Strauss Genealogie


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1301 Bis Christoph "zur Kugel" (1702) bleibt es in den Händen der Nachkommen, die bis 1750 als Mitglieder (6 davon Pursner) der Notensteiner Gesellschaft angehören.
Notensteiner, Pursner 1571, Hörscheiben-Stifter, Stadtrichter 1578-88, Ratsherr 1589-1594  
SCHALAPPRITZI \ SCHLAPPRITZI, Jakob II. (I26283)
 
1302 Bis in das 20. Jahrhundert war die dritte Ehefrau Ludwigs V. ausschließlich als Blanche bekannt, denn Autoren wie Rodulfus Glaber, Ivo von Chartres, Ademar von Chabannes oder Hugo von Fleury führten sie in ihren Werken immer unter diesem Namen. Nur die im 19. Jahrhundert in der Staatsbibliothek Bamberg aufgefundene Historiae des Richer von Reims, eines Zeitgenossen Adelheids, nannte sie Adélaïde. Lange Zeit herrschte in der Forschung deshalb die Meinung vor, Richer habe sich bei dem Namen geirrt, und erst in den vergangenen etwa 30 Jahren setzte sich bei Historikern die Ansicht durch, dass dieser Name ebenfalls korrekt ist (ANJOU), Adelheid (Blanche) (I35559)
 
1303 Bis zu seiner Volljährigkeit um 1268 verwaltete seine Mutter die Herrschaft. Im Kampf zwischen Habsburg und Savoyen um das kyburg. Erbe gelangte die Herrschaft Erlach 1265 unter savoy. Lehenshoheit. Oft im Umfeld Habsburgs und des Fürstbf. von Basel anzutreffen, trat N. 1294 in das Burgrecht von Freiburg ein. Im Krieg mit Bern wurde 1298 Bremgarten bei Bern, sein Pfand, zerstört. N.s Streit mit den Vettern zu Neuenburg um Nugerol führte 1277 zu einem Grenzvertrag. 1307 begann N. mit dem Kauf der Frohburg in den Buchsgau auszugreifen. Gleichzeitig förderte er die Abtei Erlach sowie Gottstatt als Familiengrablege.


Literatur
– P. Aeschbacher, Die Gf. von N. und ihre Erben, 1924, 67-93

Autorin/Autor: Peter Niederhäuser 
(VON NEUENBURG) NIDAU, Rudofl II: (I3231)
 
1304 Bis zum Jahr 1101 wurde die Grafschaft Holland Westfriesland genannt, so dass Dietrichs tatsächlicher Titel der eines Grafen in Friesland war. Westfriesland unterschied sich zu der Zeit stark von den heutigen Niederlanden; der größte Teil des Landes war unbewohntes Wattenmeer und Sumpfgebiet, bewohnt waren lediglich die Dünen an der Küste und die Flusstäler.

Dietrich III. gehörte zur Familie der Gerulfinger; er war ein Sohn von Graf Arnulf und der Luitgard, einer Tochter von Graf Siegfried I. von Luxemburg. Er stand in seinen ersten Jahren unter der Regentschaft seiner Mutter, einer Schwester von Kaiserin Kunigunde, der Ehefrau Kaiser Heinrichs II. Ihm wird bei Beiname der Jerusalemer (Hieroselymita) zugeschrieben, woraus geschlossen wird, dass er eine Pilgerfahrt ins Heilige Land unternahm. 
(HOLLAND), Dietrich III. der Jerusalemer (I40496)
 
1305 Bischof Adam von Bremen bescheinigte ihm einen schlechten Leumund, was aber auch daran liegen kann, dass Emund Bischof Åsmund unterstützte, der von der orthodoxen Kirche beeinflusst wurde. Aber er hatte immerhin in mehreren mittelalterlichen Quellen den Beinamen „slemme“ (der Schlimme) erhalten.[1]

Unter seiner Regierung wurde zum ersten Mal die Grenze zwischen Schweden und Dänemark festgelegt.[2] Denn zwischen dänischen und schwedischen Siedlungen lagen weite unbewohnte Gebiete. Dies soll bald nach einer Zusammenkunft zwischen ihm und Sven Estridsson geschehen sein. Ob er dabei Blekinge abgetreten haben soll, wie ihm vorgeworfen wurde, ist nicht sicher.

Da sein einziger Sohn Anund schon 1056 im Kampf gegen die Kväner infolge einer Vergiftung gestorben war, erlosch mit Emund 1060 die männliche Linie der Ynglinger auf dem schwedischen Königsthron. Eine Tochter war möglicherweise mit Stenkil Ragnvaldsson vermählt. 
DER ALTE, Edmund (I40837)
 
1306 Bischoffsheim war der zweite Sohn des jüdischen Händlers Raphaël Nathan Bischoffsheim (1773–1814) aus Tauberbischofsheim und seiner Frau Helen Cassel (1773–1853). Raphaël Nathan Bischoffsheim war Hoffaktor des Kurfürsten von Mainz und wurde als Heereslieferant des Kurfürsten und dann der französischen Armee einer der wohlhabendsten Bürger der Stadt Mainz und Vorsitzender der jüdischen Gemeinde.

Im Alter von 13 Jahren begann Jonathan Bischoffsheim bei seinem Vater zu arbeiten und zu lernen. Zwei Jahre später wurde er nach Amsterdam zu seinem älteren Bruder Louis-Raphaël Bischoffsheim (1800–1873) geschickt. Louis Bischoffsheim gründete 1827 zusammen mit seinem künftigen Schwiegervater, Hayum Salomon Goldschmidt, in Antwerpen die Bank Bischoffsheim & Goldsmidt, in der Jonathan Bischoffsheim die Leitung übernahm.[1] Er kümmerte sich auch um die Reorganisation der jüdischen Gemeinde in Antwerpen und vertrat sie ab 1833 im regionalen Consistoire.

Nach der Belgischen Revolution 1830 und der Unabhängigkeit Belgiens gründete Jonathan Bischoffsheim in Brüssel sein eigenes Finanzinstitut[1] und heiratete 1832 in Mainz Henriette Goldschmidt aus Frankfurt am Main (1812–1892). Sie war das siebte von zehn Kindern des Frankfurter Bankiers Hayum Salomon Goldschmidt (1772–1843) und seiner Frau Caroline (Gelchen) Gans (1779–1847). Henriettes Bruder war Benedikt Hayum Goldschmidt (1798–1873), Gründer der Frankfurter Bank B.H. Goldschmidt und Vater von Maximilian von Goldschmidt-Rothschild. Das Ehepaar hatte vier Kinder.[2] Claire (1832–1899) heiratete Maurice de Hirsch. Ferdinand (1837–1909) wurde auch Bankier und heiratete die US-amerikanische Protestantin Mary Paine (1850–1900). Regine (1834–1905) heiratete ihren Vetter Leopold Benedict Goldschmidt (1830–1904) und Hortense (1843–1901) heiratete Georges Montefiore-Levi. 1837–1848 war Jonathan Bischoffsheim Mitglied des Consistoire central israélite, Vorsitzender bis 1840 und nach 1848 Ehrenmitglied.

Dank der familiären Verbindungen wurde Bischoffsheim erfolgreicher Unternehmer in dem aufstrebenden Königreich Belgien. Ab 1836 gehörte er dem Vorstand der Banque de Belgique an, die mit der Société Générale konkurrierte. 1839 beteiligte er sich an der Gründung der Bank Cassel, die später die Finanzgruppe Sofina wurde. 1841 rettete er durch die Zeichnung von 10 Millionen Aktien die Banque de Belgique vor der Insolvens. 1848 wurde er Gemeinderatsmitglied von Brüssel und blieb es bis zu seinem Tode. In den schwierigen Jahren nach 1848 gelang es ihm, die Union du Crédit de Bruxelles und die Union du Crédit de Liège zu gründen.[1] 1859 erhielt er die volle Staatsbürgerschaft[1] und wurde 1862 als Liberaler für den Bezirk Brüssel in den belgischen Senat gewählt. Er behielt den Sitz bis zu seinem Tode, worauf sein Sohn Ferdinand ihm nachfolgte.

Bischoffsheim wurde Finanzberater der Regierung und König Leopolds I. Nach Bischoffsheims Vorschlag wurde 1850 die Belgische Nationalbank gegründet, deren Direktor er bis 1870 war.[3] 1875 machte er einen Vorschlag zur Gründung einer Nationalen Eisenbahngesellschaft, die die verschiedenen Eisenbahngesellschaften vereinen sollte. Auf der Grundlage seines Vorschlags wurde diese Gesellschaft 1884–1885 realisiert. Er interessierte sich für das Kongobecken und war Mitglied einer Studienkommission für den Oberkongo.

Bischoffsheim gründete mit anderen 1864 die Ligue de l'Enseignement und die Association pour l'enseignement professionnel féminin zur Förderung der Frauenbildung. Dank seiner Unterstützung konnten in Brüssel die Berufsschulen für Frauen Institut Bischoffsheim (1867),[4] École professionnelle Funck (1873) und École ménagère Auguste Couvreur (1878) gegründet werden.[1] Er unterstützte vielfältige Wohltätigkeitsaktionen und die Philanthropische Vereinigung von Brüssel. Er war 1870–1883 Direktor der Université libre de Bruxelles, zu deren Gründern er 1834 gehört hatte. Er gab Stipendien und stiftete 1874 einen Lehrstuhl für Arabisch. Er war Mitglied einer Freimaurerloge. Er war Mitglied des Zentralkomitees der Alliance Israélite Universelle und unterstützte die jüdische Gemeinde in Brüssel.[1] Er trug wesentlich zum Bau der Synagoge in der Regentschapsstraat in Brüssel bei. 
BISCHOFFSHEIM, Jonathan-Raphaël (I55679)
 
1307 bischöfl. Küchenmeister, Baumeiswter und Mitgl.d.Rats; verfasst Familienchronik; 22 Kinder; bei seinem Tod wurden 133 Seelen an Kindern, Enkeln und Urenkeln gezählt; lt. Schirmer 1418 geb. WALTHER, Ulrich II. (I21066)
 
1308 Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 1242. Bartenschlager, Genealogisches Register Schaffhausen SH: Fehlanzeige. Studium in Heidelberg 1596 (Matrikel der Universität Heidelberg am 30.5.1596, "Dirmsteinensis"). Pfarrer in Klingen 1605/07 und Böhl 1607/28. Kam im Dreißigjährigen Krieg nach Schaffhausen SH. Dort Konrektor ab 12.1.1630 und Rektor ab 18.4.1634 des Collegium Humanitatis. Kindstaufe in Schaffhausen SH 1632 (keine weiteren Kindstaufen im KB Schaffhausen SH 1628/31). Leichenpredigt im Stadtarchiv Braunschweig, Signatur Bd.163 Nr.12? FABRITIUS, Johann (I12141)
 
1309 Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 4118. Studium in Herborn 1662 (Matrikel der Hohen Schule Herborn am 18.4.1662, "Herbornensis"). Pfarrer in Lambrecht 1669/74. Gestorben im (kriegsbedingten) Exil. POSTHIUS, Johann Jacob (I12153)
 
1310 Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 4436. Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch Rheinhessen, 1928, S. 529. Willy Pfister, Die Prädikanten des bernischen Aargaus im 16. - 18. Jahrhundert 1528 - 1798, Zürich 1943, S. 109. Lohner, Berner Pfarrerbuch, 1863, S. 290. Theologiestudent in Heidelberg 1680/84 (Matrikel der Universität Heidelberg am 12.12.1680, Anhang V, "Schwanavia-Palatinus"). Pfarrer (und Inspector) in Kaiserslautern 1684/89 und Pfarrer in Nieder-Saulheim 1689/92. Veröffentlichung: Leich-Predigt Von dem Wahren Glauben und Lebens-Kampff Uber den 7. und 8. vers. aus 2. Tim. cap. 4. Bey Volckreicher Erdbestattung Des Weiland Wohl-Ehrw. und Hochgelehrten Herrn Joh. Balthasar Bachmanns/ Treufleissigsten Pfarrherrn und Inspectoris zu Lautern/ und der benachbarten Kirchen ... , unterm 19. Octob. des 1687sten Jahrs ..., Heidelberg 1688. Prädikant in Möhnthal AG 3.11.1692/96 (als "Kriegsflüchtling aus der Pfalz") und Pfarrer in Schwarzenegg BE 1696 (erwählt am 10.12.1695). KB Schwarzenegg BE: Fehlanzeige für Tod (gestorben ung. März 1713). ROLLIUS, Ezechias Laurentius (I18253)
 
1311 Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 5466. Studium in Heidelberg (Matrikel der Universität Heidelberg am 21.4.1587, "Montargensis, iniuratus propter aetatem, gratis"), Altdorf 1590 (Matrikel der Nürnberger Universität Altdorf am 15.9.1590, "Montargiensis"), Genf 1592 (Matrikel der Akademie Genf: Fehlanzeige) und Leiden (imm. 23.4.1594). Magister artium in Heidelberg am 6.4.1592. Rektor in Deventer 1594/97 und Konrektor in Amsterdam 1597/98. Dr. theol. in Basel 1599. Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - im Feb. 1599, "Danielis F. (= filius) Montargensis". Pfarrer in Frankenthal 1600, Heidelberg 1608, Hanau 1621, Frankfurt a.M. 1624, Hanau 1628 und Heidelberg 1632. Bitte um Gewährung/Prorogation des Beisitzes in Frankfurt am Main 1626, 1629 und 1631 (Ratssupplikationen). Kirchenrat und Professor in Heidelberg. Veröffentlichung: Enchiridii locorum communium Theologicorum, rerum, exemplorum atque phrasium sacrarum : ex Aug. Marlorati Thesauro, & Christ. Obenhenii Promptuario / ab Isaaco L. Feguernerino, Ungaro, collecti ; Editio nova, in gratiam S. Theologiae et Ministerii candidatorum a capite usque ad calcem recensita, & ad innumeris mendis, quibus priores Editiones, numeris praesertim capitum & versuum Biblicorum perperam notatis, scatebant, repurgata, Opera & studio Pauli Tossani, S. Theol. D., Basel 1628. Siehe auch Traudel Himmighöfer, Die Selbstbiographie des reformierten Theologen Paul Tossanus (Toussain) (1572-1634), in: Frömmigkeit unter den Bedingungen der Neuzeit / hrsg. von Reiner Braun, Darmstadt [u.a.] 2001 (Sonderveröffentlichungen des Vereins für Kirchengeschichte in der Evangelischen Landeskirche in Baden, 2; Quellen und Studien zur hessischen Kirchengeschichte; ISBN 3-931849-08-2), S. 37-55. TOSSANUS, Prof. Dr. theol. Prof. Dr. theol. Paul (I17016)
 
1312 Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 5723. Studium in Herborn 1650 (Matrikel der Hohen Schule Herborn am 8.5.1650, "Obernhofensis Wetterauensis"). Pfarrer in Obbornhofen 1652/68, Siebeldingen 1668/88, Lambrecht 1688/89, Edenkoben 1689/1707 und Gleiweiler 1707/13. WATZENBORN, Johann Heinrich (I12159)
 
1313 Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 81. Isaac le Long, Naam Register der Gereformeerde Predikanten Kerk en Schoolbedienden ... of het Opper-Consistorie van Heidelberg, Amsterdam 1721, S. 37. Abendmahl in Heidelberg-Klosterkirche zu Weihnachten 1678 und Weihnachten 1681 (o.A.), jeweils Student. Theologiestudent in Heidelberg 1680/84 (Matrikel der Universität Heidelberg, Anhang V, 31.8.1680, "Odernheimio-Palatinus"). Veröffentlichung: Disputatio Theologica De Dono Interpretationis Linguarum / Quam ... Praeside Joh. Frider. Miegio, SS. Theol. D. Eiusd. Et Linguae Sanctae Prof. Ord. Examini, ac disquisitioni publicae submissam, defendet Ernestus Andreae, Odernhemio-Palatinus. Elect. Alum. Ad d. 29. Aug. ... , Heidelberg 1685 (VD17 12:183100D). Rektor in Neustadt a.d.H. 1685, Meisenheim 1693 und wieder Neustadt 1695. ANDREAE, Johann Ernst (I10184)
 
1314 Björn oder Emund Eriksson regierte nach den Sagas vermutlich von 882 bis 932 über das Volk Schwedens.[2] Er war nach der Hervarar Saga und der Saga von Harald Schönhaar (Haralds saga hárfagra) der Sohn von Erik. Nach diesen Berichten lebte Erik in Uppsala und sein Sohn Björn regierte das Reich lange Zeit. Dieser hatte zwei Söhne die Erik der Siegreiche und Olof hießen.[3]

Adam von Bremen gibt anstelle von Björn Emund Eriksson als König an. Es spricht jedoch nichts dagegen, dass beide gleichzeitig Regenten waren, da es zu jener Zeit wohl ein System der Coherrschaft (Doppelherrschaft) gegeben hat.[1] Der Name Björn bedeutet auf Schwedisch Bär.[4]

Die Landnámabók von Ari Þorgilsson gibt Björn neben seinem Vater Erik als König von Schweden zur Zeit der isländischen Landnahme zwischen 870 und 930 an, wobei sein Großvater Eymund war. 
DER ALTE, Björn (I40836)
 
1315 Blanche wurde im Jahr 1269 in Melun mit dem Prinzen Heinrich von Navarra-Champagne verheiratet, mit dem sie ein Jahr später die Nachfolge im Königreich Navarra und der Grafschaft Champagne-Brie antrat. Nachdem ihr Sohn Thibaut bereits im Jahr 1273 gestorben war und ihr Mann im Folgejahr ebenfalls verstarb, übernahm Blanche die Regentschaft für ihre 1271 geborene unmündige Erbtochter Johanna I. Im selben Jahr brach in Pamplona ein Aufstand der Bevölkerung gegen den französischen Einfluss in Navarra aus, der Blanche dazu nötigte, mit ihrer Tochter an den Hof ihres Vetters König Philipp III. von Frankreich zu fliehen. Durch den Einfluss von dessen Onkel Karl von Anjou übertrug Blanche im Mai des Jahres 1275 in Orléans die Vormundschaft über ihre Tochter an den französischen König, von dem sie militärische Unterstützung zugesichert bekam, was im Folgejahr zur Niederwerfung des Aufstandes führte. Weiterhin wurde ihre Tochter mit dem Prinzen Philipp verlobt; dieser wurde nach dem Tod seines älteren Bruders im Jahr 1276 selber zum Kronprinzen und sollte im Jahr 1285 als Philipp IV. König von Frankreich werden. Die Hochzeit des Paares wurde bereits im Jahr 1284 begangen; im gleichen Jahr endete Blanches Regentschaf D´ARTOIS, Blanche (I40591)
 
1316 Blanckenburg, auch: Blankenburg ist der Name einer alten Adelsfamilie aus der Uckermark, die sich zwischenzeitlich auch nach Mecklenburg, Pommern und über die Neumark auch nach Polen bzw. Westpreußen ausbreiten konnte.... VON BLANCKENBURG, Dionysius (I57765)
 
1317 Blasonierung: Das Stammwappen zeigt ein Schild von Gold und Grün geviert.
Im Ingeram-Codex ist der Schild von Grün und Gold geviert. 
VON ELLERBACH, Ita (I8089)
 
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1321 Boeles: Frieslands Hoogeschool en het Rijks Athenaeum te Franeker, deel 2-1, Leeuwarden 1879, S. 244 bis 247. Studium in NL Groningen 1641 (Matrikel der Universität Groningen am 24.8.1641, "ling. et phil. stud."). Dr. phil. am 18.10.1649. Professor (1652) und Pfarrer (1653) in Genf GE, Professor in Herborn 1656 und NL Franeker 1669 (Antrittsvorlesung am 17.3.1670). Von Nicolaus Arnoldus gehaltenen Leichenpredigt in Halle (Saale), Franckesche Stiftungen Bibliothek, Signatur 185 B 10. STEINBERG, Prof. Dr. theol. Prof. Dr. theol. Johann Melchior (I12178)
 
1322 Bohemund war der älteste Sohn von Robert Guiskard und dessen erster Frau Alberada von Buonalbergo (Aubrée de Bonauberge). Er wurde vermutlich in San Marco Argentano in Kalabrien geboren. Eigentlich auf den Namen Marcus getauft, gab ihm sein Vater, nachdem er eine Geschichte über einen Riesen Buamundus gehört hatte, dem von Geburt an riesigen Kind den Namen Bohemund.[1]

Er nahm am griechischen Feldzug seines Vaters (1080–1085) gegen Alexios I. teil, und führte die Normannen während der Rückkehr seines Vaters nach Süditalien (1082–1084) bis nach Thessalien, wo er von Alexios schließlich zurückgeschlagen wurde.[2] 
VON TARENT, Bohemund I. (I40630)
 
1323 Boleslav entstammte dem Geschlecht der Přemysliden. Er wurde nach dem 28. September 929 oder 935, nachdem er seinen Bruder WENZEL VON BÖHMEN hatte ermorden lassen, Herrscher des in Böhmen dominierenden Fürstentums um Prag. Ein Grund für den Mord an seinem Bruder dürfte BOLESLAVS Widerstand gegen die von Wenzel vertretene Anerkennung der Oberhoheit des Königs des Ostfrankenreiches gewesen sein. So stieß OTTO I. auch auf BOLESLAVS massiven Widerstand, als er die Erfolge seines Vaters HEINRICH I. in Osteuropa ausbauen und die dortigen Gebiete in das Reich eingliedern wollte.
Unter seiner Herrschaft wurden 955 die ersten böhmischen Denare geprägt.
Ebenfalls zu Beginn seiner Herrschaft unternahm Boleslav 936 Kriegszüge gegen benachbarte thüringische Stämme, die sich unter den Schutz des Sachsen Otto I. stellten. Ein anfänglicher Sieg des Böhmen über ein sächsisches Heer bildete den Anlass für direkte Auseinandersetzungen zwischen dem deutschen König und Boleslav, in deren Verlauf Otto I. nach zähen Kämpfen schließlich die Oberhand gewann. 946 musste Boleslav erstmals Geiseln stellen. Im Sommer 950 war er schließlich gezwungen, sich der Oberhoheit Ottos I. zu unterwerfen. Er befreite sich für kurze Zeit, wurde aber 954 wieder zur Huldigung Ottos gezwungen, blieb nun dem späteren Kaiser wie dem Christentum treu und kämpfte in der Schlacht auf dem Lechfeld (955) gegen die Magyaren mit. Sein Kontingent von rund tausend Mann kämpfte vor allem gegen die Hilfstruppen des Gegners. Unmittelbar danach beteiligte er sich an einem Feldzug Ottos gegen die Elbslawen und kämpfte in der Schlacht an der Raxa.[7] Eine andere Version der Geschichtsschreibung geht davon aus, dass Otto den Přemysliden zu Gunsten der Slawnikiden schwächen wollte, damit diese schließlich zwei Drittel von Böhmen beherrschten.[8]

Mit dem Herzog der Polanen Mieszko I. befand sich Boleslav im Konflikt um verschiedene kleinpolnische Territorien, der jedoch durch die Verheiratung Boleslavs Tochter Dubrawka mit Mieszko 963 oder 964 entschärft wurde. Kurz darauf beteiligten sich sogar böhmische Kämpfer an Feldzügen Mieszkos gegen den sächsischen Grafen Wichmann II. den Jüngeren. Auch mit den Ungarn soll er bis 955 größtenteils in Frieden gelebt haben 
N., Biagota (I15287)
 
1324 Boleslav II. war ein Sohn Boleslavs I. des Grausamen. Sein Geburtsdatum ist unbekannt; Schätzungen verlegen es meist in die 930er bis 940er Jahre. In den Quellen wird er erstmals aus Anlass seines Regierungsantritts nach dem Tod seines Vaters 972 (traditionell am 15. Juli 967) genannt. Widukind von Corvey erwähnt zwar einen Sohn Boleslavs I., der 950 seinen Vater im Kampf gegen Otto I. unterstützte; dieser namenlose Sohn war aber nach Meinung der meisten Historiker nicht mit Boleslav II. identisch und im Jahr 972 möglicherweise bereits verstorben. Auch die anderen Nachkommen Boleslavs I. kamen für die Thronfolge nicht in Frage: Doubravka war mit dem polnischen Herzog verheiratet, die jüngeren Kinder Strachkvas und Mlada für den geistlichen Stand bestimmt.[1] VON BÖHMEN, Boleslav II. der Fromme (I40221)
 
1325 Boleslaw entstammte dem Geschlecht der Schlesischen Piasten. Seine Eltern waren der Seniorherzog von Polen und Herzog von Schlesien Heinrich II. und Anna von Böhmen, Tochter des böhmischen Königs Ottokar I. Přemysl. Seine Geschwister waren u. a.: (SCHLESIEN), Boleslaw II. (I40238)
 
1326 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Vertraulich (I26416)
 
1327 Bolsenheim ist eine elsässische Gemeinde mit 531 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass) in Frankreich.

Das kleine Dorf liegt 20 Kilometer südwestlich von Straßburg zwischen Schaeffersheim und Uttenheim.

Bolsenheim besaß eine Burg. Ein Peter von Bolsenheim gehörte zu den in der Schlacht von Sempach den Schweizern unterlegenen Rittern und fand hier den Tod.[1] Die Burg war im 18. Jahrhundert Bestandteil des damals zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt gehörenden Amtes Wolfisheim 
VON BOLSENHEIM, Anna (I46667)
 
1328 BONSTETTEN (Adelsgeschlecht)
Die Freiherren VON BONSTETTEN sind ein schweizerisches Uradelsgeschlecht. Namensgebender Stammsitz der Familie ist die Gemeinde BONSTETTEN bei Zürich. Zweige des Geschlechts bestehen bis heute.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Familie im Jahre 1122 mit HENRICUS DE BONSTADIN als nobilis vir (EDELHERR). Angehörige waren Edelherren in hohen sozialen und politischen Ämtern. In BONSTETTEN wurde die Fundstelle einer kleinen Burg 1989 genauer untersucht, vermutlich der Stammsitz. 1155 wirkten HEINRICHUS DE BOUMSTEDIN, nobilis vir und CONRADUS bei einer Schenkung an das Kloster St. Martin (Zürich) mit.
Im 13. Jahrhundert stellten sie in drei Generationen die Reichsvögte von Zürich und vom 13. bis zum 14. Jahrhundert mit mehreren Angehörigen auch Landrichter von Thurgau. Im 14. Jahrhundert stellten sie Landvögte in den habsburgischen Landvogteien Aargau, Sundgau und Oberelsass.
HERMANN VON BONSTETTEN war von 1333 bis 1360 Fürstabt des BENEDIKTINERKLOSTERS St. Gallen.
SCHLOSS USTER, von 1267 bis 1534 im Familienbesitz

Die Familie war reich begütert, hauptsächlich in den Besitzungen der HABSBURGER, mit denen sie auch verschwägert waren. Hauptsitz war von 1267 bis 1534 das Schloss USTER.
KASPAR VON BONSTETTEN heiratete ELISABETH FREIIN VON SAX-HOHENSAX, die von ihrem Bruder ALBRECHT I. VON HOHENSAX (1439–1463) die BURG HOHENSAX, die BURG FRISCHENBERG sowie die Orte SAX und GAMS SG erbte.
Da KASPAR VON BONSTETTEN Bürger von Zürich war, brannten die Appenzeller 1446 während des Alten Zürichkrieges seine Burgen Hohensax und Frischenberg nieder und annektierten einen Teil der Herrschaft Hohensax. Nur Gams und die Ruine der Burg Hohensax gaben sie 1461 wieder an die Bonstetten zurück. 1497 verkauften sie die Herrschaftsrechte an Schwyz und Glarus.

Im Laufe der Zeit verlor das Geschlecht den Edelherrenstand und gehörte nun zum niederen Landadel, erhielt aber im Jahre 1499 eine diplommäßige Bestätigung der Freiherrenwürde vom späteren KAISER MAXIMILIAN I. Schon während dieser Zeit besaßen Angehörige der Familie das Bürgerrecht von Zürich und Bern. Kurze Zeit später verlegten sie ihre Stammsitze in diese Städte und gelangten dort in den patrizischen Stadtadel...

MAXIMILIAN I.
(gebürtig Erzherzog Maximilian von Österreich; * 22. März 1459 auf der Burg in Wiener Neustadt, Niederösterreich; † 12. Januar 1519 auf Burg Wels, Oberösterreich) aus dem Geschlecht der HABSBURGER war durch Heirat ab 1477 Herzog von Burgund, ab 1486 römisch-deutscher König, ab 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und vom 4. Februar 1508 bis zum 12. Januar 1519 römisch-deutscher Kaiser.

Maximilian trug den Beinamen „der letzte Ritter“; sein Wahlspruch lautete PER TOT DISCRIMA RERUM („Durch so viele Gefahren“).  
N., N. (I23857)
 
1329 Borcke (auch Borke, Bork, Borck) ist der Name eines alten pommerschen Adelsgeschlechts. VON BORCKE, Georg Mathias (I57763)
 
1330 Borek Strzeliński (deutsch Großburg) ist ein Dorf in der Landgemeinde Borów (Markt Bohrau) im Powiat Strzeliński (Kreis Strehlen) in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. ROSARIUS VON ROSENBERG, Ernst Wilhelm (I57644)
 
1331 Boris und Gleb waren Söhne Wladimirs des Großen von Kiew und einer bulgarischen Mutter.[1] Ihre Geburtsjahre sind nicht bekannt, sie könnten um 986 und 987 gelegen haben.[2] Um 995 (oder 1010?) wurde Boris Fürst von Rostow, Gleb Fürst von Murom. Mehr Informationen über ihr Leben sind nicht überliefert.

1015 wurden beide im Zuge von Auseinandersetzungen um die Thronfolge in Kiew im Auftrag ihres Halbbruders Swjatopolk ermordet: Boris wurde durch Stiche verletzt, als er von einer vergeblichen Suche nach angeblichen petschenegischen Angreifern zurückkehrte. Er wurde durch einen Lanzenhieb in Kiew getötet. Gleb wurde von einem Diener die Kehle durchgeschnitten, als er auf der Reise zum sterbenden Vater war. 
SWJATOSLAWITSCH, Gleb (I39689)
 
1332 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7615)
 
1333 Bothmer, auch Bothmar ist der Name eines alten niedersächsischen Adelsgeschlechts.

Stammvater ist Gerd von Lachem (= von Lacheim). Ein Teil von dessen Nachkommen, darunter auch der älteste Sohn Ulrich (1162–1196), nannten sich Bothmer nach dem Lehen in Bothmer bei Schwarmstedt an der Leine, an dem sich auch eines ihrer Güter befand. Unter dem heutigen Namen treten sie urkundlich erstmals 1182 mit dem Ritter Ulricus de Botmerere auf.[1] Die Stammreihe beginnt mit dessen Bruder Dietrich, als Ritter urkundlich 1183–1222.

Zwischen 1500 und 1586 wurde das Alte Haus auf dem Rittergut Bothmer I in Bothmer errichtet; der Turm und das Neue Haus, ein im rechten Winkel angebauter Fachwerkflügel, folgten 1596. Der Turm ist später verändert worden, der ältere Flügel steht heute nicht mehr. Im Lauf der Jahrhunderte entstanden durch Erbteilungen folgende Rittergüter der Familie von Bothmer am Ort:

das Rittergut Bothmer I – von Bothmer
das Rittergut Bothmer II (Rolefshof) – Freiherren von Bothmer
das Gut Bothmer IV (Communiongut) – Grafen von Bothmer
Linien

Rittergut Bothmer I
Bereits im 13. Jahrhundert bildeten sich zwei Linien heraus: Die Drakenburger als ältere, die Giltener als jüngere Linie. In Bothmer bei Schwarmstedt bestehen für beide Linien verschiedene Güter und Höfe. Die ältere Linie erhielt im Laufe der Zeit Besitzungen in Drakenburg und hält bis heute (im gräflichen Zweig) die Güter Bothmer IV und Lauenbrück (Landkreis Rotenburg/Wümme) sowie Gut Schwegerhoff in Ostercappeln, während Schloss Bothmer in Klütz dem 1. Haus des gräflichen Zweiges 1945 enteignet wurde; der einst in Landesbergen ansässige Zweig besitzt einen Hof in Hetendorf, ein freiherrlicher Ast auf Bothmer II das Gut in Bennemühlen und bis 1945 auch das Gut Zürkvitz auf Rügen. Die jüngere Linie ist auf Bothmer I sowie auf Gut Oppershausen bei Wienhausen ansässig und gelangte durch Heirat auch ins Badische, auf Gut Rickelshausen bei Radolfzell. Bis 1945 war auch Falkenberg in der Neumark im Besitz eines Familienzweigs. Ein Geschlechtsverband für die Gesamtfamilie wurde bereits früh im 19. Jahrhundert gegründet.[2]

Bothmer-Bülowscher Fideikommiss

Schloss Bothmer in Klütz, Mecklenburg
Der kurhannoversche Minister Hans Caspar von Bothmer, ein Freiherr von Bothmer aus dem Hause Lauenbrück, der 1713 zum Reichsgrafen erhoben wurde, errichtete aus seinen im Klützer Winkel angekauften Gütern ein Fideikommiss, das sich als Majorat vererben sollte, dessen Hauptsitz das 1726 bis 1732 errichtete Schloss Bothmer wurde. Erster Majoratsherr wurde sein Neffe Hans Caspar Gottfried von Bothmer (1695–1765). Durch dessen Ehe mit Christine Margarethe von Bülow (1708–1786) und deren Erbe vergrößert sich der Fideikommiss nochmals. Die Grafschaft umfasste schließlich 10 Güter mit einer Gesamtfläche von nahezu 8000 Hektar und blieb bis nach dem Ersten Weltkrieg bestehen. Dazu gehörten:

Bothmer mit den Pertinenzien Bahlen, Hofzumfelde und Nieder Klütz
Arpshagen mit den Pertinenzien Flecken Klütz, Ober Klütz und Hohen Schönberg
Brook
Christinenfeld
Elmenhorst (Kalkhorst)
Goldbeck
Grundshagen
Parin (Bülowsches Erbe) mit den Pertinenzien Rolofshagen, Moor, Küssow und Gutow
Steinbeck
Tarnewitzerhagen
Standeserhebungen
Julius August von Bothmer, kurbraunschweigischer Geheimrat, Hofrichter in Celle und Landdrost in Lauenburg, wurde vom Kaiser Leopold I. mit Diplom vom 9. November 1696 in den Reichsfreiherrnstand erhoben, und sein Sohn, Hans Caspar von Bothmer († 1732) erhielt vom Kaiser Karl VI. am 14. November 1713[3] die Reichsgrafenwürde. Die Grafenwürde wurde auch auf seine drei Brüder Friedrich Johann, Julius August und Ludolph Christian mit deren ehelicher Nachkommenschaft ausgedehnt, doch so, dass die Grafenwürde allein von dem ältesten der vier Brüder und nach dessen Tode nur von dem Erstgeborenen des Erstgeborenen geführt werden sollte, alle übrigen Nachkommen des ersten Erwerbers sich aber nur des Freiherrentitels zu bedienen hätten. Der jedesmalige Graf sollte allein Inhaber des vom ersten Grafen Hans Caspar 1723 gestifteten Bothmerschen Fideikommisses mit Sitz auf Schloss Bothmer sein.[4] Hans Caspar starb ohne männliche Nachkommen. Auf ihn folgte als Majoratsherr Hans Caspar III., Graf von Bothmer (1727–1787), Hans Caspar Julius Victor, Graf von Bothmer (1764–1814) und auf diesen sein Bruder Christian Ludwig, Graf von Bothmer (1773–1848).

Die späteren Majoratsherren stammten alle von einem Enkel des Freiherrn Carl Ludwig von Bothmer – einem Bruder des Großvaters des Grafen Christian Ludwig – von Karl von Bothmer (1770–1845), württembergischer Gesandten am bayerischen Hof und Erbherr auf Mehring, ab. Er hinterließ aus erster Ehe mit Antoinette Freiin von Hanstein sechs Söhne. 1817 erhielt er das bayerische Indigenat, wurde zugleich in dem von seinem Urahnherrn Friederich Johann, von Kaiser Karl VI. unterm 4. November 1713 cum privilegio usus, et de non usu, erworbenen Grafenstande von des Königs Majestät für sich und seine Descendenz den 8. Dezember v.J. anerkannt.[5] und bediente sich seitdem des Grafentitels, ebenso seine Söhne.

Die sog. Bennemühlener Hauptlinie des freiherrlichen Zweiges erhielt erst 1881/82 durch das königlich preußische Heroldsamt die Berechtigung zum Führen des Freiherrntitels.[6]

Hans Ludwig Adolf von Bothmer (1839–1918) auf Lauenbrück erhielt am 28. Januar 1889 die Anerkennung des Grafenstandes und bildete die II. Linie des Grafenhauses.[7] 
VON BOTHMER, N. (I45775)
 
1334 Boto war der jüngere Sohn des Pfalzgrafen Hartwig II. von Bayern und der Friderun. Der Vater starb gegen Ende des Jahres 1027, als Botos Bruder Aribo noch ein kleines Kind und seine Mutter mit ihm schwanger war.[1]

Boto und Aribo, die in den Quellen als pfalzgräfliches Brüderpaar häufig in einem Atemzug genannt werden, hatten Besitzungen im gesamten damaligen bayerischen oder bayerisch beeinflussten Raum: an der Grenze zu Ungarn, in der Steiermark und Kärnten, im Salzburggau, dem Freisinger Raum, um Regensburg und im Nordgau (Oberpfalz).

1053/54 schlossen sich Aribo und Boto dem Aufstand Herzog Konrads von Bayern und Herzog Welfs von Kärnten gegen Kaiser Heinrich III. an. 1055 wurde Aribo deswegen abgesetzt und gemeinsam mit Boto geächtet. Beide verloren Lehen und Teile ihrer Eigengüter, z. B. an die Diözesen Salzburg und Eichstätt Güter bei Straßgang in der Steiermark und im Innviertel, den Ort bzw. die Burg Pottenburg in Niederösterreich sowie weitere Güter um Eichstätt und im Nordgau sowie Weinberge bei Regensburg. Boto heiratete kurz darauf Judith, eine Schweinfurter Erbin, die junge Witwe des verstorbenen bayerischen Herzogs, und kam durch sie zu Besitzungen im östlichen Franken. Unter anderem das nach ihm benannte Pottenstein in der Fränkischen Schweiz, das zu seinem Hauptsitz wird, denn 1074 nennt er sich in einer Kaiserurkunde Graf Boto von Botenstein. Sein Bruder ließ sich nach seiner Absetzung und späteren Begnadigung in einer ihm verbliebenen norgauischen Besitzung nieder, die nahe am fränkischen Pottenstein lag, denn schon im Jahr 1059 fungiert er unter dem Namen "Erbo de Wizenaha" (Weißenohe) als Zeuge einer Bamberger Bistumssynode.

Den Lobeshymnen des zeitgenössischen Chronisten Ekkehard von Aura nach zu schließen, war Boto von beeindruckender körperlicher Gestalt.[2] Wohl mit dem Tod Heinrichs III. 1056 wurde seine Ächtung aufgehoben, so dass er sich in den Ungarnkriegen von 1060 durch seine Stärke und Tapferkeit besonderen Ruhm erwerben konnte.[3] Mitte der 1070er Jahre finden sich im Kontext der Sachsenkriege von König Heinrich IV. einige Erwähnungen eines Boto. Bislang ist noch nicht gesichert, ob jeweils die gleiche Person gemeint ist, und vor allem weiß man nicht, ob es sich um Boto von Pottenstein handelt.[4] Sollte dies jedoch der Fall sein, wäre der in seiner Jugend rebellische Aribone mit den Jahren zu einer wichtigen Stütze des Königs geworden.

Nachdem die beiden Brüder um das Jahr 1070 bereits das Kloster Millstatt in Kärnten gegründet hatten, richteten sie vor ihrem Tod zu ihrem Seelenheil weitere Stiftungen ein. Aribo gründete das Kloster Weißenohe, Boto leistete erheblichen Zustiftungen an das Kloster Theres, wohin seine sterblichen Überreste nach seinem Tod 1104 bei Regensburg auch übertragen wurde. Mit Boto stirbt die pfalzgräfliche Linie der Aribonenaus. Seine einzige Tochter, Adelheid von Pottenstein, heiratete Heinrich I., Herzog von Niederlothringen und Graf von Limburg. Burg Pottenstein fiel an den Bischof von Bamberg. 
VON POTTENSTEIN, Graf Graf Botho (I18309)
 
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1339 Brentanohaus
In den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts ging die Nutzung des Brentanohauses an den ältesten Sohn von Franz Dominicus und Antonia Brentano über. Georg Franz Melchior Brentano (1801–1852) hatte am 5. Januar 1836 Lilla Pfeifer (1813–1868), die Tochter des aus Sommerau (Eschau) im Spessart stammenden, ehemals in Amsterdam tätigen, Kaufmanns und Reeders Valentin Pfeifer, geheiratet. Diese Linie der Familie nannte sich von da an Brentano-Pfeifer. Die Familie von Georg Melchior Brentano-Pfeifer lebte abwechselnd in Winkel und in ihrem Domizil in der Neuen Mainzerstraße 11 in Frankfurt.[5][6][7] In Winkel betrieben sie Weinanbau und -verkauf. 
BRENTANO, Georg Franz Melchior (I52687)
 
1340 BRESLAU unter den Habsburgern
Im Jahr 1526 starb König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn in der Schlacht bei Mohács, woraufhin die Habsburger gemäß Erbverbrüderungsvertrag das Königreich Ungarn und die Länder der Böhmischen Krone und damit auch Breslau und andere Erblande in Schlesien übernahmen und bis 1741 behielten. Sieben Jahre später wurde der erste Stadtmedicus angestellt.

Zwischen 1630 und 1670 war Breslau mit der Schlesischen Dichterschule ein Zentrum der deutschen Literatur. Im Jahr 1632 wurden während des Dreißigjährigen Krieges Teile der Stadt von sächsischen und schwedischen Truppen besetzt gehalten. Noch im selben Jahre äußerte die Stadt Breslau erfolglos den Wunsch, sich vom Habsburgerreich abzutrennen und als freie Reichsstadt anerkannt zu werden. Zur selben Zeit gab es eine Pestepidemie, bei der 18.000 von 40.000 Bürgern starben.

Im Westfälischen Frieden erhielt Breslau 1648 als einzige Stadt das Recht der protestantischen Religionsausübung.

zu Polnisch Lissa
Im Jahre 1707, während des Großen Nordischen Kriegs, wurde die Stadt von den Russen niedergebrannt.[8] Eigentümer der Stadt war jahrhundertelang das Adelsgeschlecht der Leszczyński, bevor Stanislaus I. Leszczyński sie 1738 an den polnischen Magnaten Aleksander Józef Sułkowski veräußerte.  
FRANEAU, Susanne (I741)
 
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1342 Břetislav II. war der älteste Sohn König Vratislavs II. Dessen ungewöhnlich lange Regierungszeit war von Streitigkeiten und Konkurrenzkämpfen innerhalb der böhmischen und mährischen Přemysliden-Dynastie geprägt. Auch Břetislav musste aus Angst vor seinem Vater um 1090 für kurze Zeit das Land verlassen und suchte mit über 2000 Kriegern und Gefolgsleuten Schutz in Ungarn. Die böhmische Königskrone war zu Zeiten Vratislavs II. noch nicht erblich und ging mit seinem Tod 1092 verloren. Den Fürstenstuhl in Prag bestieg, dem Senioratsprinzip entsprechend, zunächst Konrad I. Dieser starb jedoch nach acht Monaten. Danach wurde Břetislav II. rechtmäßiger Nachfolger. VON BÖHMEN, Břetislav II. (I40193)
 
1343 Brinckmann war mit Anna Maria Dorothea Gertrud Günther (* 1744) verheiratet. Sein Schwager war der Mediziner und Hochschullehrer Daniel Erhard Günther.

Er studierte in Duisburg, Göttingen und Leiden und wurde dort 1765 promoviert. Später war er praktizierender Arzt in Kleve und Düsseldorf. Anschließend wurde er Medizinalrat und Leibarzt des Jülich-Bergischen Fürstenhauses und insbesondere des Großfürsten Paul von Russland. Besondere Bedeutung erlangte er für seine Bemühungen die hygienischen Gegebenheiten zu verbessern.[1] Verheiratet war er mit Gertrude Günther aus Solingen. Die Tochter Marie Luise (1776–1845) heiratete 1796 Georg Arnold Jacobi, Geheimer Regierungsrat in Pempelfort, Sohn des Friedrich Heinrich Jacobi.[2] 
BRINKMANN, Johann Peter (I25228)
 
1344 Brömbsen, ursprünglich von der Netze, dann Bromes, Brömse, Brömbse, ab dem 18. Jahrhundert von Brömbsen, ist der Name eines zunächst Lüneburger, dann Lübecker Patriziergeschlechts, das 1532 einen kaiserlichen Adelsbrief erhielt und von dem ein Zweig 1688 zu Reichsfreiherrn erhoben wurde. VON BRÖMSE, Sophie Magdalena (I58054)
 
1345 Bruder oder Halbbruder des Locher Anton ~St. gallen 22.12.1547 + St. galen 16.05.1617, Stifter des Locher´schen Fideikommisses am Brühl,  LOCHER, Hans (I14285)
 
1346 Bruderzwist
Vor dem Tode KARL MARTELLS wurde das Frankenreich zwischen den beiden Söhnen aus seiner ersten Ehe, KARLMANN und PIPPIN DEM JÜNGEREN, geteilt.
KARLMANN sollte Hausmeier in Austrien, Alemannien und Thüringen, und PIPPIN sollte Hausmeier in Neustrien, Burgund und in der Provence werden. Die beiden Brüder mussten aber kurz vor KARL MARTELLS Tod dann doch ihr Erbe mit GRIFO, ihrem Halbbruder, teilen.
Der Halbbruder GRIFO wurde noch Ende 741 von KARLMANN in ein Kloster gesperrt. Da ihre Macht offenbar nicht gefestigt schien, setzte Karlmann 743 erneut einen merowingischen König, CHILDERICH III., ein, um so ihrem Amt als Hausmeier eine königliche Legitimierung zu geben.
Zwischen den beiden Brüdern scheint es grundsätzlich kein Einvernehmen gegeben zu haben, doch als KARLMANN 747 zurücktrat und sich in das KLOSTER SAN SILVESTRO auf dem MONTE SORACTE und dann nach MONTE CASSINO zurückzog, scheint es zumindest Gerüchte gegeben zu haben, dass dieser Rückzug nicht ganz freiwillig war.
PIPPIN lässt explizit in zeitgenössischen Quellen erwähnen, dass es allein der Entschluss seines Bruders gewesen sei. PIPPIN übernahm somit unter Umgehung der Erbrechte von Karlmanns Kindern die Regentschaft des ganzen Frankenreichs.

KARLMANN hatte einen Sohn, DROGO, der 748 und 753 erwähnt wird, sowie weitere Söhne, die laut den Quellen 753 vor dem Tod ihres Vaters auf Befehl ihres Onkels PIPPIN ins Kloster überführt wurden.
753 wurde auch GRIFO, der Halbbruder von Pippin und Karlmann, von Pippins Grenzsoldaten getötet.  
N., N. (I22718)
 
1347 Bruderzwist
Vor dem Tode Karl Martells wurde das Frankenreich zwischen den beiden Söhnen aus seiner ersten Ehe, Karlmann und Pippin dem Jüngeren, geteilt. Karlmann sollte Hausmeier in Austrien, Alemannien und Thüringen, und Pippin sollte Hausmeier in Neustrien, Burgund und in der Provence werden. Die beiden Brüder mussten aber kurz vor Karl Martells Tod dann doch ihr Erbe mit Grifo, ihrem Halbbruder, teilen. Der Halbbruder Grifo wurde noch Ende 741 von Karlmann in ein Kloster gesperrt. Da ihre Macht offenbar nicht gefestigt schien, setzte Karlmann 743 erneut einen merowingischen König, Childerich III., ein, um so ihrem Amt als Hausmeier eine königliche Legitimierung zu geben. Zwischen den beiden Brüdern scheint es grundsätzlich kein Einvernehmen gegeben zu haben, doch als Karlmann 747 zurücktrat und sich in das Kloster San Silvestro auf dem Monte Soracte und dann nach Monte Cassino zurückzog, scheint es zumindest Gerüchte gegeben zu haben, dass dieser Rückzug nicht ganz freiwillig war. Pippin lässt explizit in zeitgenössischen Quellen erwähnen, dass es allein der Entschluss seines Bruders gewesen sei. Pippin übernahm somit unter Umgehung der Erbrechte von Karlmanns Kindern die Regentschaft des ganzen Frankenreichs.

Der Charakter Karlmanns ist mangels einer geeigneten Anzahl von zeitgenössischen Quellen kaum bekannt. Doch auch er war zu harten Maßnahmen fähig, wie das Blutgericht von Cannstatt 746 zeigt, bei dem er die Führungsschicht der Alamannen großteils als Hochverräter hinrichten ließ und so die um 500 von Theoderich durchgesetzte Teilautonomie des verkleinerten alamannischen Herzogtums unter fränkischer Oberhoheit abrupt beendete. Darauf richtete er in Alamannien Gaugrafschaften ein, die er vorzugsweise mit fränkischen Gefolgsleuten oder loyalen alamannischen Adligen als Grafen besetzte. Die von Chlodwig I. nach seinen Siegen über die Alamannen eingerichtete fränkisch-alamannische „Mark“, die entlang von Seltzbach, Murg und Oos über die Höhen des Nordschwarzwalds zum Engelberg, entlang der Glems zum Asperg und über Lemberg und Hagberg nach Osten führte, wurde damit hinfällig.

Karlmann hatte einen Sohn, Drogo, der 748 und 753 erwähnt wird, sowie weitere Söhne, die laut den Quellen 753 vor dem Tod ihres Vaters auf Befehl ihres Onkels Pippin ins Kloster überführt wurden. 753 wurde auch Grifo, der Halbbruder von Pippin und Karlmann, von Pippins Grenzsoldaten getötet.  
VON FRANKEN \ MARTELL, Karlmann (I18869)
 
1348 Brun war der dritte und jüngste Sohn des ostfränkischen Königs Heinrich I., des Herzogs von Sachsen, und dessen zweiter Frau Mathilda. Er hatte fünf Geschwister: den späteren König und römisch-deutschen Kaiser Otto I. den Großen, Heinrich I. (ca. 920–955), Herzog von Bayern, Gerberga, Hadwig sowie den ältesten Halbbruder Thankmar.

Bereits mit fünf Jahren wurde er für den geistlichen Stand ausgewählt und dem Bischof Balderich von Utrecht übergeben. Er besuchte die Domschule in Utrecht, bis er 939 von seinem Bruder Otto I. an den Königshof berufen wurde. Hier konnte er seine Ausbildung unter den Bischöfen Israel und Rather von Verona abschließen. Brun galt als einer der gebildetsten Männer des Reiches seiner Zeit. 940 wurde er mit nur 15 Jahren Reichskanzler am Hof seines Bruders und reorganisierte die Hofkanzlei. 951 wurde er als Erzkaplan auch der höchste Hofgeistliche. Von etwa 948 bis 951 war er Abt der Reichsabtei Lorsch.  
VON SACHSEN (OSTFRANKENREICH), Brun (I35519)
 
1349 Brunichilds Tochter Ingund aus der Ehe mit Sigibert I. von Austrasien wurde mit Hermenegild, dem älteren der beiden Söhne des Westgotenkönigs Leovigild, verheiratet. Daraus entstand ein religiöser Konflikt, denn Ingund konvertierte nach ihrer Heirat zum Katholizismus, wogegen die westgotische Königsfamilie am Arianismus festhielt, obwohl ein großer Teil der Bevölkerung im Westgotenreich katholisch war. Goswintha, Hermenegilds Stiefmutter und zugleich Ingunds Großmutter mütterlicherseits, drängte auf die Rückkehr Ingunds zum Arianismus. Als Ingund dies verweigerte, legte Leovigild den Streit bei, indem er Hermenegild mitsamt Ingunde als Verwalter eines südlichen Reichsteils nach Sevilla abschob. Goswintah (I52556)
 
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