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| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 1101 | Bäuerl. Geschlecht im Zuger Berggebiet, wo die T. seit dem frühen 15. Jh. belegt sind. Sechs T. zählten zu jenen 14 Hofleuten, die 1431 oder kurz zuvor den Hünenberger Hof in Hinterburg erwarben. Bedeutung erlangten einzig die auf dem Bauernhof Blachen in Neuheim sesshaften T. Aus dieser von Ratsherr Hans begründeten Linie gingen insgesamt fünf Ammänner hervor: Seine beiden Enkel Ulrich ( -> 9) und Johann ( -> 1), Peter ( -> 4), ein Sohn des Letztgenannten, sowie dessen Söhne Johann Peter ( -> 2) und Severin ( -> 5). Severins Sohn Johann Kaspar (geboren 1684) war im Krieg von 1712 massgeblich am Sturz der friedenswilligen Regierung beteiligt und übernahm bis zur Niederlage im 2. Villmergerkrieg das Amt des Landeshauptmanns. 1719 wurde er wie schon zwei seiner Brüder Priester. Ebenfalls aus der Linie der T. ab Blachen stammt Klemens ( -> 3). Autorin/Autor: Renato Morosoli | TRINKLER, Matthias (I3033)
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| 1102 | Bäuerl. Geschlecht im Zuger Berggebiet, wo die T. seit dem frühen 15. Jh. belegt sind. Sechs T. zählten zu jenen 14 Hofleuten, die 1431 oder kurz zuvor den Hünenberger Hof in Hinterburg erwarben. Bedeutung erlangten einzig die auf dem Bauernhof Blachen in Neuheim sesshaften T. Aus dieser von Ratsherr Hans begründeten Linie gingen insgesamt fünf Ammänner hervor: Seine beiden Enkel Ulrich (->) und Johann (->), Peter (->), ein Sohn des Letztgenannten, sowie dessen Söhne Johann Peter (->) und Severin (->). Severins Sohn Johann Kaspar (1684) war im Krieg von 1712 massgeblich am Sturz der friedenswilligen Regierung beteiligt und übernahm bis zur Niederlage im 2. Villmergerkrieg das Amt des Landeshauptmanns. 1719 wurde er wie schon zwei seiner Brüder Priester. Ebenfalls aus der Linie der T. ab Blachen stammt Klemens (->). | TRINKLER, N. (I37063)
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| 1103 | Bauto war fränkischer Herkunft und wuchs östlich des Rheins auf, also in einem nicht von den Römern okkupierten Gebiet Germaniens.[1] Er trat in die römische Armee ein und wurde 380 von Kaiser Gratian zum magister militum (Heermeister) ernannt. Gratian schickte ihn dem Kaiser im Osten, Theodosius I., zur Unterstützung. Bauto war in den folgenden Jahren neben dem Bischof Ambrosius von Mailand (* 339 in Trier; † 4. April 397 in Mailand) wurde als römischer Politiker zum Bischof von Mailand gewählt. Er ist einer der vier lateinischen Kirchenlehrer der Spätantike der Westkirche, war der jüngere Bruder der Heiligen Marcellina und Satyrus und trägt seit 1295 den Ehrentitel Kirchenvater , der ihn mehrmals erwähnt,[2] der wesentliche Berater des Kaisers Valentinian II., der nach der Ermordung Gratians 383 im Westen herrschte. Im Jahr 383 schlug Bauto die nach Raetien eingefallenen Juthungen zurück und soll gegen den Usurpator Magnus Maximus mehrere Barbarenstämme mobilisiert haben. Obwohl Bauto ein Heide und mit Quintus Aurelius Symmachus bekannt war, unterstützte er 384 im Streit um den Victoriaaltar die Ablehnung einer Petition heidnischer Senatoren durch Kaiser Valentinian II. 385 bekleidete Bauto zusammen mit dem ältesten Sohn des Theodosius, dem späteren oströmischen Kaiser Arcadius, das Konsulat. In den Quellen werden Bautos militärische Fähigkeiten gelobt, außerdem soll er ein immenses Vermögen angehäuft haben. Angeblich war Bauto der Vater des Heermeisters Arbogast (jedenfalls nach Johannes von Antiochia), was aber eher unwahrscheinlich ist. Bautos Tochter, die hochgebildete Aelia Eudoxia, heiratete 395 Kaiser Arcadius. | FLAVIUS, Bauto (I47234)
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| 1104 | Bavo wurde Ende des 6. oder Anfang des 7. Jahrhunderts im heutigen Belgien geboren. Er stammte aus einer adligen Familie und hieß ursprünglich Allowin. Der Legende nach war er ein Sohn Pippins des Älteren. Nach dem Tode seiner Gattin, Tochter eines Grafen Adilio und Mutter von Adeltraut (Adeltrudis), die später Äbtissin im Kloster Malbodium (heute: Maubeuge) wurde, schenkte Bavo all seine Habseligkeiten den Armen und trat in ein Genter Kloster ein, wo er um 655 starb. | VON HERISTAL, Heiliger Heiliger Bravo (I18385)
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| 1105 | Bazentin (picardisch: Bazintin) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 80 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Somme in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde gehört zum Kanton Albert und ist Teil der Communauté de communes du Pays du Coquelicot. Zur Gemeinde, deren Hauptteil heute das frühere Bazentin-le-Petit bildet, gehört der Weiler Bazentin-le-Grand. Picardisch ist eine dem Französischen nahe verwandte galloromanische Sprache beziehungsweise eine nördliche Oïl-Sprache. Sie wird in Frankreich in der Picardie, dem Artois, in dem romanischen Teil von Französisch-Flandern sowie in Belgien im Westen Walloniens gesprochen. Als Langues d’oïl wird eine Gruppe galloromanischer Sprachen und Dialekte des in der Hauptsache nördlich der Loire liegenden Gebietes von Frankreich und im frankophonen Teil Belgiens und Luxemburgs bezeichnet. Im Gegensatz dazu stehen die südlichen Langues d’oc (aus lat. hŏc), die als okzitanische Sprache bezeichnet werden. Die Langues d'oïl waren mehr dem Einfluss der Franken und deren Sprache ausgesetzt als die Langues d'oc. Verbreitungsgebiet der Langues d’oïl sind Nordfrankreich, die Inseln im Ärmelkanal, Belgien (wallonische Sprache) und der Nordwesten der Schweiz. Das moderne Französisch hat sich aus einer Variante der Langue d’oïl des Raumes Paris, dem franzischen Dialekt (fr. francien) entwickelt. | DE MALAPERT, Jean (I2079)
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| 1106 | Beatrice I. d’Este entstammt der adligen Familie Este, die vor ihrer Umsiedlung nach Ferrara im Jahre 1239 die Stadt Este und Teile der Gegend um Padua beherrschte. Ihre Eltern waren Azzo VI. d’Este und dessen zweite Frau Sofia von Savoyen, Tochter von Humbert III. Ihre Mutter starb 1202. Beatrice verbrachte ihre Kinder- und Jugendjahre in den Burgen von Este und Calaone (drei Kilometer von Este entfernt in den Colli Euganei gelegen), gemeinsam mit ihren beiden Halbbrüdern aus der ersten Ehe ihres Vaters, Aldobrandino und Azzo, sowie ihrer jüngeren Halbschwester Constanza. Diese entstammte der dritten Ehe ihres Vaters mit Alisia von Antiochia, Tochter des französischen Kreuzritters Rainald von Chatillon (um 1125–1187) und dessen Frau Klementia von Zähringen, die wahrscheinlich eine Enkelin des Herzogs Konrad I. von Zähringen (1090–1152) war.[2] Beatrice genoss das höfische Leben. Ihre Tugenden und ihre Schönheit wurden von Troubadouren besungen, besonders von Rambertino Buvalelli, der ihr neun Gedichte widmete und sie als mon restaur (Okzitanisch sinngemäß meine Erquickung) bezeichnete.[1][2] Beatrices Vater strebte eine politische Eheverbindung für sie an.[1] | D`ESTE, Beatrice (I39096)
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| 1107 | Beatrix heiratete 954 im Alter von 16 Jahren den 25 Jahre älteren Friedrich I., Herzog von Oberlothringen aus dem Geschlecht der Wigeriche. Nach dem Tod ihres Gemahles im Jahr 978 übernahm Beatrix von Franzien offiziell bis zum Jahr 980 die Regentschaft für ihren noch minderjährigen Sohn Dietrich. Die Regierungsgeschäfte führte sie allerdings bis 987 fort. Noch 983 reiste sie zum Hoftag Ottos II. nach Verona. | VON FRANZIEN, Beatrix (I10737)
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| 1108 | Beatrix war die älteste Tochter des deutschen Königspaares Philipp von Schwaben aus der Dynastie der Staufer und Irene (Maria) von Byzanz.[1] 1203 bot ihr Vater sie dem Papst Innozenz III. zur Verlobung mit dessen Neffen an. Dieser Versuch, eine Versöhnung der Staufer mit den Päpsten zu erreichen, scheiterte jedoch.[2] 1208 bot Philipp sie seinem Gegenkönig Otto IV., einem Welfen, zur Vermählung an. Er wollte den 1206 bei Wassenberg besiegten Widersacher nach zehnjähriger Fehde befrieden. Otto IV. nahm das Angebot an – nach der Ermordung ihres Vaters Philipp im Juni 1208 und dem Tod ihrer Mutter (Königin Irene starb bei der Frühgeburt ihres achten Kindes) im August desselben Jahres, und verlobte sich im Jahre 1209 mit der noch Minderjährigen.[1] Beatrix hatte über ihren Großvater Friedrich I. Barbarossa und ihre Urgroßmutter Judith Welf mit Heinrich dem Schwarzen denselben Welfen als Ururgroßvater, der über Ottos IV. Vater Heinrich der Löwe und seinen Großvater Heinrich der Stolze Ottos Urgroßvater war. Wegen dieser Verwandtschaft war die päpstliche Genehmigung für eine Heirat einzuholen; sie wurde zum 24. Mai 1209 erteilt. Allerdings verlangte der Papst im Gegenzug die Finanzierung von zwei Kirchen. Da Otto wie sein anderer Urgroßvater Lothar von Supplinburg den Zisterziensern nahestand, spendete er für die Klosterkirche von Walkenried (gegründet 1127, gotischer Kirchenneubau ab 1209) und die Klosterkirche Riddagshausen (gegründet 1145; Kirchenneubau ab 1216). Erst am 22. Juli 1212 konnte Kaiser Otto IV. die inzwischen heiratsfähige 14-Jährige in Nordhausen ehelichen. Die Ehe mit der Enkelin Barbarossas diente der Legitimation von Ottos Herrschaft, nachdem im Jahr zuvor Friedrich II., Enkel Barbarossas und Sohn Heinrichs VI., zum Gegenkönig erhoben worden und nach Deutschland unterwegs war, um seinen Regentenanspruch durchzusetzen. Als ihr Cousin in Konstanz eintraf, war Beatrix bereits gestorben – 21 Tage nach ihrer Hochzeit. Infolge dieses Todes fielen stauferfreundliche Anhänger von Otto IV. ab. Beatrix wurde im Braunschweiger Dom St. Blasii bestattet, ebenso wie ihr Ehemann Otto IV. sechs Jahre nach ihr. Das Grab des Kaiserpaars befand sich ursprünglich beim Grabmal von Ottos Eltern Heinrich dem Löwen und dessen Ehefrau Mathilde, wo seit 2009 eine anlässlich des 800. Jahrestags der Kaiserkrönung Ottos im Boden eingelassene Gedenkplatte an die beiden erinnert.[3] Seit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1707 die im Langhaus bestatteten Gebeine seiner Vorfahren, unter ihnen auch Otto IV. und Beatrix, exhumieren und in einer monumentalen Kalkstein-Tumba gemeinsam beisetzen ließ, liegen die beiden in dieser Tumba in der nördlichen Apsis des Doms | VON SCHWABEN, Beatrix (I40254)
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| 1109 | Beatrix war eine Tochter des Grafen Günther (Withier) von Rethel. 1151 heiratete sie Roger II., den König von Sizilien, dessen zweite Frau Sibylle von Burgund kurz zuvor bei einer Fehlgeburt gestorben war. Das einzige Kind von Beatrix und Roger war Konstanze, die 1154 erst nach dem Tod Rogers geboren wurde. Konstanze wurde nach dem Tod Wilhelms II. Königin von Sizilien und durch ihre Heirat mit Heinrich VI. deutsche Kaiserin. Rethel ist der Name eines historischen Territoriums um die Stadt Rethel in der nördlichen Champagne. König Heinrich III. erhob 1581 die Grafschaft Rethel zugunsten Karls von Gonzaga, Herzog von Nevers, zu einem Herzogtum, das später durch Kauf an Mazarin überging. Dieser vermachte es 1661 Armand Charles de La Porte, dem Ehemann seiner Nichte und Erbin Hortensia Mancini, der seit der Heirat den Titel „Herzog von Mazarin“ trug. | VON RETHEL, Beatrix (I39166)
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| 1110 | Beatrix wurde zwischen 1013 und 1026 als Tochter des Herzogs Friedrich II. von Oberlothringen († 1026) aus der Familie der Wigeriche und der Mathilde von Schwaben († 1031/1032) in Mantua geboren. Nachdem Beatrix beide Elternteile verloren hatte, wurde sie von der Kaiserin Gisela von Schwaben († 1043), ihrer Tante, adoptiert und kam mit ihrer Schwester Sophie an den Hof Konrads II. Mit dem Tod ihres Vaters und ihres Bruders Friedrich III. einige Jahre danach erlosch die agnatische Stammlinie des Grafengeschlechtes Bar.[1] | VON LOTHRINGEN, Beatrix (I17250)
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| 1111 | Becht entstammte einer in der Mitte des 16. Jahrhunderts nach Heilbronn eingewanderten Familie. Das Wappen der Bechts stellt einen silbernen Schwan vor rotem Hintergrund dar. Bereits Bechts Urgroßvater Ambrosius Becht war Bürgermeister in Heilbronn gewesen. Auch seine zwei Urgroßväter mütterlicherseits, Philipp Orth und David Kugler, waren Heilbronner Bürgermeister. Bechts Vater war Ulrich Friedrich Becht, der ebenfalls dem Rat der Stadt angehörte und zuletzt das Amt des Stadtschultheißen bekleidete. Bechts Mutter war Maria Margaretha Orth. Becht besuchte das Gymnasium in Ansbach, kehrte dann aber 1677 nach Heilbronn ans Sterbebett des Vaters zurück und studierte danach Rechtswissenschaft an der Universität Erfurt und ab 1679 an der Universität Jena. Ab 1680 war er wieder in Heilbronn. 1683 kam er als Rentamtsbeamter zu Freiherr Philipp Jakob Nothaft von und zu Hohenburg und Hochdorf. 1687 kam er wieder nach Heilbronn und war Kassier, Sekretär und Konsulent in der Kanzlei des Ritterkantons Kraichgau unter Ulrich von Gemmingen. Er gehörte am 15. April 1713 dem kleinen, inneren Rat („von den burgern“) an, leitete ab 1714 das städtische Bauamt, ab 1717 das Rechnungsamt und ab 1719 das Kastenmeisteramt. 1723 wurde er Hospitalpfleger, am 2. Januar 1727 Steuerherr und 1730 verwaltete er außerdem die Pfarrpflege. Im Frühjahr 1731 wurde er nach der Bewilligung des Ruhestands des Bürgermeisters Johann Heinrich Orth dritter Bürgermeister der Stadt. Gleichzeitig wurde er Vogt des reichsstädtischen Dorfes Flein. Johann Georg Becht veranlasste Renovierungsarbeiten für das Projekt Kommerzienstraße, eine Handelsstraße von Straßburg über Heilbronn, Schwäbisch Hall nach Nürnberg, um die alte Heilbronner Haller Straße wiederzubeleben. An bedeutenden Ereignissen in seiner kurzen Amtszeit ist nichts überliefert. Becht war in erster Ehe verheiratet mit Eva Maria Schöck aus Wimpfen und hatte mit ihr sechs Kinder, von denen jedoch nur eine Tochter und der Sohn Georg Adam (1684–1733) das Erwachsenenalter erreichten. In zweiter Ehe war er nach dem Tode seiner ersten Gattin ab 1725 mit Regina Margaretha Hermann verheiratet, diese zweite Ehe blieb kinderlos. Becht starb nach kurzer schwerer Krankheit, die einen Schlaganfall auslöste, und wurde auf dem Friedhof an der Weinsberger Straße beigesetzt. | BECHT, Johann Georg (I57484)
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| 1117 | Bedeutende Fam. von St. Gallen, die seit dem 14. Jh. in der Stadt verbürgert ist. Bis ins 19. Jh. waren viele Angehörige des Geschlechts im Müllergewerbe tätig, von der Mitte des 17. bis ins 19. Jh. finden sich auch zahlreiche Bäcker. Archive – StadtA St. Gallen, FamA Literatur – Bürgerbuch der Stadt St. Gallen, 1930, 795-797 Autorin/Autor: Rezia Krauer | WETTER, Anna (I1093)
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| 1118 | Bedeutendes edelfreies Geschlecht des 11. und 12. Jahrhunderts im nördlichen Teil des transjuranischen Burgund. Die namengebende Stammburg befand sich vermutlich am südlichen Steilufer der Glane unweit ihrer Mündung in die Saane. Das erste Zeugnis der Herren von Glane ist die Heiratsnotiz Ulrichs mit Rilenta von Walperswil von 1078. Ulrich und sein Sohn Peter tauchen im Umkreis der Grafen von Mâcon-Burgund und der Grafen von Oltingen auf, mit denen sie wohl verwandt waren. Aus dem Oltinger Erbe fiel ihnen die Herrschaft Arconciel zu. In der Bluttat von Payerne in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar 1127 wurden Peter von Glane und sein Sohn Ulrich zusammen mit dem Grafen Wilhelm IV. von Burgund, dem Kind (in der französischen Geschichtsschreibung Wilhelm III.), umgebracht. Weitere Söhne Peters waren Hugo, Domherr in Besançon, und Wilhelm, Stifter des 1138 geweihten Klosters Hauterive. Letzterer entschloss sich zur Errichtung dieser Zisterzienserabtei unter dem Eindruck der Mordtat von Payerne und wohl auch in der Absicht, das Hausgut der von Glane im Krieg um das burgundische Erbe dem Zugriff der siegreichen Zähringer zu entziehen. Nach der Gründung von Hauterive trat er als Konverse ins Kloster ein, wo er am 11. Februar 1142/1143 als letzter männlicher Nachkomme des Geschlechts starb. Seine vier Schwestern heirateten Hochadlige der näheren und weiteren Umgebung, so Emma den Grafen Rudolf I. von Neuenburg, an den die Herrschaft Arconciel überging, Juliana einen namentlich nicht bekannten Herrn von Montsalvens, Agnes den Grafen Rudolf I. von Greyerz und Ita einen Adligen aus der Tarentaise (wohl nicht den Grafen Aymo II. von Genf). Diese Allianzen zeigen, dass die von Glane zu den mächtigsten Familien im westlichen Mittelland zählten. Das Geschlecht besass gute Grundlagen für die Entfaltung einer dynastischen Adelsherrschaft. Sein rasches Ende ist eng verknüpft mit dem Niedergang des Grafenhauses Burgund und dem Vordringen Zähringens in den burgundischen Raum. | VON GLANE, Rudolf (I39025)
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| 1119 | Bedeutendes St. Galler Geschlecht, das vermutlich aus Watt (Gemeinde Mörschwil) stammt und deren Mitglieder im 14. Jahrhundert das Bürgerrecht von St. Gallen erwarben. Ihren Aufstieg verdankte die Familie dem Fernhandel mit St. Galler Leinwand. Im 15. und 16. Jahrhundert bekleideten die Watt wiederholt hohe politische Ämter und verbanden sich mit anderen angesehenen und vermögenden St. Galler Familien, etwa den Zili und den Zollikofer. Konrad, der 1402 das Bürgermeisteramt innehatte, fiel 1403 in der Schlacht bei Vögelinsegg. Dessen Sohn Hug (->) gründete mit Peter (->) und dem Berner Niklaus von Diesbach in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Diesbach-Watt-Gesellschaft. Zudem erwarb er Güter, die über lange Zeit im Familienbesitz blieben und erhielt 1430 mit seinen zwei Brüdern Hans (1458/1459) und Konrad (1469/1470) sowie Peter von König Sigismund einen Wappenbrief. Peter, der nach Nürnberg umsiedelte und dort 1428 das Bürgerrecht erwarb, wurde zum Stammvater des Nürnberger Zweigs, von dem bis in die 1560er Jahre Nachkommen bezeugt sind. Hektor (->), Sohn des Hug, war von 1460-1474 im Dreijahresturnus St. Galler Bürgermeister. Dessen gleichnamiger Enkel war als Kaufmann im Osten tätig und wurde 1510 Bürger von Krakau. Auf ihn geht der dortige Zweig der Familie zurück, der bis 1594 nachweisbar ist. Herausragendes Mitglied des Geschlechts in St. Gallen war Joachim, genannt Vadian. Konrad, ein Bruder Vadians, verliess St. Gallen, wurde 1517 Bürger von Posen (heute Poznań, Polen) und begründete den Posener Zweig der Familie. In St. Gallen starb das Geschlecht in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus. | VON WATT, N. (I23696)
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| 1120 | beerbte den Donauwörther Imhof-Zweig (siehe 1. Frau des Jung) | KÄRNER \ HOHBERG, Martha \ ANNA (I4654)
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| 1121 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I2247)
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| 1122 | Begründer der Árpáden-Dynastie. Im Doppelfürstentum Ungarn, das damals von einem Sakralkönig (Kende), der für religiöse und diplomatische Angelegenheiten zuständig war und einem Heerführer (Gyula) angeführt wurde, stieg Árpád nach der schweren Niederlage der Magyaren gegen die Petschenegen (893) zum Nachfolger seines greisen Vaters Álmos auf, der als Gyula Verantwortung für die politischen und militärischen Alltagsgeschäfte getragen hatte. Zum Kenden wurde von den Fürsten der sieben ungarischen Stämme offenkundig zeitgleich Kursan gewählt, wenngleich schriftliche Quellen fehlen.[1] Die Ungarn griffen 894 auf Veranlassung des byzantinischen Kaisers Leo VI. die Bulgaren an. Árpáds Sohn Levente führte den Feldzug im nördlichen Bulgarien. Im Auftrag des mährischen Großfürsten Sventopluk kämpften die Ungarn kurz darauf gegen Pannonien. Als Sventopluk starb, nutzte Árpád im Frühjahr 895 das entstandene Machtvakuum, um in das Karpatenbecken einzufallen. Zeitgenössischen Berichten zufolge soll er über 20.000 Reiter verfügt haben. Gleichzeitig griffen die Petschenegen, verbündet mit dem bulgarischen Zaren Simeon, die Ungarn von Osten an, so dass ein großer Teil des Volkes aus den Siedlungsgebieten zwischen Donau und Dnepr nach Westen floh. Dort vereinten sich die Flüchtlinge mit dem Reiterheer Árpáds, kämpften mit ihm gemeinsam gegen die Bulgaren und setzten sich schließlich auf Dauer im Karpatenbecken fest. Dieser Vorgang wird allgemein als erster Abschnitt der ungarischen Landnahme bezeichnet. Nachdem sich die ungarische Herrschaft in dem neuen Territorium stabilisiert hatte, unter anderem durch einen Reichstag, der 898 in Szeged Grundlagen für Reichsorganisation und Rechtspflege festlegte, begann Árpád schnell, verstärkt im mitteleuropäischen Raum zu operieren: 898/99 fiel er auf Ersuchen Kaiser Arnulfs erstmals in Italien ein, gewann die Schlacht an der Brenta und verheerte Norditalien. Arnulf versuchte auf diese Art, den Widerstand einheimischer Fürsten auf seinem Italienzug zu brechen. Als Arnulf 899 starb, nutzte Árpád die Gelegenheit, um erneut das unter ostfränkischer Herrschaft stehende Pannonische Fürstentum (900) und das östliche Mähren (902) anzugreifen. Dieses Mal zogen die Ungarn sich allerdings nicht mehr zurück, sondern verleibten einen Teil dieser Gebiete in ihr Territorium ein und ließen feste Plätze, unter anderem im Donautal, errichten. Von diesen neu eroberten Gebieten ging vermutlich auch die schnelle Verschmelzung der Ungarn mit der anfangs noch versklavten slawischen Bevölkerung aus. Als der Sakralkönig Kursan 904 während eines Festmahls an der Westgrenze Pannoniens von Bajuwaren ermordet wurde, riss Árpád die Alleinherrschaft an sich. Mit Hilfe seiner fünf Söhne, die große Reiterverbände befehligten, besiegte er zunächst die Gefolgschaft Kursans und besetzte danach das zerfallende Großmährische Reich. 907 vernichtete Árpád in der Schlacht von Pressburg ein angreifendes bayerisches Heer; damit sicherte er den Ungarn das Pannonische Becken endgültig und schlug den letzten Versuch anderer Reiche zurück, sein Volk zu unterwerfen. In den folgenden Jahren begannen die Ungarn ihrerseits, Raubzüge in die umliegenden Territorien und bis weit in das Gebiet des Heiligen Römischen Reichs hinein zu unternehmen, bis sie in der Schlacht auf dem Lechfeld im August 955 vernichtend besiegt wurden. Árpáds Nachkommen, die Árpáden, herrschten bis 1301 in Ungarn. https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%81rp%C3%A1d | (MAGYAREN), Árpád (I1562)
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| 1123 | Begründer der Basler Fam. O., die ursprünglich aus Freiburg i.Br. stammt, war der Kaufmann und Ratsherr Hans (1476-1543), der 1492 das Basler Bürgerrecht erhielt. Zwischen 1524-29 liess er durch Hans Holbein den Jüngeren den sog. Oberried-Altar errichten. Während der Reformation kehrte Hans 1529 mit dem Altar nach Freiburg i.Br. zurück. Seine Söhne Franz (1507-62), Ratsherr, Oberstzunftmeister und Bürgermeister, und Hans (1518-64), Kaufmann und Grossrat, kamen wieder nach Basel. Mit dem Bürgermeister Jakob (->), Sohn des Hans, trat die Fam. O. zum ref. Glauben über. Der Ratsherr Johann Georg (1720-86) war einer der letzten Vertreter der Fam., die im 19. Jh. ausstarb. | OBERRIED, Hans (I39355)
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| 1124 | Bei der Herkunft der Zollern bleibt vieles im Dunkeln.[1] Frühere Gelehrte hatten aufgrund des Namens fälschlicherweise angenommen, Burkhard würde dem mittelalterlichen Geschlecht der Burchardinger entstammen.[2] Historisch sichere Aussagen über die Herkunft Burkhards abzugeben, ist nicht möglich. In den Annalen des Reichenauer Mönchs Berthold werden die 1061 getöteten Burchardus et Wezil de Zolorin erwähnt. Eine Verwandtschaft zueinander ist nicht belegbar, wenngleich in späteren Quellen diese unterstellt wird. Ob die Edlen in einer Fehde gefallen sind oder nicht, wird in der Niederschrift des Mönches nicht geklärt. Bei seinem Vater könnte es sich um Friedrich handeln, einem Grafen im Sülichgau (entspricht etwa dem heutigen Landkreis Tübingen). Bei der Mutter wird Irmentrud, Tochter von Graf Burkhard von Nellenburg vermutet. Nächster bekannter Hohenzoller ist Friedrich I. | VON ZOLLERN (DE ZOLORIN), Burchard (I1831)
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| 1125 | Bei der Manasses-Chronik (bulgarisch Манасиева летопис oder Манасиева хроника) handelt es sich um eine bulgarische Übersetzung und Erweiterung der um das Jahr 1181 von dem byzantinischen Schriftsteller Konstantin Manasses verfassten Weltchronik Chronike Synopsis. Die Chronike Synopsis beschreibt die Ereignisse von der Entstehung der Welt bis ins Jahr 1081 in Versen. Die Manasses-Chronik entstand im Auftrag des bulgarischen Zaren Iwan Alexander zwischen 1345 und 1347[1][2]. Die bulgarische Übersetzung beinhaltet weitere 19 Kapitel, die sich mit der bulgarischen Geschichte befassen. Die Manasses-Chronik ist reichlich illustriert und ein hervorragendes Beispiel der Kunstschule von Tarnowo. Die Chronik erfreute sich neben der bulgarischen Welt auch großer Beliebtheit in der angrenzenden Balkanregion sowie Russland. Heute sind nur fünf Abschriften von ihr erhalten. Boris I. Sowohl die katholische als auch die orthodoxe Kirche versuchten, Boris unter ihre jeweilige Hoheit zu ziehen. Als sich jedoch Papst Nikolaus I. und sein Nachfolger Hadrian II. weigerten, den Bulgaren ein eigenes Patriarchat zuzugestehen, wandte sich Boris enttäuscht Byzanz zu. Um 865 muss der Knjas von byzantinischen Missionaren das Sakrament der Taufe empfangen haben. Patriarch Ignatios I. von Konstantinopel forderte daraufhin die Zuständigkeit für Bulgarien ein, weshalb es zu schweren Konflikten mit Rom kam und er von Papst Johannes VIII. mit dem Kirchenbann bedroht wurde. Dessen ungeachtet entsandte Ignatius einen Erzbischof und mehrere Bischöfe zur Missionierung nach Bulgarien. In diesem Zeitraum muss auch ein Treffen Boris’ mit dem ostfränkischen König Ludwig II. in Tulln stattgefunden haben. Ludwig konnte den Bulgaren zwar für einen gemeinsamen und erfolgreichen Feldzug gegen das Mährerreich gewinnen. Weitere Kriege von König Boris gegen das serbische Fürstentum blieben jedoch erfolglos. Als 863 der byzantinische Kaiser Michael III. einen weiteren Krieg androhte, ließ Boris sich schließlich christlich taufen. Dabei nahm er den Taufnamen Michael, als Huldigung an den oströmischen Herrscher, an. Die Taufe soll einer Überlieferung nach in einer kleinen Kapelle an einer Zollstation in oder in der Nähe von Develtum erfolgt sein.[1] Damit hatte Byzanz einen größeren Einfluss in seinem Territorium. Anschließend unterstellte er seine gesamte Regentschaft dem Ziel der Christianisierung seines Reiches. Kurz darauf kam es zu einer heidnischen Revolte, die von König Ludwig II. unterstützt wurde. Boris schlug die Revolte blutig nieder. Gleichzeitig versuchte er aber, die Abhängigkeit von Byzanz zu mindern: 866 forderte der Knjas bei Papst Nikolaus I. ein Lehrschreiben an, das heute als wichtigste historische Quelle für diese Epoche Bulgariens gilt.[2] Mit der päpstlichen Antwort kamen römische Missionare ins Land. Die orthodoxen Priester wurden vertrieben. Der Zeitpunkt war günstig für Boris’ Unabhängigkeitsstreben, da Byzanz sich in einer Phase dynastischer Auseinandersetzungen befand. Dennoch ließ Patriarch Photios I. 867 das Wirken der römischen Missionare in Bulgarien verbieten und Papst Nikolaus absetzen. Es folgten gegenseitige Bannbriefe, Absetzungen und das Senden immer neuer Missionare. Letztlich setzte sich in Bulgarien aber die Ostkirche durch. Boris legte im Jahre 890 seine Herrschaft nieder und trat in ein Kloster ein. Aufgrund des Versuches seines ältesten Sohnes Wladimir Rassate[3] und weiterer 50 protobulgarischer Adliger, den Tengrismus der Vorfahren wieder einzuführen, kehrte Boris noch einmal für kurze Zeit auf den Thron zurück, ließ seinen eigenen Sohn Wladimir blenden und die Familien der Adligen ermorden. 893 gegen Ende der Amtszeit empfing Boris die Schüler der Brüder und Slawenmissionare Kyrill und Method, Kliment von Ohrid, Naum und Angelarij in Bulgarien. Unter Zar Boris wurde in einem eigens dafür einberufenen Konzil das Altbulgarische als Liturgiesprache in der Bulgarischen Kirche eingeführt. Nach dem Konzil übergab Zar Boris die Herrschaft seinem dritten Sohn Simeon. Unter seiner Herrschaft bekam Kliment von Ohrid die Region Ohrid zugesprochen, um dort ein weiteres kulturelles Zentrum neben der Hauptstadt Pliska zu erbauen. Anschließend kehrte Boris ins Kloster zurück. Er gilt als Stifter und Gründer von mehreren Klöstern und der berühmten Ohrider Schriftschule. Er starb als Mönch am 2. Mai 907 im Pantelejmon-Kloster nahe Preslaw. Boris wird in Bulgarien als Nationalheiliger verehrt, sein Festtag ist der 2. Mai. | (BULGARIEN), Boris I. (I37397)
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| 1126 | Bei der Reichsteilung seines Vaters im Jahre 865 erhielt Karlmann als König Bayern. Bayern bestand damals überwiegend aus dem Stammesgebiet der Bajuwaren. Karlmann übernahm nach Ludwigs Tod als König 876 die Herrschaft in Bayern. Außerdem trat er 877 die Nachfolge seines Onkels, des westfränkischen Königs Karls des Kahlen, als König von Italien an. 877 gründete er im heutigen Altötting das Kloster Ötting, das durch Schenkungen bald sehr wohlhabend wurde, und ließ dazu eine Kirche erbauen, auf deren Grundmauern heute die Stiftspfarrkirche St. Philipp und Jakob steht. Die geographische Lage seiner Königspfalz war für Karlmann auch deshalb günstig, weil er auch die italienische Königskrone zugesprochen bekam. Er erkrankte in Verona, wo er sich vorübergehend aufgehalten hatte, schwer und kehrte nach Ötting zurück. Karlmann verstarb dort am 22. September 880. Er ist in der Stiftskirche Altötting begraben. Bayern zur Zeit König Karlmanns In der nach 900 verfassten Weltchronik Reginos von Prüm, Abt von St. Martin in Trier, wird König Karlmann folgend beschrieben: „Es war aber dieser sehr vortreffliche König in den Wissenschaften wohlunterrichtet, der christlichen Religion ergeben, gerecht, friedliebend und mit aller Ehrbarkeit der Sitten geziert; die Schönheit seines Körpers war außerordentlich und auch die Stärke an ihm bewundernswert; dieser aber entsprach sein Hochsinn. Denn sehr viele Kriege führte er zusammen mit seinem Vater und noch mehr ohne ihn in den Reichen der Slawen, und stets trug er den Triumph des Sieges davon; die Grenzen seines Reiches mehrte und erweiterte er mit dem Schwert; den Seinen zeigte er sich mild, den Feinden furchtbar, im Gespräch leutselig, mit Demut geschmückt, in der Ordnung der Reichsangelegenheiten ungemein tüchtig, so dass ihm durchaus nichts zu fehlen schien, was einer königlichen Majestät zukommt.“ (Regino von Prüm: Weltchronik (900)). 879, als er bereits aus gesundheitlichen Gründen regierungsunfähig war, gab er Italien an seinen Bruder Karl III. den Dicken, der im alemannischen Teilreich herrschte. Nach Karlmanns Tod erhielt sein Bruder Ludwig III. der Jüngere, der in Franken, Sachsen, Thüringen und der Hälfte Lothringens herrschte, Bayern, Karlmanns Sohn Arnulf von Kärnten die Markgrafschaft Kärnten. | (OSTFRANKENREICH), Karlmann (I36533)
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| 1127 | bei Korhammer sind die Eltern Lukas R. und Barbara Langenmantel, bei Schirmer Ludwig R. und Barbara Langenmantel; bei Bendel Fraz R. und Anna Langenmantel; steuert ab 1420; od. gest. 1465 | RIEDLER, Marx (I21068)
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| 1128 | bei Murten wird er zum Ritter geschlagen und führt 2000Mann an, 1481 kauf er das durch seinen Vater an die Stadt St. Gallen verpfändetet Schloss Forsteck zurück und wird 1486 Bürger von Zürich. Im schwabenkrieg steht er 1499 wiederum bei Frazen auf der Seite der Eidgenossen, in den Mailänder Feldzügen 1512 zieht er als oberster Feldherr der eidgenossen los, nimmt in Mailand den Dank des Papstes in Form des im Landesmuseum aufbewahrten goldenen Schwerts entgegen. | VON HOHENSAX, Ritter und Freiherr Ritter und Freiherr Ulrich (I28084)
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| 1129 | Bei seinem Versuch, die Kurpfalz als führende protestantische Macht im Heiligen Römischen Reich zu positionieren, verstrickte er sich in die durch religiöse Gegensätze verursachten politischen Wirren Europas. Am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges nahm Friedrich V. die böhmische Königskrone an und stellte sich damit gegen Kaiser Ferdinand II. und das Reich. Von der kaiserlichen Propaganda erhielt Friedrich V. in Erwartung seiner wohl äußerst kurzen Herrschaft den Beinamen Winterkönig (tschechisch Zimní král), der nach seiner nur etwas mehr als ein Jahr dauernden Regierungszeit als König von Böhmen an ihm haften blieb. Damit zählt Friedrich V. zu den wenigen historischen Persönlichkeiten, die unter ihrem Spottnamen in die Geschichte eingegangen sind. Sein politisches Handeln hatte weitreichende und verheerende Auswirkungen auf das Reich und ganz Europa und war einer der Auslöser des Dreißigjährigen Krieges. Nach der Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg gegen die Truppen Kaiser Ferdinands II. verlor er nicht nur das Königreich Böhmen, sondern durch die Verhängung der Reichsacht auch sein Herrschaftsgebiet, die Pfalz, sowie seine Kurwürde. | (PFALZ), Friedrich V. (I54300)
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| 1130 | bei Zedler nicht erwähnt | SCHMETTAU, Heinrich (I57694)
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| 1131 | beide Grosväter heißen Johann Georg Kraft, nur ist der Väterliche 1775 geboren und der Mütterliche 1779 | KRAFT, Georg (I49)
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| 1132 | Beim Antritt seiner Herrschaft war Alarich noch sehr jung. Das von seinem Vater Eurich geerbte Reich umfasste nicht nur den größten Teil der Iberischen Halbinsel, sondern auch Aquitanien und den größten Teil der Provence (siehe Gallo-römische Kultur). Alarich war wie seine Vorgänger Arianer; daraus ergab sich ein religiöser Gegensatz zur romanischen Bevölkerung seines Reichs, die katholisch war. Im Unterschied zu seinem Vater versuchte Alarich aber nicht, die Hierarchie der katholischen Kirche zu lähmen, sondern erstrebte einen Ausgleich mit den Katholiken und erlaubte den katholischen Bischöfen 506 die Abhaltung des Konzils von Agde. Er ließ von romanischen Juristen ein Gesetzbuch schaffen, in dem die Bestimmungen des römischen Rechts, die den juristischen Alltag seiner romanischen Untertanen regelten, zusammengestellt wurden. Dieses 506 in Kraft gesetzte, als Lex Romana Visigothorum bekannte Gesetzbuch wird auch nach seinem Urheber Breviarium Alaricianum genannt. | (BALTHEN), Aalrich II. (I36783)
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| 1133 | Beim Tod des Vaters im Jahr 1028 begann Gottfried seinen älteren Bruder, Graf Alduin II., von der Burg von Blaye aus zu befehden. Nach einer achttägigen Belagerung musste er allerdings kapitulieren. Sein Bruder verzieh ihm und belehnte ihn mit zwei Burgen in der Saintonge. Dennoch konnte Gottfried nach dem Tod des Bruders 1032 die Herrschaft in Angoulême übernehmen, indem er die Erbrechte seiner Neffen ignorierte. Gottfried war in erster Ehe verheiratet mit Petronella, einer Tochter des Mainard „le Riche“ und Erbin der Burgen von Archiac und Bouteville. Das Paar gründete in Bouteville die Priorei Saint-Paul, in der Petronella bestattet wurde. Sie hatten mehrere Kinder: | TAILLEFER VON ANGOULEME, Gottfried (I36651)
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| 1134 | Beim Tod des Vaters war Balduin noch unmündig, weshalb seine Mutter bald darauf den späteren König Robert II. den Frommen heiratete, um diesen als Beschützer ihres Sohnes zu gewinnen. Der regierende König Hugo Capet nutzte die Situation und installierte kurz nach 989 in Ponthieu seinen Gefolgsmann Hugo. Schon 992 ließ sich König Robert II. von Rozela scheiden, wofür nach Richer von Reims der Altersunterschied ausschlaggebend war. Robert behielt dabei ihre Mitgift, den wichtigen Seehafen Montreuil mit seiner Burg, um die Balduins Vorfahren lang gekämpft hatten. Mündig geworden, stellte Balduin die gräfliche Gewalt in Kortrijk und Gent wieder her. Dadurch gestärkt, nahm er die Expansionspolitik seiner Vorfahren wieder auf. Nach Süden hin gebunden orientierte er sich in den Osten, auf die Regionen rechts der Schelde und damit auf Reichsgebiet. Zuerst nahm er Cambrai ein, dessen Bischof zu König Heinrich II. floh, und im Jahr 1006 erfolgte im Bund mit Graf Lambert I. von Löwen die Eroberung der Mark Valenciennes. In Reaktion darauf verbündete sich der spätere Kaiser Heinrich II. der Heilige mit König Robert II. und zog im Sommer 1007 in Gent ein, was Balduin noch im Oktober desselben Jahres in Aachen zur Unterwerfung vor dem deutschen König zwang. Nicht lang danach näherte sich Balduin auf diplomatischen Weg König Heinrich II. an, von dem er schließlich Walcheren (1012) und Valenciennes (1015) als Lehen aus kaiserlicher Hand erhielt. Auf Cambrai hingegen musste er verzichten, dessen Grafenwürde an den Bischof übergeben wurde. Damit aber war Balduin der erste Graf von Flandern, der auf Reichsboden Fuß fasste (siehe „Reichsflandern“) und somit zu Frankreich als auch zum Reich in Vasallität stand. | (FLANDERN), Balduin IV. ´der Bärtige` (I52347)
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| 1135 | Beim tod ihrer tochter wird als derern Stiefvater Johannes albrecht bezeichnet. Maria apollonia hat also vor 1756 (ca. 1748) ein zweites Mal geheiratet. Aus der altersangabe bei ihrem Tod am 20.01.1794 errechnet sich das geburtsdatum vom 09.11.1710. an diesem tag ist tatsächlich eine Maria apollonia geboren, als Tochter des Küfermeisters Leonhard Flößer und seiner ehefrau Anna Catharina. Diese zunächst fragwürdigen Zusammenhänge werden durch ein Testament der eheleute Johannes albrecht und apollonia, geb. Flößer vom 25.11.1785 (TE//§$) bestätigt. | FLÖSSER, Maria Apollonia (I21084)
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| 1136 | Beim Tod seines Großvaters Bernhard II. erhielt er die Vizegrafschaften Nîmes und Albi, während sein Vater Odo in der Grafschaft Toulouse folgte. 898 ernannte sein Vater ihn zum Grafen von Rouergue. 906 gab Odo Rouergue seinem jüngeren Sohn Armengol und machte Raimund zum Mitgrafen in Toulouse. 918/19 erbte er Toulouse, während Rouergue, Nîmes und Albi an Armengol gingen. Raimund erhielt auch den Titel eines Herzogs von Septimanien, den sein Vater getragen hatte. Er starb 923 und hinterließ seine Titel seinem Sohn Raimund III., seinem einzigen Kind aus seiner Ehe mit Gudinhilde, wohl einer Tochter von Wilfried I., Graf von Barcelona (Haus Barcelona). | (TOULOUSE), Raimund II. (I39772)
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| 1137 | Beim Tod seines Vaters (spätestens 1103) trat zunächst sein älterer Bruder Thoros I. die Nachfolge als „Herr vom Berge“ an.[1] Etwa um dieselbe Zeit nahm Leo eine namentlich nicht bekannte Schwester (oder Schwägerin) Balduins von Edessa zur Frau; seine eigene Schwester Beatrice heiratete später dessen Nachfolger Joscelin I. Von seinem Bruder erhielt Leo den Oberbefehl über die Streitkräfte des Fürstentums. Im Jahr 1111 wehrte er einen Angriff des Seldschukensultans Malik Schah I. unter erheblichen Verlusten ab. 1118 kommandierte er ein armenisches Hilfstruppenkontingent, das dem Fürsten von Antiochia, Roger von Salerno, für die Belagerung von Azaz geschickt wurde. Als Thoros I. starb, trat zunächst dessen Sohn Konstantin sein Erbe an, fiel jedoch schon nach wenigen Monaten einer Palastintrige zum Opfer.[2] Die Quellen schweigen darüber, ob Leo in die Ermordung seines Neffen involviert war, um selbst an die Macht zu kommen. Hatten sein Vater und sein Bruder noch beste Beziehungen zu den Kreuzfahrerstaaten gepflegt, so nahmen in Leos siebenjähriger Regierungszeit die Spannungen stark zu. Schon im Februar 1130 griff Bohemund II. von Antiochia die 1107 von Thoros I. eroberte Festung Anazarbos an. Leo rief die türkischen Danischmenden zu Hilfe, die den Franken eine vernichtende Niederlage beibrachten. Nach Bohemunds Tod annektierte Leo 1131 die kilikischen Städte Mamistra, Tarsos und Adana. 1133 gelang ihm auch die Eroberung der im Nurgebirge gelegenen Burg Sarventikar, der für die Verteidigung Kleinarmeniens gegen Angriffe aus dem Osten eine Schlüsselposition zukam. 1136 versuchte der neue Fürst von Antiochia, Raimund von Poitiers, Kilikien zurückzuerobern. Mit Zustimmung König Fulkos zog er gemeinsam mit Balduin von Marasch gegen Leo, der den Angriff mit Unterstützung seines Neffen Joscelin II. von Edessa abwehren konnte. Als Leo den unterlegenen Balduin zu einer Unterredung empfing, nahm dieser ihn durch eine List gefangen und überstellte ihn nach Antiochia. In seiner Abwesenheit kam es zwischen drei Söhnen Leos zum Bruderstreit, in dessen Verlauf schließlich der älteste, Konstantin, gefangengesetzt und geblendet wurde. Von Norden fielen die Danischmenden in Kilikien ein und zerstörten die Ernte. Angesichts dieser Hiobsbotschaften willigte Leo ein, im Gegenzug für seine Freilassung auf seine kilikischen Eroberungen zu verzichten; zusätzlich zahlte er an Raimund 60.000 Goldstücke und stellte einen seiner Söhne als Geisel. Nach seiner Rückkehr nach Sis fühlte sich Leo jedoch nicht mehr an seine Zusagen gebunden. Die folgenden Feindseligkeiten zwischen den Fürstentümern Kleinarmenien und Antiochia endeten erst, als Kaiser Johannes II. einen Feldzug zur Rückeroberung der ehemals byzantinischen Territorien vorbereitete. Die kaiserliche Armee formierte sich im Frühjahr 1137 in Attaleia und drang rasch ostwärts nach Kilikien vor, wobei die Städte Mersin, Tarsos, Adana und Mamistra den Byzantinern kampflos in die Hände fielen. Die Garnison im stark befestigten Anazarbos leistete 37 Tage lang Widerstand, musste sich dann aber den Belagerern ergeben. Leo zog sich in das Taurusgebirge zurück, während Johannes II. sein Heer südwärts gegen Antiochia führte. Nach seiner Rückkehr nach Kilikien nahm Johannes II. nach mehrwöchiger Belagerung auch Vahka, den Familiensitz der Rubeniden, ein. Leo und seine Söhne Ruben und Thoros gerieten in Gefangenschaft und wurden nach Konstantinopel gebracht, wo sie in ehrenvoller Haft am kaiserlichen Hof verbleiben durften. Dort starb Leo am 14. Februar 1140. Ruben wurde 1141 umgebracht, Thoros gelang 1145 die Flucht und Rückkehr nach Kilikien. Die übrigen Söhne Stephan, Mleh und der geblendete Konstantin waren vor den Byzantinern zu ihrem Cousin Joscelin II. nach Edessa geflohen. | N., Leo I. (I24277)
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| 1138 | Beim Tod seines Vaters 1011 noch minderjährig, wurde er bei dessen Nachfolge übergangen, Herzog von Kärnten wurde Adalbero von Eppenstein. Konrad wurde Graf im Nahegau, Speyergau und Wormsgau. 1024 waren er und sein älterer Vetter Konrad bei der Königswahl in Kamba die beiden Kandidaten für die Königsnachfolge Heinrichs II. In einer von Wipo fingierten Rede konnte Konrad der Ältere seinen Vetter davon überzeugen, den Wahlausgang unabhängig von dem Erfolg der eigenen Kandidatur zu akzeptieren. Als Kompensation für seinen Verzicht könnte Konrad dem Jüngeren ein freiwerdendes Herzogtum oder gar eine Teilhabe an der Herrschaft versprochen worden sein.[1] Als der neue Herrscher Konrad II. das Osterfest in Augsburg feierte, kam es dort zum offenen Konflikt mit seinem Vetter. Konrad der Jüngere setzte seinen Aufstand während des Italienzuges König Konrads II. fort. Vor dem 9. September 1027 nahm Kaiser Konrad II. vermutlich in Worms die Unterwerfung Konrads des Jüngeren an. Als Bedingung musste er einige seiner stärksten Burgen schleifen. Nach Adalberos Sturz trat Konrad der Jüngere 1036 dann dessen Nachfolge in Kärnten an. Er starb bereits drei Jahre später und wurde im Dom zu Worms bestattet. Eine Eheschließung und Familiengründung ist von Konrad nicht überliefert. Kaiser Konrad II. ließ seiner Eltern und seines Bruders in Memorialstiftungen gedenken. Doch wurde der vom Königtum zurücktretende Konrad der Jüngere aus der Memoria des Geschlechts ausgeschlossen. | VON KÄRNTEN, Konrad II. ´der Jüngere` (I1573)
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| 1139 | Beim Tod seines Vaters 927 erbte Sunifred die Grafschaften Cerdanya und Conflent und beim erbenlosen Tod seines Bruders Wilfried II. 957 übernahm er auch Besalú. Über ihn ist kaum etwas bekannt. Er unterstützte die Gründung der Kirche Sant Pere von Besalú durch seinen Bruder Miró Bonfill. Am 1. Oktober 966 hatte er sein Testament verfasst und am 30. Oktober seine letzte Schenkung getätigt.[1] Kurz darauf muss er gestorben sein. | (CERDANYA), Sunifred II. (I52368)
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| 1140 | Beim Tod seines Vaters erbte er 1219 dessen Herrschaften Montjay und Broigny. Ebenso übernahm er die Grafschaft von Saint-Pol von seiner Mutter. Er heiratete 1221 Agnes de Donzy († 1225), Gräfin von Nevers. Diese war die Tochter und Alleinerbin ihrer Eltern Hervé IV. de Donzy († 1223) (Haus Semur) und Mathilde von Courtenay († 1257). Sie brachte die Herrschaften ihres Vaters, Donzy und Saint-Aignan mit in die Ehe. Außerdem hatte sie Erbansprüche auf die Ländereien ihrer Mutter, nämlich die Grafschaften Tonnerre, Auxerre und Nevers und die Herrschaften Montmirail, Perche-Gouët und Cosne. Mit Agnes hatte Guido zwei Kinder: Gaucher de Châtillon (* um 1221; † 6. April 1250), Herr von Montjay, Broigny, Donzy, Saint-Aignan; ⚭ 1236 Johanna († Januar 1252), Tochter von Philipp Hurepel Jolanthe de Châtillon (* um 1222; † 1254); ⚭ 1228 Archambault IX. von Bourbon († 1249). Guido nahm 1226 im Kreuzzug König Ludwigs VIII. von Frankreich gegen die Albigenser teil. Dabei starb er im August bei der Belagerung von Avignon.[1][2] Da sein Sohn Gaucher zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig war, gelang es Guidos Bruder Hugo I. von Châtillon und Bar, die Nachfolge als Graf von Saint-Pol anzutreten und Gaucher musste sich mit den Herrschaften Montjay, Broigny, Donzy und Saint-Aignan, sowie der Aussicht auf die Grafschaften Tonnerre, Auxerre und Nevers begnügen. Auch Gaucher konnte das Erbe in den drei Grafschaften aber nicht antreten, da seine Großmutter Mathilde auch ihn überlebte. Nach Gauchers Tod 1250 gingen die Erbansprüche auf Guidos Tochter Jolanthe über, die ebenfalls vor ihrer Großmutter 1254 starb. Immerhin hatte sie eine Tochter, die schließlich 1257 die drei Grafschaften erbte. | (ST. POL), Guido I. (I52493)
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| 1141 | Beim Tod seines Vaters war Hugo noch unmündig, weshalb für ihn sein Großonkel Herbert Baco die Regentschaft übernahm. Der war ein Anhänger des Grafen von Anjou, dem nominellen Lehnsherren über Maine, was aber den Widerstand des Bischofs von Le Mans, Gervais de Château-du-Loir (Gervais de Bellême), hervorrief der ein entschiedener Gegner der Anjou war. Auf einem allgemeinen Konzil in Le Mans erreichte Gervais die Entmachtung und Verbannung des Regenten und erklärte Hugo für mündig. Anschließend vermittelte er eine Ehe des Grafen mit einer Schwester des Grafen Theobald III. von Blois, des traditionellen Feindes der Anjou. Dies rief im Gegenzug Graf Gottfried II. Martel von Anjou auf den Plan, der um seinen Einfluss im Maine fürchtete, weshalb er 1048 Le Mans im Handstreich einnahm und den Bischof gefangen setzte. Anjou übernahm damit faktisch die Macht in Maine, den Bischof Gervais begab sich nach seiner Freilassung 1050 in das normannische Exil. Dort gelang es ihm den jungen Herzog Wilhelm II. dem Bastard für seine Sache zu gewinnen, was den Beginn eines generationenlangen Konfliktes zwischen Angevinen und Normannen um das Maine markierte. Graf Hugo IV. selbst starb bereits 1051. Hugo IV. war seit dem 14. April 1046 verheiratet mit Bertha von Blois († 1085). Sie überlebte ihren Ehemann um 34, ihre Kinder um 22 Jahre. Die Kinder waren: Herbert II. (* 1047; † 9. März 1062), Graf von Maine Margarethe (* 1048; † um 1063 in Fécamp), seit 1059 verlobt mit Robert Kurzhose | (MAINE), Hugo IV. (I61381)
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| 1142 | Beim Tod seines Vaters, dem er 842 als byzantinischer Kaiser nachfolgte, war er erst drei Jahre alt. Sein älterer Bruder Konstantin war bereits vor 836 gestorben. Während Michaels Minderjährigkeit wurde das Reich von seiner Mutter Theodora und dem Eunuchen Theoktistos regiert, denen es gelang, die Grenzen gegen die Araber zu halten, obwohl ihre Generäle mehrere Niederlagen hinnehmen mussten. Die Regentin zeigte ihren religiösen Eifer, indem sie im Jahr 843 die Bilderverehrung wieder zuließ (siehe Byzantinischer Bilderstreit) und die Paulikianer verfolgte. Andererseits vernachlässigte sie die Erziehung ihres Sohnes. Michael wuchs in Ausschweifungen auf und geriet unter den Einfluss seines Onkels Bardas, der ihn 856 veranlasste, Theodora und ihre Töchter Thekla, Anna, Anastasia und Pulcheria in ein Kloster zu schicken. 857 ergriff Michael selbst die Macht. Er war der letzte Kaiser der amorischen Dynastie. Als Amorische Dynastie wird die vom byzantinischen Kaiser Michael II. begründete Dynastie bezeichnet (820–867). Der Dynastie gehörten neben Michael II. Kaiser Theophilos, die Regentin Theodora II. und Kaiser Michael III. an. Der Name der Dynastie geht auf die Heimat Michaels II. zurück, der aus der Stadt Amorion in Kleinasien stammte. Bardas ernannte Photios zum Patriarchen von Konstantinopel und rechtfertigte sein Kaisertum, indem er interne Reformen voranbrachte, während Michael selbst aktiven Anteil an den Feldzügen nahm. Während eines Konflikts mit den Arabern am Euphrat (856–863) erlitt der Kaiser 860 eine persönliche Niederlage, die 863 durch einen großartigen Sieg seines Onkels Petronas über den Emir von Melitene und die abtrünnigen Paulikianer unter ihrem Anführer Karbeas in der Schlacht am Lalakaon wieder ausgeglichen wurde. Im selben Jahr erreichte Byzanz den Übertritt des bulgarischen Herrschers Boris I. zum Christentum. Dabei wurde Michael III. Pate des bulgarischen Knjas, Boris I. nahm auch den Taufnamen Michael an. Vom Meer her litt das Reich unter den Verwüstungen der kretischen Piraten. Auf Sizilien kamen die Eroberungen der Araber voran. 860 gefährdete der erste Raubzug der Kiewer Rus den Bosporus, der Raubzug konnte aber abgewehrt werden. 867 wurde Michael von seinem Günstling Basileios ermordet, einem früheren Stallknecht, der 865 Bardas’ Einfluss überwunden hatte und 866, eventuell zusammen mit Basiliskianos, an der Regierung des Reichs beteiligt worden war. Der Konflikt mit der römischen Kirche unter Papst Nikolaus I. wurde unter Michael III. verschärft, als Kyrill und Method von Saloniki die Mission bei den Slawen aufnahmen. Bei der Manasses-Chronik (bulgarisch Манасиева летопис oder Манасиева хроника) handelt es sich um eine bulgarische Übersetzung und Erweiterung der um das Jahr 1181 von dem byzantinischen Schriftsteller Konstantin Manasses verfassten Weltchronik Chronike Synopsis. Die Chronike Synopsis beschreibt die Ereignisse von der Entstehung der Welt bis ins Jahr 1081 in Versen. Die Manasses-Chronik entstand im Auftrag des bulgarischen Zaren Iwan Alexander zwischen 1345 und 1347[1][2]. Die bulgarische Übersetzung beinhaltet weitere 19 Kapitel, die sich mit der bulgarischen Geschichte befassen. Die Manasses-Chronik ist reichlich illustriert und ein hervorragendes Beispiel der Kunstschule von Tarnowo. Die Chronik erfreute sich neben der bulgarischen Welt auch großer Beliebtheit in der angrenzenden Balkanregion sowie Russland. Heute sind nur fünf Abschriften von ihr erhalten. | VON BYZANZ, Michael III. der Säufer (I36548)
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| 1143 | Beim Tode seines Schwiegervaters Magnus Billung († 1106) erhoffte er sich die Übernahme des Herzogtums Sachsen. Doch diese Machtkonstellation traf auf den Widerstand des neuen Königs Heinrich V., der überraschend Mitte des Jahres 1106 den Grafen Lothar von Süpplinburg (den späteren König Lothar III.) als Herzog in Sachsen einsetzte. Eine besondere Rolle spielte Heinrich der Schwarze bei der Königswahl 1125. Zunächst scheint er die Kandidatur seines Schwiegersohnes Friedrich II. von Schwaben gefördert zu haben. Im Verlauf der Diskussionen über den geeigneten Kandidaten änderte er jedoch seine Meinung und trat schließlich für Herzog Lothar von Sachsen ein, der dadurch als Lothar III. zum römisch-deutschen König gewählt wurde. Lothar hatte versprochen, seine Tochter Gertrud Heinrichs Sohn Heinrich (dem Stolzen) zur Frau zu geben. Im Jahre 1127 wurde diese Ehe geschlossen, obwohl Gertrud zu diesem Zeitpunkt erst 12 Jahre alt war.[2] Nach Lothars Wahl riefen im Dezember 1125 bayerische, fränkische und schwäbische Anhänger den Staufer Konrad zum Gegenkönig aus. Heinrich der Schwarze trat als Laienmönch in das Kloster Weingarten ein – vielleicht, um nicht gegen seinen Schwiegersohn zu Felde ziehen zu müssen. Dort starb er 1126. Sein Beiname „der Schwarze“ ist erst seit dem 13. Jahrhundert bezeugt.[3] In den diversen Darstellungen der sächsischen Stammreihen wird er aufgrund seiner Herkunft von den Welfen und zur Abgrenzung von Heinrich dem Löwen jedoch spätestens seit dem 16. Jahrhundert als Heinrich der Welf geführt. | (BAYERN), Heinrich IX. ´der Schwarze` (I40829)
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| 1144 | Beiträge zur Genealogie Altfrankfurter Familien | DU FAY, Maria (I1184)
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| 1145 | bekämpfte den Merowingerkönig THEUDERICH III. und wurde Hausmeier von Franken Nach dem Sturz und der Hinrichtung seines Onkels GRIMOADS DES ÄLTEREN 656/657 schien die Dynastie PIPPINS DES ÄLTEREN vor dem Erlöschen zu stehen. In den 670er Jahren waren von seinen Nachkommen nur noch seine Tochter BEGGA und deren Sohn PIPPIN DER MITTLERE am Leben, der väterlicherseits ein Enkel ARNULFS VON METZ war. Beide konnten jedoch die pippinidischen und arnulfingischen Besitzungen trotz der feindselig gesinnten Umgebung der 660er und 670er Jahre im Wesentlichen behaupten. Dabei dürfte PIPPINS Heirat mit PLEKTRUDIS, der Tochter des Pfalzgrafen HUGOBERT und der IRMINA VON OEREN, Angehöriger bedeutender austrischer Adelsgeschlechter, um 670/675 eine wesentliche Rolle gespielt haben. In den Wirren nach dem Tod des Merowingerkönigs CHILDERICH II. und seines Hausmeiers WULFOALD zog Pippin mit Unterstützung austrasischer Großer gegen den mächtigen Neustrier EBROIN zu Felde. Dieses Unternehmen endete zwar 679 mit Pippins Niederlage bei Lucofao, wobei der mit Pippin verbündete dux MARTIN getötet wurde; der neue neustrische Hausmeier WARATTO erkannte jedoch nach EBROINS baldigem Tod (680) Pippins Vormacht in Austrasien an. In der SCHLACHT BEI TERTRY (687) errang Pippin schließlich durch einen Sieg über Warattos Schwiegersohn und Nachfolger BERCHAR die Herrschaft über das Gesamtreich. Pippin sicherte seine Macht dadurch, dass er nicht nur BERCHAR bis zu seinem Tode im Amt des neustrischen Hausmeiers beließ, sondern anschließend seinen Sohn mit dessen Witwe verheiratete. Darüber hinaus beließ er auch die merowingischen Könige auf dem Thron. Außerdem sicherte er frühzeitig den Erbanspruch seiner Familie, indem er seine Söhne DROGO und GRIMOALD DEN JÜNGEREN in wichtige Ämter einsetzte. GRIMOALD wurde neustrischer Hausmeier, so dass beide Hausmeier-Ämter in der Hand der Familie waren. Eine der wichtigsten militärischen Leistungen Pippins war die Eroberung FRIESLANDS (690/695), die die Voraussetzung für die Christianisierung der Friesen durch den angelsächsischen MÖNCH WILLIBRORD Mönch Willibrord war. Bereits vor dem Tod Pippins Ende 714 brach ein Konflikt um seine Nachfolge aus. Dabei versuchte PLEKTRUD, die Ansprüche ihrer Enkel (ihre beiden Söhne waren nicht mehr am Leben: GRIMOALD DER JÜNGERE war im gleichen Jahr ermordet worden, DROGO bereits 708 gestorben) gegen die der beiden Söhne aus einer Beziehung PIPPINS mit seiner Friedelfrau CHALPAIDA, der uxor nobilis et elegans, CHILDEBRAND und KARL, durchzusetzen. Zur damaligen Zeit war das Bastardtum kein Ausschlußkriterium von der legalen Erbfolge, was letztendlich durch die von PIPPIN unter dem massiven Einfluss PLEKTRUDS proklamierte Erbfolge durch seinen Enkel THEUDOALD, der selbst ein Bastard des GRIMOALD war, zeigt. 717, wenige Jahre nach PIPPINS Tod unterlag aber PLEKTRUD letztlich KARL MARTELL. Pippin starb nach langer Krankheit. Er wurde in Chèvremont (Vesdre) beerdigt. | VON HERISTAL, Pippin II. /VON FRANKEN ´der Mittlere` (I18879)
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| 1146 | bekämpfte den Merowingerkönig THEUDERICH III. und wurde Hausmeier von Franken Nach dem Sturz und der Hinrichtung seines Onkels GRIMOADS DES ÄLTEREN 656/657 schien die Dynastie PIPPINS DES ÄLTEREN vor dem Erlöschen zu stehen. In den 670er Jahren waren von seinen Nachkommen nur noch seine Tochter BEGGA und deren Sohn PIPPIN DER MITTLERE am Leben, der väterlicherseits ein Enkel ARNULFS VON METZ war. Beide konnten jedoch die pippinidischen und arnulfingischen Besitzungen trotz der feindselig gesinnten Umgebung der 660er und 670er Jahre im Wesentlichen behaupten. Dabei dürfte PIPPINS Heirat mit PLEKTRUDIS, der Tochter des Pfalzgrafen HUGOBERT und der IRMINA VON OEREN, Angehöriger bedeutender austrischer Adelsgeschlechter, um 670/675 eine wesentliche Rolle gespielt haben. In den Wirren nach dem Tod des Merowingerkönigs CHILDERICH II. und seines Hausmeiers WULFOALD zog Pippin mit Unterstützung austrasischer Großer gegen den mächtigen Neustrier EBROIN zu Felde. Dieses Unternehmen endete zwar 679 mit Pippins Niederlage bei Lucofao, wobei der mit Pippin verbündete dux MARTIN getötet wurde; der neue neustrische Hausmeier WARATTO erkannte jedoch nach EBROINS baldigem Tod (680) Pippins Vormacht in Austrasien an. In der SCHLACHT BEI TERTRY (687) errang Pippin schließlich durch einen Sieg über Warattos Schwiegersohn und Nachfolger BERCHAR die Herrschaft über das Gesamtreich. Pippin sicherte seine Macht dadurch, dass er nicht nur BERCHAR bis zu seinem Tode im Amt des neustrischen Hausmeiers beließ, sondern anschließend seinen Sohn mit dessen Witwe verheiratete. Darüber hinaus beließ er auch die merowingischen Könige auf dem Thron. Außerdem sicherte er frühzeitig den Erbanspruch seiner Familie, indem er seine Söhne DROGO und GRIMOALD DEN JÜNGEREN in wichtige Ämter einsetzte. GRIMOALD wurde neustrischer Hausmeier, so dass beide Hausmeier-Ämter in der Hand der Familie waren. Eine der wichtigsten militärischen Leistungen Pippins war die Eroberung FRIESLANDS (690/695), die die Voraussetzung für die Christianisierung der Friesen durch den angelsächsischen MÖNCH WILLIBRORD Mönch Willibrord war. Bereits vor dem Tod Pippins Ende 714 brach ein Konflikt um seine Nachfolge aus. Dabei versuchte PLEKTRUD, die Ansprüche ihrer Enkel (ihre beiden Söhne waren nicht mehr am Leben: GRIMOALD DER JÜNGERE war im gleichen Jahr ermordet worden, DROGO bereits 708 gestorben) gegen die der beiden Söhne aus einer Beziehung PIPPINS mit seiner Friedelfrau CHALPAIDA, der uxor nobilis et elegans, CHILDEBRAND und KARL, durchzusetzen. Zur damaligen Zeit war das Bastardtum kein Ausschlußkriterium von der legalen Erbfolge, was letztendlich durch die von PIPPIN unter dem massiven Einfluss PLEKTRUDS proklamierte Erbfolge durch seinen Enkel THEUDOALD, der selbst ein Bastard des GRIMOALD war, zeigt. 717, wenige Jahre nach PIPPINS Tod unterlag aber PLEKTRUD letztlich KARL MARTELL. Pippin starb nach langer Krankheit. Er wurde in Chèvremont (Vesdre) beerdigt. | (ARNULFINGER), Pippin ´der Mittlere` (I47260)
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| 1147 | bekannt als der erste Trobador (BdT 183)[3], war als „Guilhem IX“ der neunte Herzog Aquitaniens und der Gascogne. Als «Coms de Peit(i)eus», „Guilhem VII“, war er der siebte Graf von Poitiers und der Provinz Poitou. Er war ein Sohn Wilhelms VIII. von Aquitanien aus dessen dritter Ehe mit Hildegard (Audéarde) von Burgund, der Tochter Roberts I., Herzog von Burgund. „Lo coms de Peiteus“ ist der erste namentlich bekannte Troubadour, Gründervater der Trobadorlyrik. In der Literaturgeschichte wird er als „trovatore bifronte“, als doppelgesichtiger Trobador, bezeichnet[4], weil er einerseits derb-vulgäre, „unhöfische“ Lieder und andererseits feinsinnige, „höfische“ Kanzonen gedichtet hat, in denen zum ersten Male das Ideal der höfischen Liebe, des „amour courtois“, die Liebesideologie der „fin'amors“[5][6][7] vorgestellt wurde. Wilhelm IX., Herzog von Aquitanien, ist der Stammvater einer bedeutenden dynastischen Linie, Großvater Eleonores von Aquitanien, der berühmten Mäzenin, „Königin der Troubadoure“,[8] Herzogin von Aquitanien, Königin von Frankreich, dann von England. „Lo coms Guilhem VII de Peitieus“ ist somit auch Urgroßvater zweier englischer Könige, des Troubadour-Königs Richard Löwenherz (BdT Nr. 420) und des Königs Johann Ohnelands, beide Söhne seiner Enkelin Eleonore.[9] Seine Urenkelin Marie de Champagne, Tochter Eleonores aus ihrer Ehe mit dem französischen König Ludwig VII., war wie ihre Mutter eine Literaturmäzenin. An ihrem Gräflichen Hofe in Troyes förderte sie den Trouvère Chrétien de Troyes, den Begründer des „Höfischen Romans“, der durch seine fünf Versromane über die „Ritter der Tafelrunde“ weltberühmt wurde und dessen Werk die gesamte abendländische Epik seit dem Hochmittelalter bis in die Neuzeit beeinflusst. In der Okzitanistik (Provenzalistik)[10][11] gilt Herzog Wilhelm IX. von Aquitanien, der VII. Graf von Poitiers, als Autor der elf Lieder eines in den „Chansonniers“, den illuminierten altprovenzalischen Liederhandschriften, nicht näher bestimmten „Coms de Peit(i)eu(s)“.[12] | (AQUITANIEN), Wilhelm IX. DER ERSTE TROBADOR (I37732)
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| 1148 | Béla war verlobt mit Maria Komnene von Byzanz, Tochter von Manuel I.. | VON UNGARN, Béla III. (I36325)
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| 1149 | Belegt ab 1527, 2.10.1571 Glarus, reformiert, von Glarus. 1) Elsbeth Göldli, Tochter des Georg, Mitglieds des Zürcher Grossen Rats, 2) Rosa Wellenberg, Tochter des Hans, Bürgermeisters von Konstanz. Hauptmann in französischen Diensten. Wirt. Ab 1539 Glarner Landschreiber. 1542-1544 Landvogt in Locarno, wo er die evangelische Bewegung förderte. 1548-1553 Landammann von Glarus. Tagsatzungsgesandter 1546-1555. Joachim Bäldi zählte mit Paulus Schuler zu den führenden reformierten Persönlichkeiten des Landes. Er suchte im Glarnerhandel 1555-1564 als Gegenspieler des Aegidius Tschudi den Neugläubigen gegenüber den fünf katholischen Orten zu ihrem Recht zu verhelfen. Mit dem Freiberg (Kärpf) gründete Joachim Bäldi 1548 das älteste schweizerische Wildreservat. | BÄLDI, Joachim (I52054)
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| 1150 | Belehung der Stähelin von Stockburg mit zehntanteilen und dem Kelnhof zu Bräunlingen. 1594 Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 72 Nr. 7725 Stockburg ist ein Stadtteil von St. Georgen im Schwarzwald im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg. Stockburg wurde in der Gründungsurkunde des St. Georgener Klosters im Jahre 1086 erstmals urkundlich erwähnt. Es wird inzwischen vermutet, dass ein 1270 und 1296 erwähnter Burkard von Stokka oder Stocka eher in Stockburg zu verorten sei als in Stockach. Zwischen 1500 und 1588 ist mit den Stähling von Stockburg Ortsadel nachweisbar, darunter Georg Stählin, der 1518 als Obervogt in der Baar war.[3] Sie vermachten den Ort dem Kloster, das ihn in Gestalt des württembergischen Klosteramtes bis 1810 besaß. Am 2. November 1810 gelangte der Ort durch den Grenzvertrag zwischen Württemberg und Baden an das Großherzogtum Baden,[4] wo er in das Amt Hornberg eingegliedert wurde.[5] 1820 kam der Ort zum Bezirksamt Villingen, zu dem er 1813 bereits vorübergehend gehört hatte. Der im alemannischen Sprachgebiet weitverbreitete Geschlechtsname Stehelin oder Stähelin tritt in Basel und seiner näheren und weiteren Umgebung vereinzelt vom 13. Jahrhundert an auf. Eine direkte Abstammung von altdeutschen Männernamen, wie Stahalhart, Stahalolf oder der abgekürzten Form Stal (8. Jh.) und Stallo (9. Jh.), die einen Ausdruck für das stählerne Schwert bedeuten, jedoch später wieder ganz verschwinden, kann schon wegen des zeitlichen Abstandes bis zum Auftreten der ähnlich klingenden Geschlechtsnamen nicht angenommen werden1. | STÄHELIN, Anna (I3828)
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