritter vom Heiligen Grab geschlagen wurden.[2]

1476 trat er zunächst gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht seine Herrschaft als Markgraf an. Dieser erhielt 1476 die Grafschaft Hochberg als Erbteil, so dass Christoph ab diesem Zeitpunkt die Markgrafenwürde alleine innehatte.

Diese Erbteilung mit seinem Bruder Albrecht war zunächst auf sechs Jahre begrenzt, wurde aber 1482 mit einer endgültigen Regelung verstetigt. Allerdings gab Albrecht seinen Anteil sofort gegen eine Rentenzahlung an Christoph zurück, so dass das Herrschaftsgebiet de facto ungeteilt blieb. Als Albrecht 1488 kinderlos starb, fielen Burg und Herrschaft Hochberg endgültig an Christoph zurück.

Die durch seine Mutter angelegte enge Beziehung zum Haus Habsburg bestimmte Christophs Regierungszeit. Bereits ein Jahr vor seinem Regierungsantritt half er Friedrich III. mit Truppen gegen Karl den Kühnen. Unter Maximilian I. erwarb er sich einen Ruf als tapferer und erfolgreicher Feldherr, vor allem in den Niederlanden. Der Kaiser revanchierte sich mit der Übertragung von Herrschaften im Westen des Reichs (unter anderem der Statthalterschaft zu Luxemburg) und der in Mechelen 1491 erfolgten Aufnahme in den exklusiven Orden vom Goldenen Vlies.

1489 wurde Christoph Mitglied des Schwäbischen Bundes. Dies fügte sich in seine Bemühungen um eine friedliche Koexistenz mit seinen Nachbarn (insbesondere mit Württemberg sowie den Städten Weil und Straßburg) ein. Im Schutz dieses südwestdeutschen Landfriedens brachte Christoph den inneren Ausbau seines Herrschaftsgebietes voran.

Christoph baute das Neue Schloss von Baden-Baden aus und nahm 1479 in ihm seinen Wohnsitz. 
(BADEN), Christoph I. (I54310)
 
1471 Christoph Rheinschmidt der Mittlere RHEINSCHMIDT, Christoph (I11816)
 
1472 Christoph Scheiblers Vater war der lutherische Prediger und Magister Johannes Scheibler (* 2. November 1553 in Gmünden; † 31. Oktober 1597 in Armsfeld) aus Gemünden an der Wohra und dessen zweite Frau Elisabeth Schmandt (* Gmünden; † 29. Oktober 1597 in Armsfeld). Christophs Eltern verstarben 1597 an der Pest. Betuchte Verwandte in Gemünden nahmen das Waisenkind auf. Schon frühzeitig verriet er eine außergewöhnliche Begabung. Nach dem Besuch des Marburger Pädagogiums hörte Christoph Scheibler ab 1603 in Marburg philosophische, philologische und theologische Vorlesungen. 1606 setzte er seine Studien in Gießen fort, wo er am 8. Oktober 1607 als Schüler von Nicolaus Braun und Caspar Fink bei der ersten Gießener Magisterpromotion im Beisein des Universitätsgründers, Landgraf Ludwig V., die philosophische Magisterwürde erlangte. Scheiblers Liber sententiarum, begründete seinen wissenschaftlichen frühen Ruhm. Philosophische Kernsätze werden hier erläutert, es stehen die Gegenstände der Metaphysik im Vordergrund.

Seit 1610 war er in Gießen als Professor für Logik und Metaphysik tätig. In Gießen beteiligte er sich auch an den organisatorischen Aufgaben der Hochschule und war 1617 Rektor der Alma Mater. Am 25. Mai 1624 vollzog der Graduierte der ersten Gießener Magisterpromotion die letzte Gießener Magisterpromotion vor der ersten Aufhebung der Universität. Danach siedelte er nach Marburg um und wurde Professor für Theologie. 1625 wurde Christoph Scheibler in Dortmund zum Superintendent und Leiter des Archigymnasiums berufen. Während dieser Lehrtätigkeit setzte er sich intensiv mit dem Katholizismus auseinander und trat als Fürsprecher der Lutheraner in theologischen Aufgaben hervor.

Der Wissenschaftler Christoph Scheibler wurde durch seine von der aristotelischen Schulphilosophie ausgehende selbständige Darlegung der Metaphysik bekannt. 1617 erschien sein wichtigstes Werk, das zweibändige von Jakob Martini stark beeinflusste Opus metaphysicum. Er stellte darin die Metaphysik gegensätzlich zu den Wittenberger Theologen dar, die diese als reine Seinslehre auffassten. Im Gegensatz zu diesen ergänzte er die Metaphysik um theologische Begrifflichkeiten wie Gott, Engel und Seele. 
SCHEIBLER, Christoph (I25047)
 
1473 Christophoros war der älteste Sohn des Kaisers Romanos I. Lakapenos (920–944) und dessen erster, namentlich nicht bekannter Frau. Er hatte vier jüngere Halbbrüder, den späteren Patriarchen Theophylaktos, die beiden Mitkaiser Stephanos und Konstantin sowie den späteren Parakoimomenos Basileios. Seine jüngere Halbschwester Helena Lakapene war seit 919 mit Konstantin VII. verheiratet, der im folgenden Jahr von seinem Schwiegervater als Hauptkaiser (Basileus) verdrängt wurde. Mit seiner Frau Sophia hatte Christophoros zwei Töchter sowie die Söhne Romanos und Michael.

Am 20.(?) Mai 921 wurde Christophoros zum Mitkaiser (Symbasileus) gekrönt und erscheint als solcher auf Münzen zusammen mit Romanos I. Er galt als Lieblingssohn seines Vaters, nahm aber vorerst hinter diesem und seinem Schwager Konstantin VII. nur den dritten Rang innerhalb des Kaiserkollegiums ein. Anlässlich der Hochzeit seiner Tochter Maria-Irene mit dem bulgarischen Zaren Peter I. am 8. Oktober 927 setzte die bulgarische Delegation bei einem Festbankett zwei Tage später durch, dass der frischgebackene Schwiegervater ihres Zaren vor dem eigentlich ranghöheren Konstantin VII. akklamiert wurde. Christophoros rückte damit auf die zweite Stelle der kaiserlichen Hierarchie vor und galt nun als präsumtiver Nachfolger Romanos’ I. als Hauptkaiser. Im folgenden Jahr verweigerte er sich Umsturzplänen seines Schwiegervaters Niketas, der daraufhin aus dem Palast verbannt wurde.

Christophoros Lakapenos starb im August 931 zu einem Zeitpunkt, als seine jüngeren Halbbrüder und Mitkaiser Stephanos und Konstantin noch Kinder waren. Konstantin VII. wurde danach von Romanos I. wieder die Spitze in der Rangfolge der Mitkaiser zugestanden. 
LAKAPENOS, Christophorus (I37381)
 
1474 Chrodegang stammte aus austrasischem Hochadel. Er erhielt eine hervorragende Ausbildung und wurde Sekretär und Minister Karl Martells. Im Jahr 742 wurde Chrodegang von Karlmann zum Bischof von Metz ernannt. Er trat für die Selbstständigkeit der fränkischen Kirche ein und arbeitete zugleich an ihrer Verbindung mit Rom.

Aufgrund seiner Verdienste als Vermittler zwischen Pippin dem Jüngeren und dem Papst Stephan II. wurde er im Jahr 754 durch den Papst zum Erzbischof und austrasischen Metropoliten (als Nachfolger des Bonifatius) erhoben.

Während seiner Amtszeit als Bischof gründete und erneuerte Chrodegang unter anderem die Klöster Gorze, Lorsch und Gengenbach. Er führte die lateinische Liturgie ein und schuf mit der Regula canonicorum eine weit verbreitete Regel für den Kanoniker (→ Kollegiatstift), die auch die Sorge um die Kranken und Bedürftigen vorsah und damit eine Rolle bei der Gründung christlicher Spitäler[1] spielte.

Chrodegang starb am 6. März 766 in Metz und ist im nahegelegenen Kloster Gorze bestattet. Sein Gedenktag (evangelisch und römisch-katholisch) ist der 6. März.[2] Der althochdeutsche Name Chrodegang bedeutet der berühmte (Waffen-)Gänger. 
VON METZ, Chrodegang (I39255)
 
1475 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7081)
 
1476 Cilgia von Salis
Die zweite Tochter von Johann und Eva Salis-Samedan hiess Cecilia oder romanisch Cilgia. Sie wurde 1566 geboren und heiratete 1588 Johann Schalkett von Bergün (Giannin aus Band I «Der Krieg»). Schon 1591 starb sie, bei oder nach der Geburt ihres Sohnes Johann Peter (Gian Pedrin aus Band I «Der Krieg»). Von Cilgia von Salis sind einige Briefe auf Deutsch und Romanisch erhalten, die sie nach Samedan an ihre Familie geschickt hatte. Hier einer auf Romanisch von 1591: 
VON SALIS-SAMEDAN, Cilgia (I56581)
 
1477 Claude von Aarberg-Valangin entstammte einer Seitenlinie des Geschlechts der Grafen von Aarberg und war der jüngere Sohn von Johann III. von Aarberg-Valangin und dessen Gattin Louise von Neuenburg-Vaumarcus. 1474 kam er in den Besitz der Freigrafschaft Bauffremont, als er sich mit Guillemette de Vergy aus dem Haus Vergy vermählte. 1497 folgte er seinem Vater als Herr von Valangin.

Claude und seine Gemahlin bestätigten und erweiterten die Freiheiten ihrer Untertanen. Auch liessen sie die Kirche von Le Locle ausbauen sowie in La Sagne und Les Brenets Gotteshäuser errichten. Ferner gründeten sie 1506 eine dem heiligen Petrus geweihte Kollegiatkirche in Valangin. Angeblich ging deren Bau auf ein Gelöbnis zurück, das bei einem während der Heimkehr von der Pilgerreise nach Jerusalem aufgetretenen Seesturm ausgesprochen worden war. Das Kapitel der Kollegiatkirche setzte sich aus dem Propst und sechs Chorherren zusammen.

Während des Schwabenkriegs trat Claude von Aarberg-Valangin als Verbündeter der Eidgenossen auf und unterstützte diese militärisch in der am 22. Juli 1499 ausgetragenen Schlacht bei Dornach. Ausserdem kämpften seine Soldaten auch bei den italienischen Feldzügen von 1512 mit. Claude starb 1517 und wurde in der von ihm gestifteten Kollegiatkirche beigesetzt. Aus seiner Ehe mit Guillemette de Vergy war nur eine Tochter Louise hervorgegangen, die sich 1503 mit Graf Philibert de Challant vermählte und mit ihm einen Sohn René hatte. Philibert starb bereits 1517 und seine Gattin Louise zwei Jahre später, woraufhin Claudes Witwe Guillemette de Vergy die Vormundschaft über ihren Enkel übernahm. Sie galt als kluge, ihre Besitztümer sorgfältig verwaltende Burgfrau, die sich um das Wohlergehen ihrer Untertanen kümmerte. Guillemette, die sich gegen die Einführung der Reformation in Valangin stellte, starb am 13. Juli 1543. 
VON AARBERG, Claude (I42485)
 
1478 Claudius war einer der beiden Söhne des Lübecker Anwalts und späteren Ratsherrn Friedrich Matthias Jacobus Claudius. Sein Großvater war der Dichter Matthias Claudius.

Friedrich Claudius studierte Medizin und Naturwissenschaften an den Universitäten in Jena, Göttingen und Kiel. Promoviert wurde er 1844 in Göttingen zum Dr. phil. In den Jahren 1848 bis 1850 nahm er als Armeeangehöriger am Schleswig-Holsteinischen Krieg (1848–1851) teil. Im Jahr 1849 wurde er als Konservator ans Zoologische Museum nach Kiel berufen, wo er bis 1852 tätig war. In Kiel, wo er 1852 auch zum Dr. med. promoviert wurde, war er ab 1854 als Dozent tätig.

Im Jahr 1859 wurde er nach dem Tod von Franz Ludwig Fick Professor an der Universität Marburg, wo er auch die Leitung des Museum anatomicum übernahm.

Claudius hatte sich auf die mikroskopische Anatomie spezialisiert und komplettierte die Sammlung des Marburger Anatomiemuseums mit Präparaten zur Morphologie des Innenohres.

Ab 1862 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand und 1867 wurde er aufgrund dessen seiner Pflichten entbunden.

Nach Claudius sind die Claudius-Zellen (Claudius-Stützzellen, im Corti-Organ) und die Claudius-Grube (fossa ovarica) benannt. 
CLAUDIUS, Friedrich Matthias (I52915)
 
1479 Claudius wurde als das zehnte von zwölf Kindern des Dichters Matthias Claudius und dessen Frau Rebekka geb. Behn geboren. Er erhielt zunächst von seinem Vater Privatunterricht und besuchte dann mit 14 Jahren die Landesschule Pforta. Danach studierte er Rechtswissenschaften in Kiel und Heidelberg. 1812 legte er vor dem holsteinischen Obergericht in Glückstadt das juristische Staatsexamen ab und nahm seine erste praktische Tätigkeit in der holsteinischen Verwaltung als Sekretär des Amtes Reinbek auf. 1814 wurde er in Lübeck zur Anwaltschaft zugelassen. 1815 war er Teilnehmer des Befreiungskrieges bei den Lübecker Jägern. Danach war er bis zu seiner Wahl in den Rat der Stadt Lübeck am 20. November 1833 erfolgreich als Anwalt tätig. Im Rat übernahm er überwiegend Aufgaben als Richter an den Lübecker Gerichten und in der Justizverwaltung; er war aber zeitweilig auch im Finanzdepartement und in der Kommission für kirchliche Angelegenheiten der Stadt. Im Amtsjahr 1852 war er Bürgermeister. Daneben engagierte er sich in den Vorsteherschaften des Brigittenstiftes und der Westerauer Stiftung als Präses.

Er war seit dem 3. September 1817 mit Johanna Wilhelmine Momma (geb. in Hamburg am 10. Dezember 1791) verheiratet, eine ältere Schwester von Julie Momma, der Mutter des Violinisten, Dirigenten und Komponisten Alexander Ritter (1833–1896). Einer seiner Söhne war der Marburger Anatom Friedrich Matthias Claudius, der andere wurde Förster in Behlendorf. Seine beiden unverheirateten Töchter Rebecca (1819–1900) und Caroline (1830–1881) gelten als Vorbild für die Schwestern Gerhardt in Thomas Manns Buddenbrooks.[1] Sein Nachlass liegt im Archiv der Hansestadt Lübeck, einige Stücke zur Familiengeschichte im Staatsarchiv Hamburg[2]. Der Stadtbibliothek Lübeck schenkte er 1857 das vollständige Handexemplar des Wandsbeker Boten aus Familienbesitz. Fehling als Biograph urteilte über sein Wirken:

„Während seiner Amtstätigkeit war Claudius durch seine göttliche Grobheit gegen Jedermann berühmt. Andererseits ward ihm nach seinem Ende von urteilskräftiger Seite nachgerühmt: „Geradheit und Biederkeit des Charakters, strenge Gerechtigkeitsliebe, gewissenhafte Erfüllung seiner Amtspflichten, verbunden mit einer liebenswürdigen Gemütlichkeit und einer reichen Gabe gesunden Witzes.“ Jedenfalls hatte er wenige treffliche Freunde, zu denen Bürgermeister Overbeck und Syndikus Curtius gehörten, und viele Gegner.“

– Fehling (1915) 
CLAUDIUS, Friedrich Matthias Jakob (I52900)
 
1480 Clemens Hör († 1533) von Sankt Gallen, ab 1497 Kaplan zu St. Laurenzen, ab 1525 Schulmeister. Während der Reformation heiratete dieser Anna Rebstecken. Das Paar hatte zwei Söhne, Andreas und Clemens, und eine Tochter (geb. 1528). HÖR, Klemens (I30639)
 
1481 Cloet (auch Clod, Cloedt, Clot, Clodh, Kloit) waren ein altes westfälisches Adelsgeschlecht. Dieses ist nicht zu verwechseln mit den baltischen Klot-Heydenfeld, die sich in Pommern Klot-Trautvetter nannten, oder den ebenfalls baltischen Clodt von Jürgensburg.

Ein Dietrich von Cloet ist schon um 1188 urkundlich erwähnt.

Die Familie hatte Besitzungen vor allem in der Grafschaft Mark und dem Herzogtum Westfalen. Sie hatte 1230 Anteil an der Burg Mark und 1275 an der Burg Hovestadt (Burglehen 3–5). Des Weiteren besaß sie um 1336 Bockhövel. Hinzu kamen das Rittergut Beringhausen (1645–1700), Rittergut Hanxleden (1589–1711), Rittergut I Remblinghausen (1642–1755), Rittergut Wiggeringhausen (1642–1670), Besitz im Kirchspiel Dinker (1178–1252), sowie das Rittergut A und B in Nateln im Kirchspiel Dinker (1178–1600). Im 17. und 18. Jahrhundert kamen Besitzungen im Rheinland hinzu. Die Burg Oberbreidenbach bei Lindlar besaß die Familie um 1600 und Ehrenburg auf dem Hunsrück 1666. Außerdem verfügte sie über Lehen bei Osnabrück.

Ein Heinrich von Cloet war Ritter im Dienst der Grafen von der Mark und war Erbburgvogt der Burg Mark. Später führte das Geschlecht den Titel Erbkastellan. Die Nutzung dieses Titels endete im 16. Jahrhundert. Danach führte man noch einige Zeit den Titel Burgmann zu der Mark.

Die Familie bildete im Laufe der Zeit mehrere Linien aus. Darunter waren die zu Narteln, Hanxleden, Hangelsteden und andere. Das Erbe einer Linie der Familie Hanxleden kam 1580 durch die Heirat von Dietrich von Cloet mit der Erbtochter der Hanxleden in den Besitz der Familie.

Die Linie Ehrenburg erlosch 1798. Andere Linien bestanden fort.


Wappen der Freiherren von Cloedt
Wappen
Das Stammwappen zeigt in Silber zwei rote Adlerflügel. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein offener roter Adlerflug.
Das Wappen der Freiherren von Cloedt zu Hennen ist geviert, Felder 1 und 4 zeigen das Stammwappen, 2 und 3 in Gold einen rechts sehenden schwarzen Adler. Auf dem rechten gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken der offene rote Adlerflug, auf dem linken gekrönten Helm mit schwarz-goldenen Decken ein natürlicher Baum.[1]
Angehörige
Hermann Friedrich von Pelden gen. Clout (* 1555/1560; † 1586), Kommandeur von Neuss
Theodor von Cloedt (1821–1898), deutscher Politiker 
VON CLOD ZU HEMEN, Katharina (I45658)
 
1482 Comes ist im Ursprung ein römischer Amtstitel, der im Laufe der Zeit mehrere Bedeutungen hatte, sowohl im zivilen Bereich für Statthalter und Mitglieder des kaiserlichen Rats als auch für Militärs.  VON NAMUR, Comes Comes Balderich (I10426)
 
1483 Commandat auf dem Schloß Blankenberg

1380
Auf dem Reichstag zu Aachen wird die Grafschaft Berg - mittlerweile an das Haus Jülich übergegangen - von Kaiser Wenzel zum Herzogtum erhoben. Das bringt Privilegien: Der neue Herzog darf bei Kriegszügen das Streitross des Königs am Zügel führen und dem König bei feierlichen Anlässen voranschreiten.

1406
Das Bensberger Schloß , das im 14. Jahrhundert mehreren Belagerungen erfolgreich standgehalten hatte, fällt einem Brand zum Opfer, bei dem auch die Ortschaft niedergebrannt wird. ´Graf Adolf VII Herzog von Berg (1408 -1437) läßt die bei dem Brand zerstörte Befestigungsanlage wieder aufbauen. Zuvor jedoch hatte sich dieser gegen seinen Vater, den damaligen Herzog Wilhelm II,` aufgelehnt und diesen und seine Verbündeten bei Bensberg geschlagen. Auch danach lässt Adolf, nunmehr Herzog in Bensberg, keine Gelegenheit zu Streit und Fehden aus. In deren Verlauf findet auf der Wahner Heide ein blutiger Kampf statt. Bensberg macht Adolf VII. zu einem starken Bollwerk gegen Köln.

1427
Errichtung des Türmchenhauses (Dort ist heute das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe untergebracht).

Wilhelm III (1475 - 1511) lässt das Bensberger Schloß restaurieren und erweitern. Es wird Witwensitz seiner zweiten Frau Sybilla von Brandenburg.
Durch Erbschaftsvertrag kommt nunmehr das Haus Kleve an die Herrschaft im Bergischen Land. Dem zweiten Herzog,
der aus Kleve kam, verdankt auch die rings um die Burg gelegene Ortschaft eine ganze Menge: Wilhelm IV (1539 - 1592) bezieht in Bensberg seine Residenz und verleiht ihr im Jahre 1575 das freie Burgrecht (der Stadtkern von Bensberg wurde auch als (Burg-)Freiheit Bensberg bezeichnet) und weitgehende Privilegien, besonders auch im Königsforst.

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts fordert der Hexenwahn auch in Bensberg seine Opfer. 1602 werden hier acht als Hexen verurteilte Frauen verbrannt. An den Mauerresten des alten Schlosses, die man heute am Rathaus bewundern kann, weist eine kleine Erinnerungstafel auf dieses traurige Ereignis hin. 1613 findet die so genannte Scheuertrine Katharina Güschen aus Nittum auf den Scheiterhaufen den Tod.

1648
Als die Nachricht nach Bensberg gelangt, es gebe endlich Frieden, können die Menschen es zunächst nicht glauben. Der 30jährige Krieg (1618 -1648) hatte auch hier furchtbar gewütet. Das Land war von spanischen, schwedischen, kroatischen und Mansfelder Truppen drei Jahrzehnte lang schonungslos geplündert worden.
Die Bauernhöfe lagen niedergebrannt, Städte und Dörfer waren verwüstet und ausgeplündert, der Erzbergbau vernichtet. Beim Abschluss des Westfälischen Friedens 1648 ist die Bevölkerung in Bensberg auf ein Fünftel ihrer früheren Stärke geschrumpft. Schloß Bensberg hinterlässt der Krieg halb zerfallen und ausgeplündert, die Ortschaft befindet sich in einem bejammernswerten Zustand.

1666
Das Schloß wird von Philipp Wilhelm aus dem Pfälzischen Hause (1653 - 1679) notdürftig wieder hergestellt. Die Schönheit und der Glanz der alten Grafenburg sind jedoch für immer dahin. Danach sinkt sie gänzlich in die Bedeutungslosigkeit, bis die schöne und günstige Lage Bensbergs die Aufmerksamkeit des Herzogs Johann Wilhelm II. (1679 - 1716) auf sich lenkt. Dieser lässt in den Jahren 1703 bis 1710 auf der so genannten Bärenkuppe nördlich des alten Schlosses ein prunkvolles neues Schloß erbauen. Beim Bau der dreiflügeligen Anlage diente das Französische Versailles als Vorbild. Bei Bürgern und Bauern ist der Herzog ausgesprochen populär und wird von allen nur Jan Wellem genannt. Von ihm werden in Bensberg und Umgebung allerhand Anekdoten und Geschichten erzählt.

Erneut brechen verheerende Kriege über das Land herein. Die so genannten Raubkriege Ludwigs XIV, von Frankreich, die Holländischen Kriege, der Pfälzische Krieg sowie der Spanische Erbfolgekrieg bringen Bensberg Schlachtenlärm, Belagerungen und Plünderungen. Auch im 7jährigen Krieg, in dem der Herzog von Berg auf Seiten Frankreichs steht, haben die Menschen in Bensberg und Umgebung viel zu leiden.
Ganz schlimm kommt es gegen Ende des 18. Jahrhunderts mit den Koalitionskriegen und den anschließenden Napoleonischen Kriegen. 
VON MOTZFELD, Johann Franz (I1759)
 
1484 Conon hatte mit einer unbekannten Frau drei Kinder.
- Richard Ier, seigneur de Montfaucon,
- Hugues II de Montfaucon, archevêque de Besançon de 1067 à 1085,
- Meynier, Haut doyen de la Métropole de Saint-Jean3. 
VON MONTFAUCON, Conon (I11153)
 
1485 Conrad Kersten war 1722 aus Spangenberg nach Elberfeld zugewandert und betrieb ein Handelsgeschäft unter anderem mit Garn, Leinenband und Kolonialwaren. Am 30. August 1711 heiratete er Anna Christina Teschemacher, die Tochter Kaspar Teschemachers, der aus einer einflussreichen Elberfelder Familie stammte, die mehrere Bürgermeister stellte.[3] Er gehörte damit zur gesellschaftlichen Oberschicht. 1735 kehrte Kersten – vermutlich wegen eines Zusammenbruchs seines Geschäftes – nach Spangenberg zurück und versuchte, sich dort eine neue Existenz aufzubauen. Wegen mangelnden Erfolges zog er 1746 wieder nach Elberfeld und gründete ein neues Geschäft. Er handelte überwiegend mit Rosinen, Zimt, Kaffee, Tran, Öl und Seife.

Das Unternehmen wurde von seinen beiden Söhnen Abraham Kersten und Caspar Kersten (1734–1808) unter dem Namen Gebrüder Kersten am 1. Oktober 1754 übernommen.[4] Stand zunächst noch der Handel mit Waren aller Art im Vordergrund, verlagerte sich der Schwerpunkt nach und nach auf Geldgeschäfte, zum Beispiel den Handel mit Wechseln. Seit etwa 1780 waren die Geldgeschäfte der wichtigere Teil des Geschäfts. Conrad Kersten hatte sich schon seit Jahren nach und nach aus dem Geschäft zurückgezogen und starb wenige Jahre später. 1827 wurde Gebr. Kersten in Bankhaus von der Heydt-Kersten & Söhne umfirmiert. 
KERSTEN, Konrad (I53407)
 
1486 Cornouaille ist die Familie der Grafen von Nantes und später Cornouaille sowie der Herzöge von Bretagne (in Rivalität zum Haus Rennes) vom 9. bis zum 12. Jahrhundert. (BRETAGNE), Hoël II. auch Hoel V. (I61375)
 
1487 Courtenay war eine französische Adelsfamilie, deren Stammsitz die Burg des Ortes Courtenay im Département Loiret war. Stammvater des Geschlechts war Hatto von Courtenay, der um 1010 die namensgebende Burg errichtete.

Im Jahr 1148 besaß dessen Urenkel Rainald von Courtenay auch Château-Renard, Montargis, Champignelles, Bléneau, Tanlay, Charny, Chantecoq und weitere Gebiete im Gâtinais, im Hurepoix und im Sénonais.

Angehörige der Familie regierten während der Zeit der Kreuzzüge die Grafschaft Edessa sowie in weiblicher Nachfolge das Lateinische Kaiserreich von Konstantinopel (siehe Haus Frankreich-Courtenay).

Eine nach England ausgewanderte Nebenlinie existiert bis heute. Angehörigen dieser Linie wurden folgende Adelstitel verliehen: Marquess of Exeter (1525), Earl of Devon (1335, 1485, 1511 und 1553), Viscount Courtenay (1762). 
(SENS), Rainald (I52268)
 
1488 Cramer, Baden-Württembergisches Pfarrerbuch, Band I, Teil 2, 1988, Nr. 2054. Abstammung nicht gesichert. Studium in Heidelberg 1590 (Matrikel der Universität Heidelberg am 7.12.1590, "Heidelbergensis, iniuratus propter aetatem"). Schuldiener in Eberbach (1614/17) und Mitversehung der Pfarrei Rothenberg. Pate in Eberbach am 19.3.1615. ZUM LAMM, Marcus Christian (I56684)
 
1489 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I16564)
 
1490 Cuyk, auch Cuijk oder Kuik, ist der Name eines erloschenen niederländischen Dynastengeschlechts. Es nannte sich zunächst nach seinem Allodialbesitz in Geldermalsen van Malsen[1] und nach der Übernahme der reichsunmittelbaren Herrschaft, Baronie oder Land Cuyk nach diesem Besitz. Seine Angehörigen erscheinen in den Quellen meist als Freiherren, teilweise auch als Grafen.[2] Das Geschlecht war vom 12. bis zum 14. Jahrhundert einflussreich. Mitglieder der Familie waren in der Umgebung einiger Kaiser zu finden und standen in Konflikten mit den Grafen von Holland. Da die Familie zum Stiftsadel gehörte, kamen zwei Bischöfe und andere bedeutende Geistliche aus dem Geschlecht. Ihr Einfluss beruhte auf ihrem Allodialbesitz, Lehensbesitz, der Übernahme bedeutender Ämter und dem Zusammenhalt der Familie.[3] Durch Heirat kam 1132 die Grafschaft Arnsberg im südlichen Westfalen an die Familie. Dort herrschte fortan die Nebenlinie Cuyk-Arnsberg. Insbesondere durch die Stärke der Herzöge von Brabant verlor der niederländische Familienzweig an Bedeutung und musste den Besitz zu Lehen nehmen.

Die Herren von Cuyk hatten umfangreichen Allodialbesitz im Gebiet zwischen Lek und Waal, konzentriert am Fluss Linge. Teile davon gingen später verloren. Die Güter, die die Grafen von Bentheim im 12. Jahrhundert bei Malsen und anderswo besaßen, stammten auf dem Umweg über die Grafen von Arnsberg von den Cuyks.[3]

Die ihnen verliehene Grafschaft oder Herrschaft Cuyk, die Stadt Grave, der spätere Besitz Herpen und die Herrschaft Ravenstein lagen an der Maas zwischen Nijmegen und ’s-Hertogenbosch. Der Besitz Boxtel lag südlich von ’s-Hertogenbosch.

Die Herrschaft Cuyk, später als Baronie bezeichnet, wird als fruchtbar für den Getreideanbau mit Ausnahme von Weizen geschildert. An der Maas gab es gute Weiden. Aber ein Teil des Landes bestand aus Heide oder morastigem Torfland. Im 18. Jahrhundert war die Herrschaft in ein niederes Amt mit sechs Gerichten und insgesamt siebzehn Dörfern und ein oberes Amt ebenfalls mit sechs Gerichten und siebzehn Dörfern eingeteilt.[4]

Frühe Geschichte
Die frühe Geschichte des Geschlechts ist kaum überliefert. Unbelegt ist etwa die These, dass es von den Ezzonen abstammt. Nicht ganz klar ist daher die Herkunft von Hermann (I.) van Malsen († 1065, 1080 oder später). Er heiratete wahrscheinlich in erster Ehe Irmgard von Namur und in zweiter Ehe Ida von Boulogne.[5] Sollte dies so sein, wäre die Familie sowohl mit den Herzögen von Lothringen wie auch von Brabant verwandt gewesen. Das Land Cuyk könnte der Familie von Heinrich IV. verliehen worden sein.[6] Hermann führte Krieg gegen den Grafen Florenz I. von Holland. Bei einem Gefecht wurde letzterer getötet. 
(CUYK), Heinrich I. (I52290)
 
1491 Cynthia Liefeld Pierce 11. Oct. 1013:
Birth 1540 (1564?) in Norwich, Norfolk, England 
PIERCE, Richard (I57181)
 
1492 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7558)
 
1493 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7591)
 
1494 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7596)
 
1495 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I50963)
 
1496 Cynthia Liefeld:
Dr. William Chauncey Hall Needham
18 Aug 1845 - 12 Jan 1882
Geboren: Groton, Middlesex, MA
Gestorben: Columbus, Franklin, Ohio, USA 
NEEDHAM, Dr. Dr. William Chauncey Hall (I6597)
 
1497 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Vertraulich (I6592)
 
1498 D. & J. de Neufville war ein um 1650 gegründetes und 1924 still liquidiertes Bankhaus in Frankfurt am Main.

Die Familie de Neufville gehörte ursprünglich dem niederen Adel in der französischen Grafschaft Artois an, wo sie im Jahr 1047 erstmals urkundlich erwähnt wurden.[1] Nach ihrem Übertritt zum hugenottischen Glauben mussten sie 1545 nach Antwerpen fliehen. Während des Spanisch-Niederländischen Kriegs (1568 bis 1648) kamen 1573 die Brüder Robert und Sebastian de Neufville („der Ältere“, 1545–1609) aus den Spanischen Niederlanden nach Frankfurt am Main und wurden 1575 bzw. 1580 Bürger der Stadt. Sie handelten zunächst mit flämischen Tuchen und brachte es rasch zu Reichtum. Sebastians Sohn, ebenfalls mit dem Namen Sebastian („der Jüngere“, 1581–1634), vervielfachte das Familienvermögen auf 270.000 Gulden, indem er den Handel erfolgreich um Pretiosen, Seiden, Juwelen und Metalle erweiterte. In diesem Zusammenhang wurden auch Wechsel- und Speditionsgeschäfte im großen Stil getätigt, was als erster Schritt vom Handels- hin zu einem Bankhaus gesehen
werden kann.[2]

Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648), ca. ab 1650, vollendeten die Brüder Peter (1623–1691) und David de Neufville (1623–1684) diesen Wandel. Ab 1690 führten David und dessen Sohn Jakob de Neufville (1668–1730) die Bank, die nun den Namen „D. & J. de Neufville“ führte. Darüber hinaus bestanden Teilhaberschaften an anderen Banken, insbesondere bei dem Frankfurter Bankhaus „Johann Mertens“,[3] mit dem die de Neufvilles seit 1607 verwandtschaftlich verbunden waren.[2] Gleichwohl beteiligten sich die kommenden Generationen neben dem reinen Geldgeschäft weiterhin als Spediteure und Kommissäre am Warenhandel. Zudem zählten die De Neufvilles 1685 zu den Gründungsmitgliedern der Frankfurter Börse.[4]

Die frühe Gründung D. & J. de Neufville und seine Internationalität – die Familie breitete sich nach Nürnberg, Breslau, Amsterdam, London, Paris und New York aus – machten das Bankhaus de Neufville für lange Zeit zu einer der führenden Adressen in der Frankfurter Bank- und Börsenwelt. Zu den Hauptkunden zählten im 17. Jahrhundert die Herzöge von Lothringen, aber man vermittelte auch den Verkauf österreichischen Stahls und ungarischen Kupfers. Im 18. Jahrhundert kamen nassauische Herrscherhäuser hinzu.[2] In der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts verlieh D. & J. de Neufville Geld an den aufstrebenden jüdischen Bankier Mayer Amschel Rothschild[5] und begann sich an der Emission von Staatsanleihen zu beteiligen. Dies wiederum öffnete den Weg, um im 19. Jahrhundert mit einer großen Zahl weiterer Unternehmen und Standesherren ins Geschäft zu kommen (z. B. mit dem Eisen- und Stahlunternehmen „H.W. Remy & Cons.“ und der Rentkammer des Fürstentums Wied, beide in Neuwied).[6]

Das Bankhaus D. & J. de Neufville gehörte zu den Frankfurter Privatbanken, die sich seit den 1850er Jahren intensiv für die Gründung von Aktienbanken einsetzten. Zusammen mit Gebrüder Bethmann, Johann Goll & Söhne, B.H. Goldschmidt und anderen erhielt D. & J. de Neufville 1853 die Genehmigung der Stadt Frankfurt zur Gründung der Frankfurter Vereinskasse, die ein Jahr später in der Frankfurter Bank aufging (1970 fusionierte diese mit der Berliner Handels-Gesellschaft zur BHF-Bank).[7] Gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich der damalige Vorstand und Teilhaber der Bank, Alfred de Neufville (1856–1900), sehr für den Aufbau der damals noch jungen Elektrizitätswirtschaft ein.[8]

1924, unter den letzten beiden Teilhabern Kurt (1883–?) und Hugo de Neufville (1893–?), erfolgte nach der Inflation die stille Liquidation[9] des Bankhauses D. & J. de Neufville.[4] Bis zur Auflösung war das Stammhaus der Bank de Neufville mehr als 300 Jahre lang im „Zum Hirschkopf“ im Kleiner Hirschgraben 4 ansässig. Dieses 1590 erworbene und 1863 neuerrichtete Haus wurde zusammen mit dem Familienmuseum beim Luftangriff am 22. März 1944 zerstört.[2] Die Anfang der 1950er Jahre als Wohn- und Geschäftshaus errichtete Immobilie gehört noch immer der 1837 auf Initiative von Sebastian de Neufville (1790–1849) gegründeten „De Neufville’schen Familienstiftung“, die dort auch ihren Sitz hat. 
DE NEUFVILLE, David (I26184)
 
1499 Da die Ehe ihres Bruders Dietrich (+ 1415) kinderlos blieb, erbte Alveradis und damit das Adelsgeschlecht Pallandt den Familienbesitz.
Besitzungen:
Burg Engelsdorf
Burg Gripekoven
Nothberger Burg
Burg Reuland
Burg Untermaubach
Burg Wildenburg (Eifel) 
VON ENGELSDORF, Alveradis (Afra) (I5039)
 
1500 Da Dr. Dietrich Walsdorf Pate im Hause ihrer Düsseldorfer Schwester (Delph) war, war es nicht mehr als natürlich, dass die Hofapothekerfamilie mit ihr (Helene Dorothea Delph) bekannt und befreundet war.
aus Geschichte der Heidelberger Hof-Apotheke von Walter Donat, 1912, S. 70

Der Lehrbrief wurde in Heidelberg seinem Groß-Onkel am 09.09.1693 Johann Bernhard Hofstatt (1646 - 1708) ausgestellt für Christian Burkhard Heyles*** (1652 in Bacherach -1721) und unterzeichnet von Jacob Israel (1621-1674)
Die Heidelberger Hof-Apotheke war im 17. Jahrhundert ein kurpfälzisches Lehen und wurde seit 1662 von Conrad Daniel Nebel (1632-1672) geführt. Als dieser starb war sein Sohn und Lehensnachfolger Daniel Nebel (1664-1733) - später Mediziner und kurfürstlicher Leibarzt - noch unmündig.

Der Düsseldorfer Apotheker Johann Bernhard Hoffstatt pachtete die Hof-Apotheke und leitete sie als "Chur Pfaltz Hoff Apotecker in Churfürstlicher Haupt und Residentz Statt Heydelberg" bis zur Zerstörung der Stadt im Jahre 1693.

Dieser Lehrbrief aus dem Jahr 1673 bescheinigt dem Empfänger Christan Burkhard Heyles aus Bacharach, eine vierjährige Lehrzeit in der Hof-Apotheke absolviert zu haben. Begonnen hatte er die Lehre bei Hofapotheker Nebel.
Das Zeugnis wurde beglaubigt durch die Unterschriften von Jacob Israel, Rektor der Universität Heidelberg, Friedrich Christian Winkler und Hoffstatt selbst. Der Heidelberger Lehrbrief besticht durch seinen künstlerischen Gesamteindruck, der neben der Auszeichnungsschrift der Urkunde eine besondere Gewichtigkeit verleiht.

***Christian Burkhard Heyles wurde Apotheker in Bad Kreuznach 
WALSDORF, Dr. med Dr. med Johann Dietrich (I432)
 

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