Treffer 1,151 bis 1,200 von 6,111
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| 1151 | Belloniden Die Belloniden, auf Katalanisch: Beŀlònides, waren eine gotisch-katalanische Dynastie, die vom Beginn des 9. Jahrhunderts bis 1327 im direkten Mannesstamm existierte[1]. Stammvater der Dynastie war der Gote Bello, der um das Jahr 800 als karolingischer Amtsgraf in Carcassonne überliefert ist. Seine Nachkommen hatten Grafschaften in der südfranzösischen Region des Languedoc (Carcassonne) und in Katalonien (Empúries) inne. Die Linie von Carcassonne stieg kurzzeitig zu Herzögen von Aquitanien auf, bevor sie im 10. Jahrhundert ausstarb. Die Linie von Empúries existierte bis 1327. Der Begriff „Belloniden“ wurde schon in der älteren Forschung für diese Dynastie verwendet.[2] Haus Barcelona Besonders in der älteren Literatur wurde Bello auch als Stammvater des Hauses Barcelona anerkannt, indem ihm mit dem Grafen Sunifred I. von Barcelona ein vierter Sohn zugeschrieben wurde. Dessen Nachkommen dauerten bis zum Jahr 1410 im Mannesstamm fort und stellten die hochmittelalterlichen Könige von Aragón. Diese Annahme basiert auf einer Urkunde aus dem Jahr 879, in welcher Miró der Ältere, einer der Söhne Sunifreds, „in der Nachfolge seines Großvaters Bello“ (per successionem avi fui Bellone) genannt wird.[3] Die Annahme, dass Bello der agnatische Stammvater des Hauses Barcelona ist, wird allerdings zunehmend verworfen. Vielmehr wird er als Ahn in cognatischer, also in weiblicher Linie angenommen. Basis dieser Vermutung ist eine Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen aus dem Jahr 829, in welcher der fideli nostro Sunicfredo in den Besitzungen seines Vaters Bosrello bestätigt wird.[4] Der Adressat dieser Urkunde wird jüngst als identisch mit dem Grafen Sunifred I. von Barcelona angesehen, welcher damit ein Sohn des Grafen Borrell von Osona gewesen war. Eine Verbindung Sunifreds mit Bello kann demnach nur durch seine Ehefrau Ermesende hergestellt werden, indem diese als Tochter des Grafen von Carcassonne in Frage käme, über welche die großväterliche Verwandtschaft Bellos mit Miró dem Älteren und dessen Brüdern hergestellt werden kann. | VON CARCASSONNE, Acfred I. (I47175)
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| 1152 | Bemerkung: Wenn Katharina Löhrer am 24.11.1567 Katharina bekommen hat kann Sie nicht vor dem 21.05.1567 gestorben sein; dann würde das Hochzeitsdatum der zweiten Ehe nicht stimmen??? | KEISER, Heinrich (I13905)
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| 1153 | Bemerkungen: Friedrich Wilhelm Strieder, Grundlage zu einer Hessischen Gelehrten und Schriftsteller Geschichte, Band 1, S. 44/61. Theologiestudium in Heidelberg 1656 (Matrikel der Universität Heidelberg am 4.12.1656, "Dantiscanus Borussus"), Groningen 1658, Franeker 1660 (Matrikel der Akademie zu Franeker am 1.5.1660, "Dantiscanus, theol.stud."), Bremen 1662 (Die Matrikel des Gymnasium Illustre zu Bremen 1610-1810, bearb. von Thomas Otto Achelis und Adolf Börtzler, 1968: Fehlanzeige) und Oxford 1663. Veröffentlichung: Disputationum Eis Kosmopoiian hexēmeron Publicarum, II. Exhibens Quaestiones Ad Gen. I. vers. 1. 2. / Quas ... Praeside ... Joh. Henrico Hottingero ... Placidae eruditorum diaskepsei submittit Samuel Andreae Dantiscanus. Ad diem 21. Nov. ..., Heidelberg 1657 (VD17 12:174714Z). Professor in Herborn 1665. Dr. theol. in Basel 1667 (Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - am 5.4.1667: Dantiscanus, Historiarum et Linguae Graecae Professor, atq Paedagogearcha Herbornensis). Professor 1674 und zusätzlich Prediger 1676 in Marburg. Pate in Heidelberg am 8.5.1684 (Klosterkirche). Leichenpredigt in der Universitätsbibliothek Marburg, Signatur VIII A 331d Personalia Hassiaca, Bd.1. Johann Samuel Andreae (* 1640 in Danzig; † 6. Januar 1699 in Marburg) war ein deutscher reformierter Theologe. Andreae studierte ab 1656 an der Universität Heidelberg und war dort u. a. Schüler von Johann Heinrich Hottinger d. Ä. und Friedrich Spanheim. Nach zwei Jahren wechselte er an die Universität Groningen und studierte dort bei Jakob Alting (1618–1679) und Samuel Maresius (1599–1673). Nach erfolgreichem Abschuss seines Studiums unternahm Andreae eine Grand Tour nach und durch England. Als er davon zurückkam, nahm er einen Ruf an die Hohe Schule in Herborn an. 1665 übernahm er dort eine Dozentur für griechische Sprache und Philosophie. 1669 bis 1671 war er Rektor der Hochschule. 1671 wurde er zum Dr. theol. promoviert. 1674 nahm Andreae einen Ruf an die Universität Marburg an und wirkte dort als Professor für Eloquenz und Geschichte. Zwei Jahre später übernahm er an dieser Universität auch das Predigeramt. 1678 und 1695 hatte er das Amt des Rektors der Universität inne, zudem wirkte er als Dekan an der Philosophischen und Theologischen Fakultät. Außerdem wirkte er von 1674 bis 1687 als Bibliothekar an der Marburger Universität und hatte von 1685 bis 1687 das Ephorat der Hessischen Stipendiatenanstalt inne. Andreae gilt als Vertreter der Ideen von Johannes Coccejus (Coccejanismus) und René Descartes (Cartesianismus) und in dieser Eigenschaft stand er in Gegnerschaft der Theologen Johann Rudolf Zwinger (Basel), Johannes Musaeus (Jena) und Hector Gottfried Masius (Kopenhagen). Werke mit Johann Philipp Jordis, Salomon Schadewitz und Martin Johann Häsbart: Disquisitio Historico-Physica de Sepulcro Muhammedis, Schadewitz Marburg 1677. Julius August Wagenmann: Andreä, Samuel. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 448. Karl Bader: Lexikon deutscher Bibliothekare im Haupt und Nebenamt bei Fürsten, Staaten und Städten. Harrassowitz, Leipzig 1925 (Zentralblatt für Bibliothekswesen, Beiheft; 55), S. 3–4. Franz Gundlach: Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910, Elwert, Marburg 1927, Nr. 37. Otto Renkhoff: Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten. 2. Auflage. Wiesbaden 1992. ISBN 3-922244-90-4, S. 14–15, Nr. 75. | ANDREAE, Prof. Dr. theol. Prof. Dr. theol. Johann Samuel (I10169)
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| 1154 | benannt nach der Großmutter Karl des Großen, wurde in Rom im Alter von 6 Jahren mit dem damals etwa 10-jährigen Kaiser Konstantin VI. von Byzanz verlobt. Die Ehe kam jedoch aufgrund zunehmender Entfremdung der beiden Reiche nicht zustande. Seinen Töchtern brachte Karl besondere Zuneigung entgegen.[255] In einem 791 verfassten Brief bezeichnete er sie als dulcissimae filiae, seine „allersüßesten Töchter“.[256] Während die Söhne vor allem militärisch-politisch ausgebildet wurden und sich schon in jungen Jahren fern vom Hof aufhielten (in den Quellen gibt es auch Hinweise auf teils homoerotische Beziehungen von Karls gleichnamigem Sohn, Karl dem Jüngeren),[257] erhielten seine Töchter eine recht umfassende Bildung. Karl achtete darauf, dass sich niemand durch Einheirat in die Familie einen politischen Vorteil verschaffen konnte, weshalb er seine Töchter hauptsächlich am Hof behielt.[258] Er ließ ihnen aber in ihrer Lebensführung erheblichen Freiraum; in den Quellen werden teils die Liebschaften der Töchter kritisiert. Bertha beispielsweise unterhielt eine Affäre mit Angilbert und bekam zwei Söhne, darunter den späteren Geschichtsschreiber Nithard. Nach Karls Tod setzte sein stärker an kirchlichen Normen orientierter Nachfolger Ludwig dieser Nachsicht ein Ende.[259] | N., Rotrud (I10797)
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| 1155 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I55970)
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| 1156 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I54999)
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| 1157 | Bereits ein Jahr nach seinem Regierungsantritt kam es zu einer Verschwörung des hohen Feudaladels gegen den König, die aber von königstreuen Truppen niedergeschlagen werden konnte. Jedoch mischte sich jetzt der Seldschukensultan Malik-Schah (1072–1092) in die Feudalfehden ein. 1074 überfiel er Georgien. Aber Giorgi konnte die Seldschuken bei Parzchisi besiegen und vertreiben. 1080 überfielen sie erneut Georgien und zerstörten mehrere bedeutende georgische Städte, wie Samschwilde, Kutaissi und Artanudschi. Viele Festungen und Klöster fielen ihrem Ansturm zum Opfer. 1088 war Giorgi gezwungen Ostgeorgien mit der Hauptstadt Tiflis an die Seldschuken abzutreten und dem Sultan Tribut zu zahlen. Er behielt lediglich Gebiete jenseits des Lichi-Gebirges, d. h. Imeretien und Abchasien. Als 1089 ein Erdbeben Georgien heimsuchte, sah dies der König als ein Zeichen des Himmels und ging in ein Kloster. Die Herrschaft überließ er seinem 17-jährigen Sohn David IV., den er bereits 1085 zum Mitregenten ernannt hatte. Urkunden weisen ihn aber noch bis 1112 als Mitregenten seines Sohnes aus. Die Seldschukenherrschaft über Ostgeorgien dauerte von 1080 bis 1122 und ging als Große türkische Eroberung in die georgische Geschichte ein. Erst 1122 mit der Eroberung von Tiflis durch Giorgis Sohn, David, wurde Georgien vollständig von der Seldschukenherrschaft befreit. | ..., Giorgi II. (I39125)
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| 1158 | Bereits im Jahr 860 war Fortún in die Gefangenschaft des Emirs von Córdoba, Muhammad I., geraten.[2] Die Hintergründe dazu sind unklar, möglich dass er als Geisel für seinen Vater bürgte. In Córdoba hatte er seine Tochter mit dem Prinzen Abdallah verheiraten können, der später selbst als Emir amtierte. Nachdem sein Vater 882 im Kampf getötet wurde, konnte Fortún nach Pamplona zurückkehren um dort offenbar als Vasall des Emirs zu herrschen. Über seine weitere Amtszeit ist nichts weiter bekannt. Im Jahr 905 wurde er von Sancho I. Garcés abgesetzt und in die Abtei San Salvador de Leire verbannt, wo er zu einem unbekannten Zeitpunkt verstarb.[3] Mit ihm endete die von seinem Großvater Íñigo Arista begründete Königslinie, an deren Stelle sich nun das Haus Jiménez setzte. Es ging ebenso wie das Haus Íñiguez im Mannesstamm auf Íñigo Aristas Großvater zurück, war aber eine jüngere Linie. Fortún Garcés war mit einer Frau namens Oria verheiratet | FORTÚN, Garcés; der Einäugige (I40351)
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| 1159 | Bereits in jungen Jahren trat James in die von seinem Vater 1797 in Verviers gegründete Textilmaschinenfabrik ein, die er 1807 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder John übernahm, nachdem ihr Vater in Lüttich ein neues Werk errichtete. Während John im Jahr 1810 seinem Vater nach Lüttich gefolgt war, wo er zunächst die technische Leitung der Fabrik übernahm, blieb James noch in Verviers und holte auf vielen Werbereisen in Frankreich und Deutschland zahlreiche Aufträge ein. 1811 wurde James Cockerill, seinem Vater und seinem Bruder John in Anerkennung ihrer Leistungen die französische Staatsbürgerschaft verliehen. Schließlich übernahm James mit seinem Bruder John im Jahr 1813 die Gesamtleitung des Lütticher Werkes, nachdem sich ihr Vater allmählich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hatte. Darüber hinaus richtete James Cockerill ein Jahr später zusammen mit seinem Bruder John in einer ehemaligen Kaserne in Berlin eine moderne Wollspinnerei und Maschinenbauanstalt ein und trug maßgeblich zum Fortschritt der Berliner Wirtschaft bei. Während in der Spinnerei feinste Garne für edle Tuche hergestellt wurden, produzierte die Maschinenfabrik ein breites Spektrum von modernen Maschinen und Werkzeugen hauptsächlich zur Textilproduktion, die in Preußen und außerhalb der Landesgrenzen guten Absatz fanden und wesentlich dazu beitrugen, die preußische Wirtschaft zu modernisieren. Nachdem im November 1831 durch einen Brand ein Großteil der Berliner Werke zerstört worden war, bauten die Brüder John und James die Fabrik zwar wieder auf, aber bedingt durch bürokratische Hindernisse sahen sie sich veranlasst, 1836 ihr Berliner Engagement zu beenden und die Fabrikanlagen zu veräußern Stammsitz, Schloss und Hauptwerk in Seraing Nachdem John Cockerill im Jahr 1817 von Wilhelm I., dem König des Vereinigten Königreichs der Niederlande, auch das Schloss von Seraing erworben und dieses zum zentralen Hauptwerk für Eisenherstellung umfunktioniert hatte und ausgehend von den beträchtlichen Steinkohlevorkommen, deren Lager sich in Ost-West-Richtung beinahe durch ganz Belgien erstreckte, bauten die Brüder hier gemeinsam die größte Eisengießerei und Maschinenfabrik Europas auf, die den Grundstein für die Entwicklung eines weitverzweigten Unternehmens bildete und aus der sich später das Montanunternehmen Cockerill-Sambre entwickelte, deren Hauptabsatzmarkt Frankreich sein sollte. Die Investitionen beliefen sich auf 17 Millionen Französischer Francs. Neben den beiden Steinkohlegruben und einer Erzgrube wurden Hochöfen, ein Stahl- und Walzwerk, eine Kesselschmiede und eine Maschinenfabrik betrieben. Im Cockerillschen Unternehmen waren ca. 2500 Personen beschäftigt. Stadtpalais Cokerill, Friedrich-Wilhelm-Platz 7 in Aachen, später Haus der Erholungsgesellschaft Im Jahr 1823 verließ James Cockerill das gemeinschaftliche Lütticher/Serainger Unternehmen und verkaufte seine Besitzanteile dem niederländischen König Wilhelm I. Er verlagerte nun sein Engagement schwerpunktmäßig in den Raum Aachen und Stolberg, erhielt aber zwei Jahre später noch zusammen mit seinem Bruder die Konzession für das Bleibergwerk in Plombières, wo erst 1922 die Arbeit eingestellt wurde. In Aachen betrieb James zunächst eine Wollspinnerei mit angeschlossener Textilmaschinenfabrik. Mit diesen Maschinen rüstete er unter anderem auch die Tuchfabrik Nellessen in Aachen aus, deren Arbeiter sich daraufhin mit anderen Fabrikarbeitern verbündeten und im Verlauf des Aachener Aufruhrs vom 30. August 1830 vor dem Haus der Familie James Cockerill am Friedrich-Wilhelm-Platz 7, später ab 1837 das „Haus der Erholungsgesellschaft“, zogen, weil sie ihn für die sinkenden Löhne und die Konkurrenz durch die Maschinen mitverantwortlich machten. Sie zerstörten und plünderten fast vollständig sein Stadtpalais und das Inventar und erst mit Hilfe der Polizei und einer Bürgerwehr konnte der Aufruhr niedergeschlagen sowie in der Fabrik die Produktion wieder angekurbelt werden. Ebenfalls 1830 erwarb Cockerill die Konzession für den Münsterkohlberg, wo er mit der nach ihm benannten James-Grube den großtechnischen Steinkohlenabbau im Raum Stolberg einleitete. Darüber hinaus war er an den Gruben Ath, bei Bardenberg, Neu-Voccart in Herzogenrath-Straß sowie an den Gruben Kämpchen und Kircheich in Kohlscheid beteiligt. Ferner richtete er 1835 eine Glashütte im Stolberger Stadtteil Münsterbusch ein, die allerdings nur bis 1850 betrieben wurde und deren Gebäudeensemble heute als Museum Zinkhütter Hof dient. Ab 1831 war James Cockerill bestrebt, eine Eisenbahnstrecke von Aachen über Maastricht nach Belgien bauen zu lassen, was aber zu jener Zeit von den zuständigen Behörden zunächst abgelehnt wurde, weil diese ein reines Eigeninteresse befürchteten. Erst 1846 konnte das Vorhaben durch die neu gegründete Aachen-Maastrichter Eisenbahn-Gesellschaft verwirklicht werden. Stattdessen ließ Cockerill zum Abtransport der Kohle 1836 eine Straße von Stolberg über Eilendorf, wo sein Bruder John die Galmeigrube Herrenberg betrieb, nach Aachen bauen, die 1843 an die Metallurgische Gesellschaft zu Stolberg überging und für die bis 1892 noch Straßenbenutzungsgebühren gezahlt werden musste. Auf Stolberger Gebiet trägt diese Straße noch heute Cockerills Namen, wogegen sie auf Eilendorfer Gebiet später in „von-Coels-Straße“ umbenannt wurde. Nachdem 1836 die Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlenbau im Wurmrevier auch mit finanzieller Unterstützung James Cockerills gegründet worden war, überführte er einen Teil seiner Gruben in diese Gesellschaft, wogegen die James-Grube drei Jahre nach seinem Tod 1837 in die im Jahr 1838 gegründete Metallurgische Gesellschaft zu Stolberg integriert wurde, deren Hauptkapitalgeber posthum ebenfalls James Cockerill war. In seiner Freizeit engagierte sich James Cockerill intensiv für den Pferderennsport und unterhielt auf seinem Schloss Berensberg ein erfolgreiches Gestüt. Nachdem bereits sein Vater im belgischen Badeort Spa Pferderennen nach englischem Vorbild eingeführt hatte, gehörte James im Jahre 1821 zu den Mitinitiatoren der Rennen auf der Brander Heide vor den Toren der Stadt Aachen. Diese Renntradition wurde später von Cockerills Enkeln, den Herrenreitern Henry und Otto Suermondt, fortgesetzt. Darüber hinaus gehörte James Cockerill seit 1819 dem Club Aachener Casino an. | COCKERILL, James (I58897)
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| 1160 | Bereits zu Beginn des 13.Jahrhunderts waren in der Freien Reichsstadt Esslingen eine Reihe jüdischer Familien ansässig, die ihren Lebensunterhalt vorwiegend mit dem Geldverleih verdienten. Zu dieser Zeit dürfte in Esslingen die größte jüdische Gemeinde auf dem Gebiet des heutigen Württembergs bestanden haben. Die jüdischen Familien lebten nicht isoliert in einem bestimmten Straßenzug, sondern inmitten der übrigen Stadtbevölkerung. Aus dem Jahre 1268 ist die Existenz einer Synagoge in der Stadt bezeugt, die zwischen Hafenmarkt und Strohstraße lag. Vermutlich zu Beginn des 13. Jahrhunderts war bei der Ziegelhütte, dem heutigen Schillerplatz, der erste jüdische Friedhof angelegt worden; er wurde 1348 zerstört. Während der Pestpogrome von 1348/1349 kam es zu Massakern unter den jüdischen Einwohnern; ein Teil floh in die Synagoge, wo die Menschen vom Pöbel bei lebendigem Leibe verbrannt wurden. Der andere Teil entging dem Morden und flüchtete aus der Stadt. Doch bereits zwei Jahrzehnte später siedelten sich erneut Juden in der Reichsstadt Esslingen an; es waren meist vermögende Juden, die aus Stuttgart, Frankfurt, Rothenburg, Rottweil und anderen Städten zugezogen waren. Aus dieser Zeit stammte die zweite mittelalterliche Begräbnisstätte; von ihr sind ebenfalls keinerlei Relikte mehr vorhanden. Wegen zu hoher steuerlicher Belastungen muss bereits gegen Ende des 14.Jahrhunderts wieder eine Abwanderung erfolgt sein; nur sehr wenige jüdische Familien verblieben in Esslingen. Ihr Aufenthalt in der Stadt war zunächst auf einige Jahre begrenzt und durch zahlreiche Verpflichtungen - wie Sondersteuern - belastet. In den Jahren 1541/1542 verließen die letzten jüdischen Familien die Stadt, da der Esslinger Rat sie auswies und so seine Bürger von den Schulden, die sie bei Juden besaßen, befreite. Zudem war ihre Ausweisung auch eine Folge des Drucks der württembergischen Herrschaft, der die verbotenen Wirtschaftskontakte der Juden mit seinen Untertanen nicht billigte. | N., N. (I22987)
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| 1161 | Berengar war der Sohn des Markgrafen Adalbert I. von Ivrea und von Gisela, Tochter des Unruochingers Berengar I., und damit ein Nachkomme Karls des Großen. 925 wurde er als Nachfolger seines Vaters Markgraf von Ivrea. Er lehnte sich gegen König Hugo I. von Italien auf, dessen Nichte Willa, die Tochter von Boso, Markgraf von Tuscien, er geheiratet hatte, musste aber 941 zum ostfränkischen König Otto I. fliehen. 945 kehrte er mit einem kleinen Heer zurück und wurde von den Städten und Baronen des Landes als Befreier begrüßt. Nach der Abdankung Hugos im Jahr 946 erhielt zwar dessen 18-jähriger Sohn Lothar II. den Königstitel, aber Berengar II. herrschte an seiner Stelle, bis Lothar 950 plötzlich starb, und die lombardischen Herrscher Berengar II. und dessen Sohn Adalbert II. zu Königen wählten; beide wurden in der Kirche San Michele Maggiore in Pavia gekrönt.[2] Als Lothars junge Witwe Adelheid, die Tochter des Königs Rudolf II. (Welf) von Burgund, sich weigerte, Adalbert zu heiraten, sperrte Berengar sie 951 im Turm del Baradello hoch über Como ein. Sie entkam und rief Otto I. um Hilfe an. Dieser zog nach Italien, besiegte Berengar, heiratete Adelheid selbst und ließ sich ohne Krönung zum König der Langobarden erklären. Berengar hatte sich in die appeninische Gebirgsfestung San Marino zurückgezogen. Der wieder über die Alpen abziehende Otto ließ seinen Schwiegersohn Konrad den Roten in Italien zurück. Der brachte Berengar durch Verhandlungen dazu, 952 als Vasall Ottos zum Augsburger Reichstag zu kommen. Darauf erhielten er und sein Sohn das Königreich Italien als königliches Lehen unter Abgabe der Markgrafschaft Verona und des Herzogtums Friaul an das Herzogtum Bayern. Während des Aufstands von Ottos Sohn Liudolf 953/54 war die ottonische Herrschaft geschwächt, was Berengar II. dazu nutzte, die abgetrennten Gebiete zurückzuerobern. Dabei ging er auch gegen den Papst und mehrere norditalienische Adlige vor. Als Berengar den Markgrafen Azzo in Canossa belagerte, schickte Otto ein Heer unter seinem zwischenzeitlich wieder in Huld aufgenommenen Sohn Liudolf. Dieser drängte den König 957 zurück in seine Festung San Giulio, von wo er durch seine eigenen Leute bald darauf ausgeliefert wurde. Doch Liudolf entließ ihn wieder und nach dessen Tod am 6. September 957 übernahm Berengar wieder die Herrschaft in Italien. Als Papst Johannes XII. und die italienischen Adligen Otto erneut zu Hilfe riefen, begab der König sich 961 selbst auf einen Italienzug. Als er anrückte, weigerten sich Berengars Truppen zu kämpfen. Im August 961 eroberte Otto nach kurzem Kampf Pavia und erklärte Berengar für abgesetzt. Dieser floh und verschanzte sich auf seiner Festung San Leo im Gebiet von Montefeltro, bis er sich 964 schließlich ergab. Otto I. schickte den Gefangenen nach Bamberg, wo er 966 starb. Seine Gemahlin Willa ging in ein Kloster. Sein Sohn Adalbert II. zog sich nach Burgund zurück, sein Sohn Guy starb 970 im Kampf gegen die Schwaben, sein Sohn Conrad war Markgraf von Ivrea von 970 bis zu seinem Tod 1001 sowie von 996 bis 998 Herzog von Spoleto. Seine Tochter Rozala heiratete etwa 968 Arnulf II. den Jüngeren, Graf von Flandern. | VON ITALIEN, Berengar II. (I15330)
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| 1162 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I52709)
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| 1163 | Bernards Familie fiel 844 bei König Karl dem Kahlen in Ungnade und verlor ihren gesamten Besitz. Nachdem Bernard wieder in der Gunst des Königs gestiegen war, wurde er 866 in Autun als Graf eingesetzt. Doch schon bald wurde er verdächtigt, an einer Verschwörung gegen den König beteiligt zu sein, um den Tod seines Vaters zu rächen. Er wurde erneut verbannt. Es folgten Kämpfe gegen Robert den Tapferen und Ramnulf I. von Poitiers. Um das Jahr 869 wurde Bernard begnadigt und verdrängte seinen Schwager in der Auvergne. 872 ermordete er den Grafen Bernhard II. von Toulouse, wurde aber dennoch vom König in den Besitz des Opfers eingesetzt. Bernard wurde in den folgenden Jahren der engste Berater des aquitanischen Unterkönigs Ludwig des Stammlers. Nachdem dieser 877 im Gesamtreich die Herrschaft angetreten hatte, war Bernard ihm eine wichtige Stütze im Kampf gegen den aufständischen Markgrafen Bernhard von Gothien, der 878 besiegt wurde. Bernard erhielt als Dank dafür das Berry und die Markgrafschaft Gothien (Septimanien). Nach dem Tod Ludwigs des Stammlers unterstützte er dessen Söhne Ludwig III. und Karlmann gegen Boso von Vienne, der sich in der Provence zum König aufgeschwungen hatte, und bekam zum Dank für die Unterstützung 880 das Mâconnais[1]. Seine anschließende Parteinahme für Kaiser Karl den Dicken 884 brachte ihm das Lyonnais ein. Bernard starb um das Jahr 886. Seine ausgedehnten Besitzungen mit dem Zentrum Auvergne blieben fast vollständig seiner Familie erhalten, weshalb er auch als der (Wieder)Begründer des Herzogtums Aquitanien gilt. Sein Sohn Wilhelm nahm 909 schließlich auch den Herzogstitel an. Bernard Plantevelue war verheiratet mit Ermengarde († nach 881), der Tochter des Grafen Bernhard von Auvergne. Ihre Kinder waren: | PLANTEVELUE, Bernhard (I35666)
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| 1164 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I57371)
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| 1165 | Bernhard hatte keinen Sohn. Durch seine einzige Tochter ging sein Besitz an andere Familien über, insbesondere an die Grafen von Berg.[2] Etwa in den Jahren 1050/55 muss seine Tochter Ida von Hövel den Edelherrn Heinrich von Lauffen geheiratet haben. Die beträchtliche Entfernung von der Burg Hövel bis zum Neckar zeigt, wie weit die Grafen mit ihren Familien herumgereist sind. Vielleicht reisten sie, wie es zu dieser Zeit üblich war, im Gefolge des Kaisers, Königs oder eines Bischofs. Kurz nach der Geburt einer Tochter mit Namen Adelheid muss ihr Vater Heinrich von Lauffen verstorben sein; denn nach der Chronik der Burg Lauffen soll der Leichnam des Edelherrn von Lauffen von Mäusen aufgefressen worden sein. | VON WERL, Ida (I36592)
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| 1166 | Bernhard von Gothien († nach 878) war ein westfränkischer Adliger, dem von den Karolingern die Herrschaft über Gothien bzw. Septimanien gegeben worden war. Als Graf von Barcelona, Girona und Rosselló wird er auch als Bernhard II. (im Unterschied zu seinem Vorgänger Bernhard von Septimanien; † 844) bezeichnet. Nachdem Ranulf I., Graf von Poitou 866 in der Schlacht von Brissarthe gefallen war, verdrängte Bernhard von Gothien 868 dessen Erben Ranulf II. aus der Grafschaft, der nun mit seinen Brüdern Gauzbert und Ebalus nach Aquitanien an den Hof Ludwigs II. des Stammlers floh. Im Jahr 872 stellte König Karl der Kahle seinen Sohn Ludwig den Stammler als König von Aquitanien unter die Aufsicht von Bernard Plantevelue, Graf von Autun, Boso von Vienne – und Bernhard von Gothien. Als Ludwig der Stammler 877 die Nachfolge seines Vaters als König des Westfrankenreichs antrat und sein Unterkönigtum in Aquitanien damit hinfällig wurde, im Frühsommer 878 dann gegen die Normannen an der unteren Loire sowie gegen die Rorgoniden ins Feld zog, nutzte Bernhard von Gothien die Lage aus, um sich – auch als enger Verwandter der Rorgoniden – gegen ihn zu erheben. Im Herbst 878 ließ Ludwig auf der Versammlung in Troyes, auf der er am 7. September 878 zum westfränkischen König gekrönt wurde, Bernhard von Gothien verurteilen, wodurch auch Ranulf II. die Herrschaft im Poitou wieder antreten konnte. Nach seiner Verurteilung verschwindet Bernhard aus den Annalen. | (ARNULFINGER), Theoderich ´le Trésorier` (I47269)
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| 1167 | Bernhard von Scheibler war der Sohn des Monschauer Tuchfabrikanten Bernhard Paul Edler von Scheibler (1758–1805) und der Caroline Eleonora Böcking (1761–1839), Tochter des Bankiers Richard Böcking aus Trarbach, sowie Enkel des Monschauer Tuchfabrikanten Bernhard Georg von Scheibler (1724–1786). Er folgte seinem Vetter Bernhard Georg Edler von Scheibler, der Jüngere (1783–1860), nach Eupen, wo dieser in der Tradition der Monschauer Tuchmacherfamilie Scheibler expandieren wollte und im Jahre 1807 als erster eine mechanische Wollspinnerei errichtete. Auch Bernhard von Scheibler erwarb sich dort als Bataillonschef der Bürgermiliz rasch einen beachtlichen Ruf und wurde nach erfolgter Neuordnung der preußischen Rheinprovinzen am 9. November 1815 zum ersten preußischen Landrat des nun neugebildeten Kreises Eupen im Regierungsbezirk Aachen ernannt. Scheibler zeichnete sich hier sowohl bei der Neuorganisation dieses Kreises als auch später durch umsichtiges und kooperatives Verhalten bei der Belgischen Revolution im Jahre 1830 aus, wo er sich für die Gründung des belgischen Staates einsetzte. Derart auf ihn aufmerksam geworden, setzte das belgische Königshaus Scheibler ab 1830 als belgischen Kommissar für die Verwaltung von Neutral-Moresnet ein. Bereits drei Jahre zuvor war am 12. Januar 1827 auf Scheiblers Vorschlag hin unter dem Anfangsnamen „Korrespondenzblatt des Kreises Eupen“ die spätere Eupener Zeitung gegründet worden. Diese erschien zunächst einmal wöchentlich und wurde später mit dem Zusatz „Amtliches Kreisblatt“ versehen. Schloss Lontzen – Wohnsitz der Familie Für seine zahlreichen Verdienste wurde Bernhard von Scheibler vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. mit dem Roten Adlerorden der 3. Klasse mit Schleife sowie vom belgischen König Leopold I. mit dem Leopoldsorden ausgezeichnet. Bernhard von Scheibler war verheiratet mit Magdalena Paulus, mit der er eine Tochter und zwei Söhne hatte, von denen der eine Sohn Bernhard Paul Friedrich Hugo von Scheibler (1825–1888) zum Friedensrichter und zum preußischen Landrat des Kreises Monschau ernannt und in den Freiherrenstand erhoben wurde. Seinen Wohnsitz hatte die Familie Bernhard von Scheibler im Schloss Lontzen, wo auch seine Kinder geboren wurden. Sein Sohn Bernhard ließ 1872 in der Nähe Haus Neuhaus als neuen Wohnsitz ausbauen. | VON SCHEIBLER, Bernhard (I56692)
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| 1168 | Bernhard war der jüngere Sohn des Grafen Hermann II. von Werl aus dessen zweiter Ehe mit Godila von Rothenburg. Seine Brüder waren Heinrich, Konrad und Adalbert. Zusammen mit den Brüdern ist er 1024 beim Hoftag in Herzfeld erstmals bezeugt. Er war weitläufig mit dem salischen Kaiserhaus als Stiefneffe der Kaiserin Gisela und Cousin von Kaiser Heinrich III. verwandt. Er selbst war möglicherweise zweimal verheiratet. Die Namen der Frauen sind nicht bekannt. | (WERL), Bernhard II. (I39678)
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| 1169 | Bernhard wird häufig als „illegitimer“ Karolinger bezeichnet, so auch von Rudolf Schieffer (siehe unten). Sollte dies korrekt sein, dann war Bernhard das einzige illegitime Mitglied der Familie, das den Königstitel erwarb – alle anderen mussten geistliche Ämter übernehmen oder wurden im Grafenstand versorgt. Andererseits waren seine Nachkommen von der Thronfolge ausgeschlossen, wozu aber der (erfolglose) Aufstand Bernhards und das Todesurteil gegen ihn ausreichend Anlass gaben, abgesehen davon, dass sein einziger Sohn bei seinem Tod viel zu jung war, um an verantwortlicher Stelle positioniert zu werden – als Pippin dann das passende Alter erreicht hatte, war die Aufteilung des Reiches unter den Söhnen Ludwigs bereits so weit fortgeschritten, dass eine Berücksichtigung der Nachkommen Bernhards nicht mehr für erforderlich gehalten wurd 813 machte ihn sein Großvater auf dem Reichstag zu Aachen zum Nachfolger seines 810 verstorbenen Vaters. 817 erhob er sich gegen Karls Nachfolger, seinen Onkel Ludwig den Frommen, als dieser versuchte, in Abweichung von bislang geltendem Recht seinen Sohn Lothar I. als kaiserlichen Nachfolger durchzusetzen, demgegenüber die anderen Brüder – und auch Bernhard – als „nachrangige“ Könige gelten sollten. Bernhard besetzte die Alpenpässe, gab dann aber noch im gleichen Jahr ohne Kampf auf und erschien in Chalon-sur-Saône vor seinem Onkel Ludwig, der ihn gefangen nehmen ließ. Bernhard wurde im Frühjahr 818 zum Tode verurteilt, doch wandelte der Kaiser die Todesstrafe in Blendung um; das Urteil wurde am 15. April 818 vollstreckt.[1] Bernhard starb zwei Tage später an den Folgen seiner Verletzungen. Er wurde der Stammvater der später bedeutenden Grafen von Vermandois. | (ITALIEN), König der Langobarden König der Langobarden Bernhard (I11049)
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| 1170 | Bernsau ist der Name eines bergischen Uradelsgeschlechts, dessen lückenlose Stammfolge bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts reicht. Geschichte Zunächst Ministeriale der Grafen von Berg und Erzbischöfe von Köln, stellten sie mit Gerhard von Bernsau von 1243 bis 1261 den kurkölnischen Truchsess.[1] Im Limburger Erbfolgestreit wechselten die Bernsau auf die Seite der Stadt Köln. 1348 wurden sie Lehnsmänner der Abtei St. Michael bei Siegburg, die in jahrhundertelanger Fehde mit den Grafen von Berg lag. Das Geschlecht war auf der Burg Bernsau in der Aggerniederung im Norden der heutigen Stadt Overath ansässig. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaute es die benachbarte Burg Großbernsau, die es an die Abtei St. Michael verkaufte, um sodann mit ihr belehnt zu werden. 1715 starb das Geschlecht in den adeligen Linien mangels legitimer Nachkommen mit dem Tod des kaiserlichen und kurkölnischen Generals Heinrich Ferdinand Freiherr von Bernsau aus. Es pflanzte sich jedoch über die beiden rechtmäßig anerkannten vor- und nachehelichen Söhne Wilhelms V. (III.) von Bernsau (1514–1572), Herr zu Hardenberg und Mitherr zu Anger, fort – beginnend mit Reinhard Bernsau (ca. 1540–1615), Richter und Rentmeister zu Hardenberg und Heinrich Bernsau (nach 1550–vor 1618), Rentmeister zu Anger. Ursprung Vielfach wird auch der Name Bärenau genannt. Man beruft sich dabei auf die Sage von der Tochter Jutta der Gräfin Gerita von der Burg Bensberg, die von einer Bärin entführt worden sein soll und in der Aggeraue neben der von einem Blitz getroffenen Bärin unbeschadet wiedergefunden wurde.[2] Belagerung von Damiette 1218 Schlacht von Worringen 1288 Als Adolf III. von Berg (1193–1218) im Frühjahr 1218 in Bensberg zur Teilnahme am Fünften Kreuzzug rüstete, befanden sich in seinem Gefolge Adolphus de Bernsowe und Theodericus, sein Bruder. Mit einem weiteren Bruder, Henricus de Bernsovle, schloss sich Adolph seinem Herrn auf der Fahrt ins Heilige Land an. Am 15. Juli 1218 sind die beiden Brüder mit ihrem Vetter Remboldus de Bernsovle bei der Belagerung von Damiette Zeugen einer Schenkung Adolfs des III., wobei die beiden Brüder als Söhne Adolfs (des Älteren) de Bernsovle (* um 1160; † vor 1218) aufgeführt werden. Mit dem Letztgenannten beginnt die Stammfolge. Ende August 1218 fiel Damiette in die Hände der Kreuzfahrer. 1222 und 1224 traten die drei Brüder gemeinsam in der Heimat als Zeugen in Urkunden des Erzbischofs von Köln und – da sein Bruder Adolf III. vor Damiette an einer Seuche verstorben war – Grafen von Berg Engelbert auf. Adolf Bernsau, der Kreuzfahrer, wurde Herr auf Bernsau und pflanzte das Geschlecht fort. Sein Bruder Heinrich de Bernshowe findet sich 1229 im Gefolge des Erzbischofs Heinrich von Köln. Der dritte Bruder, Theodoricus clericus de Bernsowe, trat in den geistlichen Stand. 1243 erscheint Adolfs Sohn Gerhardus de Berensovle als Truchsess Kurkölns. Dessen vier Söhne Ulrich, Adolf, Giselbert und Tilman von Bernsau quittierten am 28. Februar 1291 der Stadt Köln in einer mit dem Bernsauschen Siegel versehenen Urkunde die Auszahlung ihnen zustehenden Soldes, werden also 1288 in der Schlacht von Worringen für die Stadt gegen den Erzbischof gestanden und den Sold für ihre Fehdedienste erhalten haben. Emmerich von Bernsau (1285/90–nach 1363) wurde 1348 mit Burg Großbernsau belehnt. Emmerichs Enkel Wilhelm I. von Bernsau (1360/70–nach 1418) befand sich 1411 in Fehde mit der Stadt Köln. Wappen Das Stammwappen ist von Gold über Blau geteilt. Das Siegel des Ritters Emberich von Bernsau von 1357 zeigt eher ein Schildhaupt.[3] Auf dem Helm mit blau-goldener Helmdecke ein wie der Schild bezeichneter wachsender Rüdenrumpf, der in Anlehnung an den Geschlechtsnamen auch bärengleich erscheint. Die Helmzier wurde aber auch als wachsender Eselsrumpf gezeichnet.[4] Wappen derer von Bernsau zu Hardenberg Die spätere Variante derer von Bernsau zu Hardenberg (1529) zeigt einen gevierten Schild: in Feld 1 und 4 das Stammwappen, in Feld 2 und 3 das (farbengewechselte) Wappenbild der westfälischen von Hardenberg.[5] Namensträger Gerhard von Bernsau (etwa 1215–1249/50), kurkölnischer Truchsess Wilhelm II. von Bernsau (1410/20–1489), 1444 Teilnehmer der Hubertusschlacht bei Linnich, Ritter des Hubertusordens ⚭ eine Tochter des Wilhelm von Nesselrode († 1474), Herr zu Stein, Amtmann von Windeck und Landdrost von Berg Margarethe von Bernsau, 1527 Hofmeisterin der Kurprinzessin von Sachsen Wilhelm V. (III.) von Bernsau (1514–1572), Herr zu Hardenberg, Bergischer Marschall Heinrich von Bernsau, 1593–1625 Komtur der Johanniterkommende Lage Wilhelm VI. (IV.) von Bernsau (1550–1595/96), Herr zu Hardenberg, Bergischer Marschall ⚭ Magdalena Gräfin von Daun-Falkenstein, Schwester des Grafen Wirich VI. von Daun-Falkenstein Wirich von Bernsau (1582–1656), klevischer Staatsmann Johann Sigismund von Bernsau (1606/07–1655), Herr Zu Hardenberg, konvertierte 1649 zur Katholischen Kirche ⚭ 1633/34 Anna von Asbeck (1590–1685), rief 1676 die Franziskaner nach Neviges, 1680 wurde ein Gnadenbild Mariens nach Neviges gebracht, das die Nevigeser Wallfahrt begründete Agnes Elisabeth von Bernsau († 1675) ⚭ Jakob von Rottkirchen († 1676), 1665/1675 Bürgermeister von Köln Margarethe Gertrud von Bernsau († 1702) ⚭ Franz Caspar Adrian Graf Schellart von Obbendorf (1628–1701), kaiserlicher Kammerherr, Generalfeldmarschall, Gesandter und Statthalter zu Düsseldorf, Amtmann von Gladbach und Grevenbroich, Herr zu Müggenhausen, Iversheim, Grempten, Rhunen, Bellinghoven; Graf Schellart erzwang die konfessionsverschiedene Eheschließung, nachdem sie in Düsseldorf abgelehnt worden war, in Bernsauschem Gebiet in Homberg, indem er mit der schwerbewaffneten kurfürstlichen Leibgarde vor dem Haus des Pastors Gottfried Peill erschien und Peill sowie die ganze Gemeinde auf das Schwerste bedrohte[6] Heinrich Ferdinand Freiherr von Bernsau und Schönheim († 1715), kurkölnischer Generalwagenmeister, kaiserlicher Generalfeldwachtmeister (Generalleutnant) Johannes Bernsau (1675–1750), Bürgermeister von Elberfeld Katharina Helena Bernsau (1710–1792) ⚭ Johann Heinrich Maurenbrecher (1691–1753), Kurpfälzischer Kommerzienrat, Postmeister und Weinhändler Literatur Leo van de Loo, Bernsau. Zur Geschichte des Ritter- und Bauerngeschlechts (1150–1940), Essen 1940 Kurt Niederau: Zur Geschichte des Bergischen Adels; die von Bernsau des 14. bis 16. Jahrhunderts. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, 82. Bd., Neustadt a. d. Aisch 1966, S. 98–201. Leo Peters: Ein Nachtrag: Eine Einladung zur Heirat des Heinrich von Bernsau 1589. In: Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, 91. Bd., Neustadt a. d. Aisch 1985, S. 271–272. Einzelnachweise Thomas Bohn, Gräfin Mechthild von Sayn (1200/03 – 1285), Köln und Weimar 2002, S. 678 Willi Fritzen: Die einstige Burg Alt-Bernsau, Rittergut der Ritter von Bernsau (12. Jh.) Bernhard Peter: Wappensammlung (13) Mittelrhein und Mosel Overath – Geschichte der Gemeinde, vgl. Willi Fritzen: Die einstige Burg Alt-Bernsau, Rittergut der Ritter von Bernsau (12. Jh.) Wappenbuch des Westfälischen Adels (Buch 2): Tafel 25 Johannes Abresch, Aus dem Leben des bergischen Pastors Gottfried Peill, Monatshefte für Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes 55 (2006), S. 307–326 | VON BERNSAU, Anna Wilhelmine Adelheid (I45650)
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| 1171 | BERTA war die Tochter des Herzogs BUCHARD II. von Schwaben. Nachdem die expansiven Herrscher von Hochburgund ihre Ostgrenze auf Kosten Schwaben-Alamanniens von der Aare an die Reuss verlegten, dann aber 919 in der SCHLACHT BIE WINTERTHUR eine Niederlage erlitten hatten, wurde BERTA wohl 922 als Versöhnungsgeste mit KÖNIG RUDOLF II. VON HOCHBURGUND vermählt. Die gemeinsame Tochter ADELHEID wurde in zweiter Ehe die Gattin von KAISER OTTO I. RUDOLF und Berta wurden GROßE KIRCHENSTIFTER DER WESTSCHWEIZ. Nach Rudolfs Tod 937 amtierte Berta zeitweise als Vormund von König Konrad von Burgund. Sie heiratete am 12. Dezember 937 KÖNIG HUGO VON ITALIEN: Die Ehe blieb unglücklich; nach Hugos Tod 947 verbrachte Berta den Rest ihres Lebens wieder nördlich der Alpen, wobei die Angaben unsicher sind. Berta hat die Gründung des MARIENKLOSTER PAYERNE, das nach ihrem Tod von ihrer Tochter, Kaiserin Adelheid über der Grablege der Mutter zum Zwecke der Memoria (siehe auch Memorialwesen) errichtet wurde, mit Schenkungen befördert. Sie ist eine sagen- und legendenumwobene Identifikationsfigur in der französischsprachigen Schweiz (die gute Königin Bertha, La reine Berthe), auch etwa bei der Gründung des Kantons WAADT. Mit der Reformation wurde ihr Bild von der guten Herrscherin zu jenem der vorbildlichen Hausfrau umgedeutet. Ein weiterer Beiname, Berta die Spinnerin, leitet sich daraus ab. | VON SCHWABEN, Berta ´von Alamannien` (I11015)
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| 1172 | Bertha wurde als Tochter des Sulzbacher Grafen Berengar I. und der Adelheid von Wolfratshausen um das Jahr 1110 auf Burg Sulzbach geboren. Zu ihren Geschwistern zählten unter anderem Gertrud von Sulzbach (* um 1114; † 14. April 1146 in Hersfeld), römisch-deutsche Königin neben König Konrad III.[1], Adelheid von Sulzbach, Äbtissin des Reichsstifts Niedernburg in Passau, und Gebhard, Graf von Sulzbach. Wohl im Jahr 1142 wurde Bertha von ihrem Schwager Konrad III. adoptiert.[2] Bertha kam im Jahr 1142 nach Konstantinopel und heiratete unter dem Namen Irene im Januar 1146 den byzantinischen Kaiser Manuel I. Ihre Ehe mit Kaiser Manuel war politisch motiviert und wurde vom Vater Manuels, dem Kaiser Johannes II., und ihrem Schwager, dem römisch-deutschen König Konrad III. angebahnt. Ziel war es, die Allianz zwischen Manuel I. und Konrad III. gegen den Normannen Roger II. von Sizilien zu bekräftigen.[3] Bertha von Sulzbach war als römisch-katholische Fränkin am byzantinischen Hof insbesondere seitens der Priesterschaft starken Vorbehalten ausgesetzt. Vor ihrer Eheschließung hielt sie sich deshalb vorwiegend in den Frauengemächern auf. Manuel ließ für sie ein eigenes, „Polytimos“ genanntes Palastgebäude errichten[4] und stattete sie als Kaiserin mit entsprechenden Gewändern und Gefolge aus. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor, nämlich Maria „Porphyrogenita“ Komnene (* 1152; † Juli 1182), die mit Rainer von Montferrat (* um 1162; † August 1182) aus dem Haus der Markgrafen von Montferrat verheiratet war, sowie Anna Komnene (* 1154, † 1158), die bereits im vierten Lebensjahr verstarb.[5] Bertha suchte zugunsten Heinrich-Berengars, eines Sohnes Konrads III., zu vermitteln, der sich mit einer Nichte Manuels verloben wollte.[3] Sie zeigte Geschick in der Festigung der politischen Beziehungen zwischen ihrem Mann und Konrad III., insbesondere bei dessen Besuch des byzantinischen Hofs im Jahr 1148. Von ihr persönlich sind Gedichte und eine Grabrede erhalten.[3] Ihr Todesjahr ist unsicher, es wird in den Quellen mit 1158, Ende 1159 oder 1160 angegeben.[1] Als sie starb, war Manuel I. auf einem Feldzug in Anatolien. Bertha wurde im Pantokratorkloster beerdigt, ihr Grab jedoch nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen und der darauffolgenden Umwandlung der Kirche in eine Moschee zerstört. Die Erinnerung Berthas und ihr Rang in der Gesellschaft nahmen in der sulzbachischen Hausüberlieferung eine besondere Stellung ein. Die Kastler Reimchronik überlieferte eine Erzählung der angeblichen Rückkehr Berthas aus Byzanz, ihres Todes und ihrer Bestattung in Kastl. Noch im 17. Jahrhundert soll Johannes Braun, der Verfasser der Nordgauchronik, ihr Grab im Hauskloster der Grafen von Sulzbach, dem Kloster Kastl gesehen haben. Die Rückkehr Berthas und ihr Grab in Kastl gelten jedoch als unwahr.[6] | VON SULZBACH, Bertha (I35977)
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| 1173 | Berthas Schwester Hildegard war von 841 bis ins Jahr 853 Äbtissin im Kloster Münsterschwarzach am Main. Aus dem Jahr 853 berichtet eine Legende, dass sie mit Bertha die Burg Baldern auf dem Albis bewohnte, damit sich die beiden dort in Abgeschiedenheit von der Welt ganz Gott widmen konnten. Als sie an einem Tag nach Zürich wanderten, um dort in der Kapelle der Heiligen Felix und Regula zu beten, begegnete ihnen im Wald ein Hirsch mit leuchtendem Geweih und zeigte ihnen eine Stelle, an der eine Kirche errichtet werden sollte. Ihr Vater Ludwig der Deutsche befolgte diesen göttlichen Auftrag. Historisch gesichert ist lediglich, dass er am 21. Juli 853 ein Kloster, das bereits an dieser Stelle existierte, unter dem Namen Fraumünster neu gründete und Hildegard zur Äbtissin machte. Bertha wurde daraufhin Äbtissin in Münsterschwarzach. 856 oder 859 starb Hildegard, worauf Bertha zur Abtei Fraumünster überwechselte und dort das Amt der Äbtissin bekleidete. In ihre Amtszeit fiel die Fertigstellung der Abteikirche, die zwischen 871 und 876 von Bischof Gebhard I. von Konstanz eingeweiht wurde. In einer Urkunde vom 10. Februar 878 bestätigte Karl III., dass seine Schwester BERTHA Äbtissin des KLOSTERS SÄCKINGEN war und seine Gemahlin Richardis ihr nachfolgen sollte. 1272 wurden Hildegard und Bertha im südlichen Querschiff des Fraumünsters neu bestattet. 856 oder 859 starb Hildegard, worauf Bertha zur Abtei Fraumünster überwechselte und dort das Amt der Äbtissin bekleidete. In ihre Amtszeit fiel die Fertigstellung der Abteikirche, die zwischen 871 und 876 von Bischof Gebhard I. von Konstanz eingeweiht wurde. In einer Urkunde vom 10. Februar 878 bestätigte Karl III., dass seine Schwester Bertha Äbtissin des Klosters Säckingen war und seine Gemahlin Richardis ihr nachfolgen sollte. 1272 wurden Hildegard und Bertha im südlichen Querschiff des Fraumünsters neu bestattet. | VON FRANKEN, Bertha (I24113)
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| 1174 | Berthold erbte von seinem Vater die um den Ammersee und den Starnberger See gelegenen Güter und offenbar auch den oberfränkischen Besitz. Er konnte, spätestens 1120, die Nachfolge der gräflichen Sigimare, Vögte von Benediktbeuern, antreten und dadurch seinen Einfluss wesentlich verstärken. Er kümmerte sich auch um sein Hauskloster Dießen, das er mitbegründet hatte (Vogtei 1130 belegt), und hatte Beziehungen zu Admont, wohin er anlässlich des Eintritts seiner Tochter Kunigunde 15 Hufen in Moosburg/Kärnten übergab. Graf Berthold dürfte auch gleich nach 1100 auf dem Andechser Berg den neuen Stammsitz der Familie geschaffen haben. Die Plassenburg (nördlich von Bayreuth) wiederum dürfte spätestens zu Beginn der 1130er Jahre errichtet worden sein („Grafen von Plassenburg“ ab 1137). In diese Zeit dürfte auch die Gründung von Kulmbach gefallen sein, das am Fuße des Berges liegt und ab 1174 in den Quellen auftaucht. Die Heirat mit Sophie († 1132), Tochter des Markgrafen Poppo II. von Istrien († 1103) aus dem Hause Weimar-Orlamünde, brachte erstmals Besitz südöstlich der Alpen und weiteres Ansehen ein. Sophie war königlichen Geblüts: Ihre Großmutter väterlicherseits war Sophia, Tochter König Belas von Ungarn aus dem Hause der Arpaden. Der Tod von Sophies Bruder, Markgraf Poppo III. von Istrien nach 1141 erlaubte Berthold, sich neben den Spanheimern und Bogenern den Großteil seines Erbes zu sichern; damit wurde die Basis für die Besitzungen in Krain, der Untersteiermark und Kärnten gelegt (1143/47 Graf von Stein/Kamnik). Ab 1140 hielt sich Berthold quasi als Stammgast am Hofe König Konrads III. auf; vermutlich ging es um die Konflikte der Andechser mit den Bamberger Bischöfen, die sich in ihrer weltlichen Herrschaft in Oberfranken bedroht sahen. | (ANDECHS), Berthold II. (I39586)
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| 1175 | BERTHOLD II. erbte von seinem Vater die um den Ammersee und den Starnberger See gelegenen Güter und offenbar auch den oberfränkischen Besitz. Er konnte, spätestens 1120, die Nachfolge der gräflichen Sigimare, Vögte von Benediktbeuern, antreten und dadurch seinen Einfluss wesentlich verstärken. Er kümmerte sich auch um sein HAUSKLOSTER DIEßEN, das er mitbegründet hatte (Vogtei 1130 belegt), und hatte Beziehungen zu Admont, wohin er anlässlich des Eintritts seiner Tochter KUNIGUNDE 15 Hufen in Moosburg/Kärnten übergab. GRAF BERTHOLD dürfte auch gleich nach 1100 auf dem ANDECHSER BERG den neuen Stammsitz der Familie geschaffen haben. Die PLASSENBURG (nördlich von Bayreuth) wiederum dürfte spätestens zu Beginn der 1130er Jahre errichtet worden sein („Grafen von Plassenburg“ ab 1137). In diese Zeit dürfte auch die GRÜNDUNG VON KULMBACH gefallen sein, das am Fuße des Berges liegt und ab 1174 in den Quellen auftaucht. Die Heirat mit SOPHIE († 1132), Tochter des MARKGRAFEN POPPO II. VON ISTRIEN († 1103) aus dem Hause WEIMAR-ORLAMÜNDE, brachte erstmals Besitz südöstlich der Alpen und weiteres Ansehen ein. SOPHIE war königlichen Geblüts: Ihre Großmutter väterlicherseits war SOPHIA, Tochter KÖNIG BELAS VON UNGARN aus dem Hause der ARPADEN. Der Tod von SOPHIES Bruder, Markgraf POPPO III. VON ISTRIEN nach 1141 erlaubte BERTHOLD, sich neben den Spanheimern und Bogenern den Großteil seines Erbes zu sichern; damit wurde die Basis für die Besitzungen in Krain, der Untersteiermark und Kärnten gelegt (1143/47 Graf von Stein/Kamnik). Ab 1140 hielt sich BERTHOLD quasi als Stammgast am Hofe KÖNIG KONRADS III. auf; vermutlich ging es um die Konflikte der Andechser mit den BAMBERGER BISCHÖFEN, die sich in ihrer weltlichen Herrschaft in Oberfranken bedroht sahen. | VON ISTRIEN, Sophie (I18188)
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| 1176 | Berthold III. übernahm 1111 die Regentschaft von seinem Vater Berthold II. Er unterstützte Kaiser Heinrich V. und hatte maßgeblichen Anteil am Wormser Konkordat 1122. Als sein Todesdatum, für das früher auch der 19. Februar[1] sowie der 3. Mai[2] genannt wurden, konnte Stephan Molitor mit Hilfe eines um 1530 angelegten und heute in der Königlichen Bibliothek zu Kopenhagen verwahrten Seelbuches des Klosters Reichenbach den 3. Dezember 1122 ausmachen.[3] Er starb an diesem Tag im Verlauf einer Fehde in der Nähe der Stadt Molsheim eines gewaltsamen Todes, wurde ins zähringische Hauskloster St. Peter bei Freiburg überführt und dort beigesetzt. Sein Bruder Konrad folgte ihm nach. Berthold III. war verheiratet mit Sophie von Bayern, einer Tochter des Welfenherzogs Heinrich des Schwarzen. In Freiburg sind die zentrale Bertoldstraße und der Bertoldsbrunnen nach ihm benannt. | (ZÄHRINGEN), Berthold III. (I51529)
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| 1177 | Berthold und Jeanne hatten fünf Kinder, vier Söhne und eine Tochter. - Berthold II. - Henri, (? - 1288), co-seigneur de Strassberg et chanoine de Soleure, - Othon Ier, (? - 1275), co-seigneur de Strassberg, - Rodolphe, (? - vers 1270), - Adélaîde, elle épouse Henri comte de Buchegg, (? - 14 août 1320). | VON GRANGES, Jeanne (I11181)
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| 1178 | BERTRADA wurde in einer der einflussreichsten Familien AUSTRIENS geboren, welche in der Region der Eifel und in Laon eine Großzahl an Ländereien und Güter als ihr Eigen nennen konnte, unter anderem das KLOSTER PRÜM, welches durch die Vermählung mit Pippin ins Vermächtnis der Karolinger kam. Sie wurde 741 die Frau des fränkischen KÖNIGS PIPPIN DES JÜNGEREN († 768), um 747 die Mutter KARLS DES GROßEN. Pippin und sie waren so nahe miteinander verwandt, dass das geltende Recht eine Eheschließung ausschloss; die Verbindung wurde erst 749, nach der Geburt KARLS DES GRO?EN Karls des Großen, legalisiert. Zum Zeitpunkt der Eheschließung soll BERTRADA um die 13 Jahre alt gewesen sein, PIPPIN doppelt so alt. Da BERTRADA das Leben eines Einzelkindes führte, konnten weder Brüder noch Schwestern ihr das Erbe ihres Vaters streitig machen, sodass das gesamte Erbe alleinig BERTRADA und somit auch PIPPIN zukam. Als Pippin 751 zum König gekrönt wurde, nahm sie den Titel regina (Königin) an. Ihr Name wurde ab 752 mehrmals neben Pippin in Schenkungsurkunden für das Hauskloster PRÜM genannt. Sie begleitete Pippin 754 auf seinem Italienzug. In St. Denis erhält Pippin am 28. Juli 754 in einer zeremoniellen Salbung durch PAPST STEPHAN II. die Königswürde. Gleichsam werden die beiden ältesten Söhne KARL und KARLMANN gesalbt, sowie auch BERTRADA, die dadurch nochmals zur Königin ernannt wird. Angeblich soll Pippin die Absicht gehabt haben, sich von Bertrada scheiden zu lassen, dann aber 762 von PAPST PAUL I. davon abgebracht worden sein aufgrund des Verstoßes gegen seine eigens aufgestellten Eherechte. 767 und 768 begleitete Bertrada Pippin bei seinen Aquitanien-Feldzügen. Stärker als auf ihrem tatsächlichen Leben beruht Bertradas Bekanntheit auf dem karolingischen Sagenkreis, in dem sie unter dem Namen "BERTHA MIT DEM GROßEN FUß" (lateinisch: Regina pede aucae = die Königin mit dem Gänsefuß) mit der GÖTTIN PERCHTA verschmolzen wurde. Auch die Legende um die HEILIGE GENOVEVA von BRABANT geht auf diese Erzählung zurück. | VON LAON, Königin von Franken Königin von Franken Bertha \ Bertrada (I18866)
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| 1179 | Bertrand herrschte die ganze Zeit über gemeinsam mit seinem Onkel und seinen Vettern. 1081 – während der Kämpfe Heinrichs IV. mit der Fürstenopposition und gegen das Papsttum – entzog er dem späteren Kaiser seine Loyalität und unterwarf sich dem Papst. Als er starb, ging der Titel des Markgrafen an Raimund IV., den Grafen von Toulouse. Mit seiner Ehefrau Mathilde, mit der er seit Februar 1061 verheiratet war, hatte er die Tochter Cecilia († 1150), die 1083 Bernard Aton IV. Trencavel, Vizegraf von Nîmes und Graf von Carcassonne, aus der Familie Trencavel heiratete. | (PROVENCE), Bertrand II. (I52442)
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| 1180 | Beruf / Beschäftigung 1502 Grafschaft Fürstenberg Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Obervogt der Grafschaft Fürstenberg. Besitz 1495 Wasserburg, Lindau, Bayern, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Wird mit Wasserburg belehnt. Besitz 7 Apr 1478, 27 Aug 1501 Malspüren, Stockach, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Belehnt mit dem Zehnten zu Malspüren und einem Hofe zu Nenzingen, die bei der Teilung an ihn gefallen sind. Besitz 7 Apr 1478, 27 Aug 1501 Nenzingen, Baden, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Belehnt mit dem Zehnten zu Malspüren und einem Hofe zu Nenzingen, die bei der Teilung an ihn gefallen sind. Besitz 1502 Pfohren, Baden, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort Mit dem Zehnten in Pforen belehnt. | VON REISCHACH, Laux (Lukas) (I46791)
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| 1181 | Beruf: Bauherr 1520 Baumeister 1526 Mitbesitzer der Ziegelhütte vor dem Rennwegtor 1536 setzt sein Bruder Hans Ziegler seinen Bruderskindern Vermächtnisse aus | ZIEGLER, Erhart (I19707)
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| 1182 | Beruf: Maler, Nelkenmaler BIOGRAPHIE: ab 1494 von Bern. Der Lebenslauf des Malers L. muss hypothetisch bleiben: Ein aus Strassburg stammender Geselle Palus arbeitete in der Basler Werkstatt von Bartholomäus Rutenzweig und wurde 1480 Stadtmaler von Solothurn. Er dürfte identisch sein mit dem ab 1488 in Bern belegten Meister Paul(us). Dieser scheint seine Werke in Wand- und Tafelmalerei mit zwei Nelken gezeichnet zu haben (Nelkenmeister). Der Chronist Valerius Anshelm überliefert, dass der Maler L. in der Schlacht bei Dornach auf der Seite der Berner gefallen sei. Grossrat 1497 - 1499 Gemäss Wappenbuch aus dem Luzernischen. | LÖWENSPRUNG, Paul (I32260)
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| 1183 | Beruf: Pfarrer zu Urnäsch 1559 Prediger zu Urnäsch 1576 gab er den geistlichen Stand auf und zog nach St. Gallen, woselbst er 1577 in den Rat gewählt wurde. 1578 erkaufte Joachim Gaisberg, Bürger zu St. Gallen um 11 Gulden ein Erdwurfgut, Lehen von Zwingenstein im Möösli an dem Hard zu Haslach bei Au 1581 wurde er Eherichter 1583 Spendmeister 1585 Beivogt zur Verwaltung der St. Katharinengüter im Thurgau und Linsenbühlpfleger | GAISBERG, Joachim (I12251)
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| 1184 | Beruf: Reichsvogt BIOGRAPHIE: Meier der Abtei zu Stadelhofen, Dienstmann Hartmanns von Kiburg, der Freiherren von Schnabelburg und der Abtei Zürich, Gegner Rudolfs von Habsburg, lenkte jahrelang die zürcherische Politik, um 1272 Reichsvogt --> Reichsvogt ca. 1272 in Zürich, Zürich, ZH, CHE Jakob (1242–1287) Jacobus Molinarius, wie in lateinischen Urkunden genannt wird, ist seit 1242 als Meier der Abtei in Zürich Stadelhofen bezeugt. Da ihm innerhalb der Spannungen zwischen Kurie und Kaiser seine anfängliche Unterstützung für den Kaiser immer stärker zum Nachteil gereichten, wandte er sich, wohl auch durch Vermittlung seines Bruders Hugo II., wieder der Kirche zu und wurde zu einer führenden Persönlichkeit in der Zürcher Politik. Von den päpstlich eingestellten Freiherren von Eschenbach-Schnabelburg erhielt er die Gerichtsbarkeit über die Dörfer Albisrieden und Wiedikon zu Lehen. Um den Bau des neuen Klosters Selnau zu ermöglichen, verkaufte er dem neuen Kloster den Talacker, das Gebiet zwischen Bahnhofstrasse und Sihl, obschon das Gebiet zu seinem Lehenshof Wiedikon gehörte. Den Preis setzte er derart niedrig an, dass Rudolf von Habsburg den Verkauf später untersuchen liess und eine Nachzahlung verlangte. 1257 wird Jakob als Gefolgsmann von Hartmann V. dem Jüngeren von Kyburg genannt. Auch nennt er sich Jakob de Vriesenberch, wo er offenbar Burg und Hof von den Eschenbachern zu Lehen erhalten hatte. Auch im Gefolge des Bischofs von Konstanz wird er als Schiedsrichter in einem Streitfall erwähnt. 1272 erscheint er als Reichsvogt in Zürich, dessen Rat er von 1256 bis 1286 angehörte. Jakob starb am 16. Januar 1287. | MÜLNER, Jakob (I14121)
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| 1185 | besaß Schloß Bergheim und nützte die Möglichkeiten der noch jungen Verfassung: Die Kurie der Großgrundbesitzer entsandte ihn, den Konservativen, 1871 und 1884 in den oberösterr. Landtag, er war in Oberösterreich Landeshauptmann-Stellvertreter, gab jedoch 1889 sein Mandat zurück und übersiedelte nach Wien. | PEREIRA-ARNSTEIN, Viktor (I60991)
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| 1186 | Beschreibung 1 HL-G104 RFA1621 | GRUNER, Johannes (I34044)
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| 1187 | Beschreibung 2 HL-G107 | GRUNER, Johannes (I41450)
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| 1188 | Beschreibung 3 HL-G105 RFA909,RFA1622,RFA1652 | GRUNER, Samuel (I41449)
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| 1189 | Beschreibung 5 HL-H34 | HALLER, Johannes (I41454)
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| 1190 | Beschreibung 7HL-H37 | HALLER, Johannes (I41456)
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| 1191 | Beschreibung Abweichung zu Stroux | RÜDIN, Hans Jakob (I41666)
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| 1192 | Beschreibung CL0 - oder Agnes ? - Vater Niklaus von Zofingen (HBLS) ? | HENIGGI, Anna (I41472)
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| 1193 | Beschreibung soll nich Diebolds Mutter sein, sonder mit einem andern Has von Lupfen verheiratet sein | VON FULACH, Barbara (I3181)
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| 1194 | Besiedelt ist der Berg SCHELLENBERG (auch Eschnerberg genannt) seit etwa 3000 v. Chr. Fundstücke von der Grabungsstätte Borscht am höchstgelegenen Punkt, dem Gantenstein, belegen dies. Die Herren VON SCHELLENBERG hatten ihren Stammsitz im oberen Isartal und liessen sich auf dem Eschnerberg nieder, der heute nach ihrem Familiennamen genannt wird. Sie erbauten dort in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts die OBERE BURG SCHELLENBERG. Die Stammburg der Freiherren VON BRANDIS liegt im Kanton Bern, bei Lützelflüh im Emmental. WOLFART I. VON BRANDIS heiratete AGNES VON MONFORT-FELDKIRCH, die Witwe des Grafen HARTMANN III. von SARGANS-VADUZ. Der letzte seiner drei kinderlosen Söhne, Bischof von Chur, verpfändete die Grafschaft Vaduz und die Besitzungen auf dem Schellenberg an seine Halbbrüder ULRICH THÜRING und WOLFART II. VON BRANDIS. Er löste das Pfand nicht mehr ein, und nach seinem Tode waren die BRANDISER in vollem Besitz des Landes. 1434 wurde der letzte Teil des Gebietes auf dem SCHELLENBERG erworben, und seither sind in der Vereinigung der Grafschaft VADUZ und der Herrschaft SCHELLENBERG die Landesgrenzen unverändert. | N., N. (I21784)
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| 1195 | Besitzer der Eisenbergwerke Flums, Mitglied des Rates 1393, Seckelmeister, Hofrichter, der reichste Züricher seiner Zeit | KILCHMATTER, Rudolf ´der Jüngere` (I7838)
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| 1196 | Besitzer der Werdmühle, 1490 Zwölfer zum Weggen 1490, war 1476 Teilnehmer an der Schlacht bei Murten | WERDMÜLLER, Hans (I1283)
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| 1197 | Besitzer des von der Abtei Essen lehnbaren Hofs zum Grole und in Huckarde, Bürger in Bochum, zuletzt Eisenhändler | GROLMANN, Bernhard (I1193)
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| 1198 | Besitzer von Stadt und Burg HERBLINGEN bei Schaffhausen, Vogt zu Trüllikon und während des Interregnums Pfleger des Reiches in St. Gallen Erwarb 1322 von Jakob VON WART das Reichenauische Lehen Neftenbach. Bei Johannes ist nicht klar wer genau die Mutter ist ?? Diessenhofen, Truchsessen von Ritteradel des 13.-15. Jh. von D. im Thurgau, Zweig der Herren von HETTLINGEN. Stammsitz war der Unterhof in D. mit der dazugehörigen Vogtei D., Grabstätte die Kirche daselbst. Der erste Vertreter Heinrich (belegt 1241-90), Sohn Heinrichs von Hettlingen, sass ab 1247 als Truchsess der Gf. von Kyburg in D. Seine Beziehungen zum Kloster Salem (Baden, D) und andere Indizien weisen auf eine Heirat in den Hegauer Adel hin. Nach dem Aussterben der Kyburger 1264 nahmen die Habsburger als deren Erben die Fam. in ihren Dienst. Diese entwickelte sich im 1. Drittel des 14. Jh. zu einer der Hauptstützen habsburg. Politik in der Region. Heinrichs Sohn Johannes (belegt ab 1289/94, gestorben 1342), Gatte ELISABETHS VON REINACH (gestorben 1303) und Katharinas, wahrscheinlich von BONSTETTEN, sowie Vater von Heinrich ( -> 1), bewegte sich im engsten Umkreis der Hzg. von Österreich, wurde 1318 Hofmeister Kg. FRIEDRICHS DES SCHÖNEN und leitete in dieser Stellung verschiedene diplomat. Missionen. Auch ökonomisch war die Fam. in dieser Zeit erfolgreich. Sie erhielt als österr. Lehen Güter im süddt. Raum, in Gailingen und in Neuhausen am Rheinfall, die Vogtei in Trüllikon, als bedeutende Pfandschaften 1330 die Stadt und Feste Aach (Baden, D) und die Burg HERBLINGEN. Das Erbe von Johannes teilten sich 1342 seine Söhne Ulrich und Johannes. Unter ökonom. Druck begannen die Enkel des Letztgenannten, Hans MOLLI (1397-1434) und Hans BITTERLI (1392-1439), um 1420 mit der Liquidation des Besitzes. Um 1460 verpfändete Hans Bitterlis Sohn Hans Heinrich schliesslich den Unterhof und die Vogtei D. Letztmals belegt ist die Fam. 1495. Autorin/Autor: Martin Leonhard Ritteradel des 13.-15. Jh. von D. im Thurgau, Zweig der Herren von Hettlingen. Stammsitz war der Unterhof in D. mit der dazugehörigen Vogtei D., Grabstätte die Kirche daselbst. Der erste Vertreter Heinrich (belegt 1241-90), Sohn Heinrichs von Hettlingen, sass ab 1247 als Truchsess der Gf. von Kyburg in D. Seine Beziehungen zum Kloster Salem (Baden, D) und andere Indizien weisen auf eine Heirat in den Hegauer Adel hin. Nach dem Aussterben der Kyburger 1264 nahmen die Habsburger als deren Erben die Fam. in ihren Dienst. Diese entwickelte sich im 1. Drittel des 14. Jh. zu einer der Hauptstützen habsburg. Politik in der Region. Heinrichs Sohn Johannes (belegt ab 1289/94, 1342), Gatte Elisabeths von Reinach (1303) und Katharinas, wahrscheinlich von Bonstetten, sowie Vater von Heinrich (->), bewegte sich im engsten Umkreis der Hzg. von Österreich, wurde 1318 Hofmeister Kg. Friedrichs des Schönen und leitete in dieser Stellung verschiedene diplomat. Missionen. Auch ökonomisch war die Fam. in dieser Zeit erfolgreich. Sie erhielt als österr. Lehen Güter im süddt. Raum, in Gailingen und in Neuhausen am Rheinfall, die Vogtei in Trüllikon, als bedeutende Pfandschaften 1330 die Stadt und Feste Aach (Baden, D) und die Burg Herblingen. Das Erbe von Johannes teilten sich 1342 seine Söhne Ulrich und Johannes. Unter ökonom. Druck begannen die Enkel des Letztgenannten, Hans Molli (1397-1434) und Hans Bitterli (1392-1439), um 1420 mit der Liquidation des Besitzes. Um 1460 verpfändete Hans Bitterlis Sohn Hans Heinrich schliesslich den Unterhof und die Vogtei D. Letztmals belegt ist die Fam. 1495. | TRUCHSESS VON DIESSENHOFEN, Johannes (I7914)
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| 1199 | besitzt am 8 Aug 1365 Burg Alt-Urach Verkauft die Burg an die Erben von Johannes Malterer für 500 Mark Silber. | VOM BLUMENEGG, Ritter Ritter Johann (I11208)
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| 1200 | Besitzt auf ALTKIRCH IM ELSASS sowie Bichselsee und Sonnenberg im Thurgau, Burggraf zu Neuburg, 1305/06, Landvogt, 1330 bis 1354 Hauptmann und Pfleger zu Glarus, Aargau, Thurgau, Elsass und auf dem Schwarzwald, 1331 Hofmeister des Herzogs OTTO VON ÖSTERREICH, genannt 1300; österreichischer Marschall; Teinehmer an der dritten Belagerung Zürichs 1354 Nach dem Aussterben der Hauptlinie Alt-Landenberg 1315 (Tod von Rudolf von (Alt-)Landenberg und seinem Sohn Pantaleon bei Morgarten) setzte sich Landenberg-Greifensee als neue Hauptlinie fest, unter Hermann IV. (starb 1361, vermutlich ein Sohn von Hermann II.). Die Burg Alt-Landenberg fiel an das Kloster St. Gallen zurück (gelangte später im 14. Jahrhundert allerdings wieder in den Besitz der Linie Breitenlandenberg). | VON LANDENBERG-GREIFENSEE, Ritter Ritter Hermann IV. (I7916)
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