Strauss Genealogie


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1251 BIOGRAPHIE:
1514 Grossrat
1517 - 1718 Kleinrat
1524 Kleinrat
1518 - 1522 Landvogt zu Bipp
1523 Heimlicher
1528 Bauherr
1530 - 1558 Venner zu Metzgern (mit Unterbrüchen)
1526 bernischer Gesandter zur Beschwörung der eidg. Bünde nach Schaffhausen und Rottweil sowie
1528 zur Beschwörung des christl. Burgrechts nach Zürich. I. war im Rat ein eifriger Verfechter der Reformation und setzte sich im Vorfeld des zweiten Täufermandats 1533 für die Täufer ein. In geschäftlichen Angelegenheit galt er als geschickt und einflussreich.

Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher, Ulrich Moser
um 1490 Bern, 3.10.1564 Bern, Burger von Bern. Sohn des Gilg, Kleinrats. ​1) vor 1530 (Name unbekannt), 2) 1553 Barbara Rodt. 1514 Grossrat, 1517-18 und 1524 Kleinrat, 1518-22 Landvogt von Bipp, 1523 Heimlicher, 1528 Bauherr, 1530-58 Venner zu Metzgern (mit Unterbrechungen). 1526 bern. Gesandter zur Beschwörung der eidg. Bünde nach Schaffhausen und Rottweil sowie 1528 zur Beschwörung des christl. Burgrechts nach Zürich. I. war im Rat ein eifriger Verfechter der Reformation und setzte sich im Vorfeld des zweiten Täufermandats 1533 für die Täufer ein. In geschäftl. Angelegenheit galt er als geschickt und einflussreich.

Literatur
M. Sulser, Der Stadtschreiber Peter Cyro und die Bern. Kanzlei z.Z. der Reformation, 1922 
IM HAAG, Peter (I37930)
 
1252 BIOGRAPHIE:
1528 den Bürgern
1536 Ratsherr
1536 Landvogt zu Wifflisburg
Venner zum roten Löwen
1552 Deutschseckelmeister
durch Kaiser Karl V in den erblichen Adelsstand erhoben
wäre Schultheiss geworden, wenn er nicht vorher gestorben wäre
Stifter des grossen Tillier-Stipendiums von 40000 Pfund für Theologiestudenten
er führt 1548 das neue Tillierwappen

weiterführende Info: HLS
--> Grossrat ‎1528 in Bern, Bern, BE, CHE
Eingebürgert ‎ in Bern, Bern, BE, CHE
--> Ratsherr ‎1536 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Landvogt ‎1536 in Avenches, Broye, VD, CHE
--> Deutschseckelmeister ‎1552 in Bern, Bern, BE, CHE  
TILLIER, Johann Anton I. (I32820)
 
1253 BIOGRAPHIE:
1543 Grossrat
1546 - 1552 Obervogt zu Schenkenberg
1555 - 1561 Landvogt zu Landshut
1560 Kleinrat
1566 - 1568 Kleinrat
1578 Kleinrat
1562-65 Landvogt zu Erlach
1568 Stiftsschaffner
1574 - 1578 Venner zu Metzger
1582 - 1585 Venner zu Metzgern
1577 Zeugherr.

Autorin/Autor: Barbara Braun-Bucher, Ulrich Moser
um 1525 Bern, 7.9.1585 Bern, ref., Burger von Bern. Sohn des Peter (->). ​1) 1542 Barbara Löwensprung, 2) 1575 Maria Herport. 1543 Grossrat, 1546-52 Obervogt von Schenkenberg, 1555-61 Landvogt von Landshut, 1560, 1566-68 und 1578 Kleinrat, 1562-65 Landvogt von Erlach, 1568 Stiftsschaffner, 1574-78 und 1582-85 Venner zu Metzgern, 1577 Zeugherr.
H.J. Leu, Allg. helvet., eydg., oder schweitz. Lexicon 9, 1754, 375
J.R. Gruner, Genealogien der burgerl. und regimentsfähigen Geschlechter der Stadt Bern, Ms., o.J., (BBB) 
IM HAAG, Hans (I37920)
 
1254 BIOGRAPHIE:
1555 den Bürgern
1560 Bauherr
1563 Ratsherr
1564 Zeugherr
1564 Landvogt zu Gex
1675 Venner zu Löwen
1588 Venner zu Löwen
1579 Welschseckelmeister
1590 wegen Ehebruch aus dem Rat ausgestossen und 1592 wieder rehabilitiert
1556 Schultheiss zu Burgdorf

weiterführende Info: HLS
--> Grossrat ‎1555 in Bern, Bern, BE, CHE
Eingebürgert ‎ in Bern, Bern, BE, CHE
--> Schultheiss ‎1556 in Burgdorf, Burgdorf, BE, CHE
--> wegen Ehebruch aus dem Rat ausgestossen ‎1590 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Bauherr ‎1560 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Ratsherr ‎1563 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Zeugwart ‎1564 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Landvogt ‎1564 in Gex, Nyon, VD, CHE
--> Venner zu Löwen ‎1575 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Welschseckelmeister ‎1579 in Bern, Bern, BE, CHE 
TILLIER, Johann Anton II. (I32814)
 
1255 BIOGRAPHIE:
1616 des Grossen Raths
1621 Schaffner ins St.Johannser Haus
war Apotheker von Orbe, gebürtig
Geschlecht ursprünglich aus Augsburg
hatte einen Bruder Francois, auch Apotheker 
ROY, Simon (I42256)
 
1256 BIOGRAPHIE:
Als Leinwandkaufmann in St. Gallen versuchte er erfolglos, die beengenden Zunftsatzungen der Stadt zu durchbrechen. Deshalb verlegte er zusammen mit seinem Bruder Bartholome (1616-94) den Wohn-, Produktions- und Handelssitz 1665 ins thurg. Hauptwil, wo die beiden bereits den grössten Teil des Bodens, das Niedergericht (1654/64) und das Marktrecht (1664) besassen. Sie erstellten eine Reihe von Wirtschafts- und Lagergebäuden sowie Arbeiterhäuser und wurden im Leinwandhandel mit Lyon zu erfolgreichen Konkurrenten der Stadt St. Gallen. 1665 wandelten die Brüder ihren Besitz in ein Fideikommiss der Familie um.

weiterführende Info: HLS

In der Befreiungsgeschichte des Thurgaus spielte seltsamerweise auch ein Vertreter der Gerichtsherren eine führende Rolle, der Haupt­wiler Junker und Handelsherr Hans Jakob von Gonzenbach. Um ein­engende Zunftvorschriften zu umgehen, hatte sein Ururgrossvater gleichen Namens im 17. Jahrhundert das in St. Gallen aufgebaute Leinwandgeschäft nach Hauptwil verlegt, die niedere Gerichtsbarkeit über das nun rasch wachsende Dorf in seine Hand gebracht und um 1665 das Schloss erstellen lassen. 
GONZENBACH, Hans Jakob (I13221)
 
1257 BIOGRAPHIE:
Amtmann der Freiherren von Raron  
GONZENBACH, Jakob (I14757)
 
1258 BIOGRAPHIE:
an der Kellergasse, hatte Anteil am Zehntenzu Buttingen und Steinenbrünnen, kaufte weitere Zehnten in Wahlern, des Rats 
VON GRASBURG, Gerhard I. (I18639)
 
1259 BIOGRAPHIE:
Besitzer von Wädenswil und Dübendorf, ´des Rats` von Zürich 1387, Bürgermeister 1393, Feldhauptmann bei der Eroberung des Aargaus 1415

Gesandter aufs Konstanzer Konzil, Reichstagzu Nürnberg und oft Tagsatzungsabgeordneter 1387-94 und 1411 Mitglied des Zürcher Kl. Rats. 1393 wurde M. als Vertreter der eidg. Partei zum Bürgermeister ernannt. 1415 war er Feldhauptmann bei der Eroberung des Aargaus und Gesandter zum Reichstag von Nürnberg. M. hatte viele lukrative Ämter inne, u.a. war er Küchenmeister des Klosters Einsiedeln. Er zeichnete sich als Vermittler und Bewahrer der Bündnisse mit den andern eidg. Orten aus.

weiterführende Info: HLS
--> Ratsherr ‎1387 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
--> Bürgermeister ‎1393 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
--> Feldhauptmann bei der Eroberung des Aargaus ‎1415
Eingebürgert ‎in Zürich, Zürich, ZH, CHE 
MEISS, Heinrich (I7819)
 
1260 BIOGRAPHIE:
bringt die Herrschaft Wartenfeld in die Ehe, ebenso das Patronat der Kapelle von Münsingen, einen Viertel des Zehnten zu Lostorf und den Berg zu Lütiswil 
VON ROSENEGG, Anna (I10605)
 
1261 BIOGRAPHIE:
den Bürgern 1451, des Rats 1455,
Schultheiss zu Burgdorf 1458, Vogt des Klosters Fraubrunnen 1465- 1483, Bauherr 1475,
Venner 1469, Mitverfasser der nach ihm genannten Tschachtlanschen Chronik
Benedikt Tschachtlan, Autor und Maler der ältesten Schweizer Bilderchronik starb 1493 in Bern an der Pest. Seit 1455 gehörte er der Gesellschaft zu Distelzwang, einer der 13 Zünfte in Bern, an. Er war Inhaber wichtiger Ämter, so gehörte er sowohl dem Grossen als auch dem Kleinen Rat der Stadt an, war Schultheiss von Burgdorf, Vogt des Klosters Fraubrunnen und von 1469-1473 Venner der Zunft zu Metzgern.
Nach Benedikt Tschachtlans Tod erbten seine Tochter und sein Schwiegersohn Alexander von Stockar von Schaffhausen die Chronik. In dieser Familie blieb sie um die 200 Jahre lang. Im 18. Jh gelangte das Buch von der Familie Ziegler an die Zürcher Stadtbibliothek. Heute befindet sich die Bilderchronik in der Zentralbibliothek Zürich (MS A 120).

weiterführende Info: HLS Berner Biografien Wiki ADB Archiv GND VIAF
--> Grossrat ‎1451 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Ratsherr ‎1455 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Schultheiss ‎1458 in Burgdorf, Burgdorf, BE, CHE
--> Vogt des Klosters Fraubrunnen ‎von: 1465 an 1483 in Fraubrunnen, Fraubrunnen, BE, CHE
--> Venner der Zunft zu Metzgern ‎von: 1469 an 1473 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Bauherr ‎1475 in Bern, Bern, BE, CHE
Eingebürgert ‎ in Bern, Bern, BE, CHE 
TSCHACHTLAN, Benedikt (I32449)
 
1262 BIOGRAPHIE:
den Bürgern 1494, Vogt zu Erlach 1500,
Ratsherr 1507, Schultheiss zu Thun 1508,
Kriegsrat unter Burkhart von Erlach 1512 beim Zuge nach Pavia
Eingebürgert ‎ in Bern, Bern, BE, CHE
--> Grossrat ‎1494 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Vogt ‎1500 in Erlach, Erlach, BE, CHE
--> Ratsherr ‎1507 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Schultheiss ‎1508 in Thun, Thun, BE, CHE
--> Kriegsrat unter Burkhart von Erlach beim Zuge nach Pavia ‎1512 
TILLIER, Hans Rudolf (I32822)
 
1263 BIOGRAPHIE:
des Rats 1519, Venner 1538, Meier zu Biel
focht 1513 bei Novarra
Eingebürgert ‎ in Biel, Biel, BE, CHE
--> Venner ‎1538 in Biel, Biel, BE, CHE
--> Soldat bei Novarra ‎1513
--> Grossrat ‎1519 in Biel, Biel, BE, CHE  
WYTTENBACH, Benedikt (I32852)
 
1264 BIOGRAPHIE:
Edelknecht, Herr zu Bümpliz und Balm, Herr zu Reichenbach, Mitherr von Jegenstorf, Bümpliz und Balm, Vogt zu Wiler-Oltigen 1398, zu Laupen 1414, des Rats 1416, Bauherr 1427, Kastvogt zu Rüeggisberg 1429, Gesandter nach Zürich betr. Hilfeleistung Berns gegen Schwyz 1440 (?) in Beachtung des Bündnisses vom Jahr 1423 mit Zürich, Vogt zu Oltigen 1398, Laupen 1404, Ratsherr 1414
Schultheiss zu Thun 1420 
VON ERLACH, Hans (I18577)
 
1265 BIOGRAPHIE:
Edelknecht, Ritter und Ministeriale des Gf. Rudolf III. von Nidau, Kastellan in Erlach, Herr von Reichenbach, Mitherr von Jegenstorf. Vormund der jungen Gf. von Nidau. Nach Konrad Justinger führte E. 1339 die Berner und Eidgenossen bei Laupen an sowie 1340 gegen Freiburg (Letzteres urkundlich belegt). 1360 wurde E. von seinem Schwiegersohn Jost von Rudenz erschlagen.
weiterführende Information: HLS Wiki ADB GND VIAF 
VON ERLACH, Rudolf (I18599)
 
1266 BIOGRAPHIE:
Ehebrief im Familienarchiv von Erlach.
weiterführende Information: Archiv Kanton Bern 
VON KRAUCHTHAL, Adelheid (I18587)
 
1267 BIOGRAPHIE:
ein Goldschmid
den Bürgern 1638, Vogt zu Signau 1643 und Kastelans zu Wimmis 1668
Marquart Zehender erbaute dann das reizende Schlösschen und brachte über der Türe auf der Hinterseite sein Wappen an. Von 1668 bis 1674 regierte er als Kastlan Berns auf der Burg Wimmis, ein früheres Reichslehen, das die Berner am 4. Juni 1334 einnahmen und die das Niedersimmental beherrschenden Freiherren von Weissenburg zur Unterwerfung zwangen. Marquart Zehender heiratete nach dem Tode seiner erst 22jährigen Gattin Elisabeth Fels im Jahre 1637 Katharina von Wattenwyl, die in ihrem zwölften Lebensjahre beide Eltern als Opfer der Pest verloren hatte. Marquart selbst ertrank 1675 in der Emme bei der Rückkehr von der Hochzeit seiner Tochter Agatha mit dem Pfarrherrn zu Lauperswil, Johannes Herport, dessen Bruder Samuel die bekannte Chronik verfasste.
er ertrank in der Emme bei der Heimkehr der Hochzeit seiner Tochter Agathe mit Jakob Herport, Pfarrer zu Lauperswil
--> Grossrat ‎1638 in Bern, Bern, BE, CHE
Eingebürgert ‎
--> Vogt ‎1643 in Signau, Signau, BE, CHE
--> Kastellans ‎von: 1668 an 1674 in Wimmis, Niedersimmental, BE, CHE 
ZEHENDER, Marquart (I31652)
 
1268 BIOGRAPHIE:
er verzichtete auf alle Herrschaftsrechte in Hauptwil und kehrte nach St. Gallen zurück, wo er bald zu Einfluss und Ansehen kam (1725 Marktvorsteher). Als erfolgreicher Kaufmann stieg er 1726 ins Baumwollgeschäft von Peter Bion ein, übernahm es 1732 und baute es aus, indem er mit der Produktion von "gemüggelter" und "geblümelter Leinwand" (feiner Leinwand mit eingewobenen Punkten oder Blumen aus Baumwollgarn) begann. In den 1750er Jahren führte sein Textilhaus (ab 1737 Gonzenbach & Schlumpf) in der Ostschweiz die Stickerei ein. 1753 schickte er die erste ostindische Mousseline zum Sticken nach Vorarlberg, unmittelbar danach liess er auch in St. Gallen und Umgebung für sein Unternehmen sticken. In St. Gallen bekleidete G. versch. Ämter und war Mitglied der adeligen Gesellschaft zum Notenstein. weiterführende Info: HLS
Eingebürgert ‎1725 in St.Gallen, St.Gallen, SG, CHE 
GONZENBACH, Peter (I13217)
 
1269 BIOGRAPHIE:
Er war in Kirchdorf (BE) und Gurzelen reich begütert
1327-47 Grossrat
1334 Kastvogt des Klosters Rüeggisberg 
VON BENNENWIL, Burghard (I18655)
 
1270 BIOGRAPHIE:
er wird nach dem Tode seines Vetters Johann I dann der Aeltere genannt
1304 volljährig
1313 Junker
1321 Ritter
1338 Herr zu Spiez
1319 - 22 Schultheiss zu Bern
1324 - 34 Schultheiss zu Bern
1338 - 50 Schultheiss zu Bern
1350 unter Anklage der Bestechung ausgesetzt
1364 wieder in die Ehren der Stadt eingesetzt
1338 Kauf der Freiherrschaft Spiez von Heinrich von Strattingen, um deren Belehnung er sich schon 1334 gehandet hat. Kaufsumme 5600 Pfund
1368 Erhalt für sich und seine Nachkommen die Belehnung von Herzog Albrecht von Oesterreich.
Hausbesitzer an der Junkergasse
Ritter. 1338 Kauf der Herrschaft Spiez von Johann von Strättligen. Von 1316 an im bern. Rat, zwischen 1319 und 1334 siebenmal, 1338-50 ständig Schultheiss von Bern. B. leitete die städt. Politik während des Gümmenen-, Weissenburger- und Laupenkriegs und in den heiklen Jahren danach: Friedensschlüsse Berns mit Österreich, Freiburg, Kyburg und dem Westschweizer Adel, Bündniserneuerungen mit den Waldstätten, der burgund. Eidgenossenschaft, Freiburg, Österreich und Savoyen. Seine Nicht-Wiederwahl zum Schultheissen 1350 wird erklärt mit innerstädt. Spannungen zwischen Adel und Notabeln, seiner Stellung als "Stadttyrann" sowie der zunehmenden Verfestigung des Stadtstaats und der damit verbundenen allmähl. Zurückdrängung einzelner Führungspersonen und -geschlechter (vgl. Attinghausen, Brun, Hunwil). Sturz und Verbannung wegen Bestechlichkeit (gemäss Konrad Justinger) sind auszuschliessen: Nach 1350 blieb B. Ratsherr in Bern, 1360 verkaufte er die Aareschwelle an die Stadt. Nach Justinger soll 1364 eine Volksunruhe die Rückkehr der B. zum Schultheissenamt erzwungen haben. Zweifellos ist B. der bedeutendste und zugleich schillerndste Politiker Berns in der Mitte des 14. Jh.

weiterführende Information: HLS NDB ADB GND VIAF  
VON BUBENBERG, Johann (I10572)
 
1271 BIOGRAPHIE:
erwarb einen Teil von Trachselwald 
VON SUMISWALD, Konrad (I10562)
 
1272 BIOGRAPHIE:
Feldhauptmann im Paviaer Zug 1512
Als französischer Pensionenempfänger wird er 1513 vom Volk ausgeplündert.
Gesandter nach Savoyen 1519
Mitherr zu Münsingen
zünftig zu Distelzwang 1483
den Bürgern 1486, Vogt zu Aarwangen 1487 und Olten 1496, Ratsherr 1498
Schultheiss zu Thun 1505, Gesandter zum Papst 1510, an Kardinal Schützner 1512
Hauptmann in französischen Diensten 1521 - 1523

Ab 1468 als Erbe seines Vaters Mitherr von Münsingen. Schulen in Paris. 1486 im Gr. Rat von Bern, 1487-96 Vogt von Aarwangen, 1496, 1503-04, 1509, 1519 im Kl. Rat, 1496-1502 Vogt in Aigle, 1505 Schultheiss von Thun. 1510 Gesandter zu Papst Leo II., 1512 nach Venedig zu Kardinal Matthäus Schiner wegen Besoldung der eidg. Truppen. Im selben Jahr nahm N. mit einem Berner Auszug in franz. Diensten am Pavierfeldzug teil. 1513 wurde sein Haus in Bern im Könizer Aufstand geplündert. 1519 reiste er als Legat nach Savoyen und an die eidg. Tagsatzung in Baden. 1521 und 1522 zog er als bern. Hauptmann in franz. Diensten mit Albrecht vom Stein nach Italien. N. fiel in der Schlacht bei Bicocca.

gestorben 27.4.1522 in der Schlacht von Bicocca, von Bern. Sohn des Burkhard und der Benedikta von Hürenberg. ∞ Elisabeth Sommer, von Immenberg (Gem. Wetzikon TG). Ab 1468 als Erbe seines Vaters Mitherr von Münsingen. Schulen in Paris. 1486 im Gr. Rat von Bern, 1487-96 Vogt von Aarwangen, 1496, 1503-04, 1509, 1519 im Kl. Rat, 1496-1502 Vogt in Aigle, 1505 Schultheiss von Thun. 1510 Gesandter zu Papst Julius II., 1512 nach Venedig zu Kardinal Matthäus Schiner wegen Besoldung der eidg. Truppen. Im selben Jahr nahm N. mit einem Berner Auszug in päpstl. Diensten am Pavierfeldzug teil. 1513 wurde sein Haus in Bern im Könizer Aufstand geplündert, weil das Volk ihn für einen franz. Pensionär hielt. 1519 reiste er als Legat nach Savoyen und an die eidg. Tagsatzung in Baden. 1521 und 1522 zog er als bern. Hauptmann in franz. Diensten mit Albrecht vom Stein nach Italien.

weiterführende Info: HLS
--> Grossrat ‎1486 in Bern, Bern, BE, CHE
Eingebürgert ‎ in Bern, Bern, BE, CHE
--> Vogt ‎von: 1487 an 1496 in Aarwangen, Aarwangen, BE, CHE
--> Schultheiss ‎1505 in Thun, Thun, BE, CHE
--> Vogt ‎1496 in Olten, Olten, SO, CHE
--> Feldhauptmann im Paviaer Zug ‎1512
--> Ratsgerr ‎von: 1498 an 1519 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Gesandter nach Savoyen ‎1519
--> Hauptmann in französischen Diensten ‎von: 1521 an 1523 
NÄGELI, Hans Rudolf (I32267)
 
1273 BIOGRAPHIE:
focht 1499 als Fähnrich bei Schwaderloh
--> Fähnrich bei Schwaderloh ‎1499  
GONZENBACH, (Jakob) Heinrich (I14756)
 
1274 BIOGRAPHIE:
Gerichtsherrn von Marthalen
1552 Obervogt der Herrschaft Blumenegg
und Vertreter des Abts von St. Blasien bei der Eidgenossenschaft. Im selben Jahr Reichsvogt
1554 Mitglied des Gr. Rats
1559 Säckelmeister
1560 Obervogt von Neuhausen am Rheinfall
1561 Vogtrichter und Pannerherr
1563 Obherr der Kaufleute und damit Mitglied des Kl. Rats.
1563 wurde W. zum Obervogt von Neunkirch gewählt, was die Gesellschaft zun Kaufleuten nicht billigte, worauf er im selben Jahr das Amt des Obervogts von Buch im Hegau antrat. Er beteiligte sich 1557 mit Benedikt Stokar mit einer namhaften Summe am grand parti, einer grossen Anleihe der französischen Krone bei reichen Privatleuten. Durch den Schwiegervater kam er in den Besitz der Gerichtsherrschaft Marthalen. 
VON WALDKIRCH, Christoph (I36168)
 
1275 BIOGRAPHIE:
Herr von Reichenbach um 1270, des Rats von Bern 1270 
VON RHEINFELDEN, Werner (I18590)
 
1276 BIOGRAPHIE:
Herr zu Rüed, Büren, Simmenegg und Gutenburg bei Langenthal, das ihm seine Frau zubrachte
Burger zu Bern, Sursee und Zofingen, verkauft 1391 Simmenegg an Bern
!
In St. Urban besteht eine Jahrzeit am 26. Juni (Käser: Jahrzeitenbuch St. Urban).
Vergabt 1390 mit seiner Gemahlin dem Kloster den Kirchensatz und das Schiedsgericht der Kirche zu Deittingen – als Massnahme gegen die Verarmung St. Urbans – sowie die Hälfte des Patronatsrechts über die Kirche von Madiswil mit Zubehörden (Käser: Jahrzeitenbuch St. Urban).
Quellen: Käser 1855: 190; Käser: Jahrzeitenbuch St. Urban
Eingebürgert ‎1406 in Bern, Bern, BE, CHE 
VON AARBURG, Rudolf III. (I19214)
 
1277 BIOGRAPHIE:
im Neumarkt
1298 - 1318 Sommerrat, 1305 - 1309 Schultheiss
--> Sommerrat ‎von: 1298 an 1318 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
--> Schultheiss ‎von: 1305 an 1309 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Gold sechsstrahliger, roter Stern. 
BRUN, Jakob (I14113)
 
1278 BIOGRAPHIE:
In der Befreiungsgeschichte des Thurgaus spielte seltsamerweise auch ein Vertreter der Gerichtsherren eine führende Rolle, der Haupt­wiler Junker und Handelsherr Hans Jakob von Gonzenbach. Um ein­engende Zunftvorschriften zu umgehen, hatte sein Ururgrossvater gleichen Namens im 17. Jahrhundert das in St. Gallen aufgebaute Leinwandgeschäft nach Hauptwil verlegt, die niedere Gerichtsbarkeit über das nun rasch wachsende Dorf in seine Hand gebracht und um 1665 das Schloss erstellen lassen. Ein Fideikommiss sollte die Zersplitterung des Famiiengutes verhindern.
In diesem stattlichen Gebäude kam am 24. März 1754 Hans Jakob zur Welt. Auch sein Vater hiess Hans Jakob, die Mutter Sabine Zolli­kofer von Nengensberg. Zusammen mit der um drei Jahre älteren Schwester Ursula genoss der Knabe schon früh den privaten Schul­unterricht des Schlossgeistlichen. Dieses Amt versah bis 1765 Felix Waser, erst Pfarrhelfer und seit 1765 Pfarrer in Bischofszell. Von ihm stammt das «Waserbiichlein», ein während rund hundertJahren in den Schulen der Ostschweiz weit verbreitetes Lesebuch. In einem Bericht über seinen Zögling schrieb er 1761, die Fehler und Schwächen hät­ten sich vermindert und seine Schwester übertreffe er «im Guten und Bösen. Gott wolle ihn mehr im Guten stärken, er zeigt sehr oft edle Gefühle.» Eine gewisse Zwiespältigkeit in seinem Wesen scheint sich also schon früh bemerkbar gemacht zu haben.
Die Schwester Ursula verheiratete sich 1770 mit ihrem Verwandten Anton von Gonzenbach aus einer Linie, der das «Schlössli» und das Kaufhaus in Hauptwil gehörten. Mit der Hochzeit wurden Streite­reien und Spannungen beseitigt, die seit drei Generationen die Be­ziehungen innerhalb der Gonzenbachschen Verwandtschaft getrübt hatten. Dieses Paar war es, das 1801 den deutschen Dichter Friedrich Hölderlin (s.d.) als Hauslehrer für ihre jüngeren Töchter ins Kaufhaus berief.
Wie es damals in solchen Kreisen üblich war, begab sich der junge Hans Jakob auf eine Bildungsreise, eine Tour d‘Europe, die sich aller­dings auf Frankreich und Italien beschränkte. Im September 1775 reiste er nach Marseille und blieb dort bis zum kommenden Früh­jahr. Dann gings nach Genua und im Herbst nach Mailand und Turin. Im Mai 1777 suchte er noch Venedig auf und kehrte dann zurück. Sicher hat Gonzenbach in diesen zwei Jahren in Schulen und Kursen, in Büros und Fabriken manches gelernt. Er hat sich bei gesellschaft­lichen Anlässen auch den nötigen Schliff angeeignet, aber er hat vor allem viel Geld verbraucht, denn er lebte im Stile eines Grandseigneurs und genoss die Vergnügungen in vollen Zügen.
Noch im Jahre seiner Rückkehr heiratete der Junker die drei Jahre jüngere Margaretha Dorothea Zollikofer von Altenldingen. Auch bei diesem Anlass wurde mit der grossen Kelle angerichtet. Damit die Kutsche, mit der er nach Bischofszell zur Trauung fuhr, überall durch­kam, hatten zuerst die Wege verbreitert werden müssen. Die Ehe blieb kinderlos.
Im Jahre 1783 starb Gonzenbachs Vater, worauf Hans Jakob die Leitung des Fideikommisses übernahm. Damit begann der Nieder­gang des Hauses. Das Leinwandgeschäft und die Landwirtschaft waren bisher die Grundpfeiler des Wohlstands gewesen. Der neue Herr vernachlässigte nun - ganz unsozial und zum Kummer vieler Arbeiterinnen und Arbeiter - das Gewerbe und gab es schliesslich ganz auf. Seine Liebe galt der Landwirtschaft, besonders dem Rebbau. Daneben war er ein eifriger Jäger, war auch geistig und künstlerisch interessiert, kaufte astronomische und physikalische Instrumente, sammelte Kupferstiche und las fleissig Bücher und Zeitungen.
Er war gut orientiert über die Geschehnisse in Europa und über die von Frankreich ausgehenden Strömungen, die neue Massstäbe setzten. Er erkannte den Zug der Zeit, und als der FärberJoachim Brunschwei­ler (s. d.) ihn am zo.Januar 1798 aufsuchte und ihm darlegte, dass man nun Schritte unternehmen müsse, um den Thurgau der Freiheit entgegenzuführen, da war der Gerichtsherr sofort mit ihm einverstanden und anerbot sich, in einem «Plan» das Vorgehen festzulegen.
Gonzenbach setzte sich denn auch sogleich hin und verfasste eine Werbeschrift: «Unmassgebliche Vorschläge eines Thurgöwischen Volksfreundes zur Erlangung der bürgerlichen Freyheit und Gleich­heit und einer Volksregierung. Allen Freunden der Freyheit gewidmet zur reiflichen Überlegung.»
Diese äusserst gemässigte Aufforderung zur Revolution wurde bereits am 23.Januar anonym gedruckt und in den folgenden Tagen unter der Hand verbreitet. Sechs Punkte werden darin vorgeschlagen: Religionsfreiheit für die beiden Konfessionen, Schutz von Leben und Eigentum aller Bewohner, Anschluss an den Bund der Eidgenossen, Bereitstellung von Truppen, damit «unsre Revolution durch keine Gewalttätigkeiten oder Greueltaten befleckt würde», Wahl von Ausschüssen durch die acht Quartiere und schliesslich Einberufung einer Landsgemeinde, die das Vorgehen gutheissen und «Landesvorsteher» wählen soll.
Schneller als erwartet nahm die Sache ihren Lauf. Gegen 3000 Männer beschlossen an der Landsgemeinde vom 1. Februar 1798 in Weinfelden, die regierenden Stände nicht nur um Aufhebung einiger Missstände zu ersuchen, sondern sie mit Nachdruck um die völlige Freiheit des thurgauischen Vaterlandes zu bitten.
Johann Ulrich Kesselring aus dem Schloss Bachtobel und der Weinfelder Lehrer Paulus Dünner setzten nun eine Bittschrift auf, die das inzwischen gewählte «Innere Landeskomitee» unter dem Landespräsidenten Paul Reinhart durchberiet und guthiess.
Vier Deputierte erhielten den ehrenvollen Auftrag, dieses Doku­ment den zehn regierenden Orten zu überreichen. Eidlich mussten sie versprechen, ihren Auftrag mit Würde, Anstand und Entschlossenheit auszuführen, um günstige Antworten zu erreichen.
Die Delegation bestand aus Gerichtsherr Gonzenbach, Fabrikant Enoch Brunschweiler,Johann Conrad Ammann aus Ermatingen und Johann Ulrich Hanhart aus Steckborn. Gegen Abend des 8. Februar 1798 reisten diese Gesandten von Weinfelden ab, übernachteten in Frauenfeld und ritten am folgenden Morgen nach Zürich.
Die Räte dieser Stadt nahmen die Bittschrift wohlwollend zur Kenntnis und beschlossen am 19. Februar dem Thurgau die Freiheit zu schenken und dies den andern Ständen mitzuteilen. Am folgenden Tag brachte Kurier Freyenmuth diesen Bescheid nach Weinfelden und löste damit im ganzen Kanton eitel Freude aus.
Es dauerte aber noch einige Tage, bis die ersehnte Befreiung Tat­sache wurde. Am 1. März eröffnete der Zürcher Delegierte Johann Jakob Pestalozzi die eidgenössische Tagsatzung in Frauenfeld. Es ging um die Freilassung der Vogteien Thurgau und Rheintal. Alle Standesvertreter meldeten die Bereitschaft ihrer Orte, die Wünsche
der Bittsteller zu erfüllen. Am folgenden Tag erhielt Landespräsident Paul Reinhart Gelegenheit, das Begehren seines Kantons den Abge­sandten der regierenden Stände mündlich darzulegen. Man versprach den Thurgauern und den Rheintalern provisorische Freilassung. Erst nach energischem Protest erklärte die Versammlung am 3. März den Thurgau und das Rheintal für wirklich frei und unabhängig.
Unterdessen waren die Franzosen ins Land eingefallen. Auch Thur­gauer Truppen zogen ihnen entgegen, darunter ein von Gonzenbach und dem Frauenfelder Rogg auf eigene Kosten ausstaffiertes Reiter­corps. Als sie aber vernahmen, dass Bern, Freiburg und Solothurn gefallen seien, kehrten sie um und demobilisierten.
Man versuchte nun, sich durch Verhandlungen den Feind vom Leibe zu halten. Eine Delegation, der auch Hans Jakob von Gonzen­bach angehörte, reiste nach Basel, um General Brune und den einfluss-reichen Agenten Mengaud zu bitten, den Thurgau zu schonen. Die Franzosen erklärten, wenn die Thurgauer sich fügten und die Einheits­verfassung annähmen, würde ihnen nichts geschehen.
Also versuchten die Herren, diese Botschaft ihren Landsleuten plausibel zu machen. Sie wurden unterstützt von drei Deputierten der Basler Nationalversammlung, die am zz. März in Frauenfeld ein­trafen. Reinhart und Gonzenbach reisten ebenfalls dorthin. Da aber die Frauenfelder bereits zwei Tage vorher gefeiert und ihren Freiheits­baum umtanzt hatten, zog die Gesellschaft schon am nächsten Morgen nach Weinfelden, wo sie mit militärischen Ehren empfangen wurde. Die Basler gaben sich alle Mühe, die Mitglieder des Komitees von den Vorteilen der neuen Verfassung zu überzeugen. Das wollten sie auch in Gossau und St.Gallen tun, darum ludJunker Gonzenbach sie ein, bei ihm in Hauptwil zu übernachten. Tags darauf verliessen die Herren das beflaggte Schloss und ritten, begleitet von ihrem Gastgeber, ins St. Gallische, wo sie freilich recht unfreundlich begrüsst wurden und schliesslich froh sein mussten, mit heiler Haut davon­gekommen zu sein.
Aber auch im Thurgau war man nicht überall bereit, der neuen Ver­fassung zuzustimmen, und mancher aufgerichtete Freiheitsbaum wurde schon nach wenigen Stunden wieder umgehauen. Besonders strub ging es am 27. März in Weinfelden zu. Das Komitee hatte in­mitten einer wütenden Menge, die sich verraten glaubte, bange Stun­~len zu überstehen. Schliesslich stellte das thurgauische Militär die Drdnung wieder her und schützte auch Gonzenbachs Besitzungen n Hauptwil.
Im April beruhigte sich, wenigstens äusserlich, die Lage. Es wurden zwölf Männer in die helvetischen Behörden gewählt, vier in den Senat md acht in den Grossen Rat. In der Nähe der st.gallischen Grenze musste man allerdings immer noch auf Schlimmes gefasst sein, und tatsächlich wurden Bischofszell, Hauptwil und Arbon durch grölende Scharen überfallen und belästigt. Thurgauer Truppen hielten darauf die randalierenden Nachbarn in Schach.
Ende des Monats wurden noch fünf Männer in die kantonale Verwaltungskammer, dreizehn in das Obergericht und Paul Reinhart in den helvetischen Gerichtshof gewählt. Das Direktorium ernannte darauf Johann Jakob Gonzenbach zum Kantons- oder Regierungs­statthalter. Er hatte die in Aarau geschaffenen Gesetze zu verkündigen und zu vollziehen, alle kantonalen Behörden zu überwachen und für Ruhe und Sicherheit zu sorgen. Ferner ernannte er die Präsidenten der Verwaltungskammer und des Kantonsgerichts und prüfte ihre Erlasse und Urteile. Er ordnete auch die Wahl der sieben Distrikts­statthalter und -gerichte an. (Diessenhofen, der achte Bezirk, kam erst am 6. Januar 1800 nach zweijähriger Zugehörigkeit zu Schaffhausen zum Thurgau.)
Die Bezirksstatthalter bestimmten in den Gemeinden Agenten und Unteragenten, die für die Bekanntmachung der Gesetze sorgten. Gonzenbach hätte ein Jahresgehalt von 250 Dublonen zugut gehabt, verzichtete aber immer darauf. Offenbar stand er damals finanziell noch gut da. Er wohnte in Frauenfeld und erschien bei feierlichen An­lässen in vorgeschriebener Tracht: Blauer Rock mit gelben Knöpfen, blaue Hose, weisse Weste, aufgestutztei~ mit Goldborten versehener Hut und grün-rote Seidenschiirpe. So wird er aufgetreten sein am 23. August 1798, am Tag, an dem in sämtlichen Gemeinden auf Befehl des Direktoriums die helvetische Verfassung beschworen wer­den musste. Gustav Sulzberger schrieb darüber: «Überall feierte man diesen Tag mit grossem Jubel, besonders in der Residenz, wo zwei Kapläne den Freiheitsbaum schmückten, zu dem man um 9 Uhr hinauszog, voraus und hinten drein Miliz mit türkischer Musik, darauf die Jugend der Stadt, der Nationalstatthalter und alle andern Staatsbeamten, dann die katholische und evangelische Geistlichkeit, endlich die Einwohner der umliegenden Gemeinden. Nach einer patriotischen Rede des Regierungsstatthalters Gonzenbach wurde der Eid geleistet, Kanonen gelöst und Salven abgefeuert, während die Jugend um den Freiheitsbaum tanzte und unter Begleitung von Instrumenten Vaterlandslieder sang. Mit Mahlzeiten im Rathause und Schützenhause, einem Ball im Gemeindehause und Tänzen in den Wirtshäusern schloss die Feier.»
Die Festfreude hielt nicht lange an. Die französischen Machthaber verlangten Soldaten und Geld und nochmals Geld. Unzufriedenheit breitete sich aus. Gonzenbach bemühte sich nach Kräften, das Los der Thurgauer zu mildern. Seine Bittbriefe und Vorstellungen blieben neist ohne Erfolg. Hingegen erfuhr das Schulwesen unter Leitung des helvetischen Erziehungsministers Stapfer eine deutliche Verbesserung.
Im Frühling 1799 versuchten die Österreicher, die Franzosen aus der Schweiz und aus Süddeutschland zu vertreiben. Erzherzog Karl md General Hotze führten ihre Heere gegen die Ostschweiz, franzö­ische und helvetische Truppen stellten sich ihnen entgegen. Am 25. Mai kam es zur Schlacht bei Frauenfeld. Obwohl die Franzosen iegten, mussten sie sich schon in der folgenden Nacht zurückziehen. )ie Österreicher folgten ihnen auf dem Fuss.
Der Thurgau war nun nicht mehr Kriegsschauplatz, aber was die neuen Herren an Einquartierungen, Lieferungen, Zahlungen und chanzarbeiten in diesem sowieso schon magern Jahr verlangten, drückte besonders die Bewohner der westlichen Hälfte des Kantons. Wie reagierte Gonzenbach? Mehr Realpolitiker als treuer Verteidiger er Helvetik, hatte er schon früh mit Erzherzog Karl Verbindung ufgenommen, zum Wohl seiner Heimat, wie er sagte, aber auch um Wohl der Gerichtsherren. Ein Jahr zuvor hatten sie mehr oder weniger freiwillig auf ihre Rechte verzichtet. Nun stellten sie die alten Zustände wieder her. Eine Interimsregierung und neue Behörden wurden gewählt. Gonzenbach regierte weiterhin, aber nun im Sinne Österreichs. Die Konservativen frohlockten. Allein, ihr Glück schmolz bald dahin. Die Franzosen schlugen im September 1799 die verbündeten Österreicher und Russen in der Schlacht bei Zürich, trieben sie ausser Landes und stellten die Zustände vom Sommer 1798 wieder her. Gonzenbach mochte seinen früheren Freunden nicht mehr unter die Augen treten und floh mit den Österreichern. Das Direktorium klagte ihn des Verbrechens gegen die helvetische Nation an, enthob ihn seines Amtes und beschlagnahmte sein Ver­mögen. Johann Ulrich Sauter aus Arbon (s.d.) wurde neuer Kantonss­tatthalter.
Gonzenbach hielt sich in Lindau, München, Augsburg und Erlan­gen auf. Nachdem Frankreich und Österreich in Lunéville Friede ge­schlossen hatten, erliess das helvetische Direktorium eine Amnestie. Sie gestattete dem einstigen Kantonsstatthalter, nach Hauptwil zurückzukehren. Immer noch war er ein Gegner der früher von ihm so lebhaft propagierten französischen Revolutionsideen. Als dann Napoleon seine Truppen aus der Schweiz zurückrief und im ganzen Land immer stärker am helvetischen Gebäude gerüttelt wurde, da kam auch seine Stunde wieder. Von einem Landesausschuss, dem Sauter seine Geschäfte übergeben hatte, wurden er und Joseph Anderwert zu Präsidenten einer provisorischen Regierung gewählt. Die beiden Männer vertraten aber zunächst den Thurgau in Schwyz, wo eine Tagsatzung über die eidgenössische Zukunft beriet. Doch schon nach wenigen Wochen mischte sich Paris wieder ein. Napoleon machte allem Seilziehen ein Ende und lud Abgeordnete in seine Hauptstadt ein, um eine Verfassung zu schaffen, die den Föderalisten mehr entgegenkam. Gonzenbach und die Interimsregierung wurden wieder ausgebootet, Anderwert jedoch blieb glücklicherweise weiter­hin politisch tätig.
Hans Jakob von Gonzenbach lebte noch zwölf Jahre, die er kaum zu den schönsten seines Lebens gezählt haben wird. Von seinem Ver­mögen war nichts mehr vorhanden, im Gegenteil, ein Schuldenberg drückte ihn. Er hatte das Geld mit vollen Händen ausgegeben. Seine Vernachlässigung des traditionellen Famiienbetriebs, seine Sammel­freude, seine Festereien mit französischen Offizieren und auch seine grosszügigen Spenden für patriotische Zwecke führten nicht nur zum eigenen Ruin, sondern auch zum Unglück seiner Familie. Die Mutter, Bruder Daniel, Schwager Anton und Schwester Sabine mussten grosse Opfer bringen, um die Schuldenlast abzutragen und die Gläubi­ger wenigstens teilweise zu befriedigen. Seit 1807 lebte Gonzenbach als vereinsamter und vergessener Mann in Winterthur und starb dort am 11. Juni 1815. Der Thurgau aber wird seines Wirkens in der Befreiungsgeschichte immer ehrend und dankbar gedenken.

1783 - 1798 Gerichtsherr von Hauptwil. Er erlangte als mutmasslicher Verfasser der Schrift "Unmassgebliche Vorschläge eines Thurgöwischen Volks-Freundes [...]" Bedeutung, da diese 1798 den Anstoss zur thurgischen Befreiungsbewegung gab. 1798 war er Beisitzer im sog. Landeskomitee, 1798 - 1799 helvetischer Regierungsstatthalter des Kantons Thurgau. Mit dem Rückzug der Franzosen im Mai 1799 stellte sich der konservative Gonzenbach auf die Seite der monarchistischen Allianz und versuchte unter Wahrung der politischen Unabhängigkeit des Thurgaus den Gerichtsherrenstand wieder einzusetzen. Mit dem Ende der kurzen Restaurationszeit blieb ihm im Okt. 1799 nur die Flucht ins Ausland, wo er sich dem Emigrantenregiment von Ferdinand de Rovéréa anschloss. Nach der Rückkehr war er 1802 Mitglied der zweiten thurg. Interimsregierung. Dem politischen Niedergang folgte auch der wirtschaftliche. 1807 übertrug er das verbliebene Fideikommiss seinem Bruder Daniel. 
GONZENBACH, Hans Jakob (I56433)
 
1279 BIOGRAPHIE:
Inhaber der Vogteien Stäfa-Oetikon und Mettmen-Niederhasli
1353 - 1370 Baptistalrat
Wurde mit seiner Mutter von Zürich wegen Mordes an seinem Vetter Johannes von Steg 1371 verrufen. Er brachte darauf Zürich in die Acht.
--> Baptistalrat ‎von: 1353 an 1370 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
--> wegen Mordes verrufen ‎1371 in Zürich, Zürich, ZH, CHE 
BRUN, Eberhard (I14109)
 
1280 BIOGRAPHIE:
Ist 1248 auf Schloss Grünenberg (Urkunde 1248; vgl. auch Denier 1885: 12 und Schmid 1790: 193).
Schwennicke kennt – wie die Urkunde vom 19. August 1248 – nur den Anfangsbuchstaben des Namens (Schwennicke 1992: Taf. 109a).

Die Familie von Balm war ein Freiherrengeschlecht, das im 13. und frühen 14. Jahrhundert im schweizerischen Mittelland über etwa vier Generationen auftrat.
Das Freiherrengeschlecht war bis 1308 Inhaber der gleichnamigen Herrschaft Balm (heute Gemeinde Balm bei Günsberg). Der Familienname leitet sich vom Begriff "Balmburg" (Höhlenburg) ab, der Stammsitz war die Burg Balm (heute Ruine Balm). Das Geschlecht verlegte um die Mitte des 12. Jahrhunderts ihren Sitz und somit ihr Herrschaftszentrum nach Altbüron, nachdem das dortige Geschlecht ausgestorben war. Heute kann nicht mehr nachgewiesen werden, ob die Herrschaft Altbüron durch Kauf oder Erbschaft erworben wurde. Der Familie gehörte neben den Herrschaften Balm und Altbüron auch die Herrschaft Altishofen sowie zahlreiche Güter im Rot- und Wiggertal.

Die Freiherren sind im Jahre 1218 im Gefolge Hartmanns IV. des Älteren von Kyburg, ab Mitte des 13. Jahrhunderts als habsburgische Gefolgsleute zu finden.

Es sind verwandtschaftliche Beziehungen zu den Freiherren von Langenstein, von Kempten, von Tengen und von Grünenberg nachgewiesen. Daneben werden noch Verwandtschaften zu den Freiherren von Wädenswil, von Hasenburg und zu den Rittern von Hünenberg vermutet.

Die Balm gehörten zu den Förderern des Klosters St. Urban in dessen Gründungszeit. Sie gehörten 1274/75 auch zu den Mitbegründern des Klosters Ebersecken, wo auch ihre Grabstätte war. In Ebersecken besassen sie auch eine Burg.

Insgesamt sind vier Generationen bekannt, daneben weitere Personen im 13. und 14. Jahrhundert, die nicht eindeutig zugeordnet werden können.

Im Jahr 1201 wird das Geschlecht mit Burkhard von Balm mit seinem Sohn Heinrich I. zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Brüder Heinrich II., Rudolf I. und Ulrich II. bildeten die dritte Generation und waren mit grosser Wahrscheinlichkeit Söhne Heinrichs I.

Rudolf II. von Balm, mit grosser Wahrscheinlichkeit der Sohn von Rudolf I., vereinigte zwar alle Herrschaftsrechte in seiner Hand, war aber zugleich für den Niedergang des Freiherrschaftgeschlechts verantwortlich. Im Jahr 1308 war Rudolf II. an der Ermordung König Albrechts I. beteiligt. Dies führte zur Verhängung der Reichsacht und zur Konfiskation aller Rechte und Güter. Zwar entkam Rudolf II. der Blutrache durch Flucht und soll bis 1312 in einem Basler Kloster gelebt haben.

Drei Brüder Heimo, Ulrich und Guntram von Balm sowie eine Schwester namens Anna waren 1323 noch erwähnt. Anna war die Ehefrau von Dietrich von Rüti.

Nicht zu verwechseln ist die Familie mit den Herren von Balm, die ihren Stammsitz auf der Burg Balm bei Lottstetten hatten. Diese kommen in den Urkunden von 1152 bis 1291 vor, waren zunächst freien Standes, später mit Bürgerrecht in Schaffhausen und führten als Wappen in Rot einen silbernen Mühlstein. 
VON BALM, Anna (I10601)
 
1281 BIOGRAPHIE:
Junker zu Aarau, tot 16.03.1480
steht noch 1483 im Klosterzinsrodel  
SUMER, Heinrich (I35839)
 
1282 BIOGRAPHIE:
Junker, 1303 Herr zu Jegenstorf und Mitherr zu Reichenbach 1303, Erbteilung mit Bruder Rudolf 1316. 
VON ERLACH, Burghard ; Burkhard (I18585)
 
1283 BIOGRAPHIE:
Junker, Kirchherr zu Jegenstorf 1331 - 1360, wird weltlich, Ritter
Herr zu Reichenbach, Landvogt zu Aarberg 1380 
VON ERLACH, Ulrich (I18581)
 
1284 BIOGRAPHIE:
Kastelan zu Erlach, Bürger zu Bern
Herr zu Reichenbach, Ratsherr 1270
er führte die Berner gegen Freiburg 1289
befehligt die Berner in der Schlacht am Dornbühl 02.03.1298
Erster erwiesener Inhaber desselben ist der letztgenannte Ulrich, der von 1267 an in Urkunden genannt wird. Er scheint schon bald nach 1270 Burger und Mitglied des Rates geworden zu sein und soll auch am 2. März 1298 die Berner in der Schlacht am Donnerbühl befehligt haben. Ausser der Kastlanei zu Erlach besass er noch Lehen zu Reichenbach, Scheunen, Münchringen, Uetligen und Höchstetten; seine Frau Mechtild war laut einer Urkunde vom Juli 1299 die Tochter Wernhers von Rheinfelden, des Rates zu Bern. 
VON ERLACH, Ulrich I. (I18588)
 
1285 BIOGRAPHIE:
Kaufte von Graf Hans von Habsburg die Höfe Bäch, Wollerau und Pfäffikon
1322 - 1328 und 1336 - 1345 des Rats,
--> Grossrat ‎von: 1322 an 1328 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
--> Grossrat ‎von: 1336 an 1345 in Zürich, Zürich, ZH, CHE

Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Gold sechsstrahliger, roter Stern. 
BRUN, Jakob (I14111)
 
1286 BIOGRAPHIE:
Kaufte von Graf Hans von Habsburg die Höfe Bäch, Wollerau und Pfäffikon
1322 - 1328 und 1336 - 1345 des Rats,
--> Grossrat ‎von: 1322 an 1328 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
--> Grossrat ‎von: 1336 an 1345 in Zürich, Zürich, ZH, CHE

Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Gold sechsstrahliger, roter Stern. 
BRUN, Jakob (I37153)
 
1287 BIOGRAPHIE:
Lehensträger des Bischofs von Basel
Juli 1396 und Juli 1401 Schultheiss von Aarau
Ereignis Schultheiss ‎Jul 1396 in Aarau, Aarau, AG, CHE
Ereignis Schultheiss ‎Jul 1401 in Aarau, Aarau, AG, CHE
Naturalisiert ‎ 
SUMER, Ulrich (I35844)
 
1288 BIOGRAPHIE:
Page am Hofe des Herzogs von Burgund
1441 Grossrat
1457 - 67 Vogt zu Lenzburg
1464 Ratsherr
1466 Pilgerfahrt ins gelobte Land
1466 Ritter
1468 Anführer der Berner nach Mühlhausen
1468 - 69 Schultheiss von Bern
1475 als Anhänger der bürgerlichen Partei verbannt, er geht nach Spiez
1473 - 74 Schultheiss von Bern
1477 - 79 Schultheiss von Bern
1476 Verteidiger von Murten
Gilt mit Wilhelm von Diesbach als Führer der Bernertruppen nach Bellenz (Bellinzona)
Herr zu Spiez, Mannenberg, Schadau, Wartenfels (an Solothurn verkauft 1465), Strätingen, Reutingen (gekauft 1466), Radelfingen
!
1451 trat er in den Berner Grossen Rat ein. 1454-55 (vertretungsweise) und 1457-61 amtete er als bernischer Vogt in Lenzburg. 1455 zog er mit eigener Mannschaft nach Dijon, um am - dann abgesagten - Türkenkreuzzug Herzog Philipp des Guten von Burgund teilzunehmen. Nach dem Tod seines Vaters wurde er 1465 Herr zu Spiez und Mitglied des Kl. Rats von Bern. Anlässlich einer Pilgerreise nach Jerusalem empfing er 1466 am Heiligen Grab den Ritterschlag. 1468 erstmals zum Schultheissen gewählt (dann wieder 1473-74, 1477-79), führte er im selben Jahr den Oberbefehl über die bernischen Truppen im Sundgauerzug. 1469 hielt er sich bei Bruder Klaus im Ranft auf, um dessen wundersames Fasten zu bezeugen. 1470-71 war er als Haupt der herausragenden alten Adelsfam. Wortführer der Adelspartei im Twingherrenstreit in der Stadt Bern. Wiederholte Gesandtschaften führten ihn nach Savoyen, nach Burgund und ins Reich. Im Vorfeld der Burgunderkriege (1474-77) opponierte B. entschieden gegen die von der Ratsmehrheit unter der Führung Niklaus von Diesbachs befürwortete Offensivallianz mit der franz. Krone gegen das Herzogtum Burgund. Dies führte am 10.07.1475 zu seiner Ausstossung aus dem Kl. Rat und zum Verbot weiterer politischen Aktivitäten. Im April 1476 wurde er zum Kommandanten von Murten bestimmt, das einer zwölftägigen Belagerung standhielt, bevor die Schlacht bei Murten (22.6.1476) die Entlastung brachte. In Bern danach vollständig rehabilitiert, wurde er wiederum Schultheiss und entwickelte eine rege Gesandtschaftstätigkeit nach Savoyen und Frankreich. 1477-78 wirkte er mässigend im Amstaldenhandel. Im Dez. 1478 führte er die Berner im Zug über den Gotthard gegen Bellinzona. Noch nach seinem Tod spielte die zeitlebens prekäre ökonomische Situation B.s eine Rolle. Entgegen dem päpstl. Begehren nach einer unehrenhaften Beerdigung des 1481 als Schuldner angeklagten und deshalb gebannten B. verwahrte sich der Rat gegen eine Exhumierung des im Chor des Berner Münsters Bestatteten.
Beginnend mit den Bilderchroniken des Zeitgenossen Diebold Schilling dem Älteren ist das Andenken an B. bis in das 20. Jh. hinein durch zahlreiche historische und literarische Werke verklärt worden (u.a. Rudolf von Tavels "Ring i dr Chetti" 1931). Er gilt als der selbstlose Ritter und staatsmännischen Diener des Vaterlandes; noch Ende des 19. Jh. führte ein Wettbewerb für ein B.-Denkmal zu einer heftigen Kontroverse, ob er als Staatsmann zu Fuss (wie die Statue ausgeführt und 1897 eingeweiht wurde) oder als Ritter zu Pferd geziemender dargestellt sei. 
VON BUBENBERG, Ritter Ritter Adrian I. (I10608)
 
1289 BIOGRAPHIE:
Schultheiss der Stadt und Republik Bern 1540 - 1568
Hauptmann in päpstlichen Diensten 1521 und
im Müsserkrieg und dem 2. Kappelerkrieg 1531
Oberster Feldherr bei der Eroberung der Waadt 1536 im Krieg gegen Savoyen
Gesandter nach Genf

Mitherr zu Münsingen, baut 1550 das Schloss auf
Herr zu Bremgarten, welche Herrschaft er 1545 mit Twing und Bann von der Regierung zu 4000 Pfund kaufte. Er kauft 1556 die 2 Häuser am Zytgloggemarkt und hinten gegen den Kornmarkt, beide in dem Gässli um 1050 Kronen. Er selbst bewohnt das Haus unter den Kronen.
Zünftig zu Schmiden, der Bürgen 1522, Schultheiss zu Burgdorf 1525 - 1529,
Ratsherr 1529, Schulmeister 1533.
Eroberer der Waadt, Herr von Bremgarten und Berner Schultheiss, erbte einen Drittel der Herrschaft Münsingen. Die beiden anderen Drittel gehörten den Edlen vom Stein, die jedoch durch die Geldentwertung verarmten und gezwungen waren, ihre Anteile 1559 zu verkaufen an Johannes Steiger (1518-1581), Herr von Rolle, ebenfalls Schultheiss und erfolgreicher Berner Staatsmann. Die Heirat von Johannes Steiger und Magdalena Nägeli (1550-1628), der Tochter von Hans Franz Nägeli, führte die beiden zerstrittenen Herrschaftsfamilien zusammen. Johannes Steiger errichtete nach der Heirat unmittelbar neben dem älteren ein zweites Wohnschloss, das im 19. Jahrhundert abgetragen wurde.

Er trat in den päpstlichen Militärdienst ein. 1522 Mitglied des Grossen, 1529 des Kleinen Rats, 1534 - 1540 Säckelmeister der Stadt Bern und war 1540-1568 Schultheiss. 1531 führte er die Berner Truppen gegen den Kastellanvon Musso, im 2. Kapellerkrieg 1536 gegen Savoyen und eroberte die Waadt sowie das Südufer des Genfersees. Er musste im Frieden von Lausanne 1564 einen Grossteil der Eroberungen von 1536 zurückgeben. Er bestimmte vier Jahrzehnte die Berner Politik, wurde als Offizier, Politiker und Redner gerühmt und erwarb selbst ausgedehnten Güterbesitz.

gestorben 9.1.1579 Bern, kath., ab 1526 ref., von Bern. Herr von Münsingen und ab 1545 von Bremgarten. Sohn des Hans Rudolf. Bruder des Sebastian. ∞ 1) 1524 Ursula Stokar, von Schaffhausen, 2) 1545 Rosina Wyttenbach. M. stand 1521 mit 300 Bernern in päpstl. Diensten. Ab 1522 gehörte er dem Berner Gr. Rat an, amtierte 1525-29 als Schultheiss von Burgdorf und war ab 1529 bis in hohe Alter (1578) Berner Kleinrat. 1533-40 wirkte er als Säckelmeister, 1540-68 war er Berner Schultheiss, meist alle zwei Jahre alternierend. Als bern. Hauptmann zog er 1531 im 2. Müsserkrieg aus, um den Condottiere Gian Giacomo Medici aus dem Veltlin zu vertreiben. Im gleichen Jahr sicherte er während des 2. Kappelerkrieges mit 2'000 Mann die bern. Grenze in Aigle gegen das Wallis. 1536 wurde er zum bern. Feldhauptmann bestimmt, als der Hzg. Karl III. von Savoyen Genf eingeschlossen hatte. Am 22.1.1536 begann der Auszug mit 6'000 Mann in die savoy. Waadt. Bis zum 26. Februar gelang die fast kampflose Besetzung von Moudon, Nyon und Gex, die Entsetzung von Genf sowie die Einnahme von Morges, Orbe und Yverdon. Im Feldzug vom 20. März bis 21. April nahm er Chillon und Lausanne ein. Im Mai setzte N. im Auftrag der Räte in den eroberten Gebieten die ersten bern. Vögte ein, darunter seine Brüder Sebastian in Lausanne und Hans-Rudolf in Thonon. Ebenso erfüllt war seine diplomat. Laufbahn: N. vermittelte zwischen Genf und Savoyen und vertrat die Interessen Berns bei der eidg. Tagsatzung sowie den kath. Orten., mehrmals in Genf und 1537 bei Franz I. in Paris. 1563-64 nahm er an den Friedensverhandlungen von Lausanne teil, in denen Bern auf Grund der Angst vor einer span. Intervention und auf Drängen der eidg. Orte Gex und Thonon an Savoyen zurückgab. Ab 1529 förderte er die Reformation, u.a. in Murten, Neuenburg, Payerne und Avenches, ging aber streng gegen die Wiedertäufer vor. Er besass Häuser an der Gerechtigkeits- und heutigen Nägeligasse in Bern sowie Güter in der Waad.
weiterführende Info: HLS Wiki NDB ADB GND VIAF
--> Hauptmann in päpstlichen Diensten ‎1521
--> Seckelmeister ‎von: 1534 an 1540 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Grossrat ‎1522 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Oberster Feldherr bei der Eroberung der Waadt im Krieg gegen Savoyen ‎1536
--> Schultheiss ‎von: 1525 an 1529 in Burgdorf, Burgdorf, BE, CHE
--> Schultheiss ‎von: 1540 an 1568 in Bern, Bern, BE, CHE 8)
--> Ratsherr ‎1529 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Hauptmann im Müsserkrieg und dem 2. Kappelerkreig ‎1531
Eingebürgert ‎ in Bern, Bern, BE, CHE  
NÄGELI, Hans Franz (I30370)
 
1290 BIOGRAPHIE:
Schultheiss von Bern 1447-48, 50-51, 53-54, 56-57, 59-60, 62-64
1422 Ratsherr, 1425 - 1431 Landvogt in Aarberg, 1426-1430 Schultheiss in Thun, 1434-37 Vogt in Aarberg, 1438 in fremden Landen, wo er 1438 Ritterwürde erwirbt
Herr zu Spiez, Schadau, Mannenberg Rychenstein, Uttigen und Wartenfels
er verkauft Uttigen 1428 an Niklaus von Diesbach
Obmann in grossen Spruch zu Einsiedeln 1450, zwischen den Eidgenossen und Zürich 
VON BUBENBERG, Ritter Ritter Heinrich IV (I10604)
 
1291 BIOGRAPHIE:
Statthalter 1545
Altrath 1547
führte noch das Präsidium im Rath ohne Beizug des Obervogts bis 1572
--> Statthalter ‎1545 in Bischofszell, Bischofszell, TG, CHE
--> Altrath ‎1547 in Bischofszell, Bischofszell, TG, CHE 
GONZENBACH, Schwarzhans (I14753)
 
1292 BIOGRAPHIE:
studierte zu Paris,
1508 - 1523 Chorherr zu Bern
1509 Diakon zu Bern
1512 Protonotarius apostolicus
1515 Probst zu Lausanne
1517 Domherr zu Konstanz
1518 Abt zu Montheron, Dr. der kanonischen Rechte Rom
1521 Domherr zu Basel
1523 Probst zu Bern
1525 Verzicht auf seine geistlichen Würden und nimmt die Reformation an
1527 kauft er die Herrschaft Wyl von Frau Barbara Haller von Erlach
1535 den Bürgern
1536 Präsident der Disputation von Lausanne, war ein Freund von Zwingli

weiterführende Info: HLS Berner Biografien ADB GND VIAF
--> Domherr ‎von: 1508 an 1523 in Bern, Bern, BE, CHE
Eingebürgert ‎
--> Diakon ‎1509 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Abt zu Montheron ‎1518
--> Studium ‎ca. 1510 in Paris, Paris, Ile-de-France, FRA
--> Domherr ‎1521 in Basel, Basel, BS, CHE
--> Probst ‎1523 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Protonotarius apostolicus ‎1512 in Bern, Bern, BE, CHE
--> verzicht auf seine geistlichen Würden und nimmt die Reformation an ‎1525 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Probst ‎1515 in Lausanne, Lausanne, VD, CHE
--> Grossrat ‎1535 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Domherr ‎1517 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU
--> Präsident der Disputation von Lausanne ‎1536 
VON WATTENWYL, Niklaus (I30295)
 
1293 BIOGRAPHIE:
um 1454 Eintritt in die Benediktinerabtei Einsiedeln
1466 Studium in Freiburg i.Br. und Basel (bis 1468) der Artes liberales
1469 wurde er in Einsiedeln zum Dekan ernannt. Seine Studien, v.a. Theologie und kanon. Recht
1471-74 Fortsetzung des Studiums in Pavia
1474 die Priesterweihe in Einsiedeln
Seine Neigung zum Humanismus und seine polit. Interessen eröffneten ihm vielfältige Beziehungen (intensiver Briefwechsel und Reisen) zu Persönlichkeiten aus Wissenschaften (Niklaus von Wyle), Kirche und Politik (Ehzg. Sigismund von Tirol, Kg. Ludwig XI. von Frankreich). Auch zahlreiche Ehrungen wurden ihm zuteil
1482 Hofpfalzgf. und Hofkaplan durch Ks. Friedrich III.
1498 Dr. iur. utr. durch Kg. Maximilian I.
In den Schriften offenbart sich die Zwiespältigkeit seines Denkens. Der Humanist B. blieb in vielem dem spätma. Gedankengut, aber auch der priesterl. Berufung verpflichtet. Seine Stärke lag eher in der Darstellung zeitgenöss. Gegebenheiten als in kritischen histischen Nachforschungen. Zudem beeinflusste sein Bemühen um die Gunst von Honoratioren das schriftstellerische Arbeiten. Der Wunsch nach einer eigenen Pfründe ging dennoch nicht in Erfüllung. weiterführende Information: HLS NDB ADB GND VIAF 
VON BONSTETTEN, Albrecht (I10626)
 
1294 BIOGRAPHIE:
Witwe des Schultheissen Ludwig Seiler v. Luzern und Mutter Heinrichs Seiler und der Dorothea Seiler, nachmaligen Frau des Hans Werner S. 1521 II. 3. (Jahrzeitb. Hermatschwil) geschwistrige der Anna S. mit namen frow Elisabeth Sunnenpergin; ihr zweiter Mann war Hans Sonnenberg, Altschultheiss v. Luzern (+ in Wallis 1506). In dritter Ehe heiratete sie Lukas (Lux) II. Löwensprung, genannt von „Tüffa“, des Rats zu Bern, Hofmeister zu Königsfelden (1532 - + 1552) (Bernisches Bürgerbuch II 410 und Geschlechterbuch II, Ahnentafel des Joh. Rud. May v. Rued). 
SEGESSER VON BRUNEGG, Elisabetth (I11282)
 
1295 BIOGRAPHIE:
wohnhaft im Glenterturm, 1393 - 1411 Baptistalrat, 1393 Vogt zu Wiedikon, 1395 Vogt zu Stadelhofen, Zollikon, Küsnacht, 1397 - 1405 Vogt zu Pfäffikon-Wollerau, Hofrichter, oft Gesandter, 1412 - 1429 Bürgermeister von Zürich
--> Vogt ‎1393 in Wiedikon, Zürich, ZH, CHE
--> Baptistalrat ‎von: 1393 an 1411 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
--> Vogt ‎1395 in Zollikon, Meilen, ZH, CHE
--> Vogt ‎von: 1397 an 1405 in Wollerau, Höfe, SZ, CHE
--> Bürgermeister ‎von: 1412 an 1429 in Zürich, Zürich, ZH, CHE  
GLENTER, Jakob (I14097)
 
1296 BIOGRAPHIE:
zünftig zum roten Löwen 1405, Ratsherr 1411, 1414
Schultheiss zu Thun 1416, Bauherr 1414
Vogt zu Aarburg 1421
hatte ein Haus an der Marktgasse Sonnenseite 
BRÜGGLER, Ludwig (I10662)
 
1297 BIOGRAPHIE:
zünftig zum roten Löwen 1405-1450
der Bürgern 1425, Kastelan zu Frutigen 1427
Ratsherr 1437
Oberrichter des Herzogs Amadeus VIII von Savoyen in Chablais
Tschachtlan von Frutigen im Jahr 1427; Richter im Chablais im 1425; Mitglied des Rats von Bern im 1427. Tell Rodel in his Chronicles relates that in 1466, Nicolaus was the owner of a castle at Neuenstadt
and the chronicles of Leu describe him as a "Chevalier de Marsilly" and a country justice in the service of the Duke of Savoy in Chablais. In the same chronicles he is also mentioned as being a member of the
House of Representatives in 1429 and as having in 1448 distributed in some way the sum of 1800 gulden. 
VON GAFFENRIED, Dr. Jur. Dr. Jur. Niklaus (I10527)
 
1298 BIOGRAPHIE: Bürger von Baden, Badewirt in Baden, im Hof am Rain (dem späteren Stadhof); 1340 Ratsherr, 1338 - 1363 urkundlich bezeugt VON BIRCHIDORF, Heinrich (I18557)
 
1299 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Vertraulich (I5745)
 
1300 Bis 1345 wurde der minderjährige N. von Rudolf von Erlach bevormundet. N. gelang u.a. dank dem Erwerb von Gütern der Gf. von Aarberg und Kyburg (Herzogenbuchsee und Wangen an der Aare) der Ausbau der Herrschaft bis Olten, musste sich aber zunehmend verschulden. Als Söldnerführer kam er 1356 bei Poitiers in engl. Gefangenschaft. Zwischen Bern, Solothurn, dem Fürstbistum Basel und Habsburg stehend, war er ab 1363 österr. Rat, 1368 österr. Landvogt in Schwaben und im Elsass sowie 1369-71 in Schwaben, im Thurgau und Aargau. Der kinderlose N. bestimmte 1368 gegen den Willen seiner Frau den Neffen Rudolf von Kyburg zum Erben mit Namen und Wappen und starb als Ultimus bei der Verteidigung von Büren an der Aare im Guglerkrieg. Die Herrschaft N. ging in die Hände der Kyburger über.


Literatur
– P. Aeschbacher, Die Gf. von N. und ihre Erben, 1924, 152-245

Autorin/Autor: Peter Niederhäuser 
(VON NEUENBURG) NIDAU, Rudolf IV. (I3239)
 

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